Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Leila
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Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Leila »

Hallo ihr,

ich wollte nur mal eine Frage in den Raum werfen: Überall sieht, hört und liest man ja, daß Kinder unter 1 schon so gut wie gar keine Milch mehr trinken (vor allem Flaschenkinder, aber bestimmt auch Stillkinder...), daß sie mit 4 Monaten brav das Mäulchen aufmachen zum Brei essen und dann nach und nach von der Milch entwöhnt werden... Wenn ich dann komme, und sage, daß meine Tochter (11Monate) so gut wie gar keinen Brei isst, und schon gar keinen süßen (auch mit Obst gesüßten) Getreidebrei, werde ich häufig nur so angeschaut... :shock: Wie das Kind wird davon noch satt, sie muß doch langsam mal lernen zu essen etc. Nun ja, was soll ich machen, sie isst halt nicht wirklich, mal etwas Holle oder Sunval-Brei aus dem Glas (ich koche nicht für sie, solange sie nicht zuverlässig isst... :roll: ) oder halt von unserem Essen (wir essensehr ausgewogen und naturnah). Und dann natürlich ihren guten Liter Holle 1er (Pre gibts von denen ja leider nicht, und Hipp, alete und Co wollte ich nicht) am Tag, stillen konnte ich nicht, da ich fast nen Monat IV-Antibiotika bekommen habe. ICh bin irgendwo der Meinung, daß sie anfangen wird zu essen, wenn sie soweit ist, nur finde ich es verwunderlich, daß sie doch eine Ausnahme zu sein scheint. Oder trauen sich viele andere Mütter nicht, gegen den Strom zu schwimmen, und zuzugeben, daß die Kinder eben nicht sooo gut essen?

Viele liebe Grüße
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010

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Kloesschen
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Kloesschen »

Quatsch mit Soße! Hör auf Deinen Instinkt Du machst das total richtig! Romy hat 10 Monate voll-pump gestillt und auch heute noch braucht Sie eben Ihre Milch (wir mischen mittlerweile Kuh-Hafer und Reismilch) da Sie sehr sehr gerne Ihre Milch trinkt und auch mal ne Mahlzeit aussetzt.

Beikost war bei uns ein Drama, immer nur Kleinstmengen - im Nachhinein betrachtet für mich völlig normal dem nächsten Kindlein werde ich auch mehr Raum gönnen in dieser Hinsicht. Lass Dich nicht verunsichern :D
Viele Liebe Grüße das Kloesschen mit der großen Schwester 06/07 und dem kleinen Bruder 02/09, einem kleinen Wunder 09/10 und einem Baby 02/2013 uuuund noch einem 02/2018) :sling:

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EUfqtw

Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von EUfqtw »

... und es heißt auch nicht, dass Kinder, die "spät" anfangen zu essen sich insgesamt auch später abstillen.

Meine Große wurde nicht lange gestillt, bekam vor dem 6. Monat Beikost (weil sie es wollte und ich würde es auch heute wieder so machen), Flasche gab es dann insgesamt etwas über 20 Monate lang, dann wollte sie nur noch "normal" essen.

Mein Kleiner wurde 8 Monate voll gestillt und hat sich 3 Monate später komplett abgestillt :shock: Es war nichts mehr zu machen, er wollte nicht mehr. Er ist jetzt fast 20 Monate alt, isst weiterhin ALLES - außer Milch :lol: Keine MuMi, keine Kuhmilch, keine sonstige Milch. Auch keinen Joghurt (aber Käse).

Irgendwann kommt für jedes Kind die passende Zeit zum Essen. :P
Gewitterwölkchen

Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Gewitterwölkchen »

Leila hat geschrieben:Oder trauen sich viele andere Mütter nicht, gegen den Strom zu schwimmen, und zuzugeben, daß die Kinder eben nicht sooo gut essen?
Meine Erfahrung: die Kinder, die sich angeblich um Beikost reißen und Unmengen verdrücken, wollten plötzlich, zufällig und unerklärlich kaum etwas essen, wenn ich dabei war. :roll: Lags an mir? Vorzeigeeffekt? Und dann kam bisher die entschuldigende und zerknirschte Rechtfertigung der Mütter, "sonst" esse ihr Kind ja sooooooooo gerne! :roll:

Ich denk mir meinen Teil dazu. :mrgreen:
Rosine
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Rosine »

