"Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

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Allfein
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Gartenprinzessin hat geschrieben: 06.11.2024, 15:14 Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass viele Babys das meist auch ohne Üben im Notfall hinbekommen.
Danke für die Info =)
muh hat geschrieben: 06.11.2024, 15:17 Für den Notfall kann man gar nicht richtig trainieren. Selbst wenn ein Baby schon mal aus der Flasche getrunken hat, kann es das wieder verlernen bzw verweigern.
Es kann vielleicht für dich eine Erleichterung sein, zu wissen, dass es mal auch ohne dich gehen kann und du vielleicht mal was ohne Baby unternehmen kannst. Aber da du das Bedürfnis ja nicht hast - wozu?
Hier sind drei Kinder komplett ohne Flasche groß geworden, sind alle gut gewachsen. ;)
Hm, so habe ich das noch gar nicht gesehen, dass es natürlich auch sein kann, dass das Baby die Flasche auch wieder verweigern bzw. es verlernen könnte. Ist auf jeden Fall gut für zukünftige Gespräche zu wissen, dass so etwas auch passieren kann.
Amber hat geschrieben: 06.11.2024, 15:29 Ich schließe mich den anderen an. Und möchte noch einen Gedankenanstoß geben. Meine Mutter hat auch nie gestillt, wegen "zu wenig Milch". Aussage der Klinik damals, bei mir und auch meinem Bruder. Wir bekamen die Flasche ab dem ersten Tag, keine Chance auf eine normale Stillbeziehung. Bis ich meine Kinder bekam, war meine Mutter voll überzeugt, nicht stillen zu können. Das bei ihr ein Fehler sei, da das Stillen nie geklappt hat. Als meine beiden Kinder kamen und das Stillen problemlos lief, gab es einen sehr traurigen Moment mit meiner Mutter. Ihr wurde bewusst, wie falsch das damals alles lief. Dass sie sicher auch hätte stillen können, wenn man ihr und uns Babys einfach die Zeit und die Möglichkeit dazu gegeben hätte.
Ich kann mir vorstellen, dass so eine Lebensgeschichte auch bei deiner Schwiegermutter mitschwingt. Dass sie aus eigener Erfahrung wirklich felsenfest überzeugt ist, dass Stillen nicht ausreicht und ihr Plan B, sprich die Flasche braucht. Vielleicht könnt ihr in einem ruhigen Gespräch darüber aufklären, dass früher die Flasche Standart war. Und das sich das Wissen weiterentwickelt hat. Weg von künstlicher Milch, nichts ist besser als Muttermilch. In einer gesunden Stillbezeichnung braucht man nicht zufüttern. Die Meinung zu den Thema war früher das absolute Gegenteil.
Das kann ich mir vorstellen, dass der Moment der "Erkenntnis" für deine Mutter sehr traurig war. Zu erkennen, dass man etwas beraubt und belogen wurde, ist nicht einfach. Aber früher hat man sich auch viel weniger selbst informiert und auch weniger hinterfragt (jedenfalls in den meisten Fällen). Meine Mutter hat uns alle gestillt, aber meine ältere Schwester war ein Schreikind und sie ist nie auf die Idee gekommen, ärztlich abklären zu lassen, ob da etwas dahintersteckt. Sie haben eben durchgehalten. Das hat sie mir auch irgendwann mal gesagt, dass man sich damals einfach nicht informiert hat und es eben auch nicht so viele frei verfügbare Informationen/Bücher gab.
Mit meiner Schwiegermutter: Es ist nicht so einfach, ein ruhiges Gespräch mit ihr zu führen, das muss ich mal gucken, wie es passt. Also, das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist. Sie ist wirklich nett und ich verstehe mich gut mit ihr, aber wie ich schon woanders schrieb, sie hört nicht lange zu. Das merke ich auch, wenn ich mit ihr telefoniere. Oder so im Gespräch. Sie hat dann einfach ihre eigenen Themen, die ihr in den Sinn kommen und hört ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu (hatte das am Anfang öfter mal getestet, in dem ich mitten im Satz aufgehört habe, zu reden. Und sie hat es nicht gemerkt...).
