Pupu hat geschrieben:talismama hat geschrieben:In diesem Zusammenhang nennt setzt sie sich auch kritisch mit der "Zurück-zur-Natur-Mentalität vieler junger Frauen auseinander, die diese Frauen wieder unterdrücke, weil sie sie in ihrer Freiheit und Unabhängigkeit beschneide: Hebammenbetreuung, Verzicht auf die Pille, Verzicht auf eine PDA unter der Geburt.
Ich finde das überhaupt nicht antifeministisch, im Gegenteil! Frauen werden sich ihrer eigenen Weiblichkeit bewusst und nutzen ihre eigene weibliche Kraft, machen sich somit unabhängig von der Schulmedizin - deren "Lehrer" zum grossen Teil noch immer Männer sind, möchte ich behaupten. Vielleicht nicht unbedingt diejenigen, die in der Geburtenabteilung des Krankenhauses arbeiten, aber diejenigen, von denen diese ihr Wissen haben. Diejenigen, die bestimmen, was schulmedizinisch "richtig" ist.
Wenn Frauen sich ihrer ureigenen Weiblichkeit bewusst werden, macht sie das doch nicht abhängiger. Im Gegenteil, sie werden unabhängiger und freier! Denn je natürlicher man lebt, desto körperbewusster wird man, weil man sich damit auseinandersetzt. Und je körperbewusster man ist, desto mehr ist man sich seiner selbst und seiner eigenen Weiblichkeit bewusst. Aus welchem Grund soll das denn antifeministisch sein?
Das finde ich einen sehr wichtigen Gedankengang und das ist es, was mich mit vielen populären feministischen Strömungen hadern lässt.
Feministin ist man heutzutage, wenn man sich seiner Weiblichkeit entledigt und die Männer in den "Männderdomänen" übertrumpft. Eine emanzipierte Frau ist man in deren Augen nur, wenn man seine Brüste leugnet und ein Kerl mit XX-Chromosomen wird.
Doch was bringt das der Frau? Ich finde es dramatisch, dass "Hausfrauen" (aus freiem Entschluss, nicht aus Eislauf-Mama-Mentalität heraus!) heutzutage als Rückschritt betrachtet werden. Wenn Mütterlichkeit, Stillen, Umsorgen als animalisch, allenfalls steinzeitlich gewertet werden. Ich finde diese Entwicklung nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Frauen wird ihre weibliche Identität abgesprochen, wenn ihre Weiblichkeit verdammt wird. Das ist massiv
frauenfeindlich, was so manche Dame, die sich Feministin schimpft, vom Stapel lässt! Feministinnen sind die wahren, neuen Unterdrücker der Frau!
Wann fangen diese Damen endlich an zu begreifen, dass gerade unser Uterus und unsere Brüste ein unglaublich wertvolles Geschenk sind? Hirn haben wir alle, Männlein wie Weiblein. Aber wir, nur wir! haben das Geschenk der Mutterschaft. Damit verabschieden wir uns ja nicht von Intelligenz, Bildung und Kultur, wenn wir diese bejaen. Im Gegenteil: Wir haben die Zukunft in der Hand! Wir legen die Basis für die nächste Generation (hoffentlich) intelligenter Menschen! Wenn wir uns unserer Weiblichkeit wieder bewusst werden und sie annehmen und zu schätzen wissen, können wir doch viel besser eine "gleichberechtigte" Partnerschaft mit dem männlichen Geschlecht eingehen, weil man sich gegenseitig unterstützen kann und sich nicht bekämpfen und gegenseitig übertrumpfen muss.
Es wäre zu schade, wenn wir Weiblichkeit verdammen würden
PS: Ich studiere mit 2 Kindern und ich fühle mich nicht weniger frei, unabhängig und intelligent als meine männlichen Komilitonen, nur weil ich stille
