Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

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Cheetah
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von Cheetah »

Nein! Ich nehme garnichts krumm. Ich bin so dankbar, weil ich vielleicht manchmal den Fokus verliere....

Mit dem Schlafen ist das so eine Sache - sie schläft ganz selten ruhig, ist oft erkältet und schnarcht. Ich kann da unheimlich schlecht schlafen und quäle mich da ganz arg :cry: Ich wünschte, ich wäre nicht so empfindlich, aber wenn es um Schlafmangel geht, werd eich ein anderer Mensch....

Nähen tu ich schon, aber sie kann sich nur kurz konzentrieren, verliert schnell die Geduld. Ich mach schon sachen alleine mit ihr. Aber besonders da ins Bett bringen vom Kleinen vorher klappt nicht. früher ging es, da hat sie so lange Kassette gehört. Jetzt läßt sie mich nicht alleine ins Schlafzimmer mit ihm. leider. Sonst wäre das super.

Für heute habe ich eine andere idee gehabt, mal sehen, wie es wird. Da der Papa heute abend auf eine Party wollte, ist sie wieder hier. Die Nachbarn haben ihre Enkel zu Besuch und nun schläft die 10jährige Enkelin bei Judith oben im Hochbett. Im Moment hören sie Bibi Blocksberg :wink: . mal sehen, wie die nacht wird. Jedenfalls war es eben schon ganz interessant, als Judith auf einmal Laurens die Zähne putzte, nach einem Waschlappen fragte (ich glaube, sie hat sich nnoch nie freiwillig alleine abends das Gesicht gewaschen :mrgreen: )...um einen guten Eindruck vor der Freundin zu machen. Na, mal sehen, ob sie in ihrem Zimmer bleibt.
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Das Muli
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von Das Muli »

Hallo,
also ich kann dazu nur sagen: Ich glaube, es ist das Alter. Also davon abgesehen, dass Eure Situation etwas haarig ist (wegen der Trennung hat sie vermutlich mehr zu verarbeiten als andere 5jährige) - soweit ich weiß, ist das das Alter, in dem die Kinder begreifen, was Verlust heißt. Viele Kinder bekommen in dem Alter das erste Mal Angst vor dem Tod, vor Abschieden etc - weil sie einfach erst jetzt verstehen können, was es bedeutet, wenn jemand weg ist. Sie haben etwas dazugelernt, sie haben jetzt mehr Überblick - aber das heißt eben auch: mehr Angst, mehr zu verarbeiten. Und wenn dann der Papa eben nicht immer da ist, dann spürt sie das durch diese neue Fähigkeit vermutlich besonders stark.
Ich bin kein Profi - das ist nur das, was ich mir so zusammenreime. Mein Großer ist zZt auch etwas schwieriger als sonst. Nach den Sommerferien war ich ganz stolz auf ihn: endlich war er selbstständiger, kein Stress mehr ums anziehen, er hat schwimmen und Radfahren gelernt, war selbstbewußt und hat sich viel zugetraut - es war alles viel einfacher für uns. Und dann ist seine Erzieherin schwanger geworden und war weg - von einem Tag auf den anderen. Das hat ihn wirklich mitgenommen, seitdem hatte er fast jede Nacht Albträume ("Verlustträume" - letzte Woche träumte er, wir wären vom Zug überfahren worden :( ), wir müssen wieder beim Anziehen helfen und er traut sich nicht alleine ins andere Stockwerk zu gehen.... und er ist eben auch viel weniger kooperativ, schnell frustriert, schreit und heult wie ein Baby, wenn was nicht so läuft wie er will, sagt zu allem erstmal nein und ist plötzlich eifersüchtig auf seinen Bruder (das ist ganz neu: nichtmal als er geboren wurde, war es für ihn irgendwie bedrohlich, er liebt ihn eigentlich sehr, bis vor kurzem haben wir noch nie gehört "ich will auch das haben, was der hat" oder sowas)
Ich denke, diese Sache ist jetzt genau in dem Moment passiert, als die Entwicklung bei ihm so losging - das Verstehen, was Verlust heißt. Da muß er jetzt durch, das muß er verarbeiten, damit er für spätere Situationen gewappnet ist. Ich kann ihm nur helfen, indem ich ihm Halt gebe, indem ich eben doch wieder mehr für ihn mache, weniger darauf bestehe, dass er was selber macht (das endet nämlich eh immer nur im Streit und dauert dann doppelt so lange), indem wir uns exclusiv Zeit nehmen für ihn (gut das Ferien sind). Soweit meine Theorie.
In der Praxis klappt das nicht immer: Ich kann Dich so gut verstehen - ich bin oft soooo genervt, weil ich einfach keine 2 Babys da haben will, wenn ich doch weiß, dass er es eigentlich kann. Weil ich mir denke: Wieso macht der mir jetzt absichtlich soooo einen Stress? Aber irgendwie hoffe ich, dass die "verschwundenen" Fähigkeiten, die Selbstständigkeit, Kooperationsbereitschaft etc wieder kommen, sobald diese Verarbeitungsphase durch ist. Ich habe schon oft gehört, dass Kinder ein paar Monate vor Einschulung plötzlich so viel reifer waren, als zuvor - ich denke, das kommt eben, wenn diese Phase der "Zickigkeit und Anhänglichkeit" vorbei ist - darauf warte ich täglich :roll:
Ich glaube nicht, dass mehr Strenge in dieser Situation zu mehr Erfolg führt. Ich fürchte sogar, mehr Strenge kann das ganze noch verschlimmern... jedenfalls habe ich das Gefühl, dass Situationen hier immer eskalieren, wenn wir genervt sind und "dann mal auf den Tisch hauen" - dann gehts erst richtig los, er lacht, nimmt uns nicht ernst, provoziert - wir ärgern uns noch mehr und irgendwann fällt uns nichts mehr gescheites ein außer irgendwelcher Drohungen (ich) oder Strafen (Mein Mann) und am Ende haben wir alle ein mieses Gefühl. Wenn ich aber über meinen Schatten springe und (meist nachdem ich ihm klargemacht habe, dass es so nicht geht - er soll schon wissen, wenn ich sauer bin) dann doch auf ihn eingehe, versuche, zu verstehen, versuche zu helfen - dann ist er meistens einsichtig und alles klappt relativ reibungslos (auch wenn es mit Streit begonnen hat).

