meine kleine Maus ist jetzt schon 5 Wochen alt! Ich war mir von Anfang an unsicher, ob ich stillen möchte oder nicht. Das Thema habe ich komplett verdrängt vor der Geburt und gesagt, ich entscheide spontan nach meinem Gefühl. Ein riesiger Fehler, weil ich somit keine Ahnung hatte, wie stillen funktioniert.
Die Geburt selber war dann ziemlich heftig, ich stand noch einige Tage völlig neben mir (und war zugepumpt mit Medikamenten...) so dass ich unter denkbar ungünstigen Umständen eine Entscheidung treffen musste. Ich hab dann erstmal gesagt, ich probiere es - so richtig wohl habe ich mich damit aber nicht gefühlt. Es hat dann natürlich nicht geklappt, Unterstützung habe ich mir auch nicht geholt, weil ich es einfach schrecklich fand. Ich hatte keine Ahnung, wie ich sie anlegen soll, sie hat mir in der ersten Nacht schon die Brustwarzen blutig gesaugt und hat am nächsten Tag dann auch die Brust abgelehnt. Noch im Krankenhaus habe ich enorm unter der Entscheidung fürs Stillen gelitten, habe viel geweint und mich schlecht gefühlt.
Nach vier Tagen habe ich sie dann nicht mehr angelegt und begonnen, abzustillen.
So langsam hat sich bei mir hormonell alles wieder beruhigt und ich habe auch die Geburt gut verarbeitet. Und jetzt stellt sich der Gedanke ein, was wäre, wenn ich nicht abgestillt hätte. Zum einen denke ich natürlich an meine Tochter, der ich die Muttermilch doch nicht vorenthalten möchte! Zum anderen stressen mich die Fläschchen. Ich hab dauernd Angst, sie zu überfüttern, weil sie so großen Hunger hat. Sie hört auch nicht auf, zu trinken, wenn sie einfach nur ein Saugbedürfnis hat, aber eigentlich satt ist - bei Pre vielleicht nicht so gut, beim Stillen wäre es kein Problem. Dann kommen aber wieder die Argumente gegen das Stillen - ich kriege sie niemals satt, Angst vor Milchstau und und und...
Heute hatte ich einen Tropfen Milch in der rechten Brust, da hab ich meine Tochter einfach mal angelegt. Und es war okay! Saugen konnte sie noch und sie ist dabei eingeschlafen. Ein paar Stunden später habe ich es nochmal probiert, aber da war wieder das selbe Spiel wie im Krankenhaus - sie hat wahnsinnig feste gesaugt und dann irgendwann frustriert an der Brust geweint.
Ich weiß nicht, ob ich uns einen Gefallen tue, wenn ich es nochmal mit Stillen probiere. Eine Relaktation wäre mit viel Arbeit bestimmt möglich, ein bisschen Milch ist ja anscheinend auch noch da. Ich möchte sie aber nicht weiter verwirren und uns beiden eine weitere Frustration ersparen. Zumindest weiß ich, dass ich nicht vollstillen möchte. Zwiemilch fände ich gut. Aber ist das überhaupt realistisch? Was ist das beste für meine Tochter (abgesehen vom Vollstillen, aber da sehe ich uns nicht..)?
Wenn ich mich entscheide, es nochmal zu probieren, wie gehe ich am besten vor? Einfach immer weiter anlegen? Und wann? Wenn sie hungrig ist, leidet sie doch nur, wenn nichts kommt...
Vielleicht kann mir jemand helfen, meine wirren Gedanken zu sortieren