Von Anfang. Unser Zwerg wurde Anfang Januar geboren und nahm innerhalb der ersten drei Tage 10 % an Gewicht ab. Er saugte aber ab der ersten Stunde mit großer Begeisterung und Dauer an der Brust. Nur es kam einfach noch nichts raus. In der stillfreundlichen KLinik wurde da schon Panik geschoben und Druck aufgebaut, wir sollten zufüttern. Haben wir dann auch per Becher und Brusternährungsset einen Tag lang gemacht. Zuhause haben wir damit aber wieder aufgehört, da ab dem vierten Tag ausreichend Milch da war. Ab dann stillten wir, auf Anraten unserer Hebamme, etwa im dreistündigen Rhytmus. Uns beide hat das nicht glücklich gemacht und so haben wir uns, Dank der Aussage unserer Hebamme in der Rückbildung (Stillberaterin) und dem Forum hier, inzwischen von Zeitangaben befreit und stillen nach unseren Bedarfen. Ich habe sehr viel Milch und einen starken MSR, stille immer nur auf einer Seite. Damit ist die Menge für mich besser in Grenzen zu halten.
Zwergi hatte von Anfang an Phasen mit Unruhe, Überstrecken, Schreihen. Teilweise über mehrere Stunden. In ganz schlechten Zeiten bekam er dann ein Kümmelzäpfchen, konnte was in die WIndel machen und war wieder glücklich.
Vor etwa einem Monat gab es Horrortage, an denen er wieder über lange Phasen schrieh, sich nicht beruhigen lies, sich überstreckte und nicht ablegen lies und viel würgte, oft Milch in der Nase hatte und schrieh wie am Spieß. Gespuckt hat er zu diesem Zeitpunkt eher wenig. Uns kam sehr schnell der Gedanke auf Reflux, da mein Mann sehr stark darunter leidet. Der Kinderarzt, sah das auch so. Da der Kleine aber gut wächst und zunimmt (Geburtsgewicht 3475g, beim Kia vor drei Wochen 6480g) will dieser keine invasive Diagnostik (Magenspiegelung) machen und auch keine Medikamente geben. Wir sollen ihn viel Aufrecht tragen usw...Gut, die Katastrophentage gingen vorüber, kamen dann nur noch manchmal vereinzelt und ich dachte wir hätten es geschafft. Eine Phase halt.
Seit Anfang dieser Woche aber ist es wieder richtig schlecht. Der Zwerg spuckt nach fast jeder Mahlzeit, außer nachts. Teilweise sehr schnell nach dem Trinken die noch unverdaute Milch in großer Menge, manchmal nach einger Zeit die angedaute Milch in kleiner Menge, oder beides, oder auch erst viel später, oder gar nicht, alles ist möglich. Dazu gibt es gerade regelmäßig "Stilleinheiten" die furchtbar sind, da trinkt er ein, zwei Schlucke und schreit danach, windet sich, überstreckt sich und schreiht sehr, will nicht mehr trinken, um kurz danach wieder anzudocken und das Spiel beginnt von vorne. Nehme ich ihn dann hoch, kommt oft ein Bäuerchen, aber das bessert das Trinkverhalten nicht. Egal welche Stellung ich dann ausprobiere, auch nicht im Bett. Ich warte dann ab, versuche ihn zu beruhigen. Aber dadurch hatte er heute extrem große Stillabstände, sicherlich bis zu vier Stunden, was meine Brüste mies finden. Dazwischen habe ich ein Kind, das dauermeckert. So lange ich ihn bespaße, Quatsch mache, geht es meist, aber Hinlegen geht eigentlich gar nicht mehr. Ich muss Dauertragen (habe momentan aber eh ein Trageproblem und einen Beratungstermin erst in drei Wochen), hopsen, machen, sonst wechselt es von Meckern zu Schreihen.
Ich bin gerade einfach nur fertig. Ich stille so gerne, aber dieser Brüllen an der Brust macht mich wütend. So leid es mir tut, meine Nerven liegen blank. Ich will dem Kind helfen, weiß aber nicht wie. Ich schleppe ihn durch die Wohnung, mein Rücken schreiht mit dem Kind um die Wette und heute abend konnte ich einfach nur noch heulen.