Hallo,
also ich kann dir jetzt auch nicht sagen, was für Euch der beste Weg ist (da unterschreib ich mal bei Jusl) - aber ich möchte evtl etwas Mut machen zum ausprobieren und zum Ins-kalte -Wasser-hüpfen
Also bei uns gab es eigentlich wenig Probleme im ersten Jahr, wenn der kleine beim Papa bleiben sollte - schon als ich zur Rückbildung gegangen bin, hat er das ins-Bett-bringen (damals mit Mumifläschchen) gelegentlich übernommen und sich nach und nach bei einigen Gelegenheiten ein "Papa-bringt-ins-Bett"-Ritual entwickelt.
Aber als der Kleine dann 10 Monate war, haben wir geheiratet. Und wir haben uns sehr gewünscht, zu diesem Anlass eine kinderfreie Nacht zu verbringen. Meine Eltern wohnen in der gleichen Stadt, wir sehen sie wöchentlich regelmäßig und der kleine war schon damals sehr vertraut mit ihnen, daher hatten wir ausgemacht, dass wir es versuchen - dass die Kinder bei Oma und Opa bleiben. Wir haben wirklich alles genau vorbereitet, Kiloweise abgepumpte Mumi dort gelagert, der Oma (die sehr aufgeschlossen ist bei sowas

) den richtigen Gebrauch des Ergo erklärt und der Opa hat seine Bettseite für den Kleinen freigemacht, damit er nachts nicht alleine in einem Bettchen liegen muß. Alles war optimal geplant und wir haben uns ganz gut damit gefühlt. Und dann: Nachdem der Kleine 10 Monate lang nichtmal einen Schnupfen hatte, ist er am Hochzeitstag mit Fieber aufgewacht. Das erste Mal krank! ich wollte sofort die Hochzeit absagen! ich machte mir um den kleinen Sorgen und war gleichzeitig sooo enttäuscht - ich hatte mich wirklich sehr auf diesen Tag gefreut, und nun sah es so aus, als würde ich meine Hochzeitsnacht wachend bei einem fiebrigen Kind verbringen....

Nach erster Panik meinerseits versicherten mir dann aber meine Eltern, dass sie sich durchaus auch in der Lage sähen, Nachtwache zu halten. Dass sie sich das zutrauen und ich an diesem unserem Tag versuchen soll, zu feiern und den Abend zu genießen. Ich kam mir vor wie eine Rabenmutter - so egoistiosch einfach heiraten, wo doch das Kindlein krank ist! ABER: Es ist nichts passiert, es hat geklappt und der Kleine hat nichtmal geschrien, als wir uns verabschiedet hatten: Er saß bei meiner Mama im Ergo und hat gedöst. Er hat viel geschlafen und Mumi/Wasser getrunken und wieder gedöst. Meine Mama war zwar am nächsten Tag etwas geschafft (er hat auch nachts oft trinken müssen, ist eben so bei Fieber), aber es gab keine Anzeichen dafür, dass das Kind gelitten hätte...und wir hatten doch eine tolle Hochzeit und eine echte Hochzeitsnacht!
Mein Fazit: Manchmal geht mehr, als man denkt. Und bei Euch ist es ja so, dass der Papa durch die Elternzeit ein sehr enger Vertrauter ist - so dass eigentlich nicht befürchtet werden muß, dass es die beiden überfordert... Ich denke mir, dass Du eben abends bevorzugt wirst, weil du tagsüber nicht dauernd da bist. Dann wird eben abends das Kuscheln nachgeholt. Das ist im Regelfall ja auch eigentlich ganz gut und das würde ich beibehalten - aber wenn du eben ausnahmsweise mal nicht da bist, dann ist vermutlich auch der Papa ein guter Kuschelpartner.
LG Muli