ich brauche dringend Rat und werde zum besseren Verständnis wohl etwas weiter ausholen müssen
bin selbst Neurodermitikerin, Allergikerin, Asthmatikerin
mein Sohn kam 9 Tage übertragen per Not-KS mit nur 2.320 g und 48 cm zur Welt und musste zunächst auf die Neo (dort erhielt er am 1. Lebenstag auch normale Flaschenmilch, ohne mich zu fragen
habe meinen Sohn mangels Bereitschaft zur anderweitigen Essensaufnahme seinerseits über ein Jahr voll gestillt
er ist jetzt 16 Monate alt, war 6 Monate Schreikind, dann Neuro - mit einer heftigen Phase von Februar bis April - jetzt besser, aber nicht weg
hochgradig allergische Reaktion auf kleinsten Kontakt mit Weizen und Dinkel (Anschwellen des Körpers ähnlich Wespenstich-Reaktionen)
ab März unter regelmäßiger Blutkontrolle stetig sinkender HB-Wert festgestellt und sehr hoher IgE (also Allergiepotenzial)
kurz vor seinem 1. Geburtstag manifestierte sich eine recht rasante Gewichtsabnahme von knapp 8 kg hinunter zu 7,4 und schlussendlich HB in lebensbedrohlich niedrigem Bereich
über seine Lebensmonate hatte er immer mal wieder Blut im Stuhl und er war stets sehr dünn
schlussendlich landeten wir zur Darmspiegelung im KH mit Diagnose einer allergisch bedingten Darmentzündung, daher ärztlicherseits Verordnung, sämtliche Milchprodukte in meiner und seiner Kost wegzulassen
wenn dann weiter Blut im Stuhl sei, müsse ich abstillen (Stichwort MuMi-Eiweiß)
nun ist die von ihm genannte Beobachtungsfrist vorbei (2-4 Wochen) und es findet sich weiterhin immer wieder Blut im Stuhl und auch die Konsistenz ist nicht fester geworden, ergo keinerlei Besserung
was das Essen angeht, isst er derweil über den Tag weitestgehend "normal", stillt jedenfalls nicht mehr
"auf dem Weg ins Bett", also wenn wir in seinem Zimmer auf dem Stuhl sitzen (wo ich ihn immer dann stille) und ihm seine Handschuhchen für die Nacht anziehe, deutet er meist (nur wenige Tage wollte er bisher nur Wasser trinken und dann nicht mehr stillen) auf die Brust und teilt unmissverständlich "auf" mit, ergo lege ich ihn an, dabei kommt er auch schön runter und lässt sich dann prima ins Bett legen und schläft meist schnell ein
will er tatsächlich mal nicht stillen, dann dauert das Einschlafen ewiglich, nur kuscheln auf meinem Arm will er dann auch nicht, da wird er zappelig und aus dem Arm
nachts war er noch nie ein guter Schläfer, spätestens alle 2-3 Stunden wach, früher wurde er dann stets gestillt, auch wenn die Zeitabstände kürzer waren, jetzt versuche ich es immer einfach mit ihn mit in mein Bett nehmen, manchmal schläft er dann auch so weiter, gegen 2 Uhr kommt dann aber meist "auf" und wir stillen, manchmal dann noch einmal in der Nacht
die letzten Nächte kam er dann auch gern mal wieder nach 1,5 Stunden und verlange vehement nach Brust, da habe ich mich dann verweigert und gesagt, die Brust schläft, das gab reichlich Protest, ging aber irgendwie dann doch mit Kuscheln irgendwann
verlangt er zeitig am Morgen nach Brust, stille ich nun auch nicht mehr wie sonst vor dem Aufstehen, sondern muss dann eben direkt aus dem Bett hochspringen, um ihn abzulenken
nun ja, nur die letzten 2-3 Mal werde ich nicht "los", er verlangt es sehr deutlich und lautstark, wird eh schnell ungeduldig und schreit, mit Wasser lässt er sich nicht abspeisen
(und ich gebe zu, ich stehe auch nicht recht dahinter, weil niemand mir vorher definitiv sagen kann, dass es dann besser wird)
aber vllt. hat ja trotzdem jemand nen Rat/Tipp für mich, wie wir das Abstillen anstellen sollen?!
der Arzt sagte dann Formelnahrung aus der Apo, andere Milch darf er ja nicht dann, die aber ist eklig im Vergleich zu MuMi, zudem hat er zeitlebens Flasche verweigert (MuMi aus Flasche ging nie, nur jetzt eben über Tag Wasser aus Flasche mit Silikon-Trinklerntülle)
puuuh, lang geworden...
Caillean


- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...