Auch von mir erstmal alles Gute!
Unser Stillstart war auch alles andere als einfach. Durch den Not-KS und die vielen Stunden "Kampf" zuvor hat L den ersten Tag so gut wie nix getrunken, sondern nur geschlafen. Er hatte zudem Probleme, den Mund überhaupt auf zu machen. Andocken ging so gut wie gar nicht, es war mehr eine Brustwarze in den Mund schieben, was dann auch recht schnell zu wunden Brustwarzen geführt hat. Klar, müssen sich die Brustwarzen erst dran gewöhnen, ABER beim Stillen sollte es nicht weh tun. Die Schwestern im KH waren bei mir überhaupt keine gute Hilfe, sie haben L meist nur mit Zwang/Kraft angedockt und wenn er dann losließ stand ich da wieder
Ich war echt total verzweifelt und weiß deshalb genau, wie Du Dich jetzt fühlst.
Die ersten Wochen wurde es bei uns nicht wirklich besser. Ich hab dann auch Stillhütchen genommen, weil ich dachte, dass das für meine wunden Brustwarzen besser wär und auch, dass L dann besser trinken kann. Die Brustwarzen heilten nur nicht.
Erst der Kontakt mit einer Stillberaterin (wieder mal vielen Dank @jusl

) hat dann wirklich ne Wendung gebracht. Ich hab die Hütchen weggelassen und L konnte gleich richtig andocken (Gsd, keine Saugverwirrung...). Ab da wurde das Stillen recht schnell total schön und ist es immer noch
Meine Tipps jetzt konkret:
- Stillberaterin kontaktieren (z.B.
LINK)
- versuchen, dass Du ihn mind. 8x in 24 h anlegst. Versuche es einfach im Halbschlaf, viele Babys trinken trotzdem.
- die ersten Hungeranzeichen nutzen (d.h. nicht zu lange warten), dann klappt das Anlegen am Besten [DAS war bei uns auch ein Knackpunkt am Anfang]
- Stillpositionen variieren. [Welche Position nutzt Du überhaupt?] Football-Haltung soll, meine ich, am Günstigsten bei Anlegeproblemen sein.
- Wie legst Du ihn denn an? Versuche nicht, die Brustwarze in den Mund zu schieben, sondern berühre erstmal seinen Mund mit der Brustwarze leicht. Dann macht er vermutlich den Mund auf und wenn der Mund ganz weit auf ist (wie ein nach dem Würmchen schnappendem Vögelchen oder wie wenn man in einen Apfel beisst) dann drückst Du ihn zu Deiner Brustwarze (nicht umgekehrt). Dabei darauf achten, dass er wirklich nicht nur die Brustwarze im Mund hat (das tut weh...), sondern auch viel vom Warzenhof. War das irgendwie verständlich?
- Ruhe bewahren/Versuchen, so gut wie es geht, zu entspannen [bei mir hat der ganze Stillstress gleich nach der Klinikentlassung zu einer Brustentzündung geführt

]
Ganz liebe Grüsse,
Désirée