Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

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Ginevere
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Ginevere »

Mh, ich bin da etwas gespaltener Meinung.
Obst würde ich meinem Kind nie verbieten. Aber viele Leute verstehen nicht wenn ich ziemlich rigeros Schokolade verbiete weil mein Kind ein absoluter Strich in der Landschaft ist. Da kommen dann immer hochgezogene Augenbrauen.
Aber sie "verträgt" den Zucker einfach nicht, das gibt unter Garantie Wutanfälle und schlechte Laune bei ihr. Außerdem isst sie sich gerne an Süßigkeiten satt und verweigert dann das "richtige" Essen, was bei so einem leichten Kind auch wieder ein Problem ist.

Andere Problemlage als bei dir aber ich denke dass Mütter wirklich oft ihre Gründe für sowas haben.

LG Gini
...die aber auch in "normalen" Mamagruppen inzwischen nicht mehr gut klarkommt weil zu sehr SUT-mäßig drauf. :wink:
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
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Masu
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Masu »

Ich finde es auch traurig. Das Kind hat bitterlich geweint und musste zusehen wie die anderen die Erdbeeren essen ... das verstehe ich nicht und tut mir schon beim Lesen weh :(
Liebe Grüße,
Masu


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Cocorella
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Cocorella »

Ich kann das verstehen, bei mir sinkt die Lust auf solche Treffen immer mehr.

Natürlich weiß ich, dass jede Mutter ihr Kind liebt und wohl nur sein Bestes will und deswegen möchte ich mir da eigentlich kein Urteil erlauben, aber leider muss ich doch oft schlucken bei solchen Treffen.
Da wird sich über's Ferbern unterhalten. Babys liegen weinend auf der Matte, weil die Mutter der Meinung ist, es müsse mal lernen, ohne sie auszukommen. Da werden Flaschenmahlzeiten ausgelassen bei einem 7 Monate altem Säugling, damit er endlich mal anfängt zu essen.
Ich könnte noch hunderte solcher Beispiele aufzählen.
Sicherlich wollen diese Muttern ihren Kindern nichts böses, aber mich macht sowas oft traurig oder einfach nur fassungslos.

Ich hab erst gestern aus dem Grund beschlossen, die Krabbelgruppe nicht weiterzumachen. Das kann man doof finden, aber ich hab keine Lust, mir sowas Woche für Woche anzuhören und anzugucken.

Ich bin sehr froh, mittlerweile die SuT-Mädels kennengelernt zu haben. Man ist einfach was Kinder angeht automatisch eher auf einer Wellenlänge.
Liebe Grüße von Cocorella mit ihrer Hamsterbacke 09/11

*Was glauben sie, was hier los wäre, wenn die Leute wüssten, was hier los ist!*
Volker Pispers
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mama2008
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von mama2008 »

Ratze hat geschrieben:Mein Kind darf übrigens auch selbst entscheiden, wann und wieviel es essen möchte. ;-)
meins nicht :wink:

hier gibt es auch nicht ne halbe stunde vor dem mittagessen was zu essen, denn sonst steht mein essen da und kind ißt nix weil vor ner halben stunde was gegessen und bei uns sind drei mahlzeiten gemeinsame essenzeiten an denen ich auch möchte, dass die anwesenden familienmitglieder gemeinsam essen.
Sandküste hat geschrieben:Oder kommt bei Dir jemand und sagt - Hey, jetzt aber keinen Apfel mehr, in einer Stunde ist Mittagspause?
ich weiß das :wink:

nur mal so zwei einblicke, wie das bei uns ist denn ich mag dieses urteilen auch nicht.
Sibi
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Sibi »

