Es tut mir sehr leid, dass ihr so einen unschönen Start hattet.
Ich hoffe, dass du diesbezüglich gut von deiner Hebamme begleitet wirst.
Wir gehen kleine Schritte und immer erst einen. Wenn dir was zu viel ist, dann sag das, das ist ok. So wie du es kannst und möchtest.Ich habe also oft nicht die Energie, das zu machen, was ich wahrscheinlich machen müsste, um erfolgreicher zu stillen, z.B. mehr Pumpen, mehr Anlegen, Massieren oder was weiß ich.
Der erste Schritt ist, die Stillfrequenz zu erhöhen.
Du solltest möglichst auf 10-12 Mahlzeiten in 24h kommen.
Du rechnest dabei immer vom Stillbeginn. Wenn ihr um 9 Uhr morgens stillt, dann sollte die nächste Mahlzeit 11/11:30 spätestens 12 Uhr angeboten werden. Meldet sich dein Sohn nicht selbst, bietest du aktiv an.
Die Gewichtszunahme ist sehr gut. Wenn du nun häufiger anlegst, sollte sich deine Milchproduktion in wenigen Tagen anpassen, also erhöhen. Denn das Angebot bestimmt die Nachfrage. Und dein Baby ist noch so jung, da ist es noch wesentlich leichter die Milchproduktion zu steigern.
Die Zufütterungsmenge können wir dann langsam senken. Dazu ist regelmäßiges Wiegen unter gleichen Bedingungen wichtig. Waage ist ja schon unterwegs, das ist perfekt.
Ich lasse dir mal den Link zum korrekten Wiegen da.
Aktuell füttere bitte nur 50ml pro Mahlzeit zu. Wenn du es schaffst die Stillfrequenz zu erhöhen muss das auch gar nicht bei jeder Mahlzeit nötig sein. Die Zunahme ist wie gesagt sehr sehr komfortabel.
Einen weiteren Schritt möchte ich dir noch an die Hand geben.
Hast du schon mal Brustkompression ausprobiert?
Das wendest du dann an, wenn dein Baby aufhört effektiv zu trinken. Du animierst damit, hilfst den Milchspendereflex wieder auszulösen und kurbelst somit auch deine Produktion an.
Wie klingt das für dich?
Kleiner Hinweis:
Ich arbeite immer am DI und MI. Manchmal schaffe ich es erst abends spät an den Laptop, bisweilen schaffe ich es erst am DO wirklich ausführlich zu antworten. Wundere dich also bitte nicht, wenn ich ab und mal etwas knapp bin.