Von daher behalte ich das im Hinterkopf und wenn sie das Thema auch mir gegenüber anspricht, werde ich das Gespräch auf früher - heute ansprechen. Sie hat ja auch dieses 365-Tage Buch, keine Ahnung, was da drin steht, aber vllt. könnte ich das auch in diesem Zusammenhang mit ansprechen.
Brianna hat geschrieben: 06.11.2024, 16:51 Wenn du irgendwann die Flasche geben willst, dann tue es für dich und nicht für jemand anderen. Wenn das Baby die Brust verweigert, bleibt das nächtliche Füttern mit Flasche sehr wahrscheinlich trotzdem zum größten Teil an dir hängen.
Das ist ein interessanter Hinweis, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Zumal ich ja in EZ bin und mein Mann arbeitet (und sehr früh aufstehen muss). Das heißt, er braucht auch den Schlaf (was ja völlig ok ist) und wird dann definitiv nicht aufstehen, um das Fläschchen zu machen ...
Auch vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen mit deinen Kindern! Da sieht man mal, dass wirklich jedes Kind unterschiedlich ist und man gar nichts voraussagen kann, wie sich das Kind entwickelt, was es annimmt und was nicht.
Pelufer hat geschrieben: 06.11.2024, 17:04 Das erinnert mich an eine Diskussion wo es darum ging, dass Babies so schnell wie möglich woanders schlafen lernen müssen... Für den Notfall.
Diese Notfallübungen bedeuten im schlimmsten Fall Stress für das Baby, und im besten Fall tritt der Notfall nie ein. Dafür würde ich nicht üben.
<3 Ja, du hast recht. Wie oft macht man sich auch wegen anderer Sachen Gedanken (Stichwort: Gedankenkarussell), die dann gar nicht eintreten. Dann hat man sich umsonst Sorgen gemacht.
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Minja hat geschrieben: 07.11.2024, 22:20 Ich kann deine Einstellung gut nachempfinden.
Wie du schon selbst geschrieben hast- ich glaube auch es geht darum wie du deinem Partner Sicherheit geben kannst. Aber auch welche Bedürfnisse er hat.
Mein Mann hatte einen gewissen "Stillneid", er hatte das Gefühl es schwerer zu haben die Kinder zu beruhigen. Er hätte gerne die Flasche gegeben und wäre unabhängig von mir gewesen. Meine Schwiegermutter hatte auch keine Stillerfahrung. (damals war das out zu stillen)
Ich habe mir viele doofe und grenzüberschreitende Sprüche anhören müssen. Das hat auch eher dazu beigetragen das ich ihr wenig vertrauen geschenkt habe und meine Kinder ungern länger bei ihr gelassen habe.
Ich habe meine Kinder alle zwischen 2,5-3,5 Jahre gestillt und jedes mal nach 1-1,5 Jahren wieder im Schichtdienst gearbeitet, nach zwei Jahren auch wieder in der Nachtschicht. Das stillen spielt sich so ein, das man nach 10-12 Monaten wirklich planen kann und das Kind in der Regel mit Essen und Trinken durch ihre Bezugspersonen klar kommt. (tagsüber auf jeden Fall) Fürs beruhigen finden Omas und Opas auch ihre Strategien. (wenn sie wollen!)
Für den Ernstfall würde ich nicht üben, weil wenn er eintritt finden sich Lösungen und im Notfall, im wirklichen Notfall werdet ihr Entscheidungen treffen. Vielleicht auch anders als jetzt geplant.
Ich würde dir gerne die Literatur oder den Blog von dem Kinderarzt Renz Polster empfehlen. Für deinen Mann und dich. Das stärkt die innere Haltung und liefert Argumente. Wobei das bei Großeltern leider keine Garantie ist. Meist müssen auch sie neue Erfahrungen sammeln.
