Stillen und Arbeiten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Aurora0881
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Stillen und Arbeiten

Beitrag von Aurora0881 »

Hallo ihr Lieben,
das neue Jahr ist angebrochen und die Zwergin ist nun bald 9 Monate alt.
Am 18.04.2016 muss ich wieder anfangen zu arbeiten :shock: .....
Wenn ich daran denke wird mir jetzt schon ganz Schlecht.
Da der Papa nur Teilzeit und vorwiegend abends berufstätig ist, wird er auf die Kleine aufpassen. Zum sozialen Austausch wird sie ab Mai 3-5 Vormittage in eine Spielgruppe gehen.
Da ich noch keinen Zutritt in das Job und Kinder Forum habe, versuche ich mein Glück mal hier.

Zwergin und ich haben nach anfänglichen Problemen und immer mal wieder zahnungsbedingten Krisen eine tolle Stillbeziehung
hinbekommen. Diese soll solange wie gewünscht aufrecht erhalten werden.
Da ich... wie oben erwähnt bald wieder Vollzeit ( JA! Vollzeit :shock: ) arbeiten gehen muss, frage ich mich wie sich das alles unter einen Hut bringen lässt.
Ich werde tendenziell 10h täglich außer Haus sein.
Ich mache mir wirklich Sorgen, ob das so alles klappt.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Habt ihr Milch abgepumpt, um sie dem Stillzwerg zur Verfügung zu stellen während ihr weg ward?
Habt ihr schon im Vorfeld angefangen zu pumpen und einzufrieren oder habt ihr auf Arbeit gepumpt?
Wie ist das mit Stillzeiten? Die einen sagen, man kann sie Ü1 noch nutzen, die anderen sagen es geht nicht...
Wenn ja! Kann man sie nun an den Anfang oder das Ende der Arbeitszeit legen oder geht das nicht?
Wie haben eure Kinder auf die längere Abwesenheit von Mama reagiert. Habt ihr sie von einem Tag auf den anderen damit konfrontiert oder sanft eingewöhnt in die neue Situation?
Fragen über Fragen ...
Vielleicht gibt es ja erfahrene Mamis, die mir ein paar Tipps geben können und mich vor allem ein wenig ermutigen können, dass das nicht das Ende unserer Stillbeziehung sein wird.

Danke euch schonmal im Voraus.
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Tweety2606
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von Tweety2606 »

Ich arbeite nur sechs Stunden täglich. Krümel wurde vor genau einem Jahr mit 12 Monaten in die Krippe eingewöhnt. Ging recht schnell, nach zwei Wochen war das Thema durch. Er war zuhause kein großer Esser (ist er bis heute meistens nicht), in der Krippe isst er aber gut. Ich habe keine Milch abgepumpt (ich bekam eh kaum was beim Pumpen), meine Brust hatte sich schnell dran gewöhnt. Ab und zu habe ich etwas ausgestrichen, um Druck abzulassen.
Tja, Krümel stillt nach wie vor gerne, sobald ich verfügbar bin. Zur Zeit sogar wieder extrem viel, obwohl nicht mehr viel Milch kommt (hormonell bedingt).
Tweety mit Krümel (*01/2014), Käfer (*08/2016) und Knöpfchen (*05/2020)
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Kirschquark
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von Kirschquark »

Also: Kind ist drei, stillt noch, ich arbeite Vollzeit im Dreischichtsytem seit sie sieben Monate alt ist.
Stillpausen konnte ich logistisch nicht nehmen, ich habe ausgestrichen wenn es zu viel wurde, Pumpen zur Michgewinnung wäre schwierig geworden (also das Lagern und Transportieren der Milch), Ausstreichen zur Entlastung ging schneller mit weniger Vorbreitungszeit.
Was die Stillpausen angeht ist das Ü1 immer so ein bißchen Absprache mit bzw. Kulanz vom Arbeitgeber, am Anfang und Ende der Arbeitszeit kann man diese Zeit, soweit ich informiert bin, keinesfalls legen.
Wenn man die Stillpausen einfordert, dann fällt man (ublicherweise) komplett unter das MuSchG.

Wenn Du arbeiten gehst, wird Dein Kind vermutlich schon beikostreif sein und durchaus Deine Abwesenheit ohne MuMi überstehen (und in Deiner Anwesenheit ggf. dafür um so mehr stillen). Wenn Du Pumppausen zur Milchgewinnung nutzen kannst und die Milch entsprechend lagern und transportieren kannst, kannst Du ja jeweils für den nächsten Tag abpumpen.

Ich würde mich jetzt nicht damit stressen jetzt einen Milchvorrat anzulegen sondern die restliche Elternzeit entspannt verbringen. Wir hatten damals MuMi und Pre im Einsatz, dazu kam dann Wasser und natürlich das Essen.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
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beccarei
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von beccarei »

Ich bin bei meiner Tochter ganz naiv losgegangen zum Arbeiten, als sie eins wurde. Wir haben da noch viel gestillt.
Zwei Wochen haben meine Brüste extrem gespannt, dann hatte sich die Produktion angepasst.
Sie wird vier und wir stillen noch.
Mein Tipp, genieß die letzten Monate Zuhause, Dein Kind wird das ohne Mama und Milch bestimmt schaffen und sich beides in der Zeit, die es mit Dir hat, holen.
Stillpausen habe ich nicht eingefordert. Ich darf unter MuschG vieles in meinem Job aus versicherungstechnischen Gründen nicht und mir machen die Dinge Spaß. Über eins finde ich es persönlich deswegen für mich nicht mehr notwendig, diese Pausen zu nutzen.
Ich glaube aber, man darf sie sehr wohl zur Arbeitszeitverkürzung einsetzen.
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
Franzi175
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von Franzi175 »

