Ich lasse mich einfach von manchen Kommentaren aus dem Umfeld total verunsichern und denke dann: "Er muss es doch jetzt langsam können!" Dann fühle ich mich unter Druck und denke, dass ich irgendetwas falsch mache. Unser Kleiner war von Anfang an ein Tragling durch und durch und brauchte ganz viel Nähe - schon immer. Neulich sagte mir jemand aus meiner Familie, es wäre ja kein Wunder, dass er so viel Nähe bräuchte, weil ich ihn immer getragen habe. Das sehe ich dann gleich als Angriff... So etwas ärgert mich dann und ich beginne mich zu rechtfertigen. Dabei weiß ich eigentlich, dass es andersherum ist: Ich habe ihn so viel getragen, weil er so viel Nähe brauchte. Und ich habe es immer gerne getan! Trotzdem ist da immer mal wieder die Unsicherheit: "Und was ist, wenn sie recht haben?" Alle anderen Kinder in meiner Familie wurden wesentlich kürzer gestillt, wenig oder gar nicht getragen und schliefen nicht im Familienbett - und da scheint alles super zu klappen.
Aber ihr habt recht, es ist jetzt so wie es ist und er wird es irgendwann ganz alleine können. Da bin ich mir sicher! Noch scheint er einfach nicht so weit zu sein. Ich genieße es jetzt einfach, dass er so anhänglich und kuschelig ist. Ich feiere die Erfolge, in denen er im Bett einschläft