Meine Mutter war in den '60ern Krankenschwester auf einer Entbindungsstation. Dementsprechend sind ihre Einstellungen zum Umgang mit Kindern... Aber was ihre drei eigenen nicht geschafft haben, das tun jetzt die Enkelkinder - Muttern denkt um!
Als meine Nichte im letzten Jahr geboren wurde erzählte sie mir skeptisch vom "herumgeschleppe", das Kind werde verwöhnt und die arme Mutter hätte nie ihre Ruhe. Ich war da wohl die richtige Ansprechpartnerin, schließlich habe ich meine Tochter nie im Tuch herumgeschleppt (dafür hatte ich richtige Muckies im Arm und konnte alle Dinge des Alltags einhändig erledigen

).
Ich erklärte ihr wie toll es für die Kleine ist, das Neugeborene sicher noch nicht berechnend sein können um ihre Eltern zu tyrannisieren, sondern das das Baby einfach seine Mama vermisst nachdem sie so lange im Bauch war.
Durch das TT kann mein Bruder die Kleine auch betreuen wenn er arbeiten muss, und meine Schwägerin schafft ihre Hausarbeit ohne das die Kleine ständig brüllt (Hausarbeit zieht als Argument super!). Also ist es auch eine tolle Methode für die Papa-Kind Bindung.
Erst wurde sie nachdenklich und fand meine Worte garnicht so verkehrt, inzwischen habe ich das elastische TT meines Bruders geerbt, weil tragen ja so gut ist

.
Ich finde es toll, wenn die älteren Generationen noch bereit sind umzudenken und ihre eigenen Erfahrungen in Frage zu stellen. Wenn meine Mutter irgendwann auf die Idee kommt, das es nicht richtig war uns nur alle vier Stunden zu versorgen und ansonsten brüllen zu lassen (Babies brauchen ihre Ruhe

), dann kriegt sie 'nen Orden!
