Stillen -antifeministisch?!

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Lösche Benutzer 1828

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Maren hat geschrieben:
schilf hat geschrieben:Doch noch ne kleine Ergänzung:

Die viel geforderte (weibliche) "Entscheidungsfreiheit" - gesteht ihr die eigentlich auch Männern zu :mrgreen: ?
Genau das hab ich auch gedacht. Emanzipation ist doch die Gleichstellung von Mann und Frau (vereinfacht gesagt, bitte berichtigen, falls das so nicht stimmt). Aber ich kenne kaum einen Mann, der per se erst einmal sagt, dass er sich entscheidet, bei den Kindern zuhause zu bleiben. Das ist irgendwie ein Part, der - wenn überhaupt - den Frauen vorbehalten ist. Da fehlt es dann an der Emanzipation des Mannes...
der Mann muss das aber auch wollen....Emanzipation ist ja nicht etwas, was man denkt, was das andere Geschlecht tun sollte....
das ist ja auch das, was viele der Feministinnen halt tun, die wollen, dass Frauen genau wie Männer sind.......
Dass ein Mann sich um das Kind kümmert ist zumindest anerkannt - mehr, als noch zu unserer Generation.
Mein Schwiegervater hat NIE ein Kind gewickt, NIE gefüttert, NIE mit den Kindern gespielt - er war ja schließlich arbeiten :roll: und mußte sich danach ausruhen (so sagt es meine Schwiegermutter). Sie ist immer ganz entsetzt, wenn mein armer, armer Mann noch zum Elternabend muss, die Kidner zur Schule bringt oder Brote schmieren muss.......
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hennnamae
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von hennnamae »

Maren hat geschrieben:
schilf hat geschrieben:Doch noch ne kleine Ergänzung:

Die viel geforderte (weibliche) "Entscheidungsfreiheit" - gesteht ihr die eigentlich auch Männern zu :mrgreen: ?
Genau das hab ich auch gedacht. Emanzipation ist doch die Gleichstellung von Mann und Frau (vereinfacht gesagt, bitte berichtigen, falls das so nicht stimmt). Aber ich kenne kaum einen Mann, der per se erst einmal sagt, dass er sich entscheidet, bei den Kindern zuhause zu bleiben. Das ist irgendwie ein Part, der - wenn überhaupt - den Frauen vorbehalten ist. Da fehlt es dann an der Emanzipation des Mannes...
Mein Mann möchte erst ein nächstes Kind, wenn ich so viel verdiene, dass er in Ruhe Elternzeit machen kann. Seine, wie im Grunde auch meine, Entscheidungsfreiheit wird aktuell einfach von lebenspraktischen Dingen beschnitten. Das ist nämlich auch ein Punkt, der allzu gern vergessen wird. Ich kann es mir nicht leisten, meine absolut freien Entscheidungen zu treffen - denn dann steh ich einfach ohne Job da, wenn die Kinder in der Schule sind. Ergo geh ich ohne Elternauszeit studieren. Da ich aktuell kein Geld nach Hause bringe, ist mein Mann in seiner Entscheidungsfreiheit beschnitten, weil wir einfach auf sein Einkommen angewiesen sind.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage vieler Familien ist eine tatsächliche Entscheidungsfreiheit beider Partner einfach nur ein utopisches Hirngespinst. Leider!
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Domi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Domi »

Ich hatte hier

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 7&t=115886

schon mal versucht, über diesen Artikel zu diskutieren
Schöne Grüße von Domi mit Sohn 1 (10/07) und Sohn 2 (02/18)
Lösche Benutzer 2178

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Aber obwohl dass mit der Entscheidungsfreiheit doch anscheinend so utopisch ist - wird sie doch hier gefordert? Zumindest für die Frauen? Oder hab ich da was falsch verstanden....?

