Unsere Lütte ist jetzt knapp 6 Monate alt, und auch sie stillt ca 10x/Nacht. Ich habe gestern mal ein Protokoll geführt und festgestellt, dass sie immer ca 40-45 min schläft und dann aufwacht. Dann braucht sie zum raschen Einschlafen wieder den Busen, der dann mehr oder weniger zum Dauernuckeln genutzt wird. Weder Schnuller noch Schnuffeltuch noch Finger funktionieren
Ich bin jetzt total verunsichert. Auf der einen Seite bin ich überzeugt, dass die Kinder sich holen, was sie gerade brauchen, dass nur ein gestilltes Bedürfnis ein abgelegtes Bedürfnis ist, dass sie gerade wieder einen Schub macht, und, und und....
Auf der anderen Seite vernehme ich ebenfalls mit Interesse und Verständnis, dass Kinder es lernen müssen, eine Tiefschlafphase (Dauer: ca 40 min) an die andere zu koppeln, damit sie selber auch mehr aus ihrem Schlaf herausholen können, damit der Schlaf wirklich zum Regenerieren genutzt werden kann. Und da die Leichtschlafphase zwischen den beiden Tiefschlafphase meist bei den Säuglingen mit kurzem Erwachen einhergeht, sollten sie lernen, selber einzuschlafen, damit sie das Nachts auch können.
Nun htte ich schon mit meiner jetzt Vierjährigen das unselige Schlafprogramm nach Ferber abgewandelt durchgezogen, und hatte mir geschworen, NIE WIEDER! Meine Kinder sollen nicht so frustriert einschlafen. Für die weiteren Kinder habe ich mir vorgenommen, im Familienbett auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
Aber hej, ICH habe auch ein Bedürfnis - und das sieht nicht so aus, dass ich alle 40 min nachts zur Verfügung stehe!!! (In Sondersituationen natürlich, aber nicht im gesunden Alttag!) Das geht dann irgendwann auch auf unsere Mutter-Kind-Beziehung. Was tun?
Heute Nacht habe ich dann versucht, sie im Arm, aber ohne Brust wieder zum schlafen zu bekommen - keine Chance, streicheln wehrt sie auch total ab, eigentlich bäumt sie sich bei allem auf, nur nicht wenn der Heil bringende Busen kommt. Dann schläft sie sofort ein. Von kurz vor Mitternacht bis 2 Uhr habe ich es versucht, ihr zum ersten Mal auch ein Fläschchen mit Wasser gegeben, weil sie wenigstens keinen Durst haben sollte nach so viel weinen, aht sie auch genommen, aber letztlich habe ich ihr dann völlig erschöpft wieder die Brust gegeben, dann hat sie bis 5 Uhr geschlafen und das Spiel ging von vorne los.
Warum passiert das jetzt? Kann ich sie so eine Zeitlang gewähren lassen, ihrem Bedürfnis entgegenkommen, ohne dass sie sich dauerhaft an diese Ein- und vor allem (!) Durchschlafhilfe angewöhnt? Bei meiner älteren Tochter bin ich nämlcih genau da dann gelandet. Wir hatten auch mit 6 Monate schon mal eine solche Episode, und da habe ich es nicht übers Herz gebracht, meinen kleinen Säugling mittles "Schrei"-programm davon zu entwöhnen. Dafür war ich dann mit 10 Monaten so erledigt, dass ich es doch getan habe.
Wie vermeide ich das in diesem Fall? Kennt einer von Euch einen liebevollen Weg hin zum harmonischeren Schlafen? Ich verlange gar nicht, dass sie vonn 22Uhr bis 5 Uhr durchschläft, aber ich suche einen Weg, wie wir diese Ein-und Durchschlafhilfe abstreichen können. Geht es nur mit/über den Widerstand des Kindes, oder auch ohne diesen schlimmen Kampf?
Ich bin sehr gespannt....
Lieber Gruß,
Claudia mit Alva (6 Monate)
PS: Zähne hat sie noch nicht, sie ist tags auch ganz zufrieden, super interessiert, ich trage sie ganz viel, da schläft sie natürlich auch ohne Brust! (Aber das will ich nicht alle 40 min nahcts machen...)
Wir überlegen, ob wir ihr mal einen Hirsebrei kochen heute Abend, vielleicht fördert das auch ein wenig? Bisher ist sie allerdings voll gestillt.