Was ermöglicht ihr euren Kindern?

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Lösche Benutzer 24537

Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Lösche Benutzer 24537 »

Sisqi hat geschrieben: 13.02.2018, 21:01
Sandküste hat geschrieben: 13.02.2018, 12:59 Auch das Auslandsjahr wird es nicht geben - weil ich das schlicht nicht finanzieren kann.
Wenn es ihr SEHR wichtig ist gibt es teilweise auch Stipendien. Eine Freundin hatte eins für ein Jahr in den USA. Sie mußte Aufsätze schreiben, Prüfungen ablegen etc. Das wird es bestimmt auch heute noch geben.
Oder halt später als Au pair oder ähnliches.

Ich war auch ein Jahr mit Stipendium (PPP) in den USA. Meine Eltern hatten nicht daran geglaubt und meine Bewerbung mit "mach du nur" abgetan. Tja. Das habe ich. Ich möchte für meine Tochter sein, die sie bei einem solchen Vorhaben unterstützt. Sich mit ihr freut, wenn es klappt und mit ihr traurig ist wenn nicht. Bei mir war es leider umgekehrt.
Lösche Benutzer 24537

Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Lösche Benutzer 24537 »

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Seelentattoo
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Seelentattoo »

Kalotta93 hat geschrieben: 13.02.2018, 21:34
Sibi hat geschrieben: 12.02.2018, 22:09
Reiten ist für mich ein Sonderfall - das will ich aus Sicherheitsgründen erst, wenn sie ca. 10 Jahre alt ist.

Inwiefern hälst du das sicherheitstechnisch für relevant? Ich bin ab meinem dritten Lebensjahr voltigiert. Das erste und einzige Mal passiert ist etwas, als ich 19 war. Tritt ins Gesicht. Es war riesiges Glück, dass ich anschließend nicht tot oder schwer behindert war. Passiert übrigens bei einem gemütlichen Spaziergang am Strand ;) 12 Stunden später war ich wieder im Stall... ich halte Autofahren jedenfalls für gefährlicher, als reiten. Was ich aber aus ethischen Gründen auch nicht mehr tue.


... Soweit es im Rahmen des Möglichen ist, werde ich meiner Tochter ermöglichen, was sie sich wünscht. Sag ich jetzt einfach mal so ganz blauäugig. ;)
Das schließe ich mich dir an. Ich reite seit 30 Jahren, habe seit 14 Jahren eigene Pferde und mir ist nie was passiert (ich habe sogar beritten, bin oft runtergeflogen). Wobei ich denke, dass das dem vielen Sport geschuldet ist, den ich sonst noch so betrieben habe.
Aber meine Eltern wollten das aus Sicherheitsgründen auch nicht. Meine Oma hat dann interveniert und gesagt, sie sollen froh sein, dass ich was draußen machen will.
Und ich sehe einfach, dass Kindern der Kontakt zu den Pferden gut tut.
Wir haben hier im Ort eine kinderinitiative, die vor allem sozial benachteiligte Kinder besuchen. Die kommen öfter mal bei uns vorbei, um diesen Kindern Kontakt zu Pferden zu ermöglichen. Wir gehen dann spazieren im wald, die Kinder können abwechselnd drauf. Und es macht allen so viel Spaß, selbst denjenigen, die anfangs Angst vor den großen Pferden hatten (klar, weil eben kein Kontakt).
Und wenn ich mir unsere Kinder so angucke: ja, auch Tierkontakt zu ermöglichen finde ich wichtig. Ich durfte immer nur Hamster haben und seit ich ausgezogen bin, hätte ich einen halben Zoo :-)
Der große wünscht sich noch eine Katze, aber da wir schon eine Hündin haben, sind wir da momentan noch zurückhaltend. Das überlegen wir neu nach dem Einzug ins Eigenheim.
Er hätte auch gern noch Meerschweinchen (die darf er haben) und eine Schildkröte (das wollen wir eher nicht aus haltungsgründen).
Aber klar, die Zeit und das Geld und den Platz muss man auch erst mal aufbringen für Tiere (wenn man keinen Bauernhof hat ;-) ).
Wir hören ganz oft, dass viele auch gar keine Lust haben, ihren Kindern eigene Tiere zu ermöglichen, weil das dann noch mehr Arbeit macht.
Aber da müssen die Kinder mit ran. Den meerschweinchenkäfig und Auslauf hat der große auch schon mit zwei mitgeholfen, zu reinigen.
Er äppelt bei den Pferden auch schon mit ab. Nicht immer, aber er weiß eben, dass es auch Arbeit und nicht nur Spaß bedeutet.
Seine Freunde sind auch ganz gern bei uns, eben weil die Pferde im Wald stehen und dort alle Kinder total unbefangen spielen können. Kein Verkehr, kaum erwachsene, wenig regeln (in Sichtweite bleiben, abmelden, wenn sie etwas tiefer in den Wald wollen, keine hochsitze hochklettern).
Aber klar, setzt auch alles eine gewisse affinität zu Tieren voraus. Stelle ich mir echt schwer vor, wenn Kind das unbedingt will, man als Elternteil aber so gar nicht damit kann...
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Schneekugel
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Schneekugel »

