Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Was kommt nach dem Vollstillen?

Moderatoren: klecksauge, Mondenkind

Benutzeravatar
kruemel09
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 744
Registriert: 22.04.2009, 08:48

Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von kruemel09 »

Hallo ihr Lieben!

Jetzt lese und schreibe ich nun schon 2 1/2 Jahre hier im Forum und hab unter anderem auch einiges über fingerfood gelesen. Und nun dass: die kleine Zaubermaus scheint Fingerfood zu wollen. Und ich weiß nicht, wie ich es am besten mache.
Beim Großen war es scheinbar einfacher. Mit 6 Monaten die ersten Löffel Brei, mit 7 Monaten dann so ungefähr ein Gläschen voll, mit 8 Monaten den 2. Brei, mit 9. Monaten den 3. Brei mit 11 Monaten essen vom Familientisch. Und immer reingehauen bis zum überlaufen :lol:
Aber die Maus mag keinen Brei, isst nur 3-4 Löffel und schiebt das meiste mit der Zunge wieder raus. Im Gegensatz dazu kaut sie total gerne auf Äpfeln, Gurken, Banane, Brötchen und Brot herum, versucht kleine Nudeln oder Kartoffelstücke kleinzumachen im Mund.
Das Problem ist nur ... ich weiß gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll ... z.B. das nachwürzen am Tisch. Keine Ahnung wie das funktionieren soll. Wenn ich Reis koche und wir machen dann erst Salz drauf schmeckt das nicht, finde ich. Genauso bei Nudeln oder Kartoffeln. Es ist halt was anderes, wenn das Salz z.B. beim Kochen gleich reinzieht. Oder Eintopf - wie soll man den nachwürzen?

Und was ich auch oft denke - wie soll sie von den winzigen Mengen jemals satt werden? Ganz ehrlich - ich hatte schon gehofft, die ein oder andere Stillmahlzeit in Zukunft weglassen zu können. Das erscheint mir jedoch noch unmöglich.

Ich weiß auch nicht. Wie gesagt - die Situation überfordert mich ein wenig.
Festhalten geht nicht, aber mitgehen

BildBild BildBild

Bild
Lösche Benutzer 1828

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich salze Kartoffeln, Reis und Nudeln nie - die Soße ist ja würzig, mir ist das sonst eh zu salzig
Und von einer kleinen Mengen gewürztem Essen nimmt auch kein Kind Schaden. Wir haben das einfach gegeben.
carrymeclose
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1161
Registriert: 03.11.2009, 11:44
Wohnort: UK

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von carrymeclose »

Sandküste hat geschrieben:ich salze Kartoffeln, Reis und Nudeln nie - die Soße ist ja würzig, mir ist das sonst eh zu salzig
Und von einer kleinen Mengen gewürztem Essen nimmt auch kein Kind Schaden. Wir haben das einfach gegeben.
genauso machen wir es auch.
leben in UK mit Tochter (Jan '09) und Sohn (Nov '10)
Benutzeravatar
eve
alter SuT-Hase
Beiträge: 2377
Registriert: 22.04.2010, 15:42

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von eve »

Dito. Aber Stillmahlzeiten richtig weglassen können wir heute noch nicht mit fast nem Jahr. Für mich ist das allerdings völlig ok so..

_______________________________
Sent from my smartphone.
Novemberkind (2010) und Septemberbaby (2014)
"Ich bin Vegetarier aus gesundheitlichen Gründen, wegen der Gesundheit der Hühner." Isaac Bashevis Singer
perlanera1981
hat viel zu erzählen
Beiträge: 218
Registriert: 28.05.2011, 12:49

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von perlanera1981 »

Hallo Krümel!

Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen! Mir geht es ähnlich, weil mein Kleiner mittlerweile nur noch vom Familientisch mitessen will.

Mit dem Salzen bin ich etwas sparsamer geworden, würze dafür aber etwas mehr mit Kräutern. Vielleicht ist das für euch auch eine Alternative? Nudeln koche ich übrigens fast immer in Salzwasser, Reis meistens in Brühe. Ich denke, dass das so geringe Mengen an Salz sind, die ein Baby dann zu sich nimmt, dass es das ab einem gewissen Alter schon verträgt.

Momentan sind wir soweit, dass ich ihn nur noch zum Frühstück, Abends vorm Bettgehen und Nachts stille. Die Mengen variieren dabei ganz erheblich - mal verputzt er mittags einen halben Teller Brokkoli-Risotto, mal nur drei Stücke Kartoffeln. Nachmittags mal nur eine halbe Banane, dann mal wieder eine ganze Banane, Reiswaffeln und etwas Kompott auf einmal. Ich hab mich anfangs auch sehr schwer getan ihm da zu vertrauen, dass er schon weiß, wie viel für ihn richtig ist.