Ich wünsche gute Nerven,
LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie

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Cheetah
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von Cheetah »

Aaah, Du sprichst mir aus der Seele! Genauso ist es bei uns!!!

naja, nur, daß ich irgendwie innerlich noch denke, daß mehr Strenge bei uns fruchten könnte und sie merkt, daß sie uns nicht mehr gegeneinander ausspielen darf. Aber vielleicht ist das MEIN Lernprozess und ich sehe es nur noch nicht. Ist nur ein Gefühl.

Aber JA, neulich träumte sie, daß ihr bruder auf der Rolltreppe war und am Ende eingesogen(?) wurde...passt also genau!
und sie war bis vor 2 Monaten auch so was von selbständig, wollte sogar alleine zuhause bleiben, als ich die 5 Minuten ihren Bruder aus der Kita holen wollte. 2x wollte sie das und es hat super geklappt (sie hat mich auch 3x in den 5 Min. auf dem Handy angerufen ;-)...und jetzt kann sie noch nicht mal im auto warten, während ich den Bruder reinbringe. Gar nichts geht mehr..

Also doch das Alter...her mir dem Mantra mit der Phase.... :wink:
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von anne_perle »

Hej cheetah
wie geht es euch inzwischen? hat sich die situation ein wenig entspannen können?
LG anne_perle
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von Cheetah »

Nein gar nicht...eher schlimmer. Heute morgen wollte ich kurz mit dem Kleinen duschen...die Dusche ist durchsichtig, Judith kann uns sehen, trotzdem hat sie rumgeschrien, daß sie auch rein möchte. Hätte ich sie eine Minute vorher gefragt, ob sie duschen will - NIE!

Sie hibbelt total viel rum, sagt zu allem NEIN und ist immer kontra. Mit dem Schlafen wie gehabt. Morgens ist es auch ganz schlimm. Sie will aufstehen, aber wir MÜSSEn alle gleichzeitig aufstehen. Sie kann oder will keinen Schritt alleine machen. Nicht, daß sie weinerlich anhänglich wäre, eher so, als daß sie unbedingt bestimmen will was wer wann macht und wehe man sagt nein. Mir fehlen echt die Worte...
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Prinzenmutti
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Re: Ich weiß keinen Rat mehr - bitte Tipps!!!

Beitrag von Prinzenmutti »

Cheetah hat geschrieben:Wenn ich mit ihr ins Kino gehe, denkt sie dann nicht, prim, ich kann mich schlecht benehmen, und bekomme doch alles, was ich will?
wie wär es denn wenn du ihr erklärst das du nicht schlafen kannstwenn sie in deinem bett schläft und dann immer so müde bist.
Und du gerne ins Kino mit ihr gehen möchtest aber nur wenn du ausgeschlafen bist und ne ruhige nacht hattest?
LG Prinzenmutti mit 06.07 ; 05.09 ; 11.12 ; 08.14 ; 04.18 ;12.19 und 07.22
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