Hallo,
solche Phase hatte ich auch immer wieder mit Sarah. Die ist jetzt 19 Monate alt und vor drei Monaten habe ich nur noch geschimpft, weil sie nachts dauerstillte.
Ich habe sie beobachtet, weil mir das komisch vorkam. An irgendwas musste es liegen. Bei uns war es der Umzug, gleichzeitig Wachstumsschub und sie lernt im Augenblick in einer solchen Geschwindigkeit, dass sie stillen zur Beruhigung braucht. Hinzu kam, dass sie auch zuwenig andere Flüssigkeiten getrunken hat.
Ich gebe ihr seitdem tagsüber immer Wasser in ihre Tasse und das mehrmals und achte darauf, dass sie das auch trinkt. Seitdem ist sie friedlicher und stillt nachts nur noch 2-3 mal. Und wenn ich dann mal sehr müde bin sage ich: "Bitte lass Mama los, ich bin soooo müde. " Dann antwortet sie:" Mama heia." und ich sage:" Ja, Mama ist müde und will heia machen." Dann dreht sie sich auf den Rücken und murmelt:" Auch heia." und schläft wieder ein. Bis sie das begriffen hat musste ich das aber öfte mal wiederholen.....ohne sie weinen zu lassen.
Vielleicht braucht dein Kind im Moment viel Trost. Dann könntest du versuchen herauszufinden, ob ein bestimmtes Schmusetier zum überbrücken hilft.
Und ich habe selbst festgestellt, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, wenn ich meine Tochter nachts nicht stillen wollte. Das hat sie prompt gemerkt und dann noch öfter getrunken.
Ich habe einen kleinen Vampir geboren....Sarah hat mit 3 Wochen jeden Abend von 20-24 Uhr durchgestillt und das 6 Monate lang.
Oft war ich kurz davor aufzugeben. Aber mein Mann hat mir sehr geholfen, trug sie dann im Tragetuch herum, ging abends noch mal mit ihr spazieren und verschaffte mir so etwas Luft.
Ich bin keine Übermutter und brauche auch mal Pause. Wir Frauen verlangen oft zuviel von uns selbst und dann explodieren wir, weil wir erschöpft sind. Ich lerne auch noch immer mir selbst mehr Luft zu lassen, nicht bis zur Selbstaufgabe meinem Kind zur Verfügung zu stehen. D.h. ich gehe auch mal eine Stunde spazieren, tanke ein bisschen auf und wenn ich wieder komme, hat alles super geklappt.
Wenn ich nämlich da bin, ist die Brust verfügbar und dann wird getrunken....am liebsten dauernd
Wenn ich aber mal weg bin, kommt sie sehr gut ohne Brust klar.....dann trinkt sie Tee oder Wasser, isst vom Teller ohne Probleme und kann sehr viel mehr als mit mir.
So hat Sarah auch essen gelernt. Ich konnte sie nicht füttern, bei mir hat sie nichts gegessen, weil ich Brüste habe
Aber wenn ich aus der Küche ging hat sie bei ihren Schwestern abwechselnd mit vom Teller gegessen. Sobald ich wieder an den Tisch kam hörte sie sofort auf und verlangte nach der Brust. Ich glaube es hängt damit zusammen, dass wir verfügbar sind und das dauernd. Wer von uns würde auch nicht gleicht zulangen, wenn er das leckerste Büffet vor der Nase hätte und Brüste kann man nicht abschrauben und in den Kühlschrank stellen.
Demnächst will ich ein Seminar besuchen und bin dann abends von 17-22 Uhr weg. Bin mal gespannt wie das klappt. Wahrscheinlich wird es besser klappen, als ich dachte. Denn ich mache mich oft umsonst verrückt
Vielleicht findest du mit meinen Lösungen eine eigene Lösung für dich selbst. Wir Frauen sind doch sehr kreativ
Alles Gute
Petra