Die ganzen Mengen-Vorgaben für Brei haben mich vor allem verwirrt. Soundso viel Gramm Getreide und soundso viel Gramm Obstmus usw. Und dann hatte ich ein Baby vor mir sitzen, das ein paar Bissen Obst isst oder ein Stück Breze oder Butterbrot- fertig. :shock: Mir hat da der Gedanke geholfen, dass ich ja beim Stillen ja auch nicht weiß, wie viel er trinkt. Da musst du dich ja auch auf dein Baby verlassen, dass sie dann loslässt, wenn sie satt ist.

Ich würde an deiner Stelle abwarten, bis du wirklich sagen kannst, ja, sie spielt nicht nur mit den Nudeln/Kartoffeln, Butterbrot etc., sondern sie isst und schluckt es auch eine gewisse Menge runter. Dann würde ich nach und nach das Stillen etwas hinauszögern. 1/2 Stunde, 1 Stunde usw. So hab ich's gemacht und hab somit zwei Mahlzeiten ersetzen können.

Hab noch ein bisschen Geduld, bei uns kam der richtige "Essensschub" erst mit so 8 1/2 Monaten - und selbst das finde ich SEHR früh, wenn ich mich im Bekanntenkreis umsehe. Irgendwann wird's schon :wink:

Liebe Grüße

perlanera1981
Bild
Bild
Lösche Benutzer 1828

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich habe nie irgendeine Stillmahlzeit ersetzt - ich habe aber auch bei Stillen nie von Mahlzeiten gesprochen
Gestillt wurde, wann Kind wollte. Mal direkt noch am Tisch, bevor es ans Essen ging. Mal direkt danach.
Und der Mensch kam nicht mit Messbechern und Waagen auf die Welt 8) - das abwiegen von Nahrung ist doch eher unnatürlich und ein Produkt unserer Gesellschaft.
Benutzeravatar
Steffi2901
hat viel zu erzählen
Beiträge: 179
Registriert: 05.05.2011, 19:20
Wohnort: Brandenburg Havel
Kontaktdaten:

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von Steffi2901 »

Ich habe mir auch Anfangs Gedanken darüber gemacht wie ich denn Nudeln,Reis oder Co nach gewürzt bekomme und fand die Vorstellung das Salz später darüber zu streuen auch nicht sehr appetitlich. Also habe ich einfach damit aufgehört mit Salzwasser zu kochen. Reis und Nudeln verwende ich jetzt vermehrt in Gemüsepfannen,da benutze ich gerne Gemüsebrühe, Kräuter und ein mü pfeffer. Frischer Knobi darf auch nicht fehlen :D so bekommen nudeln und reis auch gut Geschmack ab.
Kartoffeln wie ich finde, sind eigentlich ganz gut nach zu salzen. Mache ich aber persönlich auch schon nicht mehr da ich oftmals die Soße schon ein bissl würze,das reicht mir dann vollkommen aus. Bzw. hab ich festgestellt das dieses ganze gesalze eigentlich überhaupt nicht sein muss :wink:

Was die Essensmenge angeht da kann ich mich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen. Das macht deine Maus schon. Hab Geduld und schenk ihr Vertrauen. Unsere Motte hat Anfangs auch nicht wirklichen nennenswert viel gegessen. Aber von Woche zu Woche wird es besser und zur Zeit ist es sogar so das Sie erst schön ist, dann wird zwischendrin mit mir faxen gemacht ( z.b legt Sie mir ihr Stück Brot in die hand, diese muss ich denn schließen um das Sie Sie dann wieder aufmacht und... huuuurrrraaaaa....das Brot wiedergefunden hat) und dann isst sie wieder ein bissl weiter.
Mutter einer wundervollen Tochter geb. am 12.12.2010

Bild
Benutzeravatar
Sakura
Miss SuTiversum
Beiträge: 16267
Registriert: 01.05.2011, 19:17
Wohnort: MEI

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von Sakura »

kind isst zur zeit noch nicht alles mit. aber das, was sie mit isst, das koche ich strikt ohne salz. ich habe bei nudeln einfach kein salz mehr ans kochwasser gemacht. geht auch. geschmacklich habe ich mich ganz schnell dran gewöhnt. dito für gemüse, das jetzt eben ohne salz gedünstet oder geschmort wird.

bei eintöpfen weiß ich noch nicht, wie ich das machen werde, aber soweit ist die püppi noch nicht. aufläufe.... keine ahnung. mal schauen. aber da, wo man salz wirklich einfach weglassen kann, da lasse ich es natürlich weg. nudeln/reis kann man übrigens sehr gut nach dem kochen im topf salzen. also für das kind eine portion wegnehmen, und dann salz (und ein wenig öl) in den topf geben, und vermischen.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Benutzeravatar
kruemel09
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 744
Registriert: 22.04.2009, 08:48

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von kruemel09 »

