Mmmh, wenn der erste Post falsch rüberkam, tuts mir leid.
Eigentlich wollt ich mitunter sagen, dass man nicht immer aus dieser einen Situation, deren Zeuge man wird, auf den Rest schließen kann. Nicht immer ist man durch ein einziges Fehlverhalten eine Rabenmutter... Es kommt auf das weitere Verhalten an. Manchmal kann man, wenn man dabei ist, eher erkennen, was los ist und merkt, ob es ein dauerhaftes Verhaltensmuster ist oder ob es aus einer Ausnahmesituation heraus ist.
Wenn es natürlich klar ist, dass es bei der Familie normal ist, dann ist das was anderes wie beispielsweise der eine Post mit der Aquarium Geschichte.
Aber ich unterscheide jetzt mal bewußt zwischen Tubber, Klapps, Schläge und Prügel, nur um meine beschriebenen Situationen zu verdeutlichen.
Tubber: festeres Anstupsen, NICHT UMWERFEN! Eher wie 'He, so nicht!'
Klapps: man hat einen 'Schwung' von vielleicht 10 cm. Es ist kein Kraft hintendran und tut nicht weh, aber sie ist erstmal irritiert.
Schläge: Ich hol echt aus und man hört es auch. Auch ein Abdruck fällt darunter...
Prügel: Harte Schläge, auch mit Gegenstände, Tritte, Hiebe...
Nur mal um zu veranschaulichen, was ich unter welchem begriff verstehe. Das unterscheidet sich sicher auch von Person zu Person und ist auch durch persönliche Erfahrungen geprägt.
Richtig ist nichts von allem und strafbar auch.
Aber ich hab tatsächlich über diesen Klapps und Tubber gesprochen. Meine Kleine hat in der Strassensituation einen leichten Klapps bekommen. Auch nicht gut. Aber sie ist eher dadurch erschrocken, dass ein Auto kam, ich sie ruckartig nach hinten zog. Den Klapps hat sie wahrscheins noch nicht mal wahrgenommen wegen allem. Trotzdem war es eine Überreaktion, die einer Entschuldigung bedarf. Das ist kein ständiges Verhalten.
Zu meiner Mutter:
Ich kann es heute nachvollziehen. Meine Mutter ist absoluter Gewaltgegner. Wie gesagt, die situation ist 25 Jahre her. Ich weiß es auch nur noch deshalb, weil ich meine Mutter noch völlig leichenblass und meinen Bruder (damals übrigens 4) mit erschrockenen, aber höhnischem Gesicht vor mir hab. Als er aus dem Wasser kam, meine Mutter ihn umarmt und geguckt hat, dass es ihm gut geht und bekommt dann so einen Satz um die Ohren geschlagen. Sie hat ihm einen einen festeren Klapps oder leichten Schlag mit der flachen Hand auf den Hintern gegeben. 'Mehr' nicht. Keine Prügel, keine Schlagattacke.
Natürlich gibt es da bessere Lösungen, dass ist mir und auch meiner Mutter bewusst (auch direkt darauf schon und sie hat mit uns beiden darüber geredet).
Ich verteidige nicht oder find dieses Verhalten gar gut, aber ich kann es nachvollziehen.
Er war ein wirklich schwieriges Kind. Wenn man ihn als erstes Kind gehabt hätte, dann wär es schon schwierig, aber als zweites waren solche Ausflüge so schon schwierig und selten. Hinzu kam, dass einfach kein Geld für einen Babysitter da war. Die Omas hätten ihm, wenn er dorthin gekommen wäre, einen schönen Tag gemacht und das hätte dann leider auch keinen Lehrcharakter mehr gehabt. Ich hab durch sein Verhalten müssen auf viel verzichten. Ich hab vieles nicht gemacht/machen dürfen, weil er vieles torpediert hat.
Heute haben wir ein gutes Verhältnis, wenn auch nicht so eng. Das liegt aber eher an den unterschiedlichen Interessen und daran, dass er im Ausland arbeitet. Übrigens mit meiner Mutter auch. Er hat sich vor ein paar Jahren bei meinen Eltern entschuldigt, dass er ihnen soviele Sorgen gemacht hat. Und im Spass meinte er vor ein paar Jahren, wenn er so ein Kind bekäm, würd er weg laufen. Aber das ist wirklich ein Spass.
