Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

EhUkfa

Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von EhUkfa »

oh, da brauch ich keinen eigenen Thread aufmachen :D
Mein Kleiner hatte eigentlich nie große "Schlafprobleme" - ich hab mich mit ihm ins Bett (Familienbett) gelegt - seine Einschlaflieder gesungen und dann ist er meist innerhalb von 10-30 min eingeschlafen und ich konnte aufstehn.
Es gab mal Phasen von 1-3 Tagen, wo das länger dauerte, aber das war meist ein Zahn.
Seit einer Woche ist es nun so, dass er immer wieder aufstehen will. Das geht dann so 1-2h (er stillt dann immer mal wieder einen Schluck und spielt dann mit der BW und ich "darf" dann also nix machen, außer neben ihm zu liegen). Irgendwann stehe ich halt wieder mit ihm auf, weil ich merke, dass mich das wütend macht, so lange daneben zu liegen. Er bleibt dann halt wach, bis ich merke, dass er jetzt so müde ist, dass er auch einschlafen wird. Leider ist das seit 3 Tagen Mitternacht oder später. Ich bin zwar ne Nachteule und selber bis 2 wach, aber ich hätte schon gern abends meine 2h für mich, weil ich ja auch noch bisschen Haushalt mache, der am Tag liegen blieb. Außerdem hab ich Angst, dass er sich jetzt daran gewöhnt, immer wieder aufzustehen und so lang wach zu sein.

Besteht die Gefahr, oder ist das wirklich nur ein Phase und vergeht wieder? Bin momentan echt ein bisschen ratlos :(
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Drachenblut
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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von Drachenblut »

Okay, ich werde wohl, ohne mir Gedanken über die Zukunft zu machen, denn ich kann ja nun mal nicht hellsehen, einfach so weitermachen.
Er ist es so gewöhnt, meistens genieße ich es auch.

Und wenn es zu lange dauert und er nicht schlafen kann, dann darf er halt wieder mit aufstehen. Mein Gott, mich kann man ja auch nicht zum Schlafen zwingen. Und wie oft steh ich noch einmal auf, um Fernseh zu gucken o.ä., weil ich partout nicht einschlafen kann. Warum sollte Felix dann die ganze Zeit im Bett liegen bleiben?!

Bah, es ärgert mich, dass ich immer denke: und wenn das immer so bleibt? Was bleibt denn schon immer gleich?!
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von jusl »

Meine Große war ungefähr 4 1/2 als das mit dem Alleineinschlafen problemlos klappte. Heute ist ist sie 6 und beeilt sich geradezu mit dem Gutenachtsagen; sie will noch in Ruhe lesen, wenn ich draußen bin :lol: Meine Mittlere war entsprechend früher dran, also so ca 3 wo das gut klappte - sie wird bald 5 und geht ebenfalls völlig problemlos allein ins Bett. Der Zeitpunkt war im Prinzip durch die Geburt der Kleinen bestimmt; mit zwei Babys auf dem Arm kann man sich einfach schlecht dazulegen :lol:

Die Kleinen sind 2 und ich habe üüüüüüüberhaupt keine Eile mit dem Alleineeinschlafen - mir ist schlicht wurscht, ob das noch 4 Monate oder 4 Jahre dauert.

LG,
Julia
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Drachenblut
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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von Drachenblut »

Sagen die Kinder denn, dass sie alleine schlafen wollen, wenn sie doch nix anderes können?
Oder würde ich das dem Kleinen anbieten und "schmackhaft" machen?

Denn ich möchte ihn da schon nicht zu irgendwas drängen, oder so. Eigentlich dachte ich, dass das so wie beim alleine Abstillen vom Kind ausgeht. Aber in meinem Umfeld (und von meiner Psychologin) hör ich eben völlig andere Sachen. Die fragen dann: Wieso sollte er alleine schlafen wollen, er kennt doch nur das und weiß gar nicht, dass das nicht "normal" ist! (Naja, was "normal" ist, empfinde ich eh anders :wink: ). Und dann weiß ich tatsächlich nicht, ob die nicht vielleicht Recht haben oder nicht...
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von jusl »

Tja, o Wunder, der Psychologin zum Trotz schlafen meine Großen heute alleine ein :lol: :lol: :lol:

Nee, im Ernst, also bei uns war es so, dass ich, die Arme voller Babys, abends beim Insbettbringen zu ihnen gesagt habe "Ich kann mich heute nicht dazu legen, dann weinen die Babys, aber ich lauf noch im Zimmer und im Flur rum, bis ihr schlaft!". Antwort:" OK, aber lass das Flurlicht an und die Tür offen!" :mrgreen:
Meine Große hat mir auch mal zugeflüstert "Mama, Du kannst jetzt rausgehen, ich schlaf eh gleich!" :lol:
Also, alles eine Frage der Reife. ;-)

Mit zunehmendem Verstand kapieren die Kinder ja auch, dass sich die Welt nach dem Schlafengehen ohne sie weiterdreht. Ich musste auch mal "vorzeitig" aus dem Zimmer mit der Erklärung:"Ich muss heute abend in der Küche noch lauter Sachen für morgen kochen, sonst werde ich nicht fertig." War für die Kinder auch OK! Natürlich kann man sowas nicht 1-jährigen erklären, 3- und 4-jährigen aber schon.

Also, lass es entspannt auf Dich zukommen und sei sicher: wenn er mit 16 seine Freundin bei sich im Bett hat, will er bestimmt nicht mehr von Dir in den Schlaf begleitet werden :wink:

LG,
Julia
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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von MamaMaus »

Hui das ist gerade auch ein aktuelles Thema bei uns. Seit sich Minimaus abgestillt hat ( :cry: ) und uns somit das Einschlafritual abhandengekommen war, bin ich immer neben ihrem Bett gesessen und hab ihre Hand gehalten, und wehe ich hab mich auch nur einen cm bewegt. Und vor 4 Tagen hat mich meine Große gefragt: Mama darf ich noch ein wenig Musik hören?
Ich hab dann einfach mal ausprobiert udn gesagt: Ok aber dafür darf ich raus gehen und ein wenig arbeiten, lasse aber die Tür offen.
Woraufhin beide ihr ok gaben :D
Ich bin raus habe die GuteNacht CD in den CD Player und seither schlafen sie ohne mich dafür mit Musik ein :shock:
Ich wusst nicht wie mir geschah, aber bin überglücklich , dass das so einfach und ohne das "schreien lasse", (dass mir von so vielen Seiten emphohlen wurde :evil: ) funktioniert hat :D

Lg Martina
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Re: Wie lange "in den Schlaf begleiten"?

Beitrag von Romana »

Hallo,

das hat jetzt gutgetan hier etwas zu lesen, da es anderen auch so geht. Mein Kleiner braucht jetzt auch so oft länger beim Einschlafen, dass ich auch oft wütend wieder mit ihm aufstehe. Es ist halt auch so, dass ich mir denke, dass ich gerne etwas Zeit für mich oder auch für Uns hätte. Zur Zeit glaub ich ja, dass unser Kleiner einen ganz anderen Rythmus entwickelt. Da, er abends oft wirklich gerne länger auf ist. Er ist da auch nicht müde oder krantig, er ist richtig gut drauf. Wenn ich ihn dann um halb zehn oder so hinleg schläft er meist auch gleich ein.
Sollte man den Rythmus dann überhaupt zwangsweise ändern? Ich hab mir nämlich schon gedacht, dass ich ihm vielleicht den Mittagsschlaf abkürze, denn er schläft teilweise 2 Std. ganz ohne schafft er es einfach nicht. Denn da hab ich ihn mal gelassen, dann ist er um 15:00 erst gekommen und ist innerhalb von ein paar Min. auf meinen Schoss eingeschalfen. Wie würdet ihr das machen? Oder würdet ihr ihn Mittags einfach solange wie er möchte schlafen lassen und abends auch bis er wieder müde ist. Wäre das nicht am natürlichsten?

Eine Freundin von mir meinte gestern, ich sollte bald mal anfangen ihn alleine zum Schlafen zu bringen, denn so kann das ja nicht weitergehen!!! Also auch mit schreien und so. Das widerstrebt mir aber so, ich denke wir haben schon so ein gutes Urvertrauen aufgebaut und dann sollte ich alles auf einen SChlag wieder kaputt machen? Ist irgendwie nicht stimmig für mich. Und es macht mir ja auch nur was aus wenn ich länger als eine 3/4 h beim ihm rumliegen muss und er immer noch topfit ist.

lg Romana
Niklas Mai 2008 und Marian Oktober 2010
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