Unser Kleiner ist jetzt fast neun Monate alt und außer Muttermilch interessiert ihn gar nichts :wink: ...
Wir haben es ein paar Mal mit Gemüsebrei versucht, aber dafür geht der Mund erst gar nicht auf...
Ich seh es gelassen und bin gespannt, wann er von sich aus Lust hat, irgendwas essbares zu Knabbern.
Ich glaube, man muss sich ein "dickes Fell" zulegen, was das Umfeld betrifft. Meine Schwiegerma hat auch schon demonstrativ Brei ins letzte Paket reingesteckt (den dann unser Dreijähriger aus Spaß verdrückt hat). Jedes Kind ist anders - und lieber mit Spaß und Lust irgendwann selber essen als den Brei reingeprügelt bekommen.
Liebe Grüße von J. mit großem Zwerg (2006) , kleinem Zwerg (2008) und kleiner Zwergendame (2010)
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Yvi73
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Yvi73 »

Gewitterwölkchen hat geschrieben:Meine Erfahrung: die Kinder, die sich angeblich um Beikost reißen und Unmengen verdrücken, wollten plötzlich, zufällig und unerklärlich kaum etwas essen, wenn ich dabei war. :roll: Lags an mir? Vorzeigeeffekt? Und dann kam bisher die entschuldigende und zerknirschte Rechtfertigung der Mütter, "sonst" esse ihr Kind ja sooooooooo gerne! :roll:

Ich denk mir meinen Teil dazu. :mrgreen:
Genau das ist im Moment auch meine Erfahrung ;-)
L. 11/05 und L. 03/08
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Struppi
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Struppi »

Wir "üben" hier auch mehr als dass er was zu sich nimmt! Wenn der Löffel kommt, liebt er es drauf zu beissen, mit Fingerfood wird lange gespielt zermanscht und gebröselt und der becher mit Wasser wird geliebt und auch hinterher geweint, aber da ist hinterher mehr drin als vorher :mrgreen:

Alles in Allem muss es halt vom Kind kommen, man kann halt nur anbieten anbieten und wieder anbieten! Und auf Durchzug schalten! Ich kenn hier auch nur Kinder, die Beikost "lieben" und immer und alles aufessen... Obs stimmt, ist mir völlig egal, denn wir machen so weiter und irgendwann mag der kleine Matz auch mal was essen :wink:
Lieben Gruß von Danny mit großem Hasen (3/08) und kleinem Frosch (1/16)
neroli

Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von neroli »

mein bub ist auch noch vollgestillt - mittags isst er mit begeisterung 3 löffel gemüse und nachmittags 3 löffel obst - dazwischen 3-4 reisbällchen und auf der wasserflasche wird herumgebissen was das zeug hält....

ansonsten ist mumi hauptnahrungsmittel...

lg neroli

flächendeckend beikostfrei also :mrgreen:
pisces
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von pisces »

Mein Sohn hat erst vor ca. 4 Wo essen für sich entdeckt- sprich, seitdem ists nimmer "ekelig" :lol:

Jedes Kind ist anders und man sollte seinem Schatz vertrauen, das hat mich mein Sohn gelehrt ;)

Wie sagt man so schön: "Es ist noch keiner am gedeckten Tisch verhungert"

Hör auf deinen Instinkt und dein Kind wird dir zeigen, wenn es essen mag ;)

Kind 1 11/2007
Kind 2 02/2011
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Alles passiert aus einem bestimmten Grund, auch wenn wir ihn manchmal nicht gleich sehen.
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Pips
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Re: Beikost: Klappt das wirklich Flächendeckend sooo gut?

Beitrag von Pips »

Mein Zwerg ist (und ißt wie) ein Scheunendrescher. Ich muß ihn regelrecht bremsen, sonst würde er VOR dem Morgenbrei (vor dem er übrigens ausgiebig gestillt wird...) mind. 2 Bananen verschlingen (und wehe es fehlt mal ein Stückchen Banane (mehr gibt´s nämlich nicht!)!!! Mittlerweile kommt da nur ein lautes "Nana!!!" Geschrei :roll: ).
Ich hab über 6 Monate vollgestillt, wenn es nach dem Zwerg gegangen wäre, hätte ich nur 5 Monate gestillt, naja... Er futtert wirklich Unmengen, aber ich stille ihn trotzdem noch direkt nach dem Aufwachen und Nachmittags. Er liebt diese Nähe auch sehr und genießt es sichtlich, aber er ißt halt auch einfach wahnsinnig gerne, vorallem gerne Fingerfood... :roll: :lol: :18: :wink: 8)
Ich denke auch, wenn ein Kind soweit ist, daß es BEI-Kost essen möchte, dann wird es das auch deutlich zeigen. Allerdings ist es halt auf den ersten Blick etwas mühsamer gegen den Strom zu schwimmen und nur auf seine Instinkte und sein Kind zu hören, aber was gibt es denn eigentlich Schöneres?!
Wenn Dein Baby noch nicht soweit ist, ist doch völlig in Ordnung so. Laß Dich nicht verunsichern!!!
Gruß vom Pips :D
Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind, und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern. Alexandra 2011
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