Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Solyra
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Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Solyra »

Hallo zusammen,

eine Freundin von mir hat vor 3 Tagen (Montag) ihr Kind zur Welt gebracht. Es ist ein kleiner Junge, der zwar 3 Wochen zu früh kam, aber trotzdem ein gutes Gewicht hatte. (3300g bei 54 cm).
Ihre Einstellung zum Stillen: Sie möchte es gern, wenn es aber nicht klappt, ist Flasche geben genauso gut.
Der kleine schläft sehr sehr viel, bisher ist er wohl noch nie von sich aus wach geworden, sie muss ihn immer zum Stillen wecken (durch wickeln), und dann muss sie ihn auch immer zum Trinken animieren, damit er überhaupt saugt.

Gestern waren wir im Krankenhaus und da hatte er schon 250g abgenommen, heute wollte sie eigentlich nach Hause, darf aber noch nicht, weil er noch mehr abgenommen hat (genaue Zahl weiß ich jetzt nicht). Von Milcheinschuss natürlich noch keine Spur.

Man, ich glaube nicht, dass sie noch länger durchhält. Warum kann es eigentlich nicht immer so gut klappen wie bei mir?
Mensch, wenn ich solche Schwierigkeiten gehabt hätte, hätte ich gekämpft. Vielleicht tue ich ihr auch grad Unrecht und sie versucht es weiter, mal schauen.
Ich hab sie eben per SMS gefragt, ob sie jetzt Flasche geben will. Bin mal auf die Antwort gespannt.
Gestern hat sie noch gesagt, es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen zum Stillen gibt... :(

Das wäre dann schon wieder so ein Fall von: Ich wollte ja stillen, aber es hat nicht geklappt... :?
Liebe Grüße
Solyra mit

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Solyra
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Solyra »

Jetzt schrieb sie, dass sie inzwischen Milcheinschuss hatte, aber der Kleine saugt halt immer noch nicht.
Jetzt will sie es mit Abpumpen und dann über Flasche geben versuchen.
Ich weiß jetzt gar nicht, was ich dazu sagen soll. Kann das so klappen?
Ich wollte jetzt nicht mit Saugverwirrung und lieber Bechern anfangen, sonst setz ich sie doch nur unter Druck, das will ich nicht.
Liebe Grüße
Solyra mit

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Muschelsucherin
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Muschelsucherin »

Ruf sie doch mal an und animiere sie zum Kuscheln mit dem Baby. Am besten nackt im Bett. Zum Saugen kann sie ihn mit dem kleinen Finger annuckeln lassen und dann zur Brust "überleiten".
Außerdem würde ich ihr die Nummer einer Stillberaterin aus ihrer Nähe raussuchen und sagen, dass sie dort anrufen soll.
Von der Flasche würde ich ihr abraten, wegen der Saugverwirrung. Sie sollte besser alle künstlichen Sauger vermeiden.
Ich musste meinen Sohn anfangs auch immer wecken. Er hat gerne mal 4 bis 5 Stunden am Stück geschlafen, das war mir viel zu lang.
Sie soll ihn ruhig wecken zum Trinken.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
Sagittaria
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Sagittaria »

Kann da nicht mal ne Stillberaterin drauf gucken?

Anna musste das Saugen auch erst lernen ;)
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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Solyra
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Solyra »

Ich glaube, für eine Stillberaterin ist sie nicht motiviert genug... Die Schwestern im Krankenhaus sind ja da. Eine davon ist auf jeden Fall total super, hab ja auch da entbunden.
Die Tipps mit dem Nacktkuscheln und Fingersaugen klingen gut, hab ich ihr jetzt auch übermittlet. Danke dafür. :)
Liebe Grüße
Solyra mit

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Iris
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Iris »

Milcheinschuss - super! Dann kann es doch losgehen. Bisher sehe ich keinen großen Grund zur Sorge. Ab jetzt wird das Kind zunehmen, wenn es oft genug gestillt wird.
Wenn sie stillen will, sollte sie AUF KEINEN FALL mit der Flasche füttern, schon gar nicht, wenn es so aussieht, als hätte das Kind Probleme mit dem Saugen. Das Saugen an der Flasche ist ein anderes als das Saugen an der Brust.
Sie soll ganz oft anlegen, darauf achten, dass das Kind den Mund schön weit aufmacht (das kann man dem Kind enfach vormachen und dabei immer dasselbe Wort sagen, z. B. "Auf!"). Wenn das Kind dabei einschläft, hilft es, es nicht zu warm anzuziehen - nackte Beinchen sind gut, dabei kann man auch die Füße oder Hände ein wenig kneten.
Eine Weckmethode ist der Schlafpuppentrick: Mutter legt das Kind auf die ausgestreckten, parallel gehaltenen Unterarme und schaukelt es rauf und runter. Beim Aufrichten machen die Kinder meist die Augen auf (wie Schlafpuppen eben). Bei meiner Kleinen hat es funktioniert, die war auch so ne Penntüte.
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Kirsten »

