Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
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Wortgewitter
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 03.07.2011, 21:40
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Hm, aber das vermittelt sich ja durch die Situation, oder? Ich habe bemerkt, dass mein Sohn sich z.B. manchmal entschuldigt, aber dann MEINT er es auch so. und da hoffe ich bzw. bilde mir ein, dass wir das so vermittelt haben.
Wir haben da nie drüber geredet, glaube ich. Das machen wir einfach so...
Wir haben da nie drüber geredet, glaube ich. Das machen wir einfach so...
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein... R.M. Rilke
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Gestern in der Situation war es z.B., dass das Mädchen zwar stur auf ihr "Bitte" bestanden hat, aber ansonsten gar nicht auf das Weinen meines Sohnes reagiert hat. Das war eben nur eine Floskel, die sie erwartet hat.
- Kinsale
- ModTeam-Trageberatung
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ja, das schließt sich ja nicht aus.
Ich meinte solche Situationen, wie das Kind einer Freundin, das hier zu Besuch war und nach Hause gehen sollte, aber noch bleiben wollte. "Bitte, ich will noch bleiben, bitte." Mutter: "Nein, wir müssen los." Kind - unter Tränen: "Aber ich habe doch Bitte gesagt!" - tja, stimmt schon. Hilft aber in der Situation nicht. Und ich glaube, das kann daher kommen, das man nicht kommuniziert - oder noch besser, wie Du, vorlebt, wann sowas angebracht ist. Das können die "dressierten" Kinder glaube ich nicht einschätzen.
Optimal wäre natürlich, es liefe rein durch's Vorleben. Wobei meine Tochter zB sowas schon auch mal aus dem KiGa mitbringt und dann Gesprächsbedarf hat.
Ich meinte solche Situationen, wie das Kind einer Freundin, das hier zu Besuch war und nach Hause gehen sollte, aber noch bleiben wollte. "Bitte, ich will noch bleiben, bitte." Mutter: "Nein, wir müssen los." Kind - unter Tränen: "Aber ich habe doch Bitte gesagt!" - tja, stimmt schon. Hilft aber in der Situation nicht. Und ich glaube, das kann daher kommen, das man nicht kommuniziert - oder noch besser, wie Du, vorlebt, wann sowas angebracht ist. Das können die "dressierten" Kinder glaube ich nicht einschätzen.
Optimal wäre natürlich, es liefe rein durch's Vorleben. Wobei meine Tochter zB sowas schon auch mal aus dem KiGa mitbringt und dann Gesprächsbedarf hat.
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EUaVBl
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1274
- Registriert: 10.07.2011, 23:12
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
dieser schöne Clip fällt mir dazu ein.
meine freundin sprach mich gestern af ein solches problem an: ihre schwägerin hat einen sohn, anderthalb, so wie unsere jungs auch. sie erzählte, dass die schwägerin seit neuestem die "angewohnheit" hat, immer hinter jede handlung ein "Wie sagt man? - BITTE!/DANKE!" hinterher zu setzen. und langsam nähme es abstruse züge an, sie wäre nahezu davon besessen, dem kind bitte und danke beizubringen. jedenfalls fragte sie mich, was man da tun könnte. mir fiel nur das spiegeln ein. sie möchte einen löffel haben "Na, wie sagt man?"
ich glaube, vielen ist gar nicht klar, wie absurd sie sich verhalten.
meine freundin sprach mich gestern af ein solches problem an: ihre schwägerin hat einen sohn, anderthalb, so wie unsere jungs auch. sie erzählte, dass die schwägerin seit neuestem die "angewohnheit" hat, immer hinter jede handlung ein "Wie sagt man? - BITTE!/DANKE!" hinterher zu setzen. und langsam nähme es abstruse züge an, sie wäre nahezu davon besessen, dem kind bitte und danke beizubringen. jedenfalls fragte sie mich, was man da tun könnte. mir fiel nur das spiegeln ein. sie möchte einen löffel haben "Na, wie sagt man?"
