Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Benutzeravatar
gaurangi
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 898
Registriert: 18.04.2009, 14:48
Wohnort: CH

Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von gaurangi »

Meine Kleine wird nun seit 14 Monaten nach Bedarf gestillt. Wir hatten einen super Stillstart und eigentlich nie irgendwelche Probleme. Als es Zeit für Beikost wurde haben wir weiterhin nach Bedarf gestillt und die Kleine vom Tisch essen lassen (baby-led weaning). Nun isst sie zwar gerne, aber nicht viel.

Wenn ich weg bin (2mal die Woche für 8h) kommt sie ganz gut ohne Stillen aus und in der Not lässt sie sich auch gerne mal mit Hafermilch beruhigen. Wenn wir aber zusammen sind, stillt sie mehrmals pro Tag und alle 1-4h in der Nacht. Wir praktizieren Windelfrei und die Kleine hat momentan die Marrotte, dass sie sich nachts nur stillenderweise abhalten lässt. So sind aber die meisten unserer Nächte trocken.

Nun, das mag bis hierhin alles ganz gut tönen, aber ich mag nicht mehr :( Ich frag mich gerade, ob bei "Stillen nach Bedarf" nur der Bedarf des Kindes berücksichtigt wird, oder ob ich da als Mama auch was zu husten habe. Ich stille eigentlich ganz gerne, aber momentan wünsche ich mir mal wieder ein paar ruhigere Nächte. Und um meine körperliche Energie stehts auch nicht gerade rosig. Kürzlich in der Akupunktur wurde mir dringend geraden abzustillen.

Abstillen ist für mich momentan noch kein Thema, ich möchte lediglich das Stillen in Bahnen leiten, die auch für mich stimmen (wobei ich mir gar nicht sicher bin, was für mich eigentlich stimmt :oops: ). Mache mir aber Gedanken übers Reduzieren.

Wie kann ich sowohl auf meine Bedürfnisse, als auch auf die meines Kindes eingehen? Wie kann ich das nächtliche Stillen stressfrei reduzieren?
Gaurangi mit Tochter (1.09) und Sohn (9.11)
Bild
L-Mama
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1002
Registriert: 11.09.2009, 16:09

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von L-Mama »

Liebe Gaurangi,

Leider habe ich keine Anwort, unsere Tochter ist jünger, aber ich wollte Dir ein Paket Kraft schicken.
Was mir immer hilft, ist mich tagsüber mit ihr hinzulegen und dann schlafe ich dabei auch ein und habe wieder ein bißchen Energie...

Jo
Benutzeravatar
baadermeisterin
Profi-SuTler
Beiträge: 3780
Registriert: 22.03.2009, 12:38
Wohnort: München

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von baadermeisterin »

Ich finde schon, dass in dem Alter Deiner Tochter sehr wohl auch die Mama auf sich schauen darf!
Ich mache das auch und bei uns wird tagsüber zu bestimmten Zeiten gestillt und nachts so zwischen 23 und 5/6 Uhr nicht.
Ich würde aber erstmal mit tagsüber reduzieren anfangen, da kann man die Kleinen ja gut ablenken.... aber ein bissl motzen und Tränen musst Du sicher mal "aushalten"!
Sarah (05/80) mit Paul (06/08) und Fridolin (02/12)
Benutzeravatar
Sabsi
Dipl.-SuT
Beiträge: 5352
Registriert: 19.09.2007, 00:29

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von Sabsi »

Ich würde kein Motzen und Tränen aushalten wollen in dem Alter, aber vielleicht bringt es schon was, wenn Du nicht auf jedes Zeichen hin direkt stillst sondern Ablenkung probierst. Wird es angenommen ist gut, wenn nicht wird halt doch gestillt. Oder machst Du das so eh schon?
... das Leben geht weiter weil es muss ... es hält nicht an ... nur weil Du stehen bleibst ...

Tochter 3/07 und Sohn 4/10
Benutzeravatar
gaurangi
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 898
Registriert: 18.04.2009, 14:48
Wohnort: CH

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von gaurangi »

Danke für das Energiepäckchen, kann ich grad sehr gut gebrauchen. Mich hats nämlich total erwischt *huströchel* :cry:

Also das tagsüber Stillen ist kein Problem. Da kann ich sie auch gut mal ablenken, aber in der Nacht geht das eben nicht. Die Sache in der Nacht ist ja durch das windelfreisein etwas verzwickt. Sie erwacht ja eh 2-3 mal, weil sie pipi machn muss. Und dann will sie stillen, weil sie hunger hat, oder zum wieder einschlafen. Zwischen den Pipi-Pausen kommt sie aber manchmal auch noch 1-3 mal um zu stillen.
Wenn die Kleine kommt weiss ich aber nicht im Voraus, ob sie hunger hat, oder ob sie erwacht wegem Pipi. Ob sie Pipi machen muss weiss ich erst, wenn sie nach dem Stillen ganz unruhig wird und nicht wieder einschläft.

Wie kann ich nun also das nächtliche Stillen reduzieren?
Gaurangi mit Tochter (1.09) und Sohn (9.11)
Bild
Benutzeravatar
jela
ist gern hier dabei
Beiträge: 86
Registriert: 16.11.2009, 21:29

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von jela »

Hallo gaurangi

Stillst du bisher deine Tochter ausnahmslos immer wenn sie nachts erwacht? Oder ist es auch möglich, dass man sie anders zum wiedereinschlafen bewegen kann?

