Wir haben auch ab dem ersten Geburtstag nicht mehr sooo aufgepasst. Zwar wurde ich von einer Mama, deren Kind schon laaange vorher stur nach Plan Ersatzkost bekam und die auch schon vorm ersten Geburtstag so gut wie alles bekommen hat, immer mal wieder "ausgelacht", dass ich gewisse Sachen - Fisch, extrem scharf, Nüsse, Fruchtzwerge etc. - nicht gegeben habe, von wegen jetzt ist sie ein Jahr, da geht von heute auf morgen alles... Aber ich hab dann schon die gewürzten Kartoffeln vom Familientisch oder das Stück weiche Hähnchenbrust mit Soße und so angeboten und halt auch mal auswärts die Nudeln mit Tomatensoße und so. Nach und nach haben wir dann wirklich "alles" gegeben (bis auf Honig, den gabs erst zu Weihnachten vorm zweiten Geburtstag in Form von Lebkuchen, die ihr nicht geschmeckt haben

), halt kindgerecht, bei Fisch wirklich gut gewühlt, dass echt keine Gräten drin sind und so, und ich achte nach wie vor darauf, dass ich nicht so arg würze, weil das einfach nicht sein muss. Auch mir schmeckt es besser, wenn ich den Eigengeschmack des Gemüses noch erkennen kann, da möchte ich der Kleinen nicht schon in jungen Jahren die Geschmacksnerven so verderben, wie die ihres Papas, der alles, aber wirklich alles und überall vorm ersten Probieren nachsalzt und pfeffert. Aber ich hab noch mehr darauf geachtet, was ich auf den Tisch bringe, sprich auf Tütensoßen und so hab ich verzichtet, Fertigfraß gibts bei uns eh so gut wie nie und das hab ich dann halt konsequent weggelassen und so. Bisher reagiert Leni auf keine Nahrungsmittel. Sie isst keine Mengen, aber immerhin probiert sie eigentlich alles, was man ihr anbietet. Und sie ist halt so ein komisches Kind, dass voll auf Gemüse abfährt. Die Klöße an Weihnachten hat sie liegenlassen und das Rotkraut rausgepickt. Aus der Überlebenspfanne fischt sie das Gemüse und lässt Reis oder Nudeln liegen. Mittlerweile ist es besser geworden, aber sie wäre vollauf zufrieden, wenn sie nur Champignons (im TM dampfgegart), Paprika (roh oder Pfanne oder TM) und Karotten (dito) vorgesetzt bekäme
So, nochmal kurz zusammengefasst: Ich würde an Deiner Stelle den Monat jetzt nochmal fürs Gewissen abwarten (bzw. eben die gesalzenen Kartoffeln, Euer Gemüse vom Familientisch anbieten und nicht mehr gesondert kochen, falls du das bisher gemacht hast) und dann mit nem Jahr wirklich lockerer und mutiger werden und mehr oder weniger alles, aber nicht alles auf einmal anbieten. Pommes und Co dürfen auch mal sein, aber man kann es ja im Rahmen halten und nicht jede Woche auf em Speiseplan stehen haben. Tjaaa, Dein Paulchen wird groß

Mit nem Jahr wurde mir da auch ganz komisch, und mit zwei ist es dann wirklich erschreckend
Liebe Grüße,
Sabsi