Der Pferde-Fred

Basteltipps, Handarbeiten, sonstige Freizeitaktivitäten mit und ohne Kind(er)

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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

lala hat geschrieben: 06.09.2023, 09:48 Elena, über kurz oder lang kommt ihr bestimmt nicht um mind. eine RB rum, wenn ihr oder die Kinder gemeinsam Ausreiten wollt 😁 Zumindest meine Pferdebesitzerin hat eine um mit ihrem Mann gemeinsam auszureiten.
Ja, außer, das Psychopferd wird noch ein Reitpferd. :) Spazierengehen im Gelände waren wir schon zusammen mit der Stute, das klappt prima. Nur ist da mehr als traben nicht drin, und auch das ist anstrengend. :lol: Und die Stute galoppiert so gerne und uzuverlässig draußen. Da ist es den Kindern lieber, ich begleite mit dem Fahrrad. :lol:

Eine RB wäre da tatsächlich ganz nett. Ich habe auch schon ein Pferd im Auge, nämlich die Weidepartnerin von unserm Kerl. Die wird leider ziemlich vernachlässigt. Die Besitzerin kümmert sich wenig und kommt an manchen Tagen gar nicht, da geht die Stute nur in die Führanlage. :roll: Naja, und ich stelle sie dann oft noch mit unserm Kerl zusammen aufs Paddock oder auch alleine, wenn ich da bin. Es gibt noch eine RB, die sich kümmert, aber eben nur 1-2mal pro Woche. Ich glaube, das Pferd wird vor allem mit Unterricht geritten. Ob es jemals ins Gelände geht, weiß ich nicht. So ganz einfach ist sie nicht, aber sie bleibt eher einfach stehen, wenn ihr etwas nicht passt, und buckelt nicht. Mal sehen... vielleicht im Frühling.
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Doro31
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Doro31 »

Ich sehe Elena schon mit einer Reitbeteiligung und zwei Pferden im nächsten Sommer. Und das, wo sie doch nur ein Pferd für die Kinder wollte :wink:


Ich denke, wenn ich nicht mit meiner Reitbeteiligung quasi in mein Pferd reingewachsen wäre, hätte ich auch jetzt noch kein eigenes :lol: Aber hier passte eben alles zusammen - der Stall ist toll (klassische Islandpferde-Offenstallhaltung, nur Isis, daher haben alle ähnliche Anforderungen an den Weidegang), die Herdenzusammensetzung total konstant (nur vier Einsteller, alle schon seit Jahren dort), die Leute sehr nett, und das Pferd genau mein Typ :mrgreen: (Na ja, fast, früher wollte ich immer eine Lebensversicherung im Gelände. Das habe ich nun nicht. Aber mit Zur-Seite-Hüpfen komme ich gut klar.) Und außerdem alles ziemlich genau 2 km von zu Hause entfernt :D
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Francisam
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Francisam »

Doro31 hat geschrieben: 06.09.2023, 15:03 Ich sehe Elena schon mit einer Reitbeteiligung und zwei Pferden im nächsten Sommer. Und das, wo sie doch nur ein Pferd für die Kinder wollte :wink:


Ich denke, wenn ich nicht mit meiner Reitbeteiligung quasi in mein Pferd reingewachsen wäre, hätte ich auch jetzt noch kein eigenes :lol: Aber hier passte eben alles zusammen - der Stall ist toll (klassische Islandpferde-Offenstallhaltung, nur Isis, daher haben alle ähnliche Anforderungen an den Weidegang), die Herdenzusammensetzung total konstant (nur vier Einsteller, alle schon seit Jahren dort), die Leute sehr nett, und das Pferd genau mein Typ :mrgreen: (Na ja, fast, früher wollte ich immer eine Lebensversicherung im Gelände. Das habe ich nun nicht. Aber mit Zur-Seite-Hüpfen komme ich gut klar.) Und außerdem alles ziemlich genau 2 km von zu Hause entfernt :D
Boah, das klingt ja wirklich beneidenswert perfekt!
Das ist ein Punkt, mit dem ich eigentlich permanent hadere - ich weiß, wie gute, artgerechte Haltung aussähe. Das kann ich meinem Pferd aber nicht bieten, weil es das in erreichbarer Nähe nicht gibt.
Also muss mein Pferd im Kompromiss leben und ich ärgere mich darüber.

