Hallo kruemel
Das Verleichen zu lassen ist glaube ich eine grundsätzlich gute Idee.
Es ist so, dass ein Brei (man fängt idR mit Obstbrei an, ja?) schon auch weniger Kalorien hat als Muttermilch bzw. die Kleinen (bei Getreiden) vieles wieder ausscheiden, also gar nicht verwerten. Jusl hat das so toll in der Grundinfo Beikosteinführung (hier im Subforum) beschrieben. Was ich sagen will ist: um auf die benötigte Kalorienmenge zu kommen verzehren die Kleinen mehr Brei (anstatt von Muttermilch). BLW hat ja als Grundgedanken eben die Stillmahlzeiten aufrechtzuerhalten solange der Säugling es braucht, d.h. weiterhin nach Bedarf stillen, zusätzlich (bei jeder Familienmahlzeit) Fingerfood anbieten. Alle nötigen Kalorien/Nährstoffe kommen in der ersten Zeit noch über die Muttermilch (also nichts mit "verhungern"

). Die Miniportiönchen die als Fingerfood gegessen werden dienen in erster Linie dazu das Kauen und Schlucken zu trainieren (und Geschmäcker sowie verschiedene Texturen kennenzulernen). Mit der Zeit wird dann der Zusammenhang "Hunger - Essen (Fingerfood) - kein Hunger" klar. Das ist bei uns wohl vor einigen Wochen eingetreten, mein Söhnchen stürtzt sich je nachdem wie lang die letzte Stillmahlzeit her ist mit Eifer auf sein Essen
Salz: Das BLW-Buch sagt, dass bis zu 1g Salz pro Tag für unter einjährige Kinder in Ordnung ist. Dabei muss bedacht werden, dass (Bäcker-)Brot, Wurst und einige Käsesorten (sowie eigentlich alle abgepackten verarbeiteten Produkte (Soßen, Konserven, etc.)) bereits Salz enthalten (und das nicht zu knapp). Ich salze in der Regel Nudeln, Reis und Kartoffeln nicht (hat aber nicht wirklich was mit BLW zu tun, sondern eigene Präferenz) außer wenn wir Besuch bekommen (oder mein Partner sich beklagt

), dann tue ich ein klein wenig Salz dran.
Wir haben uns (d.h. vor allem mein Partner) ganz schnell an das salzfreie Kochen gewöhnt und die Erfahrung gemacht, dass auch ganz kleine Mengen Salz ausreichen um den Geschmack zu geben (klar, Gewöhnungseffekt durchbrochen). Reis habe ich anfangs noch gar nicht an mein Söhnchen gegeben (bisher auch nur 1x probiert) weil er damit noch gar nicht hätte umgehen können (auch jetzt fällt's ihm noch schwer, obwohl der Reis auch mal klebt).
Was uns noch hilft:
- Den Stillrhythmus ungefähr kennen/abschätzen: Unsere Stillmahlzeiten haben einen 3-4h Rhythmus entwickelt. Dadruch, dass Söhnchen am Familientisch mit isst, verschiebt sich das auch gut und gerne je nach Tagesstimmung/Hungergefühl seinerseits. Ich denke an "guten" Fingerfood-Tagen stillen wir alle 4-5h. Ich könnte also durchaus 2 Stunden von ihm getrennt sein ohne mir Sorgen machen zu müssen.
- Kleine Zwischenmahlzeiten anbieten: Trockenfrüchte, frisches Obst, Brotkanten...
- Nach Gefühl (momentan noch: "aus Spaß/zum Test") Wasser im Becher anbieten.
Tja.. inzwischen stillt Söhnchen eh am meisten in der Nacht bzw. eigentlich am Abend. Ich weiß gerade nicht ob du hier schon in den BLW-Austauschthread geschaut hast. Falls nicht, könnte das auch noch eine Hilfe sein
