So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sternenfaengerin
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Sternenfaengerin »

da kann ich mich auch nur aufregen.... hatte mir eine hebamme auf empfehlung gesucht, die mir mehrfach allerwärmstens empfohlen wurde... das 3-std. spiel sollten wir auch machen, hat allerdings gut geklappt, weil der kleine eh nur alle 3 std. am anfang kam.... ansonsten bitte mit fencheltee herauszögern.
was nach wie vor tief sitzt: sie wäre ja froh, wenn wir wenigstens 3 monate voll bekommen würden....

ich war davon überzeugt, dass ALLES (!!) was mir die empfohlene hebamme meines vertrauens mir sagte, so richtig ist. ich hatte ja auch keinen anderen ansprechpartner.....

natürlich kam um den 3. monat herum die krise... ich hab sie angerufen und der einzige kommentar war (darauf, dass er an der brust so rumzackert), das ist normal, kann 4 - 6 wochen dauern (ich solle ihm doch für nachts eine brust und danach premilch geben, dann könne ich auch mal länger schlafen) :shock:
war nicht normal, der kleine nimmt kaum zu. bin von pontius zu pilatus gerannt, von ärzten zur stillberaterin, die daraufhin feststellte, das meine brust total hängt und "dörr" ausschaut... hatte superwenig getrunken und die milchproduktion war etwas zurückgegangen... wäre die initiative nicht von mir ausgegangen und würde ich nicht unbedingt stillen wollen, wäre es das wohl gewesen :(

ich finde es sehr, sehr schade, dass man so nicht geholfen bekommt. im krankenhaus war es eigentlich ganz okay, naja, die schwestern hatten mich vergessen und mir wurde erst am 3. tag gezeigt, wie man richtig anlegt, aber dank instinkt hat das bei uns gut geklappt.

ich weiss nicht, ob unsere stillprobleme verhinderbar gewesen wären, oder ob sie einfach eine prüfung dafür waren, dass ich nun weiss, dass ich "wirklich" stillen will. vor der geburt war ich eher der meinung "schaun mer mal", wenn es klappt ist gut, ansonsten gibt es eben fläschchen, bloß nicht unter druck setzen...

wenn jemand nicht überzeugt und sehr hartnäckig ist, geht das ganz ganz schnell nach hinten los, ich finde das nicht fair, denn es sind viele frauen, die einfach ihrer hebamme blind vertrauen (wie es eigentlich ja auch sein soll...) und die darunter leiden, dass sie nicht länger stillen konnten (durften)
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opalinchen
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von opalinchen »

Sinnvoll wäre es doch, direkt nach der Geburt zu fragen: Möchten Sie stillen?

Und wenn dann ein "ja" kommt, dann holt die nette Hebamme ihre nette Kollegin, die Stillberaterin mit dazu. Kann man sich ja vielleicht bei stillerfahrenen Mehrfachmamas sparen. Würde den unerfahrenen Erstmamas (wies meiner einer vor 4 Monaten war) bestimmt nich schaden...

In meinem KKH gabs übrigens ne ausgebildete Stillberaterin (wusste ich aber vorher net :roll: ). Die kam aber erst nach der Visite am nächsten Tag .. da hatte ich schon eine mehr oder weniger anstrengende Nacht hinter mir, unwissend ob ich die Kleine jetzt am besten dauernd anlegen sollte, oder, wie mir eine (ansonsten super nette!) Schwester geraten hatte: wennse Hunger hat hören se das schon, das wird dann richtig laut! Naja, vom dauernuckeln (hab mich fürs Dauer-quasi anlegen entschieden) hatte ich dann schwupps sau-empfindliche BW, da gabs dann am 2. Tag im KKH Wollfett für mich. Und weil ich nicht wusste was ich tun sollte, weil die Kleine nur schrie und schrie und schrie: nen Fläschchen mit Gluckose-Lösung. (Stillerberatung gibts nämlich nur nach der Visite, ansonsten sind halt nur Schwestern da gewesen, und die meinten a) da müssen sie durch bis die Milch kommt und b) so ein Gluckose-Fläschchen schadet net) Weil ich aber die Kleine nich schreien hören konnte, gabs also Fläschlein (und NEIN natürlich hat mir keiner was von ner Saugverwirrung erzählt :twisted: )

Daheim kam dann meine NAchsorgehebi, beguckte sich meine blutende BW und meinte: am besten alle 3h anlegen, jeweils nur eine Seite geben. Wenns geht diese Zeiten einhalten, damit die BW Zeit haben zu heilen.. nuja, das haben wir eingehalten (ich hätts auch nich anders ausgehalten, und die Maus hat da eh noch eeeewig geschlafen zwischendurch) bis die BW abgeheilt waren (hat ja auch bloß 2 Wochen gedauert...). Und jetzt machen wir wie wirs für richtig halten. (Dank der Lektüre von: Hannah Lothrop, und jede Menge Internet und aufgeklärten Foren-Userinnen *g*)

Aber von großartiger Hilfe beim stillen kann ich auch nicht berichten.. Der erste Anlegeversuch direkt im Kreißsaal sah übrigens so aus: erschöpfte Mama + dick eingemummeltes Kind + eine Hebamme, die uns aneinanderdrückte, ein bisschen BW in den Kindermund schob und beim schon wieder wegdrehen noch meinte: Aber nich in dem Winkel, das gibt wunde BW :twisted: Dat war allet..
LG Sabrina mit Selina (*11/2008) und Alex (*08/2011)
Sternenfaengerin
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Sternenfaengerin »

...ich wollte ihm im kreißsaal direkt anlegen (hatte DAS STILLBUCH schon etwas angeschaut), da meinte die anwesende Hebamme, ich soll das Kind doch nicht zum Essen zwingen. Ein paar Tröpfchen hab ich ihm dann aber doch in den Mund geschoben - ha!
Optimistin
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Optimistin »

wunderpflanze hat geschrieben: Der Hauptgrund soll wohl der KS zwei Wochen vor Termin gewesen sein. Da wäre die Brust noch nicht vorbereitet gewesen.
:?: :?:

ich hatte eine woche vor termin den kaiserschnitt wegen querlage des kindes und bin nicht mal ansatzweise auf die idee gekommen, dass das das stillen beeinträchtigen könnte ... ich hab lilly automatisch, als ich sie in den arm bekommen habe, angelegt und sie hat getrunken ... :wink:

hab jetzt nicht alles gelesen, daher nur dazu eben diese anmerkung ...
ganz liebe grüße,

h. mit der großen (07/94) und der kleinen (03/06)
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Feleni »

heike hat geschrieben:
wunderpflanze hat geschrieben: Der Hauptgrund soll wohl der KS zwei Wochen vor Termin gewesen sein. Da wäre die Brust noch nicht vorbereitet gewesen.
:?: :?:

ich hatte eine woche vor termin den kaiserschnitt wegen querlage des kindes und bin nicht mal ansatzweise auf die idee gekommen, dass das das stillen beeinträchtigen könnte ... ich hab lilly automatisch, als ich sie in den arm bekommen habe, angelegt und sie hat getrunken ... :wink:

hab jetzt nicht alles gelesen, daher nur dazu eben diese anmerkung ...

Lilly ist aber auch Deine Zweite!

Ich hab ja auch bei Jan vergeblich abgepumpt, dann zugefüttert, etc. weil ich in dem Glauben war, die im KKH und die Nachsorgehebamme wissen Bescheid und sagen mir alles, wenn ich mich fürs Stillen entscheide. Weit gefehlt.
Hätte ich SuT nicht gefunden, hätte ich sicher im 2. Schub (nach 6 Wochen???) genauso Fläschchen zugefüttert wie meine Hebi es beim 1. Schub schon riet (und das im gleichen Atemzug mit der Buchempfehlung "Oje ich wachse", was ich mir irgendwie nicht erklären kann) und wohl nicht so lange gestillt, wie ich es tat (ok, manch eine findet 16 Monate ggf. eher kurz).

Was mache ich mit meiner Cousine? Sie wohnt weit weg, hat im Dezember entbunden und "kann" angeblich nur 2x am Tag stillen - grummel.... Ich hab ne Stillberaterin in relativer Nähe für sie rausgesucht. Aber telefonisch wirds schwer, da meine Cousine hörgeschädigt ist und mehr per Gebärden macht und eher wenig spricht (auch mit ihrem Sohn nicht, der bekommt den Fernseher angemacht statt Mamas Stimme - und sie kann sich eigentlich schon ziemlich gut verständigen). Ich glaube kaum, daß sie telefonische Anweisungen versteht...

So, schweres Thema, zu spät entdeckt, ich muß jetzt schlafen!

Gute Nacht!
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von aida1903 »

wunderpflanze hat geschrieben:
aida1903 hat geschrieben:aber ein satz von dir stört mich. der ist für mich und auch andere "flaschenmamas", die ich kenne,
nämlich sehr verletzend:
wunderpflanze hat geschrieben:(Flasche ist halt bequemer für Mama weil dann der Papa nachts auch mal machen kann).
:oops: Sorry, so wars nicht gemeint ...
Ich hab nur auch Mütter kennengelernt, für die genau das der Grund gegen das Stillen war.
Mir ist klar, dass das nicht bei allen der Fall ist - war wirklich nicht böse gemeint ... *aufknienumverzeihungbitte*

na, wenn du sogar auf die knie gehst, dann verzeih ich dir nochmal! ;-)
meine beschwerde war auch nicht bös gemeint, aber mir geht das soooooo gegen den strich!

apropos gründe gegen das stillen: bei uns im rückbildungskurs ist jetzt ne neue, die nicht stillt weil ihre freundinnen ihr gesagt haben, dass
1. die brust dann so hängt (die gute hat dinger, mit denen kannste jemanden erschlagen... aber schon hängend) und dass 2. dann die
bröckchen durch die brust kommen :?: . und deshalb stillt se nicht...

liebe grüße
aida
Beste Grüße
Aida
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von AmysMom »

Feleni hat geschrieben: Was mache ich mit meiner Cousine? Sie wohnt weit weg, hat im Dezember entbunden und "kann" angeblich nur 2x am Tag stillen - grummel.... Ich hab ne Stillberaterin in relativer Nähe für sie rausgesucht. Aber telefonisch wirds schwer, da meine Cousine hörgeschädigt ist und mehr per Gebärden macht und eher wenig spricht (auch mit ihrem Sohn nicht, der bekommt den Fernseher angemacht statt Mamas Stimme - und sie kann sich eigentlich schon ziemlich gut verständigen). Ich glaube kaum, daß sie telefonische Anweisungen versteht...
Sie könnte die Stillberaterin per E-Mail kontaktieren. Oder ihr Partner, ihre Freundin oder irgendeine andere vertraute Person ruft die Stillberaterin an, weist auf die besondere Situation mit dem Gehör deiner Cousine hin und funktioniert als Dolmetscher sozusagen. Oder die beiden vereinbaren irgendwo einen persönlichen Termin. Da wird es schon sicher einen Weg geben... wenn deine Cousine auch wirklich will...
Liebe Grüße
F.

mit SchnubbelSchnu (08/2008), WuselPusel (04/2011) und WuschelPuschel 08/2014

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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Feleni »

Du hast Recht, an E-Mail hab ich in dem Zusammenhang gar nicht gedacht. Das hat sie sicher...
Ja, die Betonung liegt eher auf "wenn sie wirklich will", denn ihre Schwester ist ganz anders drauf als sie (hat kurz nach ersterer Cousine ihr 2. Kind bekommen), aber sie kommt wohl auch nicht weiter...
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von kasali »

Ich finde auch, dass es viel zu wenig qualifizierte Stillhilfe, gerade am Anfang, gibt.
wunderpflanze hat geschrieben:
Viele wissen gar nicht, dass es Stillberaterinnen gibt - wird ja auch nicht unbedingt schon im GebVorKurs erzählt (erlebe ich grad selbst).
Da hast Du allerdings recht, ich wusste das auch nicht, dachte immer, dass Hebammen automatisch auch Stillberatung machen und dahingehend ausgebildet sind. Dass es spezielle Stillberaterinnen gibt, habe ich erst herausgefunden, als ich nach der Geburt nach Still-Infos gesucht habe.

Bei mir war die Stillhilfe nach der Geburt auch eher bescheiden. Allerdings muss ich dem KH-Personal zugute halten, dass ich nach der Geburt sehr bald (allerdings erst nach U1 und nähen) zum Anlegen aufgefordert wurde und niemand mich zum zufüttern drängt. Aber sonst... Lina hatte Probleme meine sehr flachen Brustwarzen zu fassen und dazu noch am Anfang sehr viel geschlafen und jede Schwester hat mir was anderes erzählt. Irgendwann bekam ich dann Stillhütchen und damit hat es dann geklappt, worüber ich sehr froh war. Doch dann zu Hause kamen die blutigen Brustwarzen... und eine stillunerfahrene Hebamme. Hätte ich dazu noch Probleme mit Milcheinschuss, Milchmenge, Brustentzündungen gehabt, hätte ich wahrscheinlich aufgegeben. Doch ich hatte Glück, nachdem die BWs einigermaßen abgeheilt waren, haben wir es sogar geschafft, die Hütchen wegzulassen (nachdem mir die Hebamme dahingehend wenig Hoffnung gemacht hatte) und schließlich sogar über 3 Jahre gestillt :D

Sorry für den Roman, aber mir gehen solche Anfangsprobleme immer sehr zu Herzen. Ich glaube, ich sollte mal unsern Stillbericht aufschreiben..
Liebe Grüße von kasali mit Tochter (11/05) und Sohn (11/09)
Selene
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Re: So wenig Stillhilfe für frischgebackene Eltern

Beitrag von Selene »

Muß auch mal was schreiben:
Meine Schwester hatte Probleme mit dem Kreislauf nach der Geburt (viel Blut verloren), die Kleine bekam dann Glucose und meine Schwester hat ab und zu probiert zu stillen, ansonsten abgepumpt. Ich habe ihr die Telefonnummern von Stillberaterinnen gegeben und nix kam hinterher. Sie pumpt jetzt ab (immerhin).

Das Zweite: Ich habe heute mit meiner Schwägerin telefoniert, dabei erzählte sie, daß sie vor drei Wochen abgestillt hat. Grund: Die Kleine schrie nach zwei Stunden wieder, dann bekam sie die Flasche und war ruhiger.

Hätte ich da was zu sagen sollen? Blöde Situationen, wenn es in der eigenen Familie ist :(
Lg,
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Clauwi-Trageberaterin (GK und AK)
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