Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Karinbrigitta
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Karinbrigitta »

Wahrscheinlich fehlt es auch oft an Unterstützung aus dem Umfeld. Früher, in Zeiten der Großfamilien, haben sich wahrscheinlich in der Wochenbettzeit andere Leute um Haushalt, Geschwisterkinder und Co gekümmert.
[/quote]

Ja, meine Freundin hatte ihre Mutter gebeten, mal zu kommen, um mit der Kleinen mal zwei Stunden spazieren zu gehen, damit sie mal schlafen kann, da hat sie einen Korb bekommen!! Ihre Schwiegermutter musste sie fast beknien, damit die noch ne Viertelstunde länger bleibt, damit sie mal unter die Dusche kann.

Wir dagegen wohnen eine Stunde entfernt - ich bin gleich ins Auto gesprungen, als sie am Telefon geheult hat. Soviel zur Unterstützung durch die Familie.
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Melli22
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Melli22 »

Hannah hat die ersten zwei Monate tags und nachts alle 1- 1 1/2 Stunden getrunken. Manchmal wollt sie auch ne halbe Stunde nach der letzen Stillmahlzeit wieder ran. Ich glaub wenn man sich zu sehr stresst will das Kind noch mehr Kontakt weil es ja die Gefühle von der Mama mitbekommt.
Find es also absolut nicht ungewöhnlich alle Stunde zu stillen.
pisces
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von pisces »

Mein Zauberer hing in den ersten Wochen auch tw. bis zu 6 Std an meinem Busen- die Warzen waren auch wund und blutig-ich konnte höchstens aufs Klo gehen in der Zeit. Ich hab einfach immer weiter gestillt und mich drauf eingelassen- mein Sohn war so sehr zufrieden.

Heute, wo er fast ein Jahr ist und immer noch hauptsächlich stillt und nur nebenher ein wenig isst, ist er, zumindest abends, auch tw. alle 60 Min am Stillen (manchmal schafft er auch 2Std.) bis ich im Bett bin.

Ich seh das auch nicht als Problem oder das meine Milch nicht reicht, obwohl er dann kräftig trinkt.

Ich kann da nur raten: Augen zu und durchhalten (klingt vllt. blöd)- und versuchen beim nächtlichen Stillen weiter zu schlafen-so kann man wenigstens Kraft tanken.
Am Tag kann mans sich in "Marathon Zeiten" ebenfalls gemütlich im Bett machen und beim Stillen schön dösen oder sogar schlafen.

Ich hoffe für die Mamas, dass sie durchhalten :)

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Karinbrigitta
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Karinbrigitta »

Melli22 hat geschrieben:Hannah hat die ersten zwei Monate tags und nachts alle 1- 1 1/2 Stunden getrunken. Manchmal wollt sie auch ne halbe Stunde nach der letzen Stillmahlzeit wieder ran. Ich glaub wenn man sich zu sehr stresst will das Kind noch mehr Kontakt weil es ja die Gefühle von der Mama mitbekommt.
Find es also absolut nicht ungewöhnlich alle Stunde zu stillen.
Und wie hast du das ausgehalten???? Mal ehrlich, man muss doch mal zwei, drei Stunden am Stück schlafen, wenigstens ab und zu mal!!!

Meine Freundin war echt gut informiert, hatte viel gelesen vorher. Aber sie war nur noch fertig. Nachdem mein Mann und ich sie drei Tage lang unterstützt haben, hat sie sich bedankt und geschrieben: "Bevor ihr kamt, war mein Leben praktisch zu Ende".
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Altraia
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Altraia »

Berätst Du die Mütter "einfach so", oder bist Du Stillberaterin?

Ich finde Deinen Rat, dann zuzufüttern, nämlich auch nicht sinnig, sorry.

