Maren, zwei schöne Beispiele hast Du da.
Maren hat geschrieben:Naja, und solche Sachen kommen doch öfter vor. Einmal haben wir Felix richtig bestochen. Er war beim Friseur und die Hälfte der Haare war ab, da wollte er nicht mehr. Da haben wir ihm gesagt, wenn er sitzen bleibt, gehen wir zu Mc Donalds.

Er ist sitzen geblieben und hat sich die Haare schneiden lassen. Ehrlich, ich wollte nicht mit nem Kind mit nem halben Haarschnitt rumrennen, obwohl mir klar war und ist, dass es _ihn_ nicht interessiert hätte...
Das finde ich persönlich überhaupt nicht schlimm. Du schreibst es ja schon selber: was für einen inneren Antrieb hätte Dein Sohn haben sollen freiwilling sitzen zu bleiben? Keinen. Also kannst du mit Deiner Bestechung auch keinen kaputt machen
Maren hat geschrieben:"Klar les ich Dir ein Buch vor. Aber vorher will ich Dir die Zähne putzen!"
Ist dann das Buch vorlesen eine Belohnung?
Man wird immer geschickter drin, wenn-dann-Formulierungen zu umgehen, auch wenn im Kern eine drinsteckt, gell?

Wobei Du ja eigentlich nur einen zeitlichen Ablauf genannt hast. Keine Ahnung, ob das Begriffklauberei ist, im wesentlichen kommt es vermutlich auf den Ton, die Intention des sprechenden und die allgemeine Situation an.... Wenn die obige Situatin freundlich und friedlich ist, das Kind sich ohne große Probleme die Zähne putzen lässt, sehe ich kein Problem.
Wir haben das ganz ähnlich mit dem Stillen nach dem Zähneputzen. Wenn sie schon nach dem Zähneputzen stillt, dann ist es mir enorm wichtig, dass die Zähne gut geputzt sind. Aber das Kind lässt sich ganz und gar nicht gerne die Zähne putzen, also erinnere ich sie immer wieder dran, dass die Zähne sauber und glatt sein sollen, bevor die süße Milch dran kommt. Und wenn die Abend-Situation gerade stressig ist, dann kann es gut sein, dass es sich für das Kind bedrohlich anhört.... Nicht stillen, wegen schlecht Zähne putzen gab es noch nie.
Maren hat geschrieben:Je mehr ich hier lese, desto schwieriger und differenzierter erscheint mir das Thema...
Ich finde man sollte offen sein und auch kritisch, man darf sich aber nicht total durch solche Diskussionen aus der Bahn werfen lassen. Denn eine verkrampfte Mama, die alles ganz richtig machen will, tut am Ende bestimmt keinem gut.