Der Mental Load (der ganz viel mit den nicht optimalen Haltungsbedingungen zu tun hat) belastet mich auch, aber das kenne ich seit bald 25 Jahren nicht anders :lol:
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Francisam hat geschrieben: 06.09.2023, 16:10
Der Mental Load (der ganz viel mit den nicht optimalen Haltungsbedingungen zu tun hat) belastet mich auch, aber das kenne ich seit bald 25 Jahren nicht anders :lol:
Ja! Bei mir ist das die Planung, wann am Tag die Zusatzportion Heu gefüttert wird, wann wohl noch ein großer Paddock frei ist, wo ich unsern Kerl und "seine " Stute zusammen rausstellen kann, dann im Sommer das Theater, wann Weide optimal wäre abhängig vom Wetter etc. und im Winter natürlich, wie ich ihm genau Auslauf und Licht verschaffe.

Wobei mich mittlerweile die Erkenntnis etwas entspannt, dass er tatsächlich auch gerne seine "eigenen 4 Wände" hat für einen erheblichen Teil des Tages. In Ruhe fressen ohne ständige Eindrücke von außen und wahrscheinlich auch schlafen... für ihn wäre eine Haltung mit 8-10 Stunden mit seiner Lieblingsstute draußen und sonst Box vermutlich ideal. Das kann ich ihm leider nicht bieten. Er steht vormittags anderthalb Stunden auf dem Paddock im Winter (im Sommer 2 Stunden Weide) und nachmittags nochmal ähnlich viel, dazu wird er noch bewegt. Und auf Weide/Paddock versuche ich, ihn möglichst mit seiner Stute zusammen zu haben. Heute haben die beiden wieder hingebungsvoll Fellpflege betrieben. Zum Glück ist er so lieb im Umgang, dass ich fürs Raus- und Reinstellen auch meine Kinder oder meinen Mann anstellen kann.
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Unsere Stute ist total unkompliziert in der Haltung, habe ich den Eindruck. Sie hat aber auch die beste Box auf dem Hof, eine große Außenbox. Da haben wir echt Glück gehabt!
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Traeumi
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Traeumi »

Ich weiß, ihr meint es auch nur gut mit euren Pferden, aber ich finde es doch immer wieder heftig, dass so eine Pferdehaltung überhaupt noch existiert/erlaubt ist. Das sind Lauftiere. Selbst 8h ‚Auslauf‘ (ein Paddock ist ja kein Anreiz zur Bewegung) ist überhaupt nicht artgerecht. Wenn Pferde das lieber mögen, dann ist das maximal, weil sie es nicht anders kennen (schlimm genug). Sorry, ich kann da grade nicht anders, auch wenn ich weiß, dass das jetzt blöd kommt, aber artgerechte Haltung sollte doch die Grundvoraussetzung sein für Pferdehaltung. Selbst unsere Ponyreitschule in dee Hauptstadt hält die Ponies in Offenstallhaltung. Ich dachte, da hätte sich echt etwas getan die letzten Jahre.