Also zum besseren Verständins erkläre ich mal wies bei uns aussieht: Anfangs verlangte meine Tochter immer gestillt zu werden, wenn sie mal erwachte. Weil mir aber wichtig war, dass zumindest abends (falls ich mal weggehen möchte) auch mein Mann sie beruhigen kann, haben wir angefangen, dass zu der Zeit wo sie schon im Bett, wir aber noch auf (ca. 20-23h) immer mein Mann zu ihr hingeht und sie in eine Tragehilfe packt und mit ihr im dunkeln rumspaziert bis sie wieder eingeschlafen ist.

Klar hat sie die ersten paar Male ein bisschen geweint, weil sie natürlich die Brust wollte und nicht wusste was das jetzt neues werden soll. Aber schon nach kurzer Zeit eigentlich hat sie sich dann auch gut so beruhigen lassen, sprich sie hat meist, kaum war sie in der Tragehilfe, den Kopf angelehnt und weitergeschlafen. Nach einer Weile brauchte es die Tragehilfe nicht mehr, sondern mein Mann konnte nur hingehen, sie aufnehmen (in die Position welche sie in der Tragehilfe hätte) und sie nach paar Minuten schon wieder ablegen (manchmal reichten sogar paar Sekunden!) Mittlerweile sind wir soweit, dass sogar ICH das kann. Ich hätte nie erwartet, dass sie sich von MIR auch anders als durch Stillen beruhigen lässt.

Was ich mit der ganzen Sache sagen wollte: wenn ich jetzt das Stillen nachts reduzieren wollte (momentan kann ich damit leben, wir sind bei ca. 3 Mal pro Nacht) dann würde ich versuchen auch nachts anstatt sie anzulegen, sie aufnehmen, hin und her gehen und wieder ablegen. Ist halt anfangs durchaus mühsamer als liegen bleiben und stillen. Aber ich würde mir erhoffen, dass es dann später evtl. auch reichen würde, wenn ich sie nur an mich ziehe zum kuscheln evtl, ein bisschen im Arm wiegen und dann schläft sie wieder.

Natürlich ist jedes Kind anders und vielleicht geht diese Theorie bei deinem Kind nicht auf, das kannst du vielleicht schon im Vornherein einschätzen... aber ich wollte es dir einfach mal als Tipp geben.

Und wegen Windelfrei, ich denke nicht, dass sie dich (oder deinen Mann) anpieseln würde wenn ihr sie aufnehmt und trägt. Entweder schläft sie weiter oder sie bleibt wach weil sie pieseln muss und macht sich bemerkbar. Wäre meiner Erfahrung nach (wir machen ja auch windelfrei) sicherer als zu versuchen sie im Bett liegend zu trösten...

Tja wie du siehst ist halt mit etwas Aufwand verbunden, aber ich denke man kann sowieso nichts am Stillen rütteln ohne dass es mit Aufwand verbunden ist...

Liebe Grüsse
jela (du weisst schon wer, oder?)
Bild
Benutzeravatar
gaurangi
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 898
Registriert: 18.04.2009, 14:48
Wohnort: CH

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von gaurangi »

Danke Jela (ja ich weiss wer :D ) für den Input! Wir hatten eine Zeit, das hat der Papa die Kleine immer in den Schlaf getragen. Jetzt schläft sie mir wieder ander Brust ein und er vermisst das Tragen schon. Da sollte also eine Nachtschicht seinerseits kein Problem sein :)

Deine Methode tönt für mich ganz gut durchführbar, bis auf den Punkt des Stillbisis. Die Kleine macht momentan des nachts echt nur dann ihr Pipi, wenn sie meine Brust im Mund hat (muss nicht mal unbeding stillen dazu). Aber ich kann ihr ja schlecht die Brust zum Pipimachen geben und sie danach/davor nicht stillen lassen, das wär ja voll fies. Hast du da eine Idee?
Gaurangi mit Tochter (1.09) und Sohn (9.11)
Bild
Benutzeravatar
jela
ist gern hier dabei
Beiträge: 86
Registriert: 16.11.2009, 21:29

Re: Stillen nach Bedarf - reduzieren?

Beitrag von jela »

Na "in den Schlaf tragen" und "beim Aufwachen mit Tragen beruhigen" sind dann aber zwei verschiedene paar Schuhe! ;) In den Schlaf tragen haben wir hier schon immer ab und zu gemacht und trotzdem wollte sie beim Aufwachen nur Brust (weil sie sich halt lange genug daran gewöhnt hat, dass beim aufwachen immer ICH mit Brust komme :lol: )

Hmm... ja wegen dem Bisi nur beim Stillen... ich weiss was du meinst... das war bei uns auch immer so... mittlerweile halten wir ja nachts nicht mehr ab *schäm*

Hmm... also wenn sie jetzt jeweils getragen wird und aber nicht weiterschlafen kann, weil sie noch Bisi machen muss, dann müsstest du wohl eben doch stillen - und bei den 1-3 Mal bei denen sie nur stillen will und nicht Bisi machen muss würde ja dann das Tragen reichen - da hättest du dann das stillen ein wenig reduziert, aber vielleicht nicht so viel wie du möchtest... hmm... wie man die Gewohnheit die Brust im Mund haben zu müssen zum pieseln abgewöhnen kann weiss ich halt auch nicht... vielleicht wissen da andere mehr?!

Wie oft muss sie denn nachts Bisi machen?

Grüsse
jela
Bild
Antworten

Zurück zu „Stillforum“