Schneekugel hat geschrieben: 13.02.2018, 07:54 Die Grosse ist zwei Mal im Karate und einmal im Kunstrad. Ich finde es an der Grenze sie ist so happy. Der Mittlere will ins Handball sobald er alt genug ist und vermutlich dann ein Instrument, er mag Musik. beim Mini sehen wirs später . Sonst geht es eigentlich wöchentlich mal schwimmen.
Und wir haben oft fast täglich die Bude voll anderen Kindern.. Der Mittlere spielt noch sehr gerne und übt mit uns unter anderem Schach. Wir versuchen einfach die Fragen und Interessen die sie haben zu unterstützen.
Sabsi, ich zitiert mich mal selbst und drösle auf. Karate ist ein Verein in dem sowohl mein Mann und ich aktiv gerade mithelfen wenn wir können, die Kosten sind minimal, wir schenken also vorallem Zeit und ihr ist der Verein sehr wichtig. Deswegen passt für uns der Aufwand. Kunstrad kostet gerade nichts, uns nur ein Familienabend da sie heim kommt wenn der Midi ins Bett geht.
Ansonsten wie geschrieben, ist hier die Bude fast täglich voll. Der Midi und seine Freundinnen (alles direkte Nachbarn) wechseln den Spielort wie sie gerade mögen im Spiel. Die Grosse oft auch. Ich schaue, dass es genügend Zvieri hat für vier weitere und je nachdem was ich noch an Zeit und Lust habe, bin ich mal mit allen oben im Wald am Picknick oder heute zb waren wir erst im Schwimmkurs (gerade Ferienschwimmen)und dann im Zoo inkl der besten Freundin der Grossen. Deren Mutter bastelt dafür mehr mir den Kids.
Ich backe mit ihnen wenn sie wollen, und ich schaue in der Regel, dass ich zu hause bin nach der Schule/Kiga.
Ferien, da schauen wie jeweils was wie geht.
Nachmittag geht oft danach was die Kinder noch mögen.

Nach Möglichkeit unterstützten wir die Interessen und schauen wie wir es einrichten können, sowohl zeitlich als auch finanziell, ohne das sich die Familie nach nur einem ausrichtet.

Das freie spielen finde ich aber auch wichtig, genauso wie ich auch mal Kollegen treffen mag mit anderen Kindern als immer die besten Freunden ;)

Ah und ich sage auch mal nein, wenn die beste Freundin mitessen mag, oft ist das kein Thema, aber gibt Tage da mag ich nicht. Das sind die kleinen Dinge die ich gerne ermögliche, wenn ich gerade kann, aber ich mir auch ein nein erlaube. Genauso mal auch, wenn ich hier kein Halligalli will und sie entweder Zeit zu hause ohne Freunde verbringen müssen, oder dort, oder draussen.
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Lösche Benutzer 9022 »

