wie kann das nur möglich sein...grrrr

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Capesider
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Re: wie kann das nur möglich sein...grrrr

Beitrag von Capesider »

maniha3 hat geschrieben:Was das Loslassen angeht, das war für mich auch echt hart :!:
Aber wenn man kleine Schritte macht, tut es nicht so weh, u. fällt leichter.
Als meine Schwägerinnen die Große so mit 2 1/2 das erste mal mit zum Samstags-shoppen 5 km weiter für 1bis 2 h mitnahmen,
habe ich Blut u. Wasser geschwitzt.
Ich habe mir alle Schrecklichkeiten ausgemalt, die passieren hätten können.
Ich war sehr extrem :!:
Klar hat mich niemand dazu gezwungen, aber die Kleine fand es toll.
Beim 2. Mal war es nicht mehr so schlimm,
nach dem 4. mal war es für mich ok.
Ich bin ganz genauso!!

Und ich musste sogar ganz lange lernen, dass nichts schlimmes passiert, wenn sie mit dem Papa unterwegs ist und ich nicht dabei bin, um mich schützend vor sie zu werfen, wenn der große böse Wolf plötzlich auftaucht! :roll: :lol:

Verwandte haben wir ja hier keine, das fällt also weg.

Aber kleine Schritte sind auf jeden Fall der richtige Weg für mich. Ein paar guten Freundinnen, die wir hier haben, würde ich Becci auch blind den ganzen Tag anvertrauen, da weiß ich einfach, dass sie total gut aufgehoben wäre. Leider geht es bei denen zur Zeit überall nicht mit dem Aufpassen, aus verschiedenen Gründen. Das ist dann halt Pech für mich. :?
shina hat geschrieben:dass Kinder einen oft anschubsen, Sachen die einen ungemein belasten nun endlich anzugehen.
Ja, so ist es. Witzig, darüber habe ich vorhin noch mit meinem Mann gesprochen. Genau das hatte ich sogar schon in der Schwangerschaft gelesen. Damals hatte ich noch die utopische Vorstellung, all meine Probleme gelöst zu haben, bis Becci auf der Welt ist! :roll: :lol:

Je älter Becci wird, je selbständiger und "fordernder" sie wird, desto schlimmer wird meine Situation. Ich spüre richtig, wie sich mir die Schlinge zuzieht, und bald kommt der große Knall, das weiß ich. Entweder ich gehe dann dran kaputt, oder mein bisheriges Leben platzt auf und es kommt was neues, tolles zum Vorschein, wenn ich es dann endlich schaffe, bei vielen Dingen was zu ändern und endlich der Mensch zu werden, der ich schon so lange sein will!!

Man merkt an meinem "Geschwafel", dass ich mir da schon viele Gedanken zu gemacht habe, denn was Du sagst, trifft auf jeden Fall bei uns zu.
Liebe Grüße
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BEcKa
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Re: wie kann das nur möglich sein...grrrr

Beitrag von BEcKa »

Mir ist zum Thema "rausschleichen" noch ein Gedanke gekommen.

Das war bei Kaya auch eine Weile so und hat sich so gesteigert, dass sie immer schlechter einschlafen konnte, weil sie "wartete" wann ich rausgehe. Ich habe dann damit begonnen, sie hinzulegen, zu kuscheln und dann zu sagen: "Ich geh gerade nochmal Pipi machen, bin gleich wieder da", zwei Tage später "Ich muss schnell noch die Wäsche zusammenlegen, ich bin ganz in Deiner Nähe, ruf, wenn Du mich brauchst"....und schon kurze Zeit später konnte sie ohne mich im Bett sehr gut einschlafen!

Und den Mittagsschlaf verliert man einfach irgendwann, dafür sind die Kids dann am abend ordentlich geschafft (und man selber auch.... :lol: )


Wieso hast Du eigentlich so hohe ANsprüche an DIch - Du programmierst damit Dein Scheitern vor. Langsam verbessern. EInmal am Tag den Schritt in die richtige Richtung machen reicht! Wir sind alles nur Menschen. Den Traum vom "richtig erwachsen werden" (alle Probleme gelöst und aufkommende Probleme gleich im Griff) habe ich abgelegt, das scheint mir eine kindlich Glorifizierung meiner Mutter zu sein, die da bei mir noch rumspukte!
Liebe Grüße
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Capesider
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Re: wie kann das nur möglich sein...grrrr

Beitrag von Capesider »

BEcKa hat geschrieben:Wieso hast Du eigentlich so hohe ANsprüche an DIch - Du programmierst damit Dein Scheitern vor. Langsam verbessern. EInmal am Tag den Schritt in die richtige Richtung machen reicht! Wir sind alles nur Menschen. Den Traum vom "richtig erwachsen werden" (alle Probleme gelöst und aufkommende Probleme gleich im Griff) habe ich abgelegt, das scheint mir eine kindlich Glorifizierung meiner Mutter zu sein, die da bei mir noch rumspukte!
Danke Becka, das hilft mir sehr! :knutsch

Ich hatte leider schon immer so hohe Ansprüche an mich, eine Psychologin hat das mal die "verkehrte Schere" genannt. Bei anderen finde ich fast alles toll und bin beeindruckt und freue mich, aber ich selbst kann noch sowas tolles leisten, ich bin nie stolz auf mich und denke immer noch, ich müsste "mehr leisten" oder was besseres machen etc., das sitzt ganz tief bei mir, auch schon vor Beccis Geburt war das so. Eigentlich schon in der Schulzeit, wenn ich drüber nachdenke.