Irgendwann war für meinen Mann das Tragen das stillen. Vielleicht interessiert sich dein Partner für eine Trageberatung oder für einen Babymassagekurs oder ähnliches?
Gruß Minja
Liebe Minja,
mein Mann meinte in den ersten zwei Wochen auch, dass er auch gerne stillen würde, damit er nicht so "hilflos" ist und mir auch mal was abnehmen kann. Aber vor ein paar Tagen sagte er dann, dass er eigentlich ganz froh ist, dass er nicht stillen kann, denn die Geduld, die ich habe (wenn sie sich mal wieder nicht entscheiden kann, ob sie an die Brust will oder lieber protestiert, weil sie Hunger hat^^), hätte er nicht.
Ich denke, er möchte eben auch seinen Teil beitragen, aber (und das habe ich ihm auch gesagt), man darf auch nicht vergessen, dass sie erst vier Wochen alt ist. Je älter sie wird, desto mehr kann er ja auch mit ihr machen und desto mehr reagiert sie dann auch auf ihn.
Ich würde mein Kind auch gerne länger als ein Jahr stillen (Stand jetzt), daher ist es sehr schön zu lesen, dass es auch mit Arbeit weiter klappt. Meine Schwester hat ihr erstes Kind mit einem Jahr abgestillt, weil sie arbeiten gehen musste. Und dem Kind hätte es wirklich gut getan, wenn es noch länger hätte stillen dürfen (meiner Meinung nach). Beim zweiten Kind hat sie dann gemerkt, dass es doch anders geht und stillt das Kind (ist jetzt drei) immer noch (jetzt vor allem noch zum Einschlafen).
Von dem KiA Renz Polster habe ich schon gehört, mich aber noch nicht mit ihm befasst. Wusste nicht, dass er einen Blog hat. Danke für den Tipp, da werde ich mich auch mal reinlesen bzw. mal gucken, was er so für Bücher geschrieben hat.
Hm, ich werde meinen Mann mal fragen, ob er an einem Babymassagekurs interessiert wäre. Ich glaube, das wäre was für ihn. Allein, weil er dann eben bestimmte Handgriffe lernen könnte, und das gibt ja auch Sicherheit im Umgang mit schwierigeren Situationen. (Babyschwimmen ist, z.B., gar nichts für ihn). Eine Trageberatung fände ich klasse, aber dem Thema ist er noch nicht sooo aufgeschlossen (möchte auch den Ring Sling nicht ausprobieren, ich glaube, das ist ihm noch "zu alternativ" xD). Aber da ich auch eine Trageberatung machen wollen würde, können wir das vllt. einfach zu zweit machen^^
GemeineEsche hat geschrieben: 07.11.2024, 23:27 Zu den Milchcups: die hatte ich auch. Mwn steht da in der Anleitung, dass man bei sofortigem Umfüllen die Milch auch verfüttern kann. Man kann die Cups ja auch sterilisieren. Also ist das auch nicht unhygienischer als irgendeine Pumpe. Es kommt halt auf die Anwendung an. Ich hab sie auch oft wenn ich sie nachts benutzt habe einfach auf dem Nachttisch liegen lassen und dann nur mit Seife ausgewaschen, aber diese Milch habe ich dann auch maximal ins Badewasser gemacht.
Ja, genau so machen wir das mit dem Umfüllen und sterilisieren sie.
GemeineEsche hat geschrieben: 08.11.2024, 20:10 Stimmt, das Alter hilft auch. Ab 6 Monate kann man ja Beikost einführen, wenn es da zeitlich gut passt kann man es nämlich auch so machen, dass diw Mutter stillt und die nächste Mahlzeit für daa Kind ist dann ein Brei oder gedünstetes Gemüse oder sowas. Das kann man ja so timen, dass die Mutter in der Zeit weg geht und der Vater dann eben füttert. Dann kann er das Kind ernähren auch ohne Sauger oder abpumpen oder Pre etc.