Ich finde es trotzdem noch mal eine ganz andere Sache, ein Kind zugucken zu lassen, wenn andere Kinder essen und es deshalb weinen zu lassen. Sorry, aber wenn jemandem so wichtig ist, dass das Kind 2 Löffel mehr ist beim Mittagessen, finde ich das tatsächlich bedenklich. Vielleicht sollte derjenige dann ein bisschen besser den Tag planen - ist doch klar, dass in so einer Runde immer was Essbares da ist.
Und hier gibt es regelmäßig Obst, wenn wir kochen - ist doch egal ob sie das vor dem Essen oder danach als Nachtisch isst. Und wenn mein Kind 2 Nudeln weniger isst, weil es ein Erdbeeren-/Kirsch-Bäuchlein hat, finde ich das nicht erwähnenswert. Wobei hier gestern Massen an Erdbeeren, Kirschen und Gurke beim Kochen gespachtelt wurden und dann ein ganzer Kinderteller Nudeln verputzt wurde.
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Ratze »

mama2008 hat geschrieben:
Ratze hat geschrieben:Mein Kind darf übrigens auch selbst entscheiden, wann und wieviel es essen möchte. ;-)
meins nicht :wink:

hier gibt es auch nicht ne halbe stunde vor dem mittagessen was zu essen, denn sonst steht mein essen da und kind ißt nix weil vor ner halben stunde was gegessen und bei uns sind drei mahlzeiten gemeinsame essenzeiten an denen ich auch möchte, dass die anwesenden familienmitglieder gemeinsam essen.
Naja, wenn er ne halbe Stunde vor dem Essen schon Hunger hat, dann geb ich ihm schon eIne Kleinigkeit, wie z.B. eine Dinkelstange oder ein Obststück. Damit ist er dann auch eigentlich immer zufrieden und braucht nicht noch mehr. Bei den Mahlzeiten ißt er dann trotzdem noch ordentliche Portionen. In dem Alter können die Kinder ihre Bedürfnisse noch nicht zurückstecken und wenn der Hunger da ist, dann muß eben auch was zu essen her.
Kekse hat er letzte Woche zum ersten mal bekommen (konnte ich nicht verhindern, er wurde von einem anderen Kind gefüttert) aber da hört er auch auf, wenn er satt ist. Die Uroma wollte ihn gestern mit Keksen füttern, aber zu ihrem Leidwesen hat er nach 2 kleinen Keksen keinen Hunger mehr gehabt und wollte keine mehr :mrgreen:
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Sibi »

Ratze hat geschrieben: Bei den Mahlzeiten ißt er dann trotzdem noch ordentliche Portionen. In dem Alter können die Kinder ihre Bedürfnisse noch nicht zurückstecken und wenn der Hunger da ist, dann muß eben auch was zu essen her.
Das ist bei mir heute noch so. :lol: Und trotzdem esse ich gern und viel bei den Hauptmahlzeiten. Und trotzdem habe ich einen BMI von 20.

Mein Ziel ist auch, dass erst gar kein Hieper auf ungesundes entsteht. mein Kind bekommt unkommentiert auch mal Junkfood. Bisher geht die Strategie auf und sie mag davon nur wenig oder auch gar nichts. Aber man muss eben wirklich vertrauen auf die Selbstregulation. Obst und Gemüse wird hier auch nicht als gesund bezeichnet. Es gibt einfach sehr buntes Essen - Einfluss nehmen wir nur darüber, dass es Pommes oder Kuchen eben nicht so oft gibt. Aber wenn es das gibt, darf sie davon essen, soviel sie will bzw. bis es alle ist - wir Großen können über schnelleres Essen also auch direkt regulieren. :mrgreen:
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Ratze »

Sibi hat geschrieben:
Ratze hat geschrieben: Bei den Mahlzeiten ißt er dann trotzdem noch ordentliche Portionen. In dem Alter können die Kinder ihre Bedürfnisse noch nicht zurückstecken und wenn der Hunger da ist, dann muß eben auch was zu essen her.
Das ist bei mir heute noch so. :lol: Und trotzdem esse ich gern und viel bei den Hauptmahlzeiten. Und trotzdem habe ich einen BMI von 20.