Zum Reiten... meine Große wollte immer mal wieder gerne zum reiten. Jetzt sind mein Mann und ich aber beide gegen Tierhaare allergisch. Laut altem Allergietest eigentlich gegen Katzen. Aber als ich mit zum Ponyreiten bin, war das für mich so hart an der Grenze, ich konnte gar nicht führen, weil ich so wahnsing tränende Augen hatte und verschnupft war. Also haben wir ihr klipp und klar gesagt: Ponyreiten im Urlaub im Rahmen einer Kinderbetreuung, vielleicht mal nach ihrem 8. Geburtstag ne Woche Reiterferien. Aber kein regelmäßiger Unterricht mit Engagement im Stall und regelmäßig zu waschenden Klamotten und so. Vielleicht albern, weil sie gar nicht soviele Tierhaare mit hierher schleppen würde. Anderseits war ich als Kind auch null allergisch, wer weiß wie das später bei ihr ausschaut.
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Mera
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Mera »

Was sie möchten, solange sie es von Herzen wollen und wenn es in vernünftigem Rahmen realisierbar ist. Zumindest im Hobbybereich. Tägliche Bring- und Holdienste zur Schule mit einfachem Fahrtweg von 1h+ plus Schulgeld in schwindelerregender Höhe sind da ausgenommen, auch wenn es vllt DIE Schule gewesen wäre fürs Kind.

Instrument lernen ist immer wieder mal kurz Thema, aber wirklich heiss drauf ist keiner.

Reiten, Tanzen, Voltigieren, Pfadfinder (ok, das will sie nochmal probieren. Da war sie beim ersten Mal nich sehr jung), Schach, Ringen...hat Nr2 alles ausprobiert (mind.1 Jahr, war die Bedingung, dass wir sie angemeldet haben). Reiten und Voltigieren waren am ehesten ihr Ding (weil bis dato ohne Wettkämpfe. Da hat sie keine Lust drauf und ist der Grund, warum sie alles andere abgebrochen hat), aber leider wurde letzteres eingestellt (fahrtechnisch war ich da nicht allzu traurig. Hat mich den ganzen Mittag gekostet, weil 40min An-/Abfahrt und für die 60 (oder waren es 90 ? )min lohnte sich heimfahren nicht.) und beim reiten kam sie mit einer der Trainerinnen nicht klar und wollte nicht mehr hin.
So macht also derzeit nur ein Kind was und zwar hier im Ort. Wäre Nr3 älter und vorsichtiger, würde ich ihn allein mit dem Rad hinfahren lassen, aber es lässt sich auch so gut integrieren in den Alltag.
LG, Mera
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Amber
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Amber »

Nusserl hat geschrieben: 13.02.2018, 15:49 Karate und Musik ist echt teuer.
Da muss ich Mal Widerspruch einlegen. Guter Musik-Einzelunterricht ist teuer, aber Karate ist eine der günstigen Sportarten überhaupt, man braucht ja nicht Mal Schuhe :lol: . Allerdings gibt's immer mehr sehr teure Anbieter (Franchise-Prinzip) mit toller Werbung. Aber für ein gutes Training braucht man den Quatsch nicht. In unserem Verein kostet die Familienmitgliedschaft pro Monat 19,50€. Trainingsangebot ist von Montag bis Freitag jeden Tag, zusätzlich darf man bei allen befreundeten Vereinen der Gegend kostenlos mittrainieren. Anzüge für Kinder gibts in vernünftiger Qualität bei Decat*lon für 10€. Ja, ich kenne auch Kinderkarate oder Wing Tsun etc. mit monatlich 50€ für ein Kind, aber das ist Abzocke.

Zurück zum Thema: Töchterchen macht einmal die Woche Karate und spielt Gitarre. Sie wollte beides von sich aus lernen, hat mit beidem schon im Jahr vor Schulbeginn angefangen und ist nach wie vor begeistert dabei. Sohnemann macht mit seinen 8 Jahren dagegen gar nix organisiertes. Karate hat er probiert, ist aber nicht seins. Instrument will er nicht, lieber so auf dem E-Piano daheim rumklimpern. Dafür darf er in unserm Viertel einschließlich kleinem Wald mit dem Rad rumdüsen.