Mein Sohn hat die ersten sechs Monate alle 1,5 Stunden gestillt. Meine Tochter hatte in den ersten vier Wochen immer wieder Tage, in denen sie bis zu 9 Stunden am Stück, wirklich am Stück, gestillt hat.
Und wie hast du das ausgehalten???? Mal ehrlich, man muss doch mal zwei, drei Stunden am Stück schlafen, wenigstens ab und zu mal!!!
Oh, für einige Monate überlebt man das wirklich ;-). Aber Spaß macht das nicht, ich weiß.
Liebe Grüße,
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pisces
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von pisces »

Karinbrigitta hat geschrieben:
Melli22 hat geschrieben:Hannah hat die ersten zwei Monate tags und nachts alle 1- 1 1/2 Stunden getrunken. Manchmal wollt sie auch ne halbe Stunde nach der letzen Stillmahlzeit wieder ran. Ich glaub wenn man sich zu sehr stresst will das Kind noch mehr Kontakt weil es ja die Gefühle von der Mama mitbekommt.
Find es also absolut nicht ungewöhnlich alle Stunde zu stillen.
Und wie hast du das ausgehalten???? Mal ehrlich, man muss doch mal zwei, drei Stunden am Stück schlafen, wenigstens ab und zu mal!!!

Meine Freundin war echt gut informiert, hatte viel gelesen vorher. Aber sie war nur noch fertig. Nachdem mein Mann und ich sie drei Tage lang unterstützt haben, hat sie sich bedankt und geschrieben: "Bevor ihr kamt, war mein Leben praktisch zu Ende".
Ich denke, man darf sich echt im Kopf nicht zuviel Stress machen- ich denke, dass hat auch viel damit zu tun.
Sie sollte sich vielleicht einfach drauf einlassen und einfach versuchen stillend zu schlafen...
Oder halt mehr Unterstützung durch ihren Mann bekommen- ich weiß, es ist sauanstrengend, aber es geht und man weiß ja sozusagen wofür mans macht ;)
Es ist ja auch kein Zustand auf Ewigkeit 8)

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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Karinbrigitta »

Nein, ich bin keine Stillberaterin, und ich habe beiden auch gesagt, sie sollen auf jeden Fall noch mal mit ihrer Hebamme drüber reden, und ich habe auch gesagt, dass, wenn die Kinder nasse Windeln haben und zufrieden sind, sie sich keine Sorgen machen müssen... naja, wies halt überall zu lesen ist. Aber ich habe natürlich auch erzählt, dass ich voll stillen konnte, nachdem ich bei Jakob zunächst zugefüttert habe. Wenn du alles, was ich geschrieben habe, durchgelesen hast, hast du vielleicht auch mitbekommen, dass die beiden Frauen wirklich völlig am Ende waren. Ich meine, nicht nur erschöpft, weil sie nicht genug Schlaf bekommen, sondern richtig fertig, kurz vorm Zusammenklappen. Da habe ich es mir dann doch erlaubt, mal zu sagen, dass ich es besser finde, wenn sie ab und an zufüttern, dadurch zu Kräften kommen, die Brustwarzen abheilen und sie dann wieder vollstillen können.

Ich glaube, vor allem meine Freundin war kurz vor einer Mastitis. Und das ist ja echt kein Spaß.
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Joni
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Joni »

Hallo,

bei uns war es auch so, dass mein kleiner Spatz ca jede Stunde trinken wollte. Ich fand das erst recht normal, da er ja vier Wochen zu früh war, aber nach 2-3 Wochen bekam ich auch so meine Zweifel ob das so ok ist, vorallem da meine Hebi und der Kia sagten ich solle ihn auch mal hinhalten und die Abstände vergrößern :roll: . Irgendwann war ich dann auch ziemlich fertig und habe mit einer Stillberaterin vier Stunden (!!!!!!) telefoniert, dannach hatte ich verstanden, dass es so in Ordnung ist und der Kleine einfach so viel Hunger hat und das ganz normal ist und irgendwann auch weniger wird. Ich hatte zwischendurch mal Notizen gemacht und wir kamen teilweise wirklich auf 20 Mahlzeiten am Tag :shock: . Natürlich wurden die Abstände dann nach ein paar Wochen auch größer, es hat aber deutlich länger als ein paar Tage angehalten!!!
Die Sache mit dem Zufüttern finde ich ziemlich heikel, denn das kann ja auch sehr schnell das Ende der Stillbeziehung werden und ist eigentlich ja auch nicht nötig, wenn die Zunahme und das Gewicht im Rahmen liegen. Im Kh wurde mir auch zum Zufüttern geraten, aber zuhause habe ich es zum Glück gleich gelassen. bei Wunden BW hat mir Mumi, Luft und Lanolin geholfen.
Wenn die BW immer wund sind ist vielleicht uach die Trinktechnik falsch. Bei meinem Sohn war das Zungenbändchen zu kurz und ich hatte blutige BW, wir haben es eine Woche nach der Geburt anritzen lassen und dann hatte ich keine Probleme mehr. Also wäre das vielleicht auch noch ne Idee das zu kontrollieren.

Und den Schlafmangel bekommt man ganz gut in den Griff wenn man sich immer mit hinlegt und sich beim Haushalt helfen lässt.
C. mit Mops *01/2008 und Maulwurf *08/2011
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Melli22
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Melli22 »

Karinbrigitta hat geschrieben:
Melli22 hat geschrieben:Hannah hat die ersten zwei Monate tags und nachts alle 1- 1 1/2 Stunden getrunken. Manchmal wollt sie auch ne halbe Stunde nach der letzen Stillmahlzeit wieder ran. Ich glaub wenn man sich zu sehr stresst will das Kind noch mehr Kontakt weil es ja die Gefühle von der Mama mitbekommt.
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Und wie hast du das ausgehalten???? Mal ehrlich, man muss doch mal zwei, drei Stunden am Stück schlafen, wenigstens ab und zu mal!!!

Meine Freundin war echt gut informiert, hatte viel gelesen vorher. Aber sie war nur noch fertig. Nachdem mein Mann und ich sie drei Tage lang unterstützt haben, hat sie sich bedankt und geschrieben: "Bevor ihr kamt, war mein Leben praktisch zu Ende".
Man gewöhnt sich an alles, man muss sich nur drauf einlassen.Auch ich hab länger gebraucht um entspannter zu werden, viele meiner Freunde haben bis dahin schon abgestillt... Ich hatte eine ganz tolle Hebamme, die mich immer wieder aufgebaut hat und einen tollen Mann an meiner Seite :wink:
Hannah ist mittlerweile 13 Monate alt und wenn sie Zähnchen bekommt, bekomm ich höchstens 4 Std Schlaf die Stunde, geh nebenbei arbeiten bzw Ausbildung... Es klappt, man muss es nur versuchen und nicht gleich aufgeben! :wink: Denn es kommen auch "bessere" Zeiten.
Liebe Grüße von mir und meinen Kids (2007/2010/2013) einem Sternchen(*Mai `12)




meist klein schreibend da einhändig oder ganz schnell auf'm iPad
Meli 307
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Re: Weshalb gibts so viele Stillprobleme?

Beitrag von Meli 307 »

klar ist es schwer durchzuhalten wenn einem keiner hilft, man noch größere kinder hat. da werden 2 tage zu ner ewigkeit.und die nerven liegen blank.aber wunde brustwarzen liegen an falscher saugtechnik-oder sehe ich das falsch?
wenn man genügend Vertrauen in sich und sein Kind hat wird es leichter, denn die Einstellung dazu ist die halbe Miete.
Zufüttern hilft bestenfalls kurzfristig mal, damit mal kurz Ruhe ist und das Kind satt.Aber dann steigt die Milchmenge nicht genug und das Elend geht weiter.
Aber das muß jeder für sich entscheiden.
Ich hab es 2 mal so gemacht wie du geraten hast(zufüttern) und damit war das Ende des Stillens eingeläutet-Saugverwirrung.
Gruß Meli
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