Kalotta93 hat geschrieben: 13.02.2018, 21:34
Sibi hat geschrieben: 12.02.2018, 22:09
Reiten ist für mich ein Sonderfall - das will ich aus Sicherheitsgründen erst, wenn sie ca. 10 Jahre alt ist.
Inwiefern hälst du das sicherheitstechnisch für relevant? Ich bin ab meinem dritten Lebensjahr voltigiert. Das erste und einzige Mal passiert ist etwas, als ich 19 war. Tritt ins Gesicht. Es war riesiges Glück, dass ich anschließend nicht tot oder schwer behindert war. Passiert übrigens bei einem gemütlichen Spaziergang am Strand

12 Stunden später war ich wieder im Stall... ich halte Autofahren jedenfalls für gefährlicher, als reiten. Was ich aber aus ethischen Gründen auch nicht mehr tue.
... Soweit es im Rahmen des Möglichen ist, werde ich meiner Tochter ermöglichen, was sie sich wünscht. Sag ich jetzt einfach mal so ganz blauäugig.
Das schließe ich mich dir an. Ich reite seit 30 Jahren, habe seit 14 Jahren eigene Pferde und mir ist nie was passiert (ich habe sogar beritten, bin oft runtergeflogen). Wobei ich denke, dass das dem vielen Sport geschuldet ist, den ich sonst noch so betrieben habe.
Aber meine Eltern wollten das aus Sicherheitsgründen auch nicht. Meine Oma hat dann interveniert und gesagt, sie sollen froh sein, dass ich was draußen machen will.
Und ich sehe einfach, dass Kindern der Kontakt zu den Pferden gut tut.
Wir haben hier im Ort eine kinderinitiative, die vor allem sozial benachteiligte Kinder besuchen. Die kommen öfter mal bei uns vorbei, um diesen Kindern Kontakt zu Pferden zu ermöglichen. Wir gehen dann spazieren im wald, die Kinder können abwechselnd drauf. Und es macht allen so viel Spaß, selbst denjenigen, die anfangs Angst vor den großen Pferden hatten (klar, weil eben kein Kontakt).
Und wenn ich mir unsere Kinder so angucke: ja, auch Tierkontakt zu ermöglichen finde ich wichtig. Ich durfte immer nur Hamster haben und seit ich ausgezogen bin, hätte ich einen halben Zoo

Der große wünscht sich noch eine Katze, aber da wir schon eine Hündin haben, sind wir da momentan noch zurückhaltend. Das überlegen wir neu nach dem Einzug ins Eigenheim.
Er hätte auch gern noch Meerschweinchen (die darf er haben) und eine Schildkröte (das wollen wir eher nicht aus haltungsgründen).
Aber klar, die Zeit und das Geld und den Platz muss man auch erst mal aufbringen für Tiere (wenn man keinen Bauernhof hat

).
Wir hören ganz oft, dass viele auch gar keine Lust haben, ihren Kindern eigene Tiere zu ermöglichen, weil das dann noch mehr Arbeit macht.
Aber da müssen die Kinder mit ran. Den meerschweinchenkäfig und Auslauf hat der große auch schon mit zwei mitgeholfen, zu reinigen.
Er äppelt bei den Pferden auch schon mit ab. Nicht immer, aber er weiß eben, dass es auch Arbeit und nicht nur Spaß bedeutet.
Seine Freunde sind auch ganz gern bei uns, eben weil die Pferde im Wald stehen und dort alle Kinder total unbefangen spielen können. Kein Verkehr, kaum erwachsene, wenig regeln (in Sichtweite bleiben, abmelden, wenn sie etwas tiefer in den Wald wollen, keine hochsitze hochklettern).
Aber klar, setzt auch alles eine gewisse affinität zu Tieren voraus. Stelle ich mir echt schwer vor, wenn Kind das unbedingt will, man als Elternteil aber so gar nicht damit kann...
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)