Mamataxi gibt's bei uns nur zum Sport, weil's von uns zu weit ist. Da darf ich dann auch immer mittrainieren. Ansonsten gibt's von mir begleitetes Fahrradfahren.

Schlimm finde ich im Freundeskreis eine Familie, die täglich (einschließlich Samstag und Sonntag!) Kinderprogramm macht. Meine Freundin durfte als Kind nichts machen, dafür machen die Kinder jetzt alles. Sobald sie einen Hauch von Interesse an etwas zeigen wird ein Kurs gebucht. Von Reiten über Eiskunstlauf, Fußball und Gitarre etc. Das finde ich viel zu viel. Meine Kinder dürfen auch Mal Langeweile kennenlernen :mrgreen:
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Seelentattoo »

anitramk hat geschrieben: 14.02.2018, 07:04 Zum Reiten... meine Große wollte immer mal wieder gerne zum reiten. Jetzt sind mein Mann und ich aber beide gegen Tierhaare allergisch. Laut altem Allergietest eigentlich gegen Katzen. Aber als ich mit zum Ponyreiten bin, war das für mich so hart an der Grenze, ich konnte gar nicht führen, weil ich so wahnsing tränende Augen hatte und verschnupft war. Also haben wir ihr klipp und klar gesagt: Ponyreiten im Urlaub im Rahmen einer Kinderbetreuung, vielleicht mal nach ihrem 8. Geburtstag ne Woche Reiterferien. Aber kein regelmäßiger Unterricht mit Engagement im Stall und regelmäßig zu waschenden Klamotten und so. Vielleicht albern, weil sie gar nicht soviele Tierhaare mit hierher schleppen würde. Anderseits war ich als Kind auch null allergisch, wer weiß wie das später bei ihr ausschaut.
Das ist doch nicht albern. Gesundheitliche Einschränkungen sind ein guter Grund, den Kindern sowas zu verwehren. Und wenn man stark allergisch ist, dann reichen auch ein paar Haare beim waschen. Gerade im fellwechsel zwei mal im Jahr sind es ja doch eher viele Haare, die in den Klamotten hängen.
Der beste Freund von unserem großen hat eine Hunde- und Katzenhaarallergie, wenn wir bei uns drinnen sind, tut er mir schon leid, weil er spätestens nach zwei Stunden tränende Augen hat. Am Stall hat er das nicht, wenn der Hund nur draußen dabei ist, ist es nicht so schlimm.
Aber verständlich, dass dieses Interesse deiner großen dann nicht gefördert wird.
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
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Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Wir ermöglichen unseren Kindern was finanziell und vom Zeitaufwand für uns in " einem normalen Rahmen ist".
D.h. sie haben eine gewisse Auswahl an Hobbies die sie hier im Dorf ausüben können, zu denen sie selbstständig hinkommen können und die nicht allzu teuer sind. Dem Großen haben wir nun einen Herzenswunsch erfüllt und er darf zu einem speziellen Schlagzeuglehrer mit gut 30 Minuten Anfahrt- dafür beeilt sich mein Mann dann, jeden Donnerstag um 18.30 daheim zu sein, damit er ihn fahren kann. Daneben hat er noch Feuerwehrtraining und Pfadfinder abwechselnd am Wochenende, da fährt er alleine mit dem Rad hin. In den Ferien fährt er am Liebsten mit Freunden auf irgendwelche Zeltlager, das ermöglichen wir immer.
Der Kleine hat noch gar keine auswärtigen Hobbies, bringt sich gerade das Schlagzeugspielen selbst bei und ab nächster Woche hat er dann 1 Mal pro Woche Gitarrenunterricht- auch da läuft er nach der Schule selbst hin.
Ansonsten bieten wir unseren Kindern die Freiheit, jederzeit Freunde hier zu haben wenn wir daheim sind. Sie haben einen großen Garten, ein ganzes Dorf zum Endecken und Draußen-Spielen, eine große Familie die oft hier zu Besuch ist . Sie dürfen mitkochen, haben Haustiere die sie versorgen und dürfen/sollen auf dem Grundstück helfen oder wenn mein Mann in den Wald geht. Im Sommer hilft der Große auch bei benachbarten Bauern mit.