Was ich aber auch dazu sagen muss: mein Mann ist schlecht organisiert, wenn es um Essen für die Kinder geht. Das ist dann einfach die Gewohnheit, dass ich 6 Monate komplett für die Nahrung verantwortlich war und er sich da rein gar keine Gedanken machen musste. Ist aber dann vielleicht auch ein schönes Ritual, wenn der Papa die Beikost einführt, dann kann man je nachdem auch mit dem Abendessen oder Frühstück beginnen wenn es besser in den Tagesablauf passt.
Das finde ich eine sehr schöne Idee, dass der Papa die Beikost einführt! Ist ja ein ein besonderer und neuer Schritt für das Kind. Bei uns ist das ja noch etwas hin, aber ich werde mir das definitv merken.
fragolapopulare hat geschrieben: 08.11.2024, 20:50 Väter finden da ihre eigene Strategie. Brummen, Summen, Tragen, Faxen machen - irgendwas wird sich finden und entwickeln. Mein Mann war bei der Großen anfangs neidisch, dass ich halt einfach nur die Brust auspacken musste. Irgendwann war's dann umgekehrt: Er hatte seine Mittel und ich war neidisch, dass die bei ihm funktioniert haben, bei mir aber nicht. :D
Wir hatten übrigens bei der Großen einen solchen Notfall - ich habe fünf Tage lang hochdosiertes Cortison per Infusion bekommen, und musste die Mumi ab Infusion bis einige Stunden danach verwerfen. Das Baby war hungrig und hat sich von Papa und den Großeltern spontan die Flasche geben lassen. Von mir hat sie die nicht akzeptiert. Wenn ich abends wieder stillen konnte, wollte sie nur stillen - und auch danach sind wir zum Vollstillen zurückgekehrt. Aber ganz ehrlich: DAS hätte man nicht üben können.
Das ergibt sich alles. Dann.
Oh, das ist ja auch spannend, dass euer Baby die Flasche von dir nicht akzeptiert hat, aber von Papa und Großeltern. Also der Gedanke ist mir noch gar nicht gekommen, aber macht schon Sinn aus Babysicht. Auch, dass ihr danach wieder zum Vollstillen gekommen seid, freut mich sehr für euch <3
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

MmeClementinchen hat geschrieben: 09.11.2024, 07:12 Hallo!
Also hier sind 4Kinder, die tatsächlich erst mehrere Wochen an die Flasche gewöhnt werden mussten, als ich einfach abstillen wollte. Da waren alle Kinder etwas mehr als 1 Jahr alt. Nr 1 musste sich nicht viel ungewöhnen, weil ich die ganze Stillzeit nur mit Stillhütchen stillen konnte. Aber hätte ich nicht das Abstillen gewollt, wäre nicht eine einzige Situation gewesen, dass wir die Flasche wirklich gebraucht hätten. Aber wir hatten auch total viel Glück und ich bin nie so ausgefallen, dass ich ins Krankenhaus musste. Es gab allerdings schon Zeiten, wo ich mega mega Fieber hatte oder schlimme Schmerzen, wo ich mir schon gewünscht hätte, dass es toll gewesen wäre, wenn sie die Flasche genommen hätten. Nur um mich mal auszuschlafen und auszuruhen.
Nr 5 geht übrigens seit dem er 10 Monate alt ist in die Kita und trotzdem war es absolut nicht nötig, abzustillen. Ganz im Gegenteil hilft es ihm sehr dabei, sich nach dem Stillen zu lösen und sich voll und ganz auf seine neuen Freunde einzulassen, habe ich jedenfalls den Eindruck.
