klapps auf den popo

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Millefiori
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Millefiori »

Kiara, ich kann nachvollziehen wie du es meinst!!! :-)
Und kaehde, danke für die ruhigen und besonnenen Worte..


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vetmedmama
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von vetmedmama »

kiara, ich stell dich nicht als prügelende schlechte mutter da.

aber dein erster beitrag in diesem thema beschrieb nunmal das klapse lehrreich sind bzw sein können, und das es situationen gibt
und du schreibst sehr wohl das es mehrmals passierte:
In diesen Situationen hat meine Kleine auch schon mal einen Klaps auf die Hand bekommen. Ich war auch schon mal soweit und hab mich mit ihr mit einer 'Leine' verbunden.
und du schreibst verdiente klappse, und das sie im gedächtnis bleiben. deine spätere posts streiten dies alles wieder ab.
was denn nun?

wenn du das meinst was dein erster beitrag beschreibt dann ist es ja kllar das viele hier so heftig reagieren.
vielleicht hast du es in dem ersten post nur falsch ausgedruckt, und ich finde deine weiteren posts viel besser.

wohl aber bleib ich dabei das ich im schwimmbadfall nicht hingehen würde und ne alternative suchen würde.
und bei der strassensituation, das passiert einem einmal und dann nie wieder. man muss nunmal immer damit rechnen das ein zweijähriges kind ich losreissen kann.
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Millefiori
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Millefiori »

erstmal vorweg: natürlich sind schläge und klapse nie in ordnung und bestimmt kein "erzieherisches mittel", das ganz normal angewendet werden sollte.
aber wer von euch kann denn bestreiten, dass es situationen gibt, in denen man einfach überreagiert?

wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen mann mit einer anderen frau erwische, dann würde ich für nichts garantieren (dieses beispiel, weil ja hier auch geschrieben wurde, dass man auch keinen erwachsenen schlägt)

wenn ein kind in einem liebevollen umfeld, in einem respektvollen umfeld aufwächst und es zu einer extremen ausnahmesituation kommt und man reagiert mit einer ohrfeige, dann bin ich mir sicher, dass kein kind davon schaden trägt.

ich bekam von meinem vater in meinem leben eine einzige ohrfeige, ich weiß nicht mal mehr warum, ich weiß nur noch, dass ich ihn verstanden habe (ich mag so ca. 15-17 jahre alt gewesen sein).
vielleicht mag jemand nun denken, dass der schaden ja schon ist, dass ich es entschuldige... nun, wenn das der einzige schaden ist, dann ist das für mich ok...
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LaLeMi
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von LaLeMi »

Ich denke auch, das Problem ist, das zum Teil von "verdienten" Klapsen bzw dem Mittel zum im Gedächtnis bleiben die Rede war. Kiara, Deine Posts klingen da im zweiten Teil des Threads einfach ganz anders als im ersten. Ich sage nicht, dass so etwas nicht vorkommen kann, aber man sollte es als das sehen, was es ist, etwas, dass eigentlich nicht vorkommen darf und wo man ggf an sich arbeiten muss.
Mille, da ist glaube ich etwas, das öfter vorgekommen ist, und bei einem kleineren Kind, nochmal eine andere Sache als ein wirklich einmaliger Ausrutscher im Erwachsenwerden, wo die Eltern sowieso ihre Allmachtsstellung für das Kind nicht mehr in dieser Form haben. Himbeere hat das gut beschrieben, finde ich .
(Wobei ich auch den in flagranti erwischten Gatten wohl rauswerfen würde und ihm den Koffer vor die Tür stellen, aber nicht schlagen).
Ich habe auch Schläge bekommen, von meinem Vater - es waren immer Situationen, in denen er hilflos war, nicht mehr weiter wusste, wütend war, außer sich . Das entschuldigt gar nichts.

Die Schwimmbadsituation zB sehe ich wie Zierbanane u.andere, dann kann man halt eine Zeitlang nicht ins Bad. Wird sich was anderes finden für die Familie.
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Johana
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von Johana »

Hm, ich lese noch immer raus dass Kiara die Schläge die ihr Bruder im Schwimmbad bekommen hat, für verdient hält.
So als gäbe es Situationen wo es gerechtfertigt ist!?
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Giraeffchen
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Giraeffchen »

Kiara123 hat geschrieben:Auch wenn wir komplett aneinander vorbeireden, liebes Giraffchen und die anderen:
Ich rechtfertige oder verteidige keine mutwillige Gewalt oder Demütigung (auch Beleidungen, die im Scherzton oder einer Liebkosung verpackt sind), keine Herabwürdigung und kein Beschämen.

Ich wollte nur sagen, dass keiner unfehlbar ist und das man für Fehler geradestehen, sich entschuldigen muss und sein Verhalten dahingehend ändert.
Liebe Kiara,

auch ich habe nicht gesagt, dass ich oder irgendjemand unfehlbar ist, im Gegenteil. Leider habe ich ebenfalls den Eindruck, wir reden an weitgehend einander vorbei und so sehe ich auch keinen Sinn in einer weiteren Fortführung des Ganzen.

In diesem Sinne, liebe Grüße,

Giraeffchen
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
Kiara123
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Kiara123 »

Mmmh, wenn der erste Post falsch rüberkam, tuts mir leid.
Eigentlich wollt ich mitunter sagen, dass man nicht immer aus dieser einen Situation, deren Zeuge man wird, auf den Rest schließen kann. Nicht immer ist man durch ein einziges Fehlverhalten eine Rabenmutter... Es kommt auf das weitere Verhalten an. Manchmal kann man, wenn man dabei ist, eher erkennen, was los ist und merkt, ob es ein dauerhaftes Verhaltensmuster ist oder ob es aus einer Ausnahmesituation heraus ist.
Wenn es natürlich klar ist, dass es bei der Familie normal ist, dann ist das was anderes wie beispielsweise der eine Post mit der Aquarium Geschichte.


Aber ich unterscheide jetzt mal bewußt zwischen Tubber, Klapps, Schläge und Prügel, nur um meine beschriebenen Situationen zu verdeutlichen.
Tubber: festeres Anstupsen, NICHT UMWERFEN! Eher wie 'He, so nicht!'
Klapps: man hat einen 'Schwung' von vielleicht 10 cm. Es ist kein Kraft hintendran und tut nicht weh, aber sie ist erstmal irritiert.
Schläge: Ich hol echt aus und man hört es auch. Auch ein Abdruck fällt darunter...
Prügel: Harte Schläge, auch mit Gegenstände, Tritte, Hiebe...

Nur mal um zu veranschaulichen, was ich unter welchem begriff verstehe. Das unterscheidet sich sicher auch von Person zu Person und ist auch durch persönliche Erfahrungen geprägt.
Richtig ist nichts von allem und strafbar auch.

Aber ich hab tatsächlich über diesen Klapps und Tubber gesprochen. Meine Kleine hat in der Strassensituation einen leichten Klapps bekommen. Auch nicht gut. Aber sie ist eher dadurch erschrocken, dass ein Auto kam, ich sie ruckartig nach hinten zog. Den Klapps hat sie wahrscheins noch nicht mal wahrgenommen wegen allem. Trotzdem war es eine Überreaktion, die einer Entschuldigung bedarf. Das ist kein ständiges Verhalten.

Zu meiner Mutter:
Ich kann es heute nachvollziehen. Meine Mutter ist absoluter Gewaltgegner. Wie gesagt, die situation ist 25 Jahre her. Ich weiß es auch nur noch deshalb, weil ich meine Mutter noch völlig leichenblass und meinen Bruder (damals übrigens 4) mit erschrockenen, aber höhnischem Gesicht vor mir hab. Als er aus dem Wasser kam, meine Mutter ihn umarmt und geguckt hat, dass es ihm gut geht und bekommt dann so einen Satz um die Ohren geschlagen. Sie hat ihm einen einen festeren Klapps oder leichten Schlag mit der flachen Hand auf den Hintern gegeben. 'Mehr' nicht. Keine Prügel, keine Schlagattacke.
Natürlich gibt es da bessere Lösungen, dass ist mir und auch meiner Mutter bewusst (auch direkt darauf schon und sie hat mit uns beiden darüber geredet).
Ich verteidige nicht oder find dieses Verhalten gar gut, aber ich kann es nachvollziehen.
Er war ein wirklich schwieriges Kind. Wenn man ihn als erstes Kind gehabt hätte, dann wär es schon schwierig, aber als zweites waren solche Ausflüge so schon schwierig und selten. Hinzu kam, dass einfach kein Geld für einen Babysitter da war. Die Omas hätten ihm, wenn er dorthin gekommen wäre, einen schönen Tag gemacht und das hätte dann leider auch keinen Lehrcharakter mehr gehabt. Ich hab durch sein Verhalten müssen auf viel verzichten. Ich hab vieles nicht gemacht/machen dürfen, weil er vieles torpediert hat.
Heute haben wir ein gutes Verhältnis, wenn auch nicht so eng. Das liegt aber eher an den unterschiedlichen Interessen und daran, dass er im Ausland arbeitet. Übrigens mit meiner Mutter auch. Er hat sich vor ein paar Jahren bei meinen Eltern entschuldigt, dass er ihnen soviele Sorgen gemacht hat. Und im Spass meinte er vor ein paar Jahren, wenn er so ein Kind bekäm, würd er weg laufen. Aber das ist wirklich ein Spass. :-)
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von vetmedmama »

aber diese überreaktion deiner mutter hat doch nicht dazu geführt das dein bruder händelbarer wurde oder?

ich denke viele schläge egal welchen charakter kommen aus überforderung der eltern heraus, weil sie nicht wissen wie zu handeln ist.
und jedes elternteil kommt irgendwann an die grenzen seiner belastbarkeit. da braucht man sich nix vor zu machen.
aber für mich ist gewalt so ein absolutes no-go das ich mir nicht vorstellen kann die situation so zu lösen. ich versuche mich wenigstens in souveränität auch wenn das nicht immer so gut klappt mit meiner bande. aber der weg ist das ziel!
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Kiara123
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Kiara123 »

@vetmedmama

Wahre Worte:

Der Weg ist das Ziel!


PS: Mein Bruder wurde im Schwimmbad dann wirklich händelbarer. DAS hat er zumindest nicht mehr gemacht.... Aber lebensmüde war er schon das ein oder andere Mal... Aber da war dann nix mehr :-)
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Inkling »

Ich dachte auch mal, dass ein leichter Klaps oder ein Tupper, wie du es nennst, nicht schlimm ist und manchmal sogar verdient/erforderlich ist.

Erst nach langem Reflektieren und Lesen (u.a. seitenlange Threads in Foren ;) ) ist mir klar geworden, dass allein diese Verniedlichung schon ein Teil des Problems ist. Natürlich ist eine ordentliche Tracht Prügel mit dem Nudelholz körperlich sehr viel schmerzhafter als ein "Klappselchen" auf die "Fingerchen". Aber ALLES wirkt sich emotional aus - soll es ja auch, so wie du es schreibst (und ich es lange Zeit geglaubt habe) ist es ja situationsabhängig nötig weil sonst nicht erklärt werden kann dass das Kind nicht in die Steckdose packen darf, nicht auf die Straße laufen darf, etc. Es gibt also in dieser Hinsicht keine niedliche Variante (und schädlich ist es laut dem zitierten Artikel ohnehin).

Selbst in deinen letzten Posts habe ich immer noch das Gefühl, dass du die für dich niedliche Form von Schlägen in bestimmten Fällen als gerechtfertigt oder sogar verdient ansiehst - oder schlägst du nach Losreissen und auf die Straße rennen bewusst auf die Finger, um dich dann hinterher zu entschuldigen?

Ich kann dir nur sagen, dass ich für alle Situationen in denen ich es früher als gerechtfertigt gesehen habe mittlerweile andere Mittel und Wege gefunden habe um mein Anliegen zu verdeutlichen. Um dein Beispiel "Straße" mal aufzugreifen, das ist etwas wo ich früher Schläge auf den Po als angebracht betrachtet hätte. Stattdessen haben wir ganz bewusst schon sehr früh mit unserem Kind geübt, weil es auch so ein "Oh, eine Straße! Schnell, da muss ich hin!"-Kind war. WIr haben es sobald es laufen konnte in gut einsehbaren Seitenstraßen alleine laufen lassen, und wenn es zu nah Richtung Straße ging laut und bestimmt "Stopp!" gerufen und erklärt. Immer und immer und immer und immer wieder. Mit ca. 20 Monaten konnte es dann selber "Stopp! Links - rechts - links" sagen, ganz ohne Schläge auf den Po, Hinterkopf oder sonstwo hin.

Niemand ist hier fehlerfrei, und das propagiert hier auch niemand. Aber vielleicht magst du ja mal darüber nachdenken, wieso du auf Schläge angewiesen bist um zu verdeutlichen, was du möchtest. Dass es schädlich und strafbar ist wurde ja mittlerweile schon oft genug gesagt.
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