Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

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tara84
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Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von tara84 »

Hallo!

Mein Sohn ist 14 Monate und ich stille zum Einschlafen und eigentlich nachts nach Bedarf (1-3 Mal). Tagsüber möchte ich nicht mehr stillen.
Morgens würde ich, aber wie auch bei meinen anderen Kindern ergibt sich das irgendwie nicht unbedingt. Oft wacht er zb unltrafrüh auf (gg 5) ich versuche ihn zu stillen, er will aber gar nicht oder es macht ihm keinen Spaß weil nichts drinn ist, wir wälzen uns noch ne halbe std herum und dann stehe ich gg 5.30/6 uhr mit ihm auf weil ich angst habe das er mir aus dem bett fällt. oder er schläft noch und ich muss aber aufstehen, und wenn er dann aufwacht ist bei uns der morgen-halligalli, da ist keine zeit zum stillen.
na wie auch immer. ich finde das auch gar nicht schlimm. was ich schade finde ist, das ich nachts tatsächlich so gut wie keine milch mehr habe. und auch keinen milcheinschuss! abends zum einschlafstillen ist es ok. da spüre ich die fülle, ich höre ihn schlucken, ich spüre den milcheinschuss. ich bin mir mit meinem gefühl sehr sicher. da ist nach dem einschlafstillen fast nix mehr drinn :-( das frustriert ihn! gestern nacht hat er viel geweint. er trinkt dann aus frust ein paar schluck wasser, ist aber nur mäßig glücklich. natürlich braucht er ernährungsphysiologisch nachts keine milch mehr. also sorgen mache ich mir keine, aber er zahnt gerade und es wär ihm glaube ich ein schöner trost.
trockensaugen macht ihm - und ach mir aber nru wenig freue und befriedigung :-(

müsste ich echt mehr stillen und das zu beheben? oder doch nachts abstillen? vielleicht wäre dann morgens noch was drinn?
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deidamaus
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von deidamaus »

Hallo tara,

deine Beschreibung klingt danach, dass deiner Brust die wenigen Stillmahlzeiten nicht ausreichen, um so viel Milch zu produzieren, wie es dein Kind gerne hätte. Um das zu ändern, musst du mehr stillen. Wenn du tagsüber und morgens nicht mehr stillen magst, wäre die einzige Möglichkeit, dein Kind nachts häufiger anzulegen.

Manchen Frauen reichen wenige Stillmahlzeiten aus, um das Angebot oben zu halten, bei anderen Frauen geht die Milchmenge dann deutlich zurück.
tara84 hat geschrieben: müsste ich echt mehr stillen und das zu beheben? oder doch nachts abstillen? vielleicht wäre dann morgens noch was drinn?
Nachts abstillen würde auf Dauer zu noch weniger Milch (morgens) führen. Das wäre kontraproduktiv.

Beim Stillen gilt: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Umso häufiger dein Kind stillt, umso mehr Milch wird gebildet. Tagsüber eine Stillmahlzeit (zum Mittagsschlaf) einbauen,wäre sicherlich sehr nützlich.

Das hilft dir wahrscheinlich nicht wirklich viel weiter, oder?

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tara84
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von tara84 »

nein, tagsüber stillen möchte ich eigentlich nicht mehr. mein alltag mit den 3 kids plus zunehmender berufstätigkeit stresst mich da zu sehr. so oft schläft er unterwegs ein, bei jdm anderem oder oder. ich finde nichts schlimmer als ihn zu stillen mit dem bauchgefühl das ich es eigentlich gerade nicht will :-(
abends/nachts habe ich da muße und ruhe zu. ich lege ihn ja nachts auch jedes mal an wenn er quäkt. aber da kommt wie gesagt nicht mehr viel. ich jetzt dafür zu wecken finde ich aber auch nicht richtig (wir sprechen ja nicht von einen 2 wochen alten säuger mit gedeihstörungen oder so). im gegenteil. ich würde es begrüßen wenn er durchschliefe :-D
ich vermute das ich so halt in ein allmäliches abstillen rutsche. aber vielleicht ist das auch ok so?
wenn ich lese das die who empiehlt 2 jahre zu stillen bekomme ich nur ein schlechtes gewissen :-( verwehre ich meinem kind wichtige nährstoffe? vom bauchgefühl her würde ich sagen das ihm 1-2 stillmalzeiten auch ernährungsphysiologisch betrachtet bestimmt gut täten. klar, je älter das kind wird desto mehr gewichtet sich das stillen richtung nähe / trost / geborgenheit und weg von der nahrungsaufnahme an sich, aber "braucht" er nciht tatsächlich auch noch ein bisschen milch?
müsste ich ihm wenn dann bis zum 2. geburtstag stattdessen ziegenmilch oder kuhmilch?
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deidamaus
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von deidamaus »

Ich melde mich heute abend, bin im Schul- und Kigafeststress :D
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von kerstin10 »

Wäre das eine Idee für Euch? Daß Du zur Anregung der Milchproduktion ein- oder zweimal abpumpst? Natürlich macht Baby das effektiver, aber damit wärst Du unabhängig vom Stillwunsch Deines Kindes und könntest es zeitlich da unterbringen, wo es Dir paßt.

