Tandemstillen - der Anfang, und Zipperlein...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Daria
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Tandemstillen - der Anfang, und Zipperlein...

Beitrag von Daria »

Ihr Lieben,

ohne mich offiziell von der Geburt zurückzumelden - dafür müsste ich dringend in Euren anderen lieben Threads was schreiben, aber ich schaff's grad nicht :? ...
hab ich ein paar Fragen zu Euren Erfahrungen.

Heute ist Charlotte 3 Tage alt. Seit gestern Mittag bin ich wieder zu hause und seitdem ist richtig gut Milch da. Sie trinkt auch ganz gut, hat ein bisschen Probleme, genug Brust zu fassen, aber das geht schon.

Das größere Problem ist Theo. Der hat vorher und während der Schwangerschaft noch zum EInschlafen und nach dem Aufwachen getrunken. Nun ist er verständlicherweise völlig durch den Wind - aufgekratzt, aufgedreht, will ständig Milch trinken und ist schwer zu bremsen. Er kann es mittlerweile ganz gut akzeptieren, dass Charlotte eben NUR Milch trinken kann und er auch andere Sachen essen kann.
Also geht es mit Ablenkung und viel Zuwendung, dass er sich weiterhin auf zum EInschlafen und nach dem Aufwachen beschränkt. Aber gerade das zum Einschlafen findet kein Ende. Er säuft die Milch quasi in sich rein :shock: Und danach ist die ganze Brust leer. Das wär jetzt nicht schlimm, Milch ist genug da. Das Problem ist eher, dass ich Angst habe, mir platzen die Brüste - oder ich müsste ihn ständig abtrinken lassen.
Wenn ich irgenwann sage "stop, genug" - dann rastet er völligst aus. Was sehr sehr schwer ist für mich weil ich mich wegen der Sectio kaum bewegen kann. Er tut mir dann weh und ich muss ihm umgekehrt sozusagen auch wehtun, damit es aufhört. Keine Rede von "gemütlich Zeit mit Mama alleine verbringen".

War das bei Euch ähnlich? Wie habt Ihr den Anfang des Tandemstillens in Erinnerung?
*leicht verweifelte Grüße*
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Jule
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Re: Tandemstillen - der Anfang, und Zipperlein...

Beitrag von Jule »

Erstmal: Herzlichen Glückwunsch!!!
Mir ging es damals ähnlich wie dir - die Große wollte immer mehr....ich fand es schwierig ...und Ablenkung war auch nicht so richtig möglich...trinken lassen auch nicht immer (ich hatte das Gefühl ausschließlich zu stillen...war nicht toll...) Vlt. kannst du tw. die Kleine stillen ohne das Der Große es mitbekommt. Oder was mit ihm aushandeln, das es nach dem Stillen etwas Schönes mit dir macht? Ich hab dann irgendwann die Große nicht mehr Einschlafgestillt (dauerte ewig und sie brüllte wenn "Stop" war) sondern vor dem Buch lesen -und das Lesne war immer noch ein (kleiner) Grund dann irgendwann aufzuhören.

Außerdem hat es mir sehr geholfen, dass ich mir irgendwann darüber klar wurde, dass es über meine Kräfte geht ohne Beschränkung zu Stillen und ich dann das Stillen begrenzt habe - und das Aufhören deutlich angekündigt habe - dadurch bin ich mir klarer geworden WIE es für uns beide sein kann und fühlte mich nicht nur noch ausgelaugt und auch "benutzt". Unsere Stillzeit dauerte dann auch noch sehr lange :D Bei der Kleinen hab ich dann schon früher mit dem Begrenzen angefangen (mit ca 18 Monaten)und es klappt gut, sie hat es ja auch schon mitbekommen :lol:

Die erste Zeit ist ja aber auch alles noch anders und vieles wird sich noch einspielen!!!!!
Viel Kraft!!!
Liebe Grüße von Jule mit den Mädels 06/05 und 08/07 und dem Mini-Weihnachtsmädel '13
Annabanana
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Re: Tandemstillen - der Anfang, und Zipperlein...

Beitrag von Annabanana »

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Tipps aus meiner Kleinkinderstillgruppe:

1. Beschränken und das vorab vereinbaren, so dass das Kind es versteht:
- ich zähle bis 50, solange kannst Du stillen
-wir ziehen die Spieluhr auf, solange die läuft, kannst Du stillen
-(währenddessen:) ich zähle bis 3 und dann hörst Du bitte auf
-ich singe einmal LaLeLu und dann hörst Du auf und wir lesen noch ein Buch
...etc.

2. Situation ändern
Wenn Du das Gefühl hast, dass das Stillen Euch in dieser Situation gar nicht hilft, sondern Eure Beziehung/ihn/Dich eher belastet, dann lass es in dieser Situation erst mal sein, bis ihr Euch alle wieder ein bisschen gefangen habt.
Du könntest ihm das Stillen in einer anderen Situation anbieten, die für Dich besser passt und in der er vielleicht noch nicht so müde und damit unflexibel ist. Und das Bettgehen übernimmt dann Dein Mann.

3. Zähne zusammenbeissen und Kind gewähren lassen - in ein paar Tagen/Wochen sieht die Situation ganz von alleine viel entspannter aus, weil ihr Euch eingespielt habt und es Dir auch rein körperlich wieder besser geht.

Ich wünsche Euch, allem zum Trotz, einen wundervollen Babymoon!

LG, Silke
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posy
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Re: Tandemstillen - der Anfang, und Zipperlein...

Beitrag von posy »

liebe daria,

ganz herzlichen glückwunsch!
so ein schöner name... :wink:

schön, dass du daheim bist - bald werdet ihr euch alle eingefunden haben...

bei uns war der anfang ganz ähnlich.
zunächst mal: die anregung mit der abmachung zur stilldauer finde ich sehr gut. ich habe eine weile gebraucht, bis ich selbst darauf gekommen bin, aber es funktonierte relativ schnell und war mir eine große erleichterung.
ich habe zur großen (und zu mir selbst) von anfang an gesagt, dass stillen etwas schönes, liebevolles und gemütliches sein soll - für uns beide. das hat lustigerweise gewirkt. die große legt sich zurecht, nachdem sie gefragt hat, welche brust ihre ist, wir kuscheln uns aneinander, wenn sie fertig ist, sagt sie: deine brust ist noch nass und will abtupfen.

natürlich gibt es auch weniger harmonische stillmomente: in aller regel, wenn das baby "dran" ist, sie aber auch will - meistens nachts. (deswegen werde ich das nächtliche stillen wohl auch einstellen - also nu noch zum einschlafen und aufwachen stillen.)

"unsere" charlotte ist etwas älter als dein großer, deswegen helfen meine anmerkungen nur begrenzt weiter, fürchte ich.
ich drücke dir die daumen, dass du einen rhythmus findest, mit dem ihr alle glücklich werdet!
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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