Ich bin nach 14 Monaten wieder arbeiten gegangen. 3 Tage die Woche (ca. 12 Stunden außer Haus) + 3xmonatlich 24 Stunden. Nun seit 4 Monaten.
Der Papa passt auf. Wir haben einen Monat vorher Mama geht arbeiten geübt. Beide Kinder haben am Anfang immer geweint, sich an mich geklammert, obwohl es der "Papa" ist. Da hat mir das Herz geblutet.
Aber sobald ich aus der Tür war, war nach ein Paar Minuten dann als ich wirklich in die Arbeit musste, alles wieder gut und ich denke sie haben mit Papa viel Spaß.
Habe am Anfang teilweise abgepumpt und teilweise auf dem Klo ausgestrichen. Meine Mäuse wollen aber nur die Milch frisch vom Busen, sodass ich jetzt die Milch in den Ausguss gieße. Die Brust hat sich gut eingestellt. Wenn ich zu Hause bin stillen wir teilweise alle 1-2 Stunden, in der Arbeit streiche ich meist nur noch 1x kurz aus und gut. Abends sind die Brüste zwar mega, nachdem ich aber zu Hause bin wird sofort gestillt und der Busen wird wieder weich. Hab am Anfang Lecithin dazu genommen.
Wenn ich 24 Stunden weg bin, pumpe ich jedoch 2-3x ab.
Ich gehe morgens sehr früh aus dem Haus, bzw. die Mädels schlafen eigentlich sonst bis 8:30 Uhr. Ich wecke sie nicht (wir schlafen im Familienbett), aber ab dem 2-3. Tag wo ich arbeiten muss, liegen sie teilweise direkt auf mir drauf, damit sie merken wenn ich gehe und schlagen dann Alarm. Die Tage nach meinem Arbeitsblock oder wenn ich 24 Stunden weg bin, merke ich, dass sie noch anhänglicher sind als eh schon. Wollen dann nur auf dem Arm sein und ich kann mich keinen Meter alleine bewegen. Und Dauerstillen. Haushalt, eigene Interessen stell ich da hintenan. Dauert ca. 2 Tage dann ist es wieder besser.
Weinen tun sich manchmal immer noch, vor allem, wenn ich mal länger wieder zu Hause war. Da kommen dann schon mal Zweifel, andererseits finde ich es toll, dass sie die Exklusivzeit mit Papa bekommen.
Sternenfaengerin
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von Sternenfaengerin »

Kuck mal, unsere (positiven) Erfahrungen: keine Pumpe oder Fläschchen nötig, kein Milchstau o.ä.

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=195443
ixcacienfuegos
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von ixcacienfuegos »

Die Stillpausen heissen offiziell Stillzeiten. Sie sind keine Pausen in dem Sinn und dürfen genutzt werden, um später zu kommen oder früher zu gehen. Wie das Ü1 ist, versuche ich auch gerade rauszufinden, kenne aber eine Mutter, die die Pausen problemlos bekommen hat.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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klimaforscherin
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von klimaforscherin »

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&start=30
Vielleicht mögt ihr eure Erfahrungsberichte hier ergänzen?
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Baummaedchen
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von Baummaedchen »

Ich bin wieder arbeiten gegangen als Mauzi 10 Monate war. Ich habe bis zum 14. Monat an meinen langen Tagen (11/12h) einmal abgepumpt, das hat sie dann aus einem Becher getrunken. Jetzt brauche ich es nicht mehr. Ich hatte dafür keine Stillpausen beantragt, hab meist PC Zeit genutzt (ich kann mit dem Doppelpumpset zu mind. einhändig problemlos schreiben). Ich musste aber nicht Nachts arbeiten, da sie Nachts noch stillte (und bis jetzt hat mein Chef nicht mehr gefragt). Sie hat zu dem Zeitpunkt kaum Beikost gegessen, danach erstmal auch nicht, sondern eher gewartet, bis ich wieder da war u. v.a. Nachts viel gestillt. Als sie 12 Monate war, hat die Krippe angefangen und kurz darauf hat sie viel gegessen, so dass ich mit 13 Monaten Nachts das Stillen beendet habe (ich war zu müde, neigte zu Fehlern). Nach wie vor stillt sie viel und gerne in meiner Abwesenheit.

Ich würde keinen Vorrat anlegen, viel zu stressig, sie ist ja dann schon Ü1. Ich habe unseren irgendwann weggeschmissen, weil mein Mann immer vergas ihr das zu füttern und spätestens seit der Krippe kommen wir kaum noch dazu.

Und das Ende ist es nicht, sie will sofort, wenn ich zur Türe herein komme Stillen und in der Krippe, wenn die anderen Kinder geholt werden hat sie auch schon gefragt "Mama?" und dabei geschmatzt laut Betreuerin.
mit Mauzi (08/2014) und Mäuserich (09/2016)
RonjaR
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Re: Stillen und Arbeiten

Beitrag von RonjaR »

ixcacienfuegos hat geschrieben:Die Stillpausen heissen offiziell Stillzeiten. Sie sind keine Pausen in dem Sinn und dürfen genutzt werden, um später zu kommen oder früher zu gehen. Wie das Ü1 ist, versuche ich auch gerade rauszufinden, kenne aber eine Mutter, die die Pausen problemlos bekommen hat.
Dazu hatte ich letztens diesen Artikel gefunden:

http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/v ... beitszeit/

Aus dem Text geht sinngemäß hervor, dass es sich um ein ü1 Kind handeln müsste
Pieps *06.2015
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