Was ich im nachhhinein übrigens am LZS total Klasse finde, ist die Unterstützung der Immunabwehr. Bei uns ist dadurch jede Krankheit deutlich abgemildert verlaufen. Wie es auch sein kann habe ich erst danach erlebt... Das wird, finde ich, total unterschätzt.
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tara84
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von tara84 »

Also ich hatte im Kopf ihn spätestens im Herbst "aktiv" abzustillen. Ich arbeite unregelmäßig selbstständig und leite dabei seminare (im ausland). das ist gerade sehr aufwändig (und teuer), da mein mann oder meine mama mitgekommen sind mit dem kleinen (doppelte reise und hotelkosten doppelte restaurantkosten, urlaubstage die drauf gehen, betreuung der anderen kids organisieren usw.). das möchte ich für die nächsten seminare im herbst nicht mehr. und ich mag nicht von jetzt auf gleich mich 4-5 tage von ihm verabschieden (was mir die ersten male eh immer schwer fällt) plus ihn von jetzt auf gleich auch 4 tage nicht mehr stillen. das finde ich zu krass.

aber bis september bin ich eh immer da, bzw. bei meinen seminaren im juli kommt mein mann noch mit.

er ist nicht fremdbetreut tagsüber, aber ich mit den 3 kids natürlich ziemlich eingespannt und häufig schläft er im auto ein oder mal mit oma/papa usw.
ich könnte ihn natürlich wieder 1-2 mal tagsüber anlegen, aber eigentlich möchte ich das nicht. ich hab das gefühl das es auch den großen jetzt reicht und 13 monate nach bedarf tagsüber stillen ausreichen müssen. er trinkt dann auch nicht in ruhe wenn sein 3 jähriger bruder eifersüchtig um ihn rumspringt. und vermutlich ist es mir persönlich nun nicht mehr so wichtig als das ich da jetzt tagsüber drum kämpfen würde.

ja also irgendwie hab ich das gefühl das sich so tatsächlich langsam und gemächlich das ende einleitet und eigentlich glaube ich das es auch in ordnung so ist für mich - und er muss sich dem natürlich leider fügen ;-) aber ich denke wenn sich das jetzt noch 1-2 monate zieht dann ist er mit 16 monaten stilldauer nicht ganz schlecht drann?

kommt wieder mein schlechtes gewissen und die who empfehlung....

wie schaut es denn aus bezgl milch? BRAUCHT er noch milch? muss ich sie durch tiermilch ersetzen (vor dem pulver gruselt es mir, das kriegt er auf keinen fall!)
ich meine, er bekommt so auch als mal milch, aber nicht regelmäßig. heute abend haben wir zb alle griesbrei gegessen, mit milch gekocht. da hat er natürlich mitgegessen. aber oft genug essen wir abends auch reis mit gemüse oder so....
reicht für ein gut 1 jähriges kind normale mischkost mit ei, fleisch, natürlich auch ab und zu käse oder milch (aber nciht tgl)?
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von tara84 »

ps: warum und wann sollte ich pumpen? dann wäre es leichter ihn einfach wieder zum mittagsschlaf anzulegen.
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deidamaus
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von deidamaus »

tara84 hat geschrieben:nein, tagsüber stillen möchte ich eigentlich nicht mehr. mein alltag mit den 3 kids plus zunehmender berufstätigkeit stresst mich da zu sehr. so oft schläft er unterwegs ein, bei jdm anderem oder oder. ich finde nichts schlimmer als ihn zu stillen mit dem bauchgefühl das ich es eigentlich gerade nicht will :-(
Dann lass es sein. Stillen muss beiden gut tun. Wenn du tagsüber nicht stillen möchtest, dann ist es in Ordnung.
abends/nachts habe ich da muße und ruhe zu. ich lege ihn ja nachts auch jedes mal an wenn er quäkt. aber da kommt wie gesagt nicht mehr viel. ich jetzt dafür zu wecken finde ich aber auch nicht richtig (wir sprechen ja nicht von einen 2 wochen alten säuger mit gedeihstörungen oder so). im gegenteil. ich würde es begrüßen wenn er durchschliefe :-D
Durchschlafende Kinder sind etwas feines.
ich vermute das ich so halt in ein allmäliches abstillen rutsche. aber vielleicht ist das auch ok so?
Es kann gut sein, dass dein Kind trotzdem noch eine Weile stillen möchte. Nimmt er einen Schnuller?
wenn ich lese das die who empiehlt 2 jahre zu stillen bekomme ich nur ein schlechtes gewissen :-( verwehre ich meinem kind wichtige nährstoffe? vom bauchgefühl her würde ich sagen das ihm 1-2 stillmalzeiten auch ernährungsphysiologisch betrachtet bestimmt gut täten. klar, je älter das kind wird desto mehr gewichtet sich das stillen richtung nähe / trost / geborgenheit und weg von der nahrungsaufnahme an sich, aber "braucht" er nciht tatsächlich auch noch ein bisschen milch?
müsste ich ihm wenn dann bis zum 2. geburtstag stattdessen ziegenmilch oder kuhmilch?
Kinder über einem Jahr brauchen keine "Milch" mehr. Eine abwechslungsreiche gesunde Ernäherung reicht da völlig, auch wenn sie komplett tiermilchfrei wäre. Mumi ist immer ein sehr gesundes, hochwertiges Lebensmittel, egal in welchem Alter. Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht zu haben, falls du dein Kind abstillst bevor es zwei ist.
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von kerstin10 »