Im Moment würde ich mir trotzdem wünschen, dass er die Flasche nehmen würde. Im Moment hat mein Mann die Nächte übernommen und für ihn wäre es schon hilfreich und einfacher. Aber da ist nichts zu machen. Mal schauen, wann ich die Muße habe, da hartnäckiger dranzubleiben.
Vielleicht machen wir (mein Mann und ich) und auch zu viele Gedanken um ungelegte Eier. Wer weiß schon, ob ein Notfall eintreten wird, ich hoffe es natürlich nicht! Ich bin halt eher der Typ "es wird schon irgendwie klappen" und mein Mann eher der "Was können wir tun, wenn Fall X eintritt!?". Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es mir bestimmt auch mal so gehen wird wie dir, wenn man krank oder erschöpft ist und sich eine Pause wünscht und dann denkt, dass ein Fläschchen natürlich schon einfacher wäre. Das will ich nicht ausschließen, aber im Moment bin ich halt einfach nur glücklich, dass das Stillen von Anfang an geklappt hat, trotz der ganzen Unkenrufe und das "Vielleicht hast du zu wenig oder gar keine Milch"- Gerede seitens meine Schwiegermutter. Und das möchte ich eben nicht gegen die Flasche eintauschen.
Umgedacht hat geschrieben: 09.11.2024, 14:12 Ich musste mich gegen meine Mutter und Schwiegereltern durchsetzen, dass es keine Flasche gibt. Der Papa musste einen Weg finden das Kind zu beruhigen und das hat er geschafft. Keine Flasche und kein Schnuller notwendig und nie vermisst.
Deine Schwiegermutter will halt gerne ihre romantisierte Vorstellung vom Füttern und Kümmern umsetzen. Überleg dir gut wessen Bedürfnis eine Gewöhnung an die Flasche sein soll.
Kind ging übrigens ab 12 Monaten in die Kita und hat sich selbst mit 2,5 Jahren abgestillt. Zwei mal gab es eine Flasche mit Muttermilch. Die erste mit ca 2 Monaten wurde nicht genommen und leider hat sie sich müde geweint bei meiner Mutter. Die zweite gab es mit viel Überredung mit ca 5 Monaten bei meinem Mann. An dem Tag sind sie aber auch zum Stillen gekommen. Danach hat es mit dem Essen gut geklappt. Ich werde das beim zweiten Kind genauso machen.
Ja, man weiß eben nicht, wie die Kinder auf die Flasche reagieren. Ja, das stimmt schon, was du zu den romantisierten Vorstellungen sagst. Sie hat halt so lange auf ihr erstes Enkelkind gewartet und ich glaube einfach, dass sie es nicht versteht, weshalb man nicht das Fläschchen geben sollte. Also einfach, weil sie sich mit dem Gedanken noch gar nicht so auseinandergesetzt hat. Aber dazu muss ich auch sagen, dass wir (meine Schwiegermutter und ich) noch gar kein ausführliches Gespräch darüber geführt haben. Wenn, hat sie eben mit meinem Mann gesprochen (wenn sie telefoniert haben) und wenn sie bei uns zu Besuch waren, wurde das Thema nicht wirklich angesprochen bzw. gab es dafür nicht den richtigen Zeitpunkt. Deshalb bin ich auch gespannt, ob sich in nächster Zeit ein Gespräch zu dem Thema ergibt.
Ich kann mir andererseits aber nicht vorstellen, dass sie dem Kind (heimlich) Pre verfüttern würde. Denn ich würde ich kein Fläschchen mit Muttermilch geben und meine Schwiegereltern haben schon in der Schwangerschaft deutlich gesagt, dass sie uns bei allem, was das Essen betrifft, fragen, bevor sie es der Kleinen geben, wenn sie im Januar '26 dann zu ihnen kommt (sie werden die Kleine betreuen, bis sie im Sommer '26 in die Kita kommt). Sie haben das öfter betont, dass sie nur das zu essen geben, womit wir einverstanden sind. Denn ich esse kein Fleisch, mein Mann schon (mein Kind soll aber alles essen können, was es möchte). Und meine Schwiegermutter hat aufgrund von Allergien diverse Einschränkungen, was Essen betrifft.