Ich war mit 16 übrigens 4 Monate im Ausland und hatte mir das Geld dafür ( 3000 Mark) selbst verdient mit Nebenjobs.
Außerdem ermöglichen wir unseren Kindern "Langeweile"- ich finde ein Kind das um 2 von der Schule kommt, dann noch isst, Hausaufgaben macht, das hatte genug Input für den ganzen Tag. Gerade der Kleine mit ADS kommt schnell an die Grenzen wenn er allzu viele Dinge in einen Tag packt- auch wenn es schöne Sachen sind. Jetzt geht es ans rauslassen. Egal ob kreativ oder beim Toben sonstwas. Am Besten das, was sich in dem Moment gerade "richtig" anfühlt und nicht das, was im Kalender steht.
Ich finde es eigentlich sogar schön dass es hier wenige ausgefallene Hobbies zur Auswahl gibt, denn das bedeutet dass fast alle Freunde nachmittags vielleicht einmal die Woche einen Termin haben und ansonsten die Kinder ihre Zeit gemeinsam mit was-weiß-ich verbringen. Viele Hobbies im Ort hier sind "sozial", also Feuerwehr, Pfadfinder, NaBu, Rettungssanitäter. Viele Kinder die zusammen - oft recht frei- etwas "erschaffen" ohne Leistungsdruck und auch oft ohne Wettbewerb (außer Feuerwehr). Klar dass die Eltern da auch oft mit dranhängen, aber ich muss auch ehrlich sagen dass ich persönlich lieber am Wochenende mal mit auf dem Pfadiplatz Holz aufräume statt Sonntags am Spielfeldrand beim Fußball zu stehen.
Ich würde mir für meine Kinder nie "den Arsch aufreißen". Es sind soziale Wesen die in einem sozialen Gefüge großwerden das durch Liebe und gegenseitigen Respekt geprägt ist. Es vergeht kein Tag, an dem mein Mann und ich unabhängig voneinander unseren Kindern nicht sagen wie sehr wir sie lieben und was für großartige Menschen sie sind. Mein größtes Anliegen ist es, zu schauen dass es ALLEN Menschen hier gut geht und wir einen gemeinsamen Weg finden, das zu schaffen. Das beinhaltet nicht nur die Kinder und uns, sondern auch Großeltern und Urgroßeltern. Ein enges soziales Netz zu knüpfen.
Ich denke genau das sind die Bedürfnisse meiner Kinder- und die versuchen wir immernoch jederzeit zu erfüllen.
Teure und zeitintensive Hobbies, Markenklamotten und Spielzeuge sind keine Bedürfnisse sondern Wünsche- und da achten wir darauf, dass diese Wünsche nicht mit den echten Bedürfnissen der anderen Familienmitglieder kollidieren.
Ich möchte nicht dass meine Kinder mit der Last in die Welt starten, dass sich jemand für sie aufgeopfert hat. Deshalb versuche ich unser Leben so zu gestalten, dass der normale Alltag unserer Kinder eben keine großartige Belastung für uns Eltern ist sondern dass wir unsere Kinder aus ganzem Herzen genießen können-und das wissen sie auch.
Lösche Benutzer 14297

Re: Was ermöglicht ihr euren Kindern?

Beitrag von Lösche Benutzer 14297 »

Ellen das hast Du wie immer schön geschrieben!

Wir ermöglichen Mo auch das, was möglich ist. Er hatte beim reiten geschnuppert, Karate hat er sich angeschaut und hängen geblieben ist er jetzt beim Fußball. Das ist im Ort und natürlich das, was im Grunde am wenigsten kostet. Jetzt war er gerade 5 Wochen in einem Fördertraining bei einem Verein der 2. Bundesliga. Das war einmal wöchentlich und auch mit etwas Fahrerei verbunden. Aber es war stressfrei machbar und wenn er das jetzt weiter machen wollte, würden wir das auch machen. Aber für ihn war das ganz nett und jetzt freut er sich wieder auf sein "normales" Training.
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