Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Sabbermäuschen
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Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von Sabbermäuschen »

Hallo ihr Lieben,
ich hatte gestern, zusammen mit anderen Müttern, eine extra Std bei der Hebamme zum Thema Beikosteinführung und will euch einfach mal davon erzählen...

Zuerst hatten wir von ihr diesen Link bekommen und das Gespräch fing auch mit dem Hinweis auf die WHO an. Und ich dachte mir noch "Wow, das hatte ich von ihr ja gar nicht vermutet. Da kann ich ja mal mit jemandem von Angesicht zu Angesicht über BLW und Co sprechen. Und bestenfalls findet sich ja auch noch die ein oder andere Mutter, die das genauso handhaben möchte."
Naja, dann ging es plötzlich nur noch darum, ob man Pre oder 1er füttert, wenn man jetzt abstillen möchte und was man davon in der Nacht gibt. Dann wurde uns die klassische Breieinführung, die die Stillmahlzeiten ersetzen sollen nahegelegt und auf meine Frage, warum ich einen Milch-Getreide-Brei angerührt mit Pre, nicht mit MuMi einführen soll, wenn ich doch noch Stille, hab ich keine Antwort bekommen. dazu gab es dann noch ein Schema mit dem alter des Kindes und dass das Kind dann mit einem Jahr abgestillt ist. Anfangs dachte ich auch, dass das normal ist und dass das Abstillen automatisch unter Protest stattfindet. Also nix ungewöhnliches ist und dieses Bild wurde von ihr leider bestätigt.

Hmm, wenn ich jetzt nicht dieses Forum hätte, würde ich mich jetzt ganz schön unter Druck gesetzt fühlen, dass mein Minibär nun nach Plan essen muss und hätte vielleicht den Pre-Brei wirklich zubereitet. Immerhin war das die "Verabschiedung" von der Hebamme und ich bin jetzt quasi auf mich allein gestellt und Tipps, wie ich die WHO Empfehlung umsetzen kann, gab es irgendwie nicht...

Ok, sie ist ja keine stillberaterin und der Anfang war ja auch wirklich aufbauend, aber irgendwie ist dann alles in eine andere Richtung gelaufen, wie ich es vermutet hatte. Schade.

Aber an dieser Stelle noch mal ein großes LOB an das Forum hier und ein dickes, fettes Dankeschön an alle, die mir schon so viel geholfen haben :piepmatz:
In diesem Sinne einen schönen Tag noch :knutsch
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palme56
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Re: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von palme56 »

Hallo Sabbermäuschen,

ja, das ist das "klassische" Schema für die Einführung der Beikost, die in der Eltern-Kind-Welt vermittelt wird und oft Eltern total frustriert zurücklässt, wenn Baby sich daran nicht hält. Das war beim PEKIP ganz großes Thema und ich habe da viele subtile Hinweise gegeben, damit ein Teil der Mütter relaxter an die Sache rangehen konnte.
Schade, dass die Hebamme auf Deine Fragen nicht eingegangen ist. Das verlinkte Blatt finde ich in den meisten Punkten sehr gut, das werde ich mir mal merken.

(Und ich hoffe, dass Du für diese Stunde nicht allzuviel bezahlt hast, das würde mich zusätzlich noch sehr ärgern).
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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Sabbermäuschen
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Re: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von Sabbermäuschen »

Hallo,
Die Std übernimmt zum Glück die KK. :D , sonst hätte ich mich echt geärgert.
Es geht mir halt darum, dass ich eben zu den Müttern gehöre, die sich um das Thema Kind nie wirklich viel Gedanken gemacht hat und eigentlich nur die "klassischen" Umgangsformen (wie soll ich das in Worte fassen?) kenne.
Ich fange jetzt erst an, manche Sachen zu hinterfragen, nachdem mir mein Bauch sagt, dass das nicht die ganze Wahrheit sein kann (zum Bsp auch das schreien lassen) und finde die vorstellung traurig, dass viele anders handeln würden, wenn nicht immer so ein Druck ausgeübt werden würde. (aber das geht glaub ich zu weit...)
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palme56
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Re: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von palme56 »

Warum sollte das zu weit gehen? Ich empfinde das ebenso. Im Umgang mit Babys sind die meisten Eltern doch einfach sehr unerfahren und wenig gut informiert.

Wenn dann solche Informationsabende bei der Hebamme stattfinden, handeln doch viele gegen das eigenen Gefühl, weil die Hebamme (KiA, Spielgruppenleitung, Bekannte xy mit 3 Kindern, ...) das so gesagt hat. Weil die Eltern es selbst nicht besser wissen und sich nicht besser informieren. Geben dann noch mehrere Menschen im Umfeld die gleichen wenig guten Ratschlägen, kann das ja nicht falsch sein :(

Und dann kommt es eben zu frustrierten, traurigen, ängstlichen Eltern, deren Kinder mit 4 Monaten die Beikost ausspucken, nicht durchschlafen etc.
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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anirahtaK
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Re: AW: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von anirahtaK »

Wenn ich das so lese bin ich doch immer wieder froh, dass ich mich noch nie drum geschert habe was andere sagen und machen...
Und ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe weil ich hier Argumente finde, falls ich meine Handhabe doch mal irgendwo rechtfertigen muss... :mrgreen:

Zwergin *12.12.12 :)

Moppetüte *12.12
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Sabbermäuschen
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Re: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von Sabbermäuschen »

Wenn ich mir erstmal eine Meinung gebildet habe, lass ich mir da auch nicht so schnell reinreden. Dazu sind die richtigen Infos eben Goldwert. Wenn aber unabhängig voneinander Arzt, Hebamme und wie in meinem Fall, meine Freundin als Erzieherin, alle mehr oder weniger das Gleiche sagen, frag ich mich doch erstmal, ob die nicht recht haben könnten, denn immerhin haben sie ja definitiv mehr praktische Erfahrung im Umgang mit Kindern als ich. Nur weil ich einen so starken Instinkt habe, mein Kind zu nichts zu zwingen, hab ich nicht auf sie gehört und fühle mich damit sehr wohl. Gleichzeitig kann ich andere verstehen, die da dann eher nicht auf ihr Gefühl hören und das ist dann eben das Traurige.
TanteA
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Re: Meine Beikostberatung bei der Hebamme

Beitrag von TanteA »

Ja Sabbermäuschen, dass ging mir auch so. Das Umfeld hat mich anfangs tatsächlich immer verunsichert, mein Instinkt sagte mir aber, dass ich anders handeln muss. Und dieses Forum hat mich bestätigt :)
mit Zitrönchen(geboren 09/12),
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