Hm, da fällt mir gerade ein: Das wäre auf jeden Fall ein Punkt, den ich im gespräch zum Thema stillen mit anbringen könnte. Denn stillen ist ja auch Nahrungsaufnahme und dahingehend würde ich meinr Schwiegermutter dann erklären, dass sie ja beim Thema "Beikost" sehr auf unsere Wünsche eingehen will, weshalb dann nicht auch beim Thema Stillen!? Ich glaube, das ist ganz gut, wenn ich da die Brücke schlage, auch zum Thema Akzeptanz und Allergien, da sie sehr limitiert ist, was sie essen kann und das daher doch auch verstehen sollte, wenn ich eben keine Flasche geben will.
SiebtesHerz hat geschrieben: 09.11.2024, 19:38 Ich entsinne mich, daß die Kita bei meinem Mittlerm Sohn darauf bestand das ich ne Flasche mitbringen soll. Das Ende vom Lied jeder Erzieher/in welche/r ihm diese anbot bekam sie um die Ohren geworfen, da war er 12/13 Monate alt. Sobald ich zum abholen kam, ging er als erstes an meine Brust dann wurde ausgiebig gestillt, und danach kletterte er auf den Rücken und er wurde eingebunden. Wasser nahm er wenn dann nur aus einem Becher. Also alles kein Stress.
Ja, man kann Pläne schmieden, aber man weiß nie, wie die Kinder darauf reagieren werden :)
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Wir werden morgen (Montag) das erste Mal mit dem Auto und dem Baby fahren (Hörscreening). Ich bin gespannt, wie die Fahrt wird, ob die Kleine schläft oder wie sie während der Fahrt drauf ist. Das ist quasi die Premiere / der Probelauf, da wir überlegen, zu Weihnachten zu meiner Familie zu fahren (2,5 Autostunden entfernt). Von daher hoffe ich, dass es morgen gut läuft ...
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Kitsune »

Allfein hat geschrieben: 07.11.2024, 22:01 @Serafin: Ich brauche für eine Fahrtstrecke mit den Öffis leider ca. 50 Minuten (wenn nichts ausfällt). Da wird das leider mit dem Vorbeibringen zum Stillen nicht klappen. Möchte mich aber später, wenn ich anfange (bzw davor), erkundigen, wie das mit den gesetzl. Stillpausen ist. Also, ob ich diese an den Anfang/Ende der Arbeitszeit legen kann, damit ich dann später/früher kommen und gehen kann. Aber das hat ja noch Zeit.
Kurze Anmerkung:
Stillpause gibt es (leider) nur bis zum 1. Geburtstag. Alle anderen Punkte der Mutterschutzrichtlinien (z.B. Nacht- und Feiertagsarbeit) gelten die gesamte Stillzeit.
M. + S. (08/21)
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Kitsune hat geschrieben: 11.11.2024, 21:32 Kurze Anmerkung:
Stillpause gibt es (leider) nur bis zum 1. Geburtstag. Alle anderen Punkte der Mutterschutzrichtlinien (z.B. Nacht- und Feiertagsarbeit) gelten die gesamte Stillzeit.
Wäre ja auch zu schön gewesen :roll: :D
Schade. Hatte das Beispiel einer Kollegin im Hinterkopf gehabt, die Stillpausen beantragt hat. Dann ist sie anscheinend vor dem einen Jahr wiedergekommen.
Na ja, kann man nichts machen, ich mache ja 1 Jahr EZ.