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Hey, das ist klasse! Danke. Würde ich vielen auch mal wünsche, dass sie das mal so erleben.
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08u11
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3343
- Registriert: 17.09.2012, 16:14
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Der Clip ist klasse! 
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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EhMikp
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Danke für diesen Thread und die tollen Anregungen. Ich oute mich mal als eine von diesen Mamas, die auch schon nach dem ominösen "Zauberwort" verlangt hat. Nicht immer, aber manchmal, wenn mein Sohn ein unglaublichen Befehlston auf Lager hatte, dann konnte ich mir das nicht verkneifen. Zusammen mit dem Hinweis auf einen netten Tonfall. Jedenfalls finde ich Eure Sichtweise(n) ausgesprochen logisch und interessant und werde - hoffentlich - fortan nie wieder nach dem "Zauberwort" fragen. Es sei denn, ich meine "Hokuspokus" 
- Kaktus
- Profi-SuTler
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- Registriert: 11.03.2008, 08:45
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
ich bitte meine Kinder (v.a. den 6jährigen) schon auch öfter, um einen freundlicheren Ton, eben wenn mir irgendwelche Befehle entgegen gebellt werden
aber nicht weil es um bestimmte Floskeln geht, sondern wie wir generell miteinander reden und/oder umgehen
aber nicht weil es um bestimmte Floskeln geht, sondern wie wir generell miteinander reden und/oder umgehen
viele Grüße
S. mit den beiden Jungs D. (11/06) & J. (02/10)
S. mit den beiden Jungs D. (11/06) & J. (02/10)
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Millefiori
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4642
- Registriert: 09.06.2007, 20:27
- Wohnort: Bayern
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
ich finde, ein freundlicher, höflicher umgangston erleichtert das zusammenleben.
ich werde zum beispiel in einem geschäft lieber unehrlich freundlich begrüßt als ehrlich angemotzt, weil die verkäuferin grad nen schlechten tag hat.
die soll sich gefälligst zusammen reißen, finde ich.
und auch kinder sollen schon lernen, dass man auch mal danke, bitte und guten morgen zu sagen hat, auch wenn nes nicht aus vollem herzen kommt. macht vieles einfacher
ich werde zum beispiel in einem geschäft lieber unehrlich freundlich begrüßt als ehrlich angemotzt, weil die verkäuferin grad nen schlechten tag hat.
die soll sich gefälligst zusammen reißen, finde ich.
und auch kinder sollen schon lernen, dass man auch mal danke, bitte und guten morgen zu sagen hat, auch wenn nes nicht aus vollem herzen kommt. macht vieles einfacher
liebe Grüße von mir mit
11/03 ,
07/07 und
06/09
Mein Bücherblog
Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Seh ich ähnlich wie Mille, naja, diese Diskussion hatten wir ja schon öfters. Bei einem Kleinkind würde ich vom Gefühl her nie voraussetzen dass es sich bedankt, das ist ja auch ein Lernprozess. Bei einem 8-jährigen, der sich vorher normal aufgeweckt und nicht eingeschüchtert gezeigt hat, würde ich mich schon arg wundern, wenn er/sie meint man käme mit einem Befehlston im Leben durch. Eine Aufforderung ohne ein "bitte" darin hat für mich immer einen unhöflichen Unterton, genau wie die Annahme von etwas (eine Sache oder auch eine Geste) ohne sich zu bedanken, einfach unhöflich ist. Ich möchte nicht dass man so mit mir redet, ich mach das ja auch nicht mit anderen Menschen. Dass ein Kind , welches einfach extrem schüchtern ist, manchmal Erwachsenen gegenüber diese Dinge nicht herausbekommt finde ich nicht so schlimm. Man merkt ja mit ein wenig Feingefühl schon , was dahinter steckt.