Pumpen könntest Du auch machen, wenn alle Kinder morgens noch schlafen, z.B.. Du hattest ja gemeint, daß tagsüber nicht Stillen willst, dadurch anscheinend Deine Milch deutlich zurückgeht und Du gerne abends und nachts noch mehr Milch hättest. Es war einfach von mir als Brainstorming gedacht.
Mittagsschlaf nutzen wäre sicher einfacher.
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deidamaus
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Re: Nachts zu wenig Milch - Sohn (14 Mo) frustriert

Beitrag von deidamaus »

tara84 hat geschrieben:Also ich hatte im Kopf ihn spätestens im Herbst "aktiv" abzustillen. Ich arbeite unregelmäßig selbstständig und leite dabei seminare (im ausland). das ist gerade sehr aufwändig (und teuer), da mein mann oder meine mama mitgekommen sind mit dem kleinen (doppelte reise und hotelkosten doppelte restaurantkosten, urlaubstage die drauf gehen, betreuung der anderen kids organisieren usw.). das möchte ich für die nächsten seminare im herbst nicht mehr. und ich mag nicht von jetzt auf gleich mich 4-5 tage von ihm verabschieden (was mir die ersten male eh immer schwer fällt) plus ihn von jetzt auf gleich auch 4 tage nicht mehr stillen. das finde ich zu krass.
Ob du dein Kind dann noch stillst oder nicht, wird keinen Unterschied im Trennungsschmerz machen (wenn du deswegen Sorgen hast). Ich war vor kurzem auch eine Nacht und einen Tag von meinem noch mindestens 8-10 mal am Tag stillenden Kind weg (26 Monate). Er hat zwar als erstes "Mimi" verlangt, als ich wieder da war, aber während meiner Abwesenheit kein einziges Mal nach Mimi gefragt, sondern nur nach Mama.
er ist nicht fremdbetreut tagsüber, aber ich mit den 3 kids natürlich ziemlich eingespannt und häufig schläft er im auto ein oder mal mit oma/papa usw.
ich könnte ihn natürlich wieder 1-2 mal tagsüber anlegen, aber eigentlich möchte ich das nicht. ich hab das gefühl das es auch den großen jetzt reicht und 13 monate nach bedarf tagsüber stillen ausreichen müssen. er trinkt dann auch nicht in ruhe wenn sein 3 jähriger bruder eifersüchtig um ihn rumspringt. und vermutlich ist es mir persönlich nun nicht mehr so wichtig als das ich da jetzt tagsüber drum kämpfen würde.
Wenn dir das tagsüber stillen noch wichtig wäre, würdest du es machen. Da du es nicht tust, ist es dir nicht so wichtig und dein Kind scheint das ja auch problemlos so zu akzeptieren. Dann ist es doch für beide Seiten so gut.
ja also irgendwie hab ich das gefühl das sich so tatsächlich langsam und gemächlich das ende einleitet und eigentlich glaube ich das es auch in ordnung so ist für mich - und er muss sich dem natürlich leider fügen ;-) aber ich denke wenn sich das jetzt noch 1-2 monate zieht dann ist er mit 16 monaten stilldauer nicht ganz schlecht drann?
16 Monate sind schon recht viel (für die durchschnittliche Mutter in Deutschland). Das ist doch wunderbar. Warte einfach ab, wie es sich entwickelt und halte nachts einfach Wasser zum trinken bereit.
kommt wieder mein schlechtes gewissen und die who empfehlung....
Tja, da musst du dich entscheiden, ob und wie lange du noch stillen magst und dann schauen, wie es für deinen Sohn passt.
wie schaut es denn aus bezgl milch? BRAUCHT er noch milch? muss ich sie durch tiermilch ersetzen (vor dem pulver gruselt es mir, das kriegt er auf keinen fall!)
ich meine, er bekommt so auch als mal milch, aber nicht regelmäßig. heute abend haben wir zb alle griesbrei gegessen, mit milch gekocht. da hat er natürlich mitgegessen. aber oft genug essen wir abends auch reis mit gemüse oder so....
reicht für ein gut 1 jähriges kind normale mischkost mit ei, fleisch, natürlich auch ab und zu käse oder milch (aber nciht tgl)?
Normale Mischkost reicht völlig, auch ohne tägliche Milchprodukte.
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