In dem Buch schreibt Pantley, dass viele eine zu späte Bettzeit fürs Baby wählen in der Hoffnung, es würde dann besonders gut/fest/lange schlafen. Leider geht das oft nicht auf... viele Kinder haben ja am Abend so eine Quengelphase, weil sie müde sind - sollen aber noch nicht ins Bett... wenn sie über den müden Punkt hinaus sind, wird es dann richtig anstrengend (kenne ich!). Ich selbst habe bei meinen großen Kindern schon des öfteren folgendes festgestellt: je später sie abends ins Bett gehen, desto eher sind sie morgens wach (von wegen: morgen mal ausschlafen...) - und auch: ein ausgefallener Mittagsschlaf bedeutet nicht unbedingt guten Nachtschlaf. Darum erschien es mir plausibel, das Baby dann ins Bett zu legen, wenn es richtig müde ist und nicht noch "hinauszuzögern". Tatsächlich steht meine Maus nicht eher morgens auf, nur weil sie eine Stunde eher hingelegt wird am Abend... bei uns hat es also geklappt
Ich schreib das hier ja hauptsächlich für mich auf, ich dachte, vielleicht will ja jemand mal einen Erfahrungsbericht lesen (ich hatte so was hier im Vorfeld gesucht...).
So, und nun noch ein UPDATE:
Leider war nach der Krankheit das abendliche Einschlafen der einzige Erfolg, der dauerhaft geblieben ist. Die letzten Nächte waren so chaotisch und ich bin so müde, dass ich jetzt konsequenter sein will mit der Umsetzung... bedeutet für mich zwar erstmal nächtliches Zeit-um-die-Ohren schlagen, aber ich hoffe, dass es bald besser wird.
Nachdem ich die Maus jetzt mehrmals fast ständig nachts an der Brust hatte, die Brust total wund ist und ich vom DAuerstillen richtig die Nase voll habe, mache ich jetzt folgenden Versuch in den nächsten 7 TAGEN:
- nicht öfter als alle 3 Stunden stillen (sie macht das am Tag problemlos - ich möchte nicht, dass sie die meiste Nahrung in der Nacht aufnimmt - vielleicht wird sie weinen, aber ich kann nicht mehr mit dem Dauerstillen so weitermachen!)
- nach dem Stillen ins eigene Bett zurück (Priorität hat aber, dass sie nicht öfter als alle 3 Stunden gestillt wird, sollte sie mehr als nur meckern in ihrem Bett, darf sie zu mir kommen - notfalls weint sie halt in meinem Arm...)
Ich stelle mich also darauf ein, dass ich nachts im Sitzen stille (damit ich nicth einschlafe) und danach noch an ihrem Bett sitze zu Streicheln, Schnuller geben etc. *gääääähn*
21.11. - die 1. Nacht:
Tagschlaf:
10.45 - 11.00 Uhr im Auto nach der Krabbelgruppe
13.30 - 14.45 Uhr im eigenen Bett
Nachtschlaf:
18.45 Uhr ins Bett, sofort eingeschlafen
22 Uhr geweint, gestillt, zurück ins eigene Bett, mit Schnuller und Streicheln ca. 22.20 Uhr wieder eingeschlafen, nur kurz gemeckert
0.20 Uhr weint, ich setze mich an ihr Bett, gebe Schnuller, streichle sie, sie meckert und schlummert abwechselnd, ich kann mich immer mal kurz wieder hinlegen, schlafe aber nicht,
1.00 Uhr dann gestillt, zurück ins eigene Bett gelegt, sie schläft ohne Meckern sofort ein
1.30 Uhr und 2.30 Uhr kurz aufgeschrien, allein wieder beruhigt
3.00 Uhr weint, ich beschließe, dass ich für diese Nacht "beende" in der Hoffnung auf etwas Schlaf, stille sie, obwohl erst 2 Stunden vergangen sind, lasse sie neben mir legen - oh Wunder, ich darf mich danach umdrehen und wir schlafen beide bis
6.00 Uhr!!!
Gut fand ich den Impuls aus dem NCSS-Buch, ab einer bestimmten Uhrzeit das zu machen, was einem am ehesten Schlaf bringt... für mich also ab 3 Uhr das Kind ins Bett holen und Stillen. So habe ich einen Teil der Nacht "gearbeitet" an unserem Problem und fühle mich heute trotzdem nicht total am Ende... ich hoffe, das klappt die nächsten Nächte auch so...
