Huhu,
meine Schwetser ('77) wurde ein halbes Jahr vollgestillt und dann noch drei weitere Monate teilgestillt, find ich für die 70er schon ganz gut, meine Schwester war aber auch pflegeleicht, sie kam von sich aus nur alle drei Stunden
mein Bruder ('80) wurde 4 Monate vollgestillt, dann starb der Schwiepa meiner Mama und vor lauter trauer blieb ihr von jetzt auf gleich die Milch weg, mein Bruder wollte nicht mehr an die Brust und sie hatte nochnichtmal Schwierigkeiten, die Brust wurde nicht dick und gar nix....
Ich ('85) wurde nur einen Monat gestillt

ich wollte stündlich ran (jaja, ich ließ mich nicht davon beeindrucken, das man uns im KH einen drei-Stunden-Rhytmus angewöhnen wollte), durfte ich auch, hab dann aber in den ersten 4 Wochen "nur" 400g zugenommen, di eKinderärztin meinte das sein zu wenig und als sie hörte dass ich stündlich stille erst Recht "also ihre Milch sollte schon für drei Stunden ausreichen"
Ich finde das sooo schade, auch wenn meine Mama sich echt Mühe gegeben hat, sie hat dann von Anfang an alles selbst für mich gemacht, keine Pulvermilch gekauft und auch immer alles essen selbstgekocht...naja dafür wurden wir alle drei nach Bedarf getragen, gekuschelt und geküsst und immer geliebt!
Was ich auch seh schade fand und was das Verhältnis zwischen meiner Mum und mir sehr angeknackst hat war ihre Sorge damals bei meiner Großen, die war ja auch nur so ganz zierlich und nahm nur langsam zu, wollte aber häufig stillen...meine Mama nervte mich so lange, terrorisierte mich regelrecht, bis wirkich nix mehr kam und Mima nru noch abnahm...naja, manche hier kennen ja unsere Geschichte...ich mein, meine Mum hat sich echt informieren wollen, sie rief auch mal bei einer Hebamme an (da war ihc sogar dabei) und die riet ihr eben das: Nur alle 4 Stunden, wenn das Kind öfter kommt reicht meine Miclh nicht, die Brust braucht ja auch Zeit *kopfschüttel* und sowas 18 Jahre nach Sheila Kitzingers "Ich stille mein Baby" Ja, auch ende der 80er gabs schon gute Stillliteratur....
Naja, meine Große und ich wir habens dann doch geschafft! Sowohl das Relaktieren, als auch das LZS (20 Monate! Aber als sie sich abstillte war ich auch schon im 6. Monat...war dann auch mal ganz froh drum) und die Oma konnten wir auch überzeugen wie das funzt mit dem Stillen....achso und nun ruft meine Mum immer hier an, wenn eine meiner Cousinen in Kroatien Probleme mit dem Stillen hat, was sie ihr denn raten könne...mittlerweile braucht sie mich aber gar nicht mehr, kennst sich super aus, missioniert in Richtung tragen (hat sie ja selbst in einer art Pouch und einem MeiTai) und eben (Langzeit)stillen und erzählt auch immer ganz stolz wie toll ich das mache *gerührtbin*
Das einzige woran sie sich noch gewöhnen muss, ist, dass ichja immer und überall stille ("Ana, vor deinem Schwiegervater!!!" -Mensch Mama....im Freibad sieht man mehr Brust von mir und nein, ich bin nicht oben ohne dort!!!) aber naja, ich finde sie macht sich ganz gut...
Was ich total traurig finde ist die Situation hier in D in den 70ern (ICh wurde ja in Kroatien geboren, da gabs zwar auch kein Roomin In und im KiZi im KKH wurden wir auch schreien gelassen, aber zuhause ist das nie vorgekommen und auch jetzt wenn eins Kind hier weint springen immer auch automatisch meine Eltern auf um zu trösten, hier kam nie "Lass sie/ihn doch jetzt einfach mal schreien" Mir wurde von Klein auf beigebracht, dass schreiende Babies versorgt werden müssen!) Wie schlimm mus das auch für die Mutter gewesen sein, so lange getrennt vom Kind etc..es ist doch schließlich auch so, dass das Unterbewusstsein auch denkt, das Baby sei tot, dadurch kommts ja auch oft zu Wochenbettdepris...

Die armen Mütter