Aber danke für die Korrektur <3
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Allfein hat geschrieben: 10.11.2024, 20:52 Wir werden morgen (Montag) das erste Mal mit dem Auto und dem Baby fahren (Hörscreening). Ich bin gespannt, wie die Fahrt wird, ob die Kleine schläft oder wie sie während der Fahrt drauf ist. Das ist quasi die Premiere / der Probelauf, da wir überlegen, zu Weihnachten zu meiner Familie zu fahren (2,5 Autostunden entfernt). Von daher hoffe ich, dass es morgen gut läuft ...
Update: Gestern lief alles wunderbar. Habe die Kleine davor gestillt und sie hat die komplette Zeit, vom Autofahren bis zum HNO sowie wieder zurück, geschlafen.
Nach dieser positiven Erfahrung sieht mein Mann der (potentiellen) Fahrt im Dezember ohne Fläschchen-Backup entspannt entgegen. Ein Fortschritt! :)
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Myeskathry »

😅 also von langen Autofahrten kann ich ein Lied singen. Wir fahren zu den Schwiegereltern mindestens 4 Stunden. Als meine Kinder Babys waren wurden halt regelmäßige Stillpausen eingelegt. Wir kannten schnell die besten Rastplätze auf der Strecke. Eine Flasche wurde uns da gerne mal während der Fahrt um die Ohren geschmissen. Wenn es ganz hart kam, saß ich neben dem jeweiligen Baby und habe mich angeschnallt während der Fahrt völlig verrenkt um das Kind irgendwie bei Laune zu halten.
Übrigens gibt es ab und zu große Schwedenmärkte direkt neben der Autobahn. Falls man das Glück hat an einem vorbeizufahren und es nicht gerade Sonntag ist, sind das die besten Rastplätze. Größere Kinder können kurz spielen, Wickeln/Stillen/Kaffetrinken ist alles kein Problem dort …
Liebe Grüße
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von andallthatjazz »

Beim Wichtel hatte ich Rückbank-Stillen in der Babyschale während der Fahrt auch raus😅
Bei einem Einzelkind haben wir dann angehalten, da bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, das zu probieren.
Für Notfälle wie Krankenhaus würde ich trotzdem über weite Strecken darauf bestehen, dass mein Baby zu mir kann.
Und Fläschchengeschenke der Schwiegerfamilie wurden hier radikal aussortiert 🙊
andallthatjazz mit Zauberelfchen 👧🏼 (Herbst '19) und Wunderwichtel 👦🏼(Spätsommer '22) an der Hand und Glücksengelchen 👶🏻(Winter '26) im Arm
und dem kleinen Schimmern (Herbst '24) im Herzen
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"

Beitrag von Allfein »

Myeskathry hat geschrieben: 12.11.2024, 20:43 😅 also von langen Autofahrten kann ich ein Lied singen. Wir fahren zu den Schwiegereltern mindestens 4 Stunden. Als meine Kinder Babys waren wurden halt regelmäßige Stillpausen eingelegt. Wir kannten schnell die besten Rastplätze auf der Strecke. Eine Flasche wurde uns da gerne mal während der Fahrt um die Ohren geschmissen. Wenn es ganz hart kam, saß ich neben dem jeweiligen Baby und habe mich angeschnallt während der Fahrt völlig verrenkt um das Kind irgendwie bei Laune zu halten.
Übrigens gibt es ab und zu große Schwedenmärkte direkt neben der Autobahn. Falls man das Glück hat an einem vorbeizufahren und es nicht gerade Sonntag ist, sind das die besten Rastplätze. Größere Kinder können kurz spielen, Wickeln/Stillen/Kaffetrinken ist alles kein Problem dort …
Oh, irgendwie habe ich die Antworten übersehen 😔
Das.mit dem Verrenken habe ich einmal gemacht und mich danach immer auf den Mittelplatz gesetzt^^
Habe gerade überlegt, was denn das für Schwedenmärkte sein sollen, habe da an richtige Märkte gedacht, bis ich es verstanden habe 🙈😂
Das ist ein super Tipp, den merke ich mir!
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