Heute hab ich mich übrigens mal wieder "rausgeschlichen", deshalb sitze ich gerade hier! :lol:

Becci und ich hatten einen ganz tollen Vormittag in der Stadt und waren erst um 14 Uhr wieder zu Hause. Zuerst habe ich wirklich überlegt, sie wach zu lassen, aber die Angst vor dem Einpennen um 17 Uhr auf der Couch hat mich dann doch dazu bewogen, dass wir uns zum Mittagsschlaf hinlegen. Aber als Becci eingeschlafen war, bin ich aufgestanden, und jetzt schläft sie schon 20 Minuten ohne mich. Und wenn sie gleich aufwacht, macht das auch nichts, weil es schon so spät ist und wir hier noch so viele Sachen machen können, weil wir am Vormittag außer Haus waren.

Ich glaube da liegt auch ein bisschen der Hund begraben. Wenn ich mit Becci den ganzen Tag in der Wohnung bin und wir nichts unternehmen, lebe ich manchmal nur für meine mittägliche Pause, wenn sie schläft. Unternehmen wir was, haben wir Spaß und der Tag geht viel schneller rum, ich bin gar nicht müde und freue mich auf die Sachen, die wir noch zusammen machen können. Ich kann mich nur immer so schlecht aufraffen, in die Stadt zu fahren, weil Becci so oft wegläuft, jetzt immer aus dem Buggy aussteigt etc., in Geschäfte gehen oder nen Kaffee trinken geht da z.B. gar nicht. Heute waren wir fast 2 Stunden in der Bücherei, das war toll, aber jeden Tag macht das halt auch keinen Spaß. :wink:

Aber wenn ich es so anpacke, dass wir viel öfter Ausflüge machen, dann ist alles nur noch halb so schlimm.
Liebe Grüße
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Re: wie kann das nur möglich sein...grrrr

Beitrag von Gabriela »

Ich glaube da liegt auch ein bisschen der Hund begraben. Wenn ich mit Becci den ganzen Tag in der Wohnung bin und wir nichts unternehmen, lebe ich manchmal nur für meine mittägliche Pause, wenn sie schläft. Unternehmen wir was, haben wir Spaß und der Tag geht viel schneller rum, ich bin gar nicht müde und freue mich auf die Sachen, die wir noch zusammen machen können. Ich kann mich nur immer so schlecht aufraffen, in die Stadt zu fahren, weil Becci so oft wegläuft, jetzt immer aus dem Buggy aussteigt etc., in Geschäfte gehen oder nen Kaffee trinken geht da z.B. gar nicht. Heute waren wir fast 2 Stunden in der Bücherei, das war toll, aber jeden Tag macht das halt auch keinen Spaß.
Hmm... wenn ich mit Dominic den ganzen Tag nur in der Wohnung bin, fällt mir auch irgendwann die Decke auf den Kopf, ganz ehrlich. Deshalb vermeide ich das, wenn es geht, auch weil Dominic gerne draussen ist und auch das 'Recht' auf frische Luft hat.

Du musst ja mit Becci nicht jedes Mal in die Stadt fahren, wo Du Angst haben musst, dass sie wegläuft. Wieso gehst Du mit ihr nicht in einen Park, in den Wald, ins Schwimmbad, schlitteln, eislaufen, Enten füttern...? Es gibt so Vieles, was man mit Kindern tun kann, es muss auch nicht immer 'full program' sein, den Kindern gefallen die kleinen Dinge ja meistens besser als gross organisierte Ausflüge.

Du hast weiter oben geschrieben, dass Becci immer wie 'auf Strom' ist, dass sie immer in Bewegung ist. Bist Du sicher, dass Du ihr den nötigen 'Auslauf' gibst, den sie braucht? Ich weiss nicht genau, wie Eure Situation ist, aber so wie ich lese, sind Du und Dein Mann ja oft zuhause, arbeiten also nicht ganztags. Von daher hättet Ihr ja sicher Zeit, mit Becci entsprechend rauszugehen, damit sie sich austoben kann und zu den Schlafenszeiten dann auch so richtig müde ist! :D
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Re: wie kann das nur möglich sein...grrrr

Beitrag von Capesider »

Wir arbeiten gar nicht, sozusagen. Wir studieren ja beide noch, mein Mann hat noch 2 Jobs dazu. Er ist meistens unterwegs, aber ich bin ja noch bei Becci zu Hause und werde mein Studium erst im Frühjahr weitermachen.

Ich schaue schon, dass ich jeden Tag mit ihr rausgehe, aber halt nicht solange, wie wenn wir in die Stadt fahren. Im Moment bei -11 Grad halten wir es nur ne halbe Stunde auf dem Spielplatz um die Ecke aus! :o

Und die meisten Aktivitäten spielen sich in Innenstadtnähe ab, ist also derselbe Weg, den man fahren muss, wie in die Stadt. Da ist dann der Park, noch ein großer Spielplatz, der Fluss, Spazierwege etc.

Hier bei uns im Stadtteil gibt es auch schöne Ecken, aber da ist man dann halt mal 1 Stunde oder höchstens 1,5 Stunden unterwegs. Wobei mir das meist auch schon reicht, bei dieser Kälte.
Liebe Grüße
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