Stillen -antifeministisch?!

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Latascha
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Latascha »

Traurig was manche Menschen doch für eine Einstellung haben!
Mich wundert es nicht wirklich, dass dies die Worte einer französischen Feministin sind :roll:

Allerdings find ich die Aussagen doch recht 'erschreckend'. Ich möchte als Frau selbstbestimmt mein Leben führen in meiner Rolle als Frau.
Demnach möchte ich auch die Möglichkeit haben mich für ein Leben als Mutter und Hausfrau zu entscheiden, ebenso wie ich sagen können will, nein, das ist für mich nicht der richtige Weg!

Was ich wirklich kritisch betrachte ist die Wirkung ihrer Worte. Manch eine Aussage könnte man auch einem Mann in den Mund legen und wüsste nicht mehr, dass sie ursprünglich von einer Feministin stammt. Ich finde insgesamt wirkt das Ganze viel negativer und entgegen der Ziele, die sie eigentlich vertreten sollte.

Naja, man muss ja nicht die ganze Welt verstehen!
Liebe Grüße
Latascha
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ClauWi Trageberaterin
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LaLeMi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von LaLeMi »

maren zustimme
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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hennnamae
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von hennnamae »

Pupu hat geschrieben:
talismama hat geschrieben:In diesem Zusammenhang nennt setzt sie sich auch kritisch mit der "Zurück-zur-Natur-Mentalität vieler junger Frauen auseinander, die diese Frauen wieder unterdrücke, weil sie sie in ihrer Freiheit und Unabhängigkeit beschneide: Hebammenbetreuung, Verzicht auf die Pille, Verzicht auf eine PDA unter der Geburt.
Ich finde das überhaupt nicht antifeministisch, im Gegenteil! Frauen werden sich ihrer eigenen Weiblichkeit bewusst und nutzen ihre eigene weibliche Kraft, machen sich somit unabhängig von der Schulmedizin - deren "Lehrer" zum grossen Teil noch immer Männer sind, möchte ich behaupten. Vielleicht nicht unbedingt diejenigen, die in der Geburtenabteilung des Krankenhauses arbeiten, aber diejenigen, von denen diese ihr Wissen haben. Diejenigen, die bestimmen, was schulmedizinisch "richtig" ist.
Wenn Frauen sich ihrer ureigenen Weiblichkeit bewusst werden, macht sie das doch nicht abhängiger. Im Gegenteil, sie werden unabhängiger und freier! Denn je natürlicher man lebt, desto körperbewusster wird man, weil man sich damit auseinandersetzt. Und je körperbewusster man ist, desto mehr ist man sich seiner selbst und seiner eigenen Weiblichkeit bewusst. Aus welchem Grund soll das denn antifeministisch sein?
Das finde ich einen sehr wichtigen Gedankengang und das ist es, was mich mit vielen populären feministischen Strömungen hadern lässt.

Feministin ist man heutzutage, wenn man sich seiner Weiblichkeit entledigt und die Männer in den "Männderdomänen" übertrumpft. Eine emanzipierte Frau ist man in deren Augen nur, wenn man seine Brüste leugnet und ein Kerl mit XX-Chromosomen wird.

Doch was bringt das der Frau? Ich finde es dramatisch, dass "Hausfrauen" (aus freiem Entschluss, nicht aus Eislauf-Mama-Mentalität heraus!) heutzutage als Rückschritt betrachtet werden. Wenn Mütterlichkeit, Stillen, Umsorgen als animalisch, allenfalls steinzeitlich gewertet werden. Ich finde diese Entwicklung nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Frauen wird ihre weibliche Identität abgesprochen, wenn ihre Weiblichkeit verdammt wird. Das ist massiv frauenfeindlich, was so manche Dame, die sich Feministin schimpft, vom Stapel lässt! Feministinnen sind die wahren, neuen Unterdrücker der Frau!

Wann fangen diese Damen endlich an zu begreifen, dass gerade unser Uterus und unsere Brüste ein unglaublich wertvolles Geschenk sind? Hirn haben wir alle, Männlein wie Weiblein. Aber wir, nur wir! haben das Geschenk der Mutterschaft. Damit verabschieden wir uns ja nicht von Intelligenz, Bildung und Kultur, wenn wir diese bejaen. Im Gegenteil: Wir haben die Zukunft in der Hand! Wir legen die Basis für die nächste Generation (hoffentlich) intelligenter Menschen! Wenn wir uns unserer Weiblichkeit wieder bewusst werden und sie annehmen und zu schätzen wissen, können wir doch viel besser eine "gleichberechtigte" Partnerschaft mit dem männlichen Geschlecht eingehen, weil man sich gegenseitig unterstützen kann und sich nicht bekämpfen und gegenseitig übertrumpfen muss.

Es wäre zu schade, wenn wir Weiblichkeit verdammen würden :(

PS: Ich studiere mit 2 Kindern und ich fühle mich nicht weniger frei, unabhängig und intelligent als meine männlichen Komilitonen, nur weil ich stille :roll:
Mädel 12/2006
Bub 05/2010
Lösche Benutzer 5914

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 5914 »

Das hast du echt toll geschrieben. Ich unterschreibe das mal!
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Hexe Verstexe
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Hexe Verstexe »

@hennnamae
Ich habe gerade eben überlegt, wie ich schreiben soll, was ich zu dem Artikel denke...Aber ich brauche nichts mehr selbst zu schreiben, denn in deinem Post finde ich mich wieder, danke :D
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LaLeMi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von LaLeMi »

Stimmt :-)
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Lösche Benutzer 2178

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Bin faul und stimme LaLeMi und Maren zu.

Stillen und Berufstätigkeit verbinde ich derzeit zum zweiten Mal ohne Probleme.
Lösche Benutzer 2178

Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Doch noch ne kleine Ergänzung:

Die viel geforderte (weibliche) "Entscheidungsfreiheit" - gesteht ihr die eigentlich auch Männern zu :mrgreen: ?
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LaLeMi
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von LaLeMi »

Also ich schon ;-)
Und ja, das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Klar, manche Männer WOLLEN sie gar nicht, die fühlen sich wohl in der "klassischen" Rolle (ebenso wie manche Frau ja auch).
Aber ja, wir haben wirklich überlegt und eine gewisse Elternzeit hat mein Mann auch gemacht. Da muß man sich wirklich absprechen.
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Drachenblut
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Drachenblut »

schilf hat geschrieben:Doch noch ne kleine Ergänzung:

Die viel geforderte (weibliche) "Entscheidungsfreiheit" - gesteht ihr die eigentlich auch Männern zu :mrgreen: ?
Genau das hab ich auch gedacht. Emanzipation ist doch die Gleichstellung von Mann und Frau (vereinfacht gesagt, bitte berichtigen, falls das so nicht stimmt). Aber ich kenne kaum einen Mann, der per se erst einmal sagt, dass er sich entscheidet, bei den Kindern zuhause zu bleiben. Das ist irgendwie ein Part, der - wenn überhaupt - den Frauen vorbehalten ist. Da fehlt es dann an der Emanzipation des Mannes...
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!


(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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