Verzweifelt... Reflux

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Theolino
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Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Theolino »

Irgendwie ist bei uns der Wurm drin und heute könnte , und tut ich auch, einfach nur noch heulen. Ich habe ja schon vor einiger Zeit geschrieben in Reflux- größere Stillabstände?? Zwischenzeitlich ging es uns besser, seit einigen Tagen schlechter und heute war ein Horrortag. :evil:
Von Anfang. Unser Zwerg wurde Anfang Januar geboren und nahm innerhalb der ersten drei Tage 10 % an Gewicht ab. Er saugte aber ab der ersten Stunde mit großer Begeisterung und Dauer an der Brust. Nur es kam einfach noch nichts raus. In der stillfreundlichen KLinik wurde da schon Panik geschoben und Druck aufgebaut, wir sollten zufüttern. Haben wir dann auch per Becher und Brusternährungsset einen Tag lang gemacht. Zuhause haben wir damit aber wieder aufgehört, da ab dem vierten Tag ausreichend Milch da war. Ab dann stillten wir, auf Anraten unserer Hebamme, etwa im dreistündigen Rhytmus. Uns beide hat das nicht glücklich gemacht und so haben wir uns, Dank der Aussage unserer Hebamme in der Rückbildung (Stillberaterin) und dem Forum hier, inzwischen von Zeitangaben befreit und stillen nach unseren Bedarfen. Ich habe sehr viel Milch und einen starken MSR, stille immer nur auf einer Seite. Damit ist die Menge für mich besser in Grenzen zu halten.
Zwergi hatte von Anfang an Phasen mit Unruhe, Überstrecken, Schreihen. Teilweise über mehrere Stunden. In ganz schlechten Zeiten bekam er dann ein Kümmelzäpfchen, konnte was in die WIndel machen und war wieder glücklich.
Vor etwa einem Monat gab es Horrortage, an denen er wieder über lange Phasen schrieh, sich nicht beruhigen lies, sich überstreckte und nicht ablegen lies und viel würgte, oft Milch in der Nase hatte und schrieh wie am Spieß. Gespuckt hat er zu diesem Zeitpunkt eher wenig. Uns kam sehr schnell der Gedanke auf Reflux, da mein Mann sehr stark darunter leidet. Der Kinderarzt, sah das auch so. Da der Kleine aber gut wächst und zunimmt (Geburtsgewicht 3475g, beim Kia vor drei Wochen 6480g) will dieser keine invasive Diagnostik (Magenspiegelung) machen und auch keine Medikamente geben. Wir sollen ihn viel Aufrecht tragen usw...Gut, die Katastrophentage gingen vorüber, kamen dann nur noch manchmal vereinzelt und ich dachte wir hätten es geschafft. Eine Phase halt.

Seit Anfang dieser Woche aber ist es wieder richtig schlecht. Der Zwerg spuckt nach fast jeder Mahlzeit, außer nachts. Teilweise sehr schnell nach dem Trinken die noch unverdaute Milch in großer Menge, manchmal nach einger Zeit die angedaute Milch in kleiner Menge, oder beides, oder auch erst viel später, oder gar nicht, alles ist möglich. Dazu gibt es gerade regelmäßig "Stilleinheiten" die furchtbar sind, da trinkt er ein, zwei Schlucke und schreit danach, windet sich, überstreckt sich und schreiht sehr, will nicht mehr trinken, um kurz danach wieder anzudocken und das Spiel beginnt von vorne. Nehme ich ihn dann hoch, kommt oft ein Bäuerchen, aber das bessert das Trinkverhalten nicht. Egal welche Stellung ich dann ausprobiere, auch nicht im Bett. Ich warte dann ab, versuche ihn zu beruhigen. Aber dadurch hatte er heute extrem große Stillabstände, sicherlich bis zu vier Stunden, was meine Brüste mies finden. Dazwischen habe ich ein Kind, das dauermeckert. So lange ich ihn bespaße, Quatsch mache, geht es meist, aber Hinlegen geht eigentlich gar nicht mehr. Ich muss Dauertragen (habe momentan aber eh ein Trageproblem und einen Beratungstermin erst in drei Wochen), hopsen, machen, sonst wechselt es von Meckern zu Schreihen.
Ich bin gerade einfach nur fertig. Ich stille so gerne, aber dieser Brüllen an der Brust macht mich wütend. So leid es mir tut, meine Nerven liegen blank. Ich will dem Kind helfen, weiß aber nicht wie. Ich schleppe ihn durch die Wohnung, mein Rücken schreiht mit dem Kind um die Wette und heute abend konnte ich einfach nur noch heulen.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
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Winterwunschkind
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Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Winterwunschkind »

Liebe Theolino,

ich kann dir leider nicht helfen, aber wegklicken mag ich dich auch nicht. Wir hier zu Hause kennen das gut mit dem Brüllen und dem Strecken. Geheult hab ich des Öfteren. Ich weiß, dass das furchtbar anstrengend ist und ich wünsche dir wieder eine entspanntere Zeit. Du machst das wunderbar, weil du dein Baby damit nicht alleine lässt - das finde ich super stark!
Winterwunschkind '14, Märchenprinz '17 und Mairübchen '19
Lösche Benutzer 17612

Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Gut gedeihen ist bei einem dringenden Verdacht auf pathologischen Reflux KEIN GRUND keine hinreichende Diagnostik ( pH-Metrie) zu machen und medikamentös zu behandeln. Das macht mich dann gerade doch etwas stinkig auf den Kinderarzt....Es geht bei Weitem nicht nur um die Gewichtszunahme, sondern um einen ganzen Rattenschwanz gravierender Dinge, Lungenprobleme etc..
Schau mal bei Refluxkinder e.V. und rede nochmal mit Deinem Arzt. Wenn ihr wirklich das Gefühl habt da gibt es ein Refluxproblem, dann solltet ihr stationär in eine Klinik aufgenommen werden in der PH-Metrien(/intraluminale Impendanzmessung) und Schlaflabor gekoppelt sind. Da kann man dann auch feststellen, ob Schlafstörungen und Schreiattacken durch Refluxepisoden ausgelöst werden.
Theolino
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Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Theolino »

Danke Euch beiden für die Antworten.
Zwerg hat heute nacht üppig Milch nachgetankt :D und so sein weiniges Stillen von gestern wieder wett gemacht. In der Nacht klappte stillen problemlos. Auch heute tagsüber war es viel besser, überhaupt kein spucken oder schlecht trinken mehr. Erst gegen abend fing es jetzt wieder an, aber GsD nur harmlos, ein, zweimal "kötzeln", einmal das Stillen verweigert um später dann gut zu Trinken.
Die Kinderärzte sind sich ziemlich einig, keine Diagnostik amchen zu wollen, eben auch, da die Dproblematik nicht dauerhaft ist, es sind immer wenige Tage und der Spuck ist wieder für eine Woche oder 10 Tage vorüber. Ich finde es etwas seltsam, dass es keine Möglichkeit geben soll "harmlose" Medikamente zu probieren und zu sehen od es damit besser wird. In der Schwangerschaft durfte ich auch Rennie nehmen, angeblich gar kein Problem. Warum gibt es nix für die armen Zwerge außer starken Geschützen und einer doch erheblich unangenehmen Diagnostik???
Ich bin müde, sehr angestrengt und traurig...
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
Lösche Benutzer 17612

Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Das sind komplett unterschiedliche Dinge. Wir Erwachsenen haben "mal" Sodbrennen von zu fettigen Speisen oder Schwangerschaft, oder aber wir haben eine Refluxerkrankung bei der wir mit Protonenpumpenhemmern behandelt werden, um z.B. Entzündungen der Speiseröhre/Lungenprobleme /Magengeschwüre zu behandeln.
Dass Babys etwas "undicht" sind ab und an, das ist normal. Auch, dass es Babies gibt die Spucken wie die Weltmeister. Dagegen braucht es keine Behandlung, und Rennie hilft da auch nicht. Das ist kein Problem übermäßiger Säurebildung, sondern der Magenpförtner muss erst noch "reifen".
Nicht normal ist es allerdings, wenn ein Baby dadurch große Schmerzen/wiederkehrende Bronchitiden/LE /Apnoen oder Ohrenprobleme hat.
Es gibt den stinknormalen Reflux den ein großer Teil der Babies hat, und es gibt einen pathologischen Reflux. Und der gehört untersucht und ggf. behandelt.
Theolino
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Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Theolino »

hm, Apnoen, LE, Bronchitis,Ohrenentzündubg, alles Nein. Bislang hatte er überhaupt erst einmal etwas Husten und Schnupfen als es meinen Mann voll erwischt hatte. Aber das waren drei, vier Tage, sonst noch nie einen Infekt.
Aber das Aufstoßen und Milch spucken scheint ihm sehr unangenehm zu sein... Allerdings hat er nachts nie Probleme und liegt da auch ohne Murren auf einer flachen Matzratze. Und es sind eben anscheinend Phasen. An den meisten Tagen ist nix....
Oh ne, ich mag nicht zu KI Nr drei!
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
Lösche Benutzer 17612

Re: Verzweifelt... Reflux

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ich würde mich da mal ins Thema einlesen. Ich finde das klingt bei Euch alles sehr normal, aber wenn der Kinderarzt den Verdacht auf Reflux geäussert hat, wird er ja Gründe dafür gehabt haben. Es gibt keine " fixen" Kriterien , an denen man das festmachen kann. Ganz grob kommt ein " Überlaufen" nach einer Mahlzeit sehr oft vor und ist nicht sonderlich besorgniserregrnd. Bei einem Kind das einige Stunden nach der Mahlzeit noch richtig sauren Mageninhalt hochbringt und man parallel dazu das Gefühl hat es bereitet dem Kind echt Schmerzen, da würde ich schon genauer draufschauen. Aber das ist scgon schwer das als Kinderarzt zu beurteilen, und aus der Ferne als Nicht- Arzt schonmal unmöglich.
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