Kurios, dass "trotzdem" noch Kinder geboren werden und genauso kurios, dass es fast immer so ist, dass "es gar nicht anders geht" (aus verschiedensten Gründen), als dass Frau zuhaus bleibt und Mann arbeitet.
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LaLeMi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von LaLeMi »

Nein, utopisch ist nur die Entscheidungsfreiheit für beide - aus meiner Sicht. Denn die wenigsten können es sich leisten, daß beide Elternzeit machen.
Ich bin da aber völlig bei Dir - was für die Frau gefordert wird, muß für den Mann genauso gelten.
Zumal das klassische "Mann arbeitet und Frau bleibt zuhause" ja auch einen enormen Druck für den Mann aufbaut - nicht nur, daß er ggf. gar nicht die Wahl hat, zuhause zu bleiben, nein, er ist auch gezwungen, für die nächsten Jahre und ggf Jahrzehnte ganz allein für den Lebensunterhalt einer mehrköpfigen Familie zuständig zu sein. (was ihn zudem ja auch wieder erpreßbar macht - hat ja durchaus seinen Grund, warum Firmen Familienväter als Arbeitnehmer sehr lieb sind...)
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Lösche Benutzer 2178

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Habt ihr das verlinkte von Domi gelesen?

Da beschreibt jemand (hab mir den Namen grad nicht gemerkt, sorry) den genau umgekehrten Fall (bezogen auf das Bsp. mit dem Studieren): Sie is zuhaus, er ist Student! Da geht es interessanterweise....

Wenn aber sie Studentin ist, ist die Familie auf "sein" Einkommen angewiesen...
Lösche Benutzer 1828

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

schilf hat geschrieben:Aber obwohl dass mit der Entscheidungsfreiheit doch anscheinend so utopisch ist - wird sie doch hier gefordert? Zumindest für die Frauen? Oder hab ich da was falsch verstanden....?

Kurios, dass "trotzdem" noch Kinder geboren werden und genauso kurios, dass es fast immer so ist, dass "es gar nicht anders geht" (aus verschiedensten Gründen), als dass Frau zuhaus bleibt und Mann arbeitet.
hmm, kann man ja auch andersrum sehen.....die Frau sollte die Möglichkeit haben, daheim bleiben zu können 8)
im realen Leben kenne ich weniger Frauen, die das tun, als Frauen, die arbeiten gehen......
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Urania
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Urania »

hmm interessante Diskussion! Wie soll eine Frau,einem Mann gleich sein wenn er kein Uterus hat um Kind aus zu tragen und keine Brüste um Kind zu füttern? Wie soll eine Frau arbeiten gehen,ohne dabei ein Kind zu benachteiligen? Ich denke Emanzipation ist Anerkennung von Wichtigkeit weibliche Aufgabe Kinder auszutragen und zu ernähren!Und nicht wie schnell eine Frau nach der Geburt wieder arbeiten kann.Als super feministisch finde ich das nicht wenn ein Mann zu hause entweder Flaschennahrung oder Abbgepumptes gibt :?: Für mich persönlich ist das wichtiger Ruhe zu haben um mein Kind Kindgerecht auf zu ziehen und nicht unter massiver Stress und Druck ,das zu Krippe zu schleppen um Pünktlich bei der Arbeit zu sein.
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LaLeMi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von LaLeMi »

Ist ein Kind benachteiligt, dem der liebende Papa zuhause abgepumpte MuMi füttert?
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Lösche Benutzer 1828

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

LaLeMi hat geschrieben:Ist ein Kind benachteiligt, dem der liebende Papa zuhause abgepumpte MuMi füttert?
ganz ehrlich: ich finde irgendwie schon - denn Stillen ist ja schon mehr als nur die Aufnahme der Nährstoffe.....kommt halt auch darauf an, wie oft man das Stillen so ersetzt.....

Die große Emanzipation bestünde doch darin, dass jedes Geschlecht zu seinem eigenen Naturell stehen kann, ohne Nachteile zu befürchten.
Dass Frau Kinder bekommen kann, ihr Wochenbett einhalten kann, stillen kann - und dabei nicht ausgegrenzt wird oder soziale Nachteile zu fürchten hat.
Und Väter dann später, wenn das Kind nicht mehr so auf die Mutter körperlich angewiesen ist, auch Zeit mit ihrem Kind verbringen können - ohne berufliche Nachteile, ohne Spott über den Hausmann.
Aber das auch das klassische Rollenmodell anerkannt ist- ebenso wie Frauen, die gerne arbeiten gehen möchten.
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