Ich weiß langsam nicht mehr weiter, seit Geburt meiner Tochter vor 11 Wochen habe ich durchgehend Schmerzen durchs Stillen, die Brustwarzen sind gerötet und gereizt, offen war jedoch bislang nichts. Ich habe alles mögliche (Hebamme, Kia, Lasern, mehrere Stillberatungen, cremen, Osteopathie, asymmetrisches anlegen, vasospasmus wird behandelt mit Calcium, Magnesium und vitamin b6, Hautarzt stellt irritatives ekzem fest aber meinte, da kein Cortison geben werden kann wegen stillen, könne man wenig machen) versucht.
Als Ursache wurde von einer Stibe ein kurzes posteriores Zungenbändchen identifiziert, aber die Zungenruhelage (häufig überprüft und bin ihr über video für gut befunden) stimmt und außer meinen Schmerzen treffen andere Symptome nicht zu. Osteopathin, die sich damit auskennt und viele Kinder mit der Diagnose behandelt, konnte durchs beobachten des stillens dies jedoch nicht bestätigen und fand nicht die typischen Fehlhaltungen und Verspannungen, Kia sieht das Thema kritisch und ich nach Lektüre der Studienlage zumindest bei solchen Grenzfällen wie meiner Tochter auch. Ich schließe also aktuell aus, einfach auf gut Glück eine Frenotomie durchführen zu lassen, da meine Schmerzen das einzige Symptom sind und ich es mir nicht verzeihen könnte wenn dieser Eingriff plus AWM dann meine Schmerzen nicht verbessert.
Meine Tochter entleert die Brust gut (bislang kein Milchstau), nimmt gut zu, etc. Mir fällt allerdings auf, dass sie beim anlegen den Mund nicht so weit öffnet (wie zb beim gähnen) und dann nach dem andocken den Mund auch weiter schließt. Sie lässt sich durch alle empfohlenen Tricks nicht dazu bewegen, den Mund weiter zu öffnen bzw offen zu lassen. Dadurch werden die BW gequetscht (links meist längs, rechts Lippenstiftform). Nach der osteopathie wurde das für 2-3 Tage mal besser, aber sobald sie einen schlechten Tag hat, kneift sie wieder den Mund zu. Bei der osteopathie wurden aber auch keine groben Probleme gefunden, die das erklären würden.
Ich schaffe es aktuell auch logistische und bin der milchmenge nicht, mal eine Zeit komplett pumpzustillen, auch beim pumpen zieht es in den BW. Ich bin mittlerweile ratlos und kann die Schmerzen nicht mehr aushalten, ich kann die Zeit mit meiner Tochter immer weniger genießen und denke nur noch ans stillen. Der Gedanke ans abstillen macht mich so traurig, evtl könnte ich für ein paar Monate noch eine Mischung aus stillen, pumpen und zufüttern durchhalten... Aber bevor ich das Vollstillen aufgebe, möchte ich hier noch Rat suchen.
Hier die Beantwortung der Fragen, ich bedanke mich vorab schonmal für jeden guten Ratschlag, der mich dranbleiben lässt.
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
8-10 mal, jeweils 10-15 min, oft nur eine Seite, Pausen ca 2-3h
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Mehrfach täglich, Windel immer nass (7-8 mal)
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Baby dockte sofort an, erzeugt starkes Vakuum, Baby mal hektisch ab der Brust aber durchaus auch mal ruhig, aber immer starker Zug, beim andocken schnappt die schnell auf und zu
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller an 6 Wochen, aufgrund ihres hohen Saugbedürfnisses, und weil ich es nicht mehr an der Brust befriedigen konnte wg schmerzen (beim trinken bleibt sie an Brust, beim nuckeln dockt sie ständig an und ab)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Alles eher ad hoc, niemand hatte Zeit für kontinuierliche Begleitung, hebamme und Kia sagen schmerzen seien normal
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Schilddrüsenunterfunktion, geburt mittels Saugglocke aber laut osteopathen keine großen Dysbalancen
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind