Ich habe am 19.03. unser erstes Kind, einen Buben, bekommen, per sekundärem Kaiserschnitt nach 28h Wehen (falsche Einstellung des Kindes). Wir konnten ca. 1-1,5 Stunden danach bonden, er hat sofort die Brust gefunden und gesaugt. Ich hatte davor schon Kolostrum ausgestrichen und im KH mit, welches ihm über Spritze vom Vater gegeben wurde.
Ich habe ihn regelmäßig, ca. alle 2 Stunden, aber auch öfter, nach Bedarf, angelegt. Oft hing er nur an der Brust für 2 Stunden oder länger. Wie hatten viel Hautkontakt.
Am Samstag (3.Tag nach Geburt) gingen wir vom KH nach Hause, aufgrund von einer Gewichtsabnahme des Kleinen bei der 10% Grenze sollten wir etwas Pre zufüttern und von meiner Hebamme weiter kontrollieren lassen. 30ml pro Stillmahlzeit nach dem Anlegen war die Empfehlung. Hier ist wichtig, dass sein Geburtsgewicht wahrscheinlich etwas verfälscht ist, da er von den Innfusionen beim KS sicher auch etwas aufgenommen hat und daher etwas aufgeschwemmt gewesen ist.
Wir sind mit Absprache der Hebamme der Empfehlung nur ca. bei 4 Mahlzeiten am Tag gefolgt, in der Nacht haben wir nur über die Brust gefüttert, da es uns ausreichend erschien. Er hatte leichte Gelbsucht, der Wert war aber unter 10.
Am Tag der Entlassung aus dem KH und den Tag darauf merkte ich bereits, dass meine Brüste deutlich voller waren, es flossen sogar ein paar Tropfen aus ihnen.
Am Nachmittag kam die Hebamme, Gewicht gleich zum Vortag. Wir sollten beim Zufüttern bleiben.
Dienstag erneute Kontrolle: Zunahme von 3100 auf 3190g seit Sonntag.
Die Hebamme meinte wir könnten nun etwas reduzieren, auf 20ml je Mahlzeit.
Wir haben das versucht, ich legte ihn immer an wenn er Hunger signalisierte, aber hatte das Gefühl meine Milchmenge nimmt ab, er wird nicht richtig satt und schreit dann oft so elendig, dass wir nun doch wieder etwas mehr zufütterten.
Die Fläschchen trank er immer sehr schnell (wir setzten dazwischen immer wieder ab um zu sehen ob er noch mag) und meistens auch aus. Leider habe ich erst am 7. Tag nach der Geburt mit dem BES gestartet, da ich es davor nicht kannte.
Ich habe die Befürchtung, dass dies zum Teufelskreis wird und Angst, dass ich nicht voll Stillen kann.
Habe auch versucht etwas abzupumpen um die Milchmenge zu erhöhen (Nuliie Pumpe), was auf einer Brust ok funktioniert, hier habe ich zumindest 15ml oder so rausbekommen, die andere Seite kommt immer wenig, eher 5, vielleicht mal 10ml.
Ich merke aber schon, dass er an der Brust trinkt, also höre ihn schlucken. Manchmal nuckelt er aber auch nur.
Wir hatten schon Termine bei Osteopathie, Cranio Sacral und einer Stillberatung
Es wurden keine Blockaden oder Verspannungen festgestellt, das Stillmanagenent sei auch gut.
Er trinkt nur etwas gemütlich, ich soll ihn mehr ärgern/wecken (z.B. Wickeln, Bäuerchen zwischendurch, Seiten wechseln, Ausziehen, was ich eh schon mache, aber eher dazu führt, dass er ungeduldig ist und sehr viel meckert, Brust dann teilweise schnell ausspuckt und sie anschreit).
Eine Bekannte einer Bekannten hat eine Ausbildung zu oralen Restriktionen gemacht und gemeint für sie sieht es sehr danach aus, dass sein posteriores Zungenband zu kurz und fest ist. Wir haben in 2 Wochen daher einen Termin ausgemacht wo das von einem Arzt angeschaut werden soll.
Somit haben wir jetzt viele Ansätze und alle irgendwie anders
KiA: immer 15 Minuten pro Seite stillen und dann zufüttern bis er satt ist, Schnuller geben, damit er nur bei Hunger an die Brust geht. Öfter Pumpen um zusätzlich anzuregen.
Osteopathin: meinte er hat eventuell ein starkes Regulationsbedürfnis, weil ich erzählt hab dass er so viel nuckelt und oft bei Terminen sehr ruhig ist. wenn es aber bei uns ruhig ist er aber oft sehr unruhig wird, viel weint und zappelt. Sie meinte auch man kann einen Schnuller probieren, damit er sich nicht an die Brust als Regulation gewöhnt, sondern als Nahrung.. seh ich aber nicht ganz so
Cranio Sacral (sie ist ebenfalls Hebamme):
Sie meinte von den Daten denkt sie, dass ein Zufüttern eigentlich nicht mehr notwendig ist, aber da er noch immer relativ selten Stuhl hat (alle 4-6 Tage) sie sogar eher überlegen würde mehr zu geben, damit es öfter durchläuft und der Darm mehr Bewegung hat (er plagt sich nämlich sehr, vor allem die Tage vorm Stuhlgang).
also eventuell mehr zufüttern, wegen Darm. ihn öfter "wecken"/animieren während den Stillmahlzeiten, weil er sehr gemütlich trinkt. Prinzipiell aber ruhig auch lange trinken lassen. 2-3x Pumpen pro Tag.
Stillberaterin (haben einen Termin vor ca. 2Wochen bei jemanden gemacht, weil wir verunsichert waren): sie meinte sie würd Zufüttern ganz weg lassen und schauen was passiert, weil es keine riesigen Mengen sind. Ich sollte genug Milch haben, außer (eher unwahrscheinlich) ich habe zu wenig Brustdrüsengewebe. Sie meinte eventuell das Zungenband kontrollieren. Aber er sollte jeden Tag Stuhl haben (was er leider nicht hat).
Er hat viele nasse Windeln (6-8), Stuhl aber nur alle 5-6 Tage, die Tage vorm Stuhlgang hat er dann immer viele Blähungen und er ist dann auch viel unruhiger & windet sich öfter, schreit mehr.
Stillmahlzeiten gibt es nach Bedarf, ca. 4 in der Nacht, 4 tagsüber und am Abend wird von 18-21 Uhr fast immer geclustert.
Die Mahlzeiten dauern oft sehr lange (über eine Stunde) und er wirkt eigentlich selten richtig zufrieden, nur nachts. Da sind sie oft auch eher kürzer (40 Minuten) und ich habe das Gefühl es ist mehr Milch da.
19.03. (KH): 3492g, eventuell verfälscht, weil Infusionen wegen KS (laut Hebamme schwemmt das auch das Baby auf)
20.03.
21.03. (KH) 3220g
22.03. (KH Entlassung): 3100g, ca. 80ml Pre
23.03. (Hebamme): 3110g, ca.120ml Pre
24.03.——, ca. 120ml Pre
25.03. (Hebamme): 3190g, ca. 60ml Pre
26.03.——, 75ml Pre, 15ml Mumi
27.03. ——, 175ml Pre (ab hier mit BES)
28.03. (Hebamme): 3350g, 145ml Pre, 3xStuhl
29.03. -—, keine Zufütterung, Empfehlung der Stillberaterin
30.03. (Hebamme): 3300g, nicht notiert leider, glaube aber nichts zugefüttert
Ab hier gemessen von uns Zuhause:
31.03. 3290g, 35ml Pre, 30ml Mumi
01.04. 3330g, 90ml Pre, 25ml Mumi
02.04. 3330g, 140ml Pre
03.04. 3370g, 95ml Pre
04.04. (KiÄ): 3400g, 115ml Pre, 1xStuhl
05.04. 3400g, 85ml Pre
06.04. 3430g, 160ml Pre
07.04. 3430g, 110ml Pre
08.04. 3460g, 130ml Pre, 20ml Mumi
09.04. 3470g ,70ml Pre, 30ml Mumi, 1x Stuhl
10.04. 3480g, 95ml Pre, 25ml Mumi
11.04. 3500g, 105ml Pre
12.04. 3530g, 135ml Pre, 10ml Mumi
13.04. 3580g, 50ml Pre, 20ml Mumi, 1xStuhl
14.04. —, 110ml Pre
15.04. 3600g, 160ml