Sandküste hat geschrieben:ich habe nie irgendeine Stillmahlzeit ersetzt - ich habe aber auch bei Stillen nie von Mahlzeiten gesprochen
Gestillt wurde, wann Kind wollte. Mal direkt noch am Tisch, bevor es ans Essen ging. Mal direkt danach.
Und der Mensch kam nicht mit Messbechern und Waagen auf die Welt 8) - das abwiegen von Nahrung ist doch eher unnatürlich und ein Produkt unserer Gesellschaft.
Ich meinte damit, dass ich z.B. mal für mehr als 2 Stunden nicht da sein kann, ohne dass das arme Kind "verhungert", also nach Stillen verlangt. Aber wenn sie nur eine Mininudel lutscht ist das natürlich schwieriger, als z.B. beim Großen, der eine gute Portion Brei reingefuttert hat.
Und vielleicht ist es auch das Vergleichen der beiden, das ich lassen sollte...
Festhalten geht nicht, aber mitgehen

BildBild BildBild

Bild
Benutzeravatar
awa
alter SuT-Hase
Beiträge: 2990
Registriert: 26.05.2011, 13:42

Re: Bin überfordert mit Fingerfood-Kind

Beitrag von awa »

Hallo kruemel :)

Das Verleichen zu lassen ist glaube ich eine grundsätzlich gute Idee.
Es ist so, dass ein Brei (man fängt idR mit Obstbrei an, ja?) schon auch weniger Kalorien hat als Muttermilch bzw. die Kleinen (bei Getreiden) vieles wieder ausscheiden, also gar nicht verwerten. Jusl hat das so toll in der Grundinfo Beikosteinführung (hier im Subforum) beschrieben. Was ich sagen will ist: um auf die benötigte Kalorienmenge zu kommen verzehren die Kleinen mehr Brei (anstatt von Muttermilch). BLW hat ja als Grundgedanken eben die Stillmahlzeiten aufrechtzuerhalten solange der Säugling es braucht, d.h. weiterhin nach Bedarf stillen, zusätzlich (bei jeder Familienmahlzeit) Fingerfood anbieten. Alle nötigen Kalorien/Nährstoffe kommen in der ersten Zeit noch über die Muttermilch (also nichts mit "verhungern" :wink:). Die Miniportiönchen die als Fingerfood gegessen werden dienen in erster Linie dazu das Kauen und Schlucken zu trainieren (und Geschmäcker sowie verschiedene Texturen kennenzulernen). Mit der Zeit wird dann der Zusammenhang "Hunger - Essen (Fingerfood) - kein Hunger" klar. Das ist bei uns wohl vor einigen Wochen eingetreten, mein Söhnchen stürtzt sich je nachdem wie lang die letzte Stillmahlzeit her ist mit Eifer auf sein Essen :)
Salz: Das BLW-Buch sagt, dass bis zu 1g Salz pro Tag für unter einjährige Kinder in Ordnung ist. Dabei muss bedacht werden, dass (Bäcker-)Brot, Wurst und einige Käsesorten (sowie eigentlich alle abgepackten verarbeiteten Produkte (Soßen, Konserven, etc.)) bereits Salz enthalten (und das nicht zu knapp). Ich salze in der Regel Nudeln, Reis und Kartoffeln nicht (hat aber nicht wirklich was mit BLW zu tun, sondern eigene Präferenz) außer wenn wir Besuch bekommen (oder mein Partner sich beklagt :wink:), dann tue ich ein klein wenig Salz dran.
Wir haben uns (d.h. vor allem mein Partner) ganz schnell an das salzfreie Kochen gewöhnt und die Erfahrung gemacht, dass auch ganz kleine Mengen Salz ausreichen um den Geschmack zu geben (klar, Gewöhnungseffekt durchbrochen). Reis habe ich anfangs noch gar nicht an mein Söhnchen gegeben (bisher auch nur 1x probiert) weil er damit noch gar nicht hätte umgehen können (auch jetzt fällt's ihm noch schwer, obwohl der Reis auch mal klebt).

Was uns noch hilft:
- Den Stillrhythmus ungefähr kennen/abschätzen: Unsere Stillmahlzeiten haben einen 3-4h Rhythmus entwickelt. Dadruch, dass Söhnchen am Familientisch mit isst, verschiebt sich das auch gut und gerne je nach Tagesstimmung/Hungergefühl seinerseits. Ich denke an "guten" Fingerfood-Tagen stillen wir alle 4-5h. Ich könnte also durchaus 2 Stunden von ihm getrennt sein ohne mir Sorgen machen zu müssen.
- Kleine Zwischenmahlzeiten anbieten: Trockenfrüchte, frisches Obst, Brotkanten...
- Nach Gefühl (momentan noch: "aus Spaß/zum Test") Wasser im Becher anbieten.

Tja.. inzwischen stillt Söhnchen eh am meisten in der Nacht bzw. eigentlich am Abend. Ich weiß gerade nicht ob du hier schon in den BLW-Austauschthread geschaut hast. Falls nicht, könnte das auch noch eine Hilfe sein :)
AFS-Stillberaterin


Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
Antworten

Zurück zu „Beikost und Familientisch“