Nun muss ich Deine Freundin mal in Schutz nehmen.
Ich habe je zwei Kinder ohne Schwirigkeiten gestillt, mein drittes mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte dann 8 Monate pumpgestillt, und nun habe ich ein Small-for-date-Baby, wo es wieder nicht klappen will - sie saugt einfach nicht effektiv, egal was ich versuche, dabei habe ich ja auch die AFS-Ausbildung und einiges an Erfahrung. Es ist aber nun mal nicht immer so einfach, und wenn Du in der Situation steckst, dass Dein Baby einfach nicht zunehmen will oder sogar abnimmst, ist das beileibe nicht einfach. Ich habe die Kleine eine Stunde an der Brust, und danach hat sie nur 20 ml intus! Und dann kann ich mich nochmal eine halbe Stunde hinsetzen, um ihr den Rest abgepumpter Milch irgendwie hineinzukriegen. Da entwickelt man regelrechte Hassgefühle auf das Baby, das einfach nicht trinkt, das kannst Du Dir vielleicht gar nicht vorstellen, wenn Du es nicht selbst erlebt hast. Wenn Du kämpfst und kämpfst und sich irgendwie gar nichts tut, außer dass die gesamte Situation Dich und den Rest der Familie nur noch belastet. So geht es mir zumindest im Moment, und ich wünschte machmal schon, dass mir das Stillen nicht so verdammt viel bedeuten würde und ich einfach ohne schlechtes Gewissen die Flasche geben könnte, das wäre vielleicht für uns und unser Baby am besten. Du weißt ja nicht, ob es Deiner Freundin insgeheim nicht doch genauso geht...kämpfen ist gut und schön, aber nicht immer wirklich hilfreich für alle.
Sorry, das mußte ich gerade mal loswerden... :cry:
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Iris
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Iris »

(((Kirsten))) Das tut mir furchtbar Leid! Ich kann deinen Gedankengang sehr gut nachvollziehen, weil ich mich das bei meiner Großen auch immer gefragt habe. Monatelang war das Stillen ein einziger Kampf (lange Geschichte) - wäre es da nicht besser gewesen, die Flasche zu geben? Für mich: Nein. Da bin ich inzwischen sicher. In anderen Situationen: Ja, kann sein. Für dich? Das wirst du selbst herausfinden.
Dennoch ist die oben beschriebene Situation eine andere als deine. Solyras Freundin hat "nur" ein Baby, das wohl recht viel abgenommen hat. Allerdings ist diese Gewichtsabnahme tolerabel: 250 g von 3300 sind 7,6 Prozent. 5-8 Prozent Gewichtsabnahme sind normal, bis 10 Prozent kann toleriert werden. Jetzt, wo auch der Milcheinschuss gekommen ist, wird das Kind rasch wieder zunehmen. Hier sehe ich das Problem eher darin, dass der Mutter unnötiger Stress entstanden ist und damit unnötige Stillschwierigkeiten.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Solyra
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von Solyra »

Hallo, Kirsten, das tut mir echt leid, dass es dir so erging.
Ich hab mich da auch ein wenig zu sehr reingesteigert, nicht zuletzt, weil sié nur ein halbes Jahr stillen will.

Jetzt klappt es übrigens immer besser, sie ist jetzt zu Hause. Vielleicht gefällt es ihr ja und sie stillt doch länger. :wink:
Liebe Grüße
Solyra mit

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fienchen
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Re: Stillschwierigkeiten am Anfang. Schon wieder!!!

Beitrag von fienchen »

Hallo!

Ich denke, die Tipps, die Du ihr gegeben hast, waren die besten! Denn, wenn zuviel "geholfen" wird, dann entsteht ja oft eine noch stärkere Abneigung, weil man sich ja nicht "von jedem" was sagen lassen will.

Meine Freundin hat es leider nicht geschafft :( Auch sie ist so gestartet, wie deine Freundin, wollte ihr Baby dann aber nicht mehr an die brust lassen, weil sie solche Schmerzen beim Anlegen hatte ... Sie hat es zwar auch mit pumpen versucht, aber weil sie im Kopf wohl schon abgeschlossen hatte kam überhaupt kein Milcheinschuss ...

Ich glaube, dass sie es jetzt mit Milcheinschuss und dir als moralischem Beistand und Anlaufstation schaffen kann!

P.S. Ich dachte auch: ein halbes Jahr stillen und dann langsam aufhören ... da entwickelt sich glaub ich erst im Laufe der Stillbeziehung eine andere Einstellung :wink: und daumendrück
Alles Liebe von fienchen mit Töchterchen *01/2008
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