Mein Ziel ist auch, dass erst gar kein Hieper auf ungesundes entsteht. mein Kind bekommt unkommentiert auch mal Junkfood. Bisher geht die Strategie auf und sie mag davon nur wenig oder auch gar nichts. Aber man muss eben wirklich vertrauen auf die Selbstregulation. Obst und Gemüse wird hier auch nicht als gesund bezeichnet. Es gibt einfach sehr buntes Essen - Einfluss nehmen wir nur darüber, dass es Pommes oder Kuchen eben nicht so oft gibt. Aber wenn es das gibt, darf sie davon essen, soviel sie will bzw. bis es alle ist - wir Großen können über schnelleres Essen also auch direkt regulieren. :mrgreen:
Sehe ich genauso :-)
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Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Ginevere »

Wenn meine vor dem Essen eine Dinkelstange bekommt, isst sie beim Essen dann gar nichts mehr!
Wie soll ich denn da meinem Tag anders planen? Ich könnte dann zu solchen Treffen gar nicht mehr gehen..,


... jetzt auch mobil online und daher ungewohnt wortkarg...
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Sakura
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Re: Ich bin von Mamatreffen oft nur deprimiert

Beitrag von Sakura »

katpaje hat geschrieben:Vielleicht hatte sie Sorge, dass das Kind dann zur nächsten großen mahlzeit nicht ausreichend ist?
nein, definitiv nicht. das habe ich sie auch gefragt, sie sagte, das sei nicht das problem. ihr kind isst einfach viel, und da wolle sie ihn bremsen.
einfach so. damit er nicht soviel isst. denn er isst viel, auch wenn er kurz vor dem abendessen noch obst gegessen hätte.

aber :oops: ich mag auch diese pauschalverurteilungen nicht anwesender mütter nicht, nur weil sie es anders machen als die meisten von uns hier.
ich habe die mutter nicht verurteilt, ich habe nur geschrieben, dass es MIR das herz gebrochen hat.

Holle hat geschrieben:Allerdings werde ich oft schief angeguckt, weil er noch niemals Schokolade oder anderen Süßkram gekostet hat. Er verlangt´s nicht, ich gebe es ihm nicht.
das finde ich etwas komplett anderes.
das kind saß da, und hat vor hunger und verzweiflung geweint. und die anderen kinder haben VOR SEINEN AUGEN die erdbeeren gegessen.

mama2008 hat geschrieben:hier gibt es auch nicht ne halbe stunde vor dem mittagessen was zu essen, denn sonst steht mein essen da und kind ißt nix weil vor ner halben stunde was gegessen
dein jüngstes kind ist fast doppelt so alt wie besagtes kind. finde ich einen großen unterschied.
und es war nachmittags um 4. und es handelte sich um erdbeeren.


nochmal: es ist ein kind, dessen essen immer reguliert wurde, und das daher - ich will es nicht gedeihstörung nenne, aber es rutschte auf den perzentilen immer weiter runter, bis unter die dritte perzentile. ich stecke nicht drin, aber ich kann mir vorstellen, dass der kleine mann einfach nur aufholen will.

und selbst wenn.... es war ja nicht der fall, dass das kind eine halbe stunde vor dem essen eine dinkelstange will, und dann nichts mehr essen will. wir saßen in fröhlicher runde im garten auf decken, und haben alle zusammen erdbeeren gegessen. wenn mein kind nach so einem kleinen gartenfest keinen hunger mehr hätte, dann würde ich sagen, meine güte, war eine schöne feier, dann ist es eben heute mal so. wenn ich beim kochen bin, und sie ningelt schon rum, dann gebe ich ihr auch nichts, weil es gleich essen gibt. aber das war ein nachmittag in garten.

und ist ja auch egal. bei besagtem kind ist es NICHT das problem, dass er abends dann nichts mehr essen würde, im gegenteil. und das hat auch die mutter selbst so gesagt. sie wollte einfach, dass er aufhört mit essen, damit er nicht immer soviel isst. was mir jetzt immer noch egal wäre. aber mich hat es getroffen, dass dann ein 14 monate altes kleinstkind dasaß, und verzweifelt schluchzte, während die anderen kinder vor seinen augen erdbeeren gegessen haben.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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