Anderes Thema - meiner ist jetzt 18 und hatte (toi toi toi) quasi kaum was in seinem Leben. Und jetzt war er eine Woche krank weil er so heftig Mauke hatte, dann Angussverband, dann Einschuss, Nesselsucht.. jetzt frag ich mich, ob das das neue Normal ist oder ob das jetzt ein Mal Pech war und gut ist. Würde ihm und uns so sehr noch ein paar entspannte, gesunde Jahre wünschen.
... mit (02/2015) & (12/2016) & (06/2022).
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von SingtoMe »

Traeumi hat geschrieben: 07.09.2023, 08:27 Ich weiß, ihr meint es auch nur gut mit euren Pferden, aber ich finde es doch immer wieder heftig, dass so eine Pferdehaltung überhaupt noch existiert/erlaubt ist. Das sind Lauftiere. Selbst 8h ‚Auslauf‘ (ein Paddock ist ja kein Anreiz zur Bewegung) ist überhaupt nicht artgerecht. Wenn Pferde das lieber mögen, dann ist das maximal, weil sie es nicht anders kennen (schlimm genug). Sorry, ich kann da grade nicht anders, auch wenn ich weiß, dass das jetzt blöd kommt, aber artgerechte Haltung sollte doch die Grundvoraussetzung sein für Pferdehaltung. Selbst unsere Ponyreitschule in dee Hauptstadt hält die Ponies in Offenstallhaltung. Ich dachte, da hätte sich echt etwas getan die letzten Jahre.

Anderes Thema - meiner ist jetzt 18 und hatte (toi toi toi) quasi kaum was in seinem Leben. Und jetzt war er eine Woche krank weil er so heftig Mauke hatte, dann Angussverband, dann Einschuss, Nesselsucht.. jetzt frag ich mich, ob das das neue Normal ist oder ob das jetzt ein Mal Pech war und gut ist. Würde ihm und uns so sehr noch ein paar entspannte, gesunde Jahre wünschen.
Hi Traeumi, 18 ist doch noch kein Alter, das war einmal Pech und bald gehts wieder bergauf. Meiner ist 28 geworden und war bis zum Ende fast gesund. Das geht bestimmt bald wieder besser.

Was die Haltung angeht, stimme ich dir zu. 24h Box ist nicht pferdegerecht. Ich finde, dass die box in der Nacht noch was anderes ist, und manche Pferde da durchaus auch mal die Ruhe alleine - aber in Stall-Gemeinschaft - genießen. Offenstall mit viel fläche ist aber auf jeden Fall gesunderhaltender. Es gibt aber auch (einige) schlechte Offenställe: zu klein, zu viele Pferde, wechselnde unpassende Herden. Das kann auch sehr stressig für Pferde sein und zu zahlreichen Symptomen führen. Wir haben in der Nähe eine Reitschule, die die Ponies im Winter nur draussen hält und die Ponies sehen sehr müde aus. Ich vermute, weil sie sich in dem Matsch nicht ablegen und keine Tiefschlafphasen haben. Die Paddocks sind nur durch eine kleine Weidehütte für 6 Ponies ergänzt. Es gibt leider noch viel schlechte Haltung, auch wenn es schon besser als vor Jahrzehnten ist.
Schnecki (2015) & Pfötchen (2018)
Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Traeumi hat geschrieben: 07.09.2023, 08:27 Ich weiß, ihr meint es auch nur gut mit euren Pferden, aber ich finde es doch immer wieder heftig, dass so eine Pferdehaltung überhaupt noch existiert/erlaubt ist. Das sind Lauftiere. Selbst 8h ‚Auslauf‘ (ein Paddock ist ja kein Anreiz zur Bewegung) ist überhaupt nicht artgerecht. Wenn Pferde das lieber mögen, dann ist das maximal, weil sie es nicht anders kennen (schlimm genug).
Ich glaube, das stimmt nicht immer ganz. Im Grundsatz hast du natürlich recht. Aber ich denke, bei vielen Pferden ist z.B. eine gewisse Zeit des Tages in der Box nicht nur deshalb weniger Stress, weil "sie es nicht anders kennen", sondern weil Zucht und Aufzucht sie so "gemacht" haben. Den Verdacht habe ich z.B. bei meinem Pferd. Unser Versuch im Offenstall hat ihn extrem gestresst, obwohl die Bedingungen dort wirklich gut waren im Vergleich zu sehr vielen Offenställen, die ich sonst so kenne. Mein Bruder (Fachtierarzt für Pferde und Besitzer von 3 eigenen Pferden in Laufstall/Offenstallhaltung) sagt, dass er sehr viel weniger Probleme mit dem Bewegungsapparat sieht bei Pferden, die draußen leben, aber dafür teilweise andere heftige Probleme. Zu wenig/nicht ausreichend gute Schlafplätze zum Beispiel, die dazu führen, dass die Pferde wichtige Tiefschlafphasen nicht durchmachen und dann tagsüber praktisch "umfallen". Hufrehe, stressige Herdenkonstellationen. Und: Man übersieht in ausschließlicher Herdenhaltung viel leichter Probleme des einzelnen Pferdes. Bei all diesen Dingen muss man, denke ich, sehr genau das einzelne Pferd und seine Rasse anschauen. Ein Isländer ist von seiner Rasse her für völlig andere Bedingungen gemacht, als er auf deutschen Weiden und im deutschen Klima vorfindet. Trotzdem kann er damit gut klarkommen, wenn man die Bedingungen entsprechend gestaltet.

Und: Auch der Mensch würde sich unter natürlichen Bedingungen SEHR viel mehr bewegen als die meisten von uns es tun. Viele Stunden Bildschirmzeit pro Tag sind in keiner Weise artgerecht und haben extrem negative Auswirkungen - einerseits. Aber auch positive. In meinen Augen ist "wie in der Natur" nicht immer optimal. Vom Grundsatz her hast du völlig recht - wie das Tier in der Natur lebt, entspricht es seiner Art und das muss berücksichtigt werden. Lauftier, Herdentier, Dauerfresser. Das sind vielleicht die Grundsätze, die das Pferd kennzeichnen. Und natürlich ist es optimal, wenn man all seinen Bedürfnissen vollständig entsprechen kann. Ich glaube, das wäre unser aller Wunschziel. Wir haben eine Handvoll Offenstallplätze auf dem Hof, wo teilweise nur 2 Pferde zusammenstehen. Darauf hoffe ich so ein bisschen für unsere Pferde... der nächste Aktivstall ist zig Kilometer entfernt. Das ist schlicht nicht machbar. Und in unserer Gegend ist Winterweide aus Gründen des Grundwasserschutzes oft nicht möglich und braucht ja auch extrem viel Platz.
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Traeumi
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Traeumi »

Klar, die Aufzucht kann schon auch ein Grund sein, warum ein Pferd Stress hat in Robusthaltung. Und natürlich (!!!) ist nicht jeder Offenstall gleich super und artgerecht. Mir geht es nur darum, dass ich finde, dass mit Pferdehaltung eine gewisse Verantwortung einhergeht, die für mich nicht da aufhört, dass ich sage, das Pferd wird ja jeden Tag bewegt. Und klar, finde ich es auch blöd, dass die Leute bei mir im Stall mich wahrscheinlich als die Besitzerin sehen, die ‚sich wenig kümmert‘. Aber das Pferd steht nun mal 35km von mir weg, mehr als 3-4 x wöchentlich schaffe ich es nicht raus (meine RB macht ihn die restlichen Tage), aber das ist eben der Preis für eine entsprechend artgerechte Haltung. (im finanziellen sowie im übertragenen Sinne). Aber das muss jeder natürlich selbst für sein Pferd entscheiden.
... mit (02/2015) & (12/2016) & (06/2022).
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jessy80
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von jessy80 »

Auch wenn es nicht so gsnz zur Diskussion passt. Mein ehemaliges Pferd war nur im Winter nachts in der Box, Sommer 24 Std draußen auf sehr riesigen weiden.
Aber dieses luftiger wie eigentlich alle aus der der Herde waren eher stehtiere. Da war trotz dem immensen Platz nie wirklich bewegung drin in der Herde. Zur Heuhaufe, zum Wasser, zum Gras. Das war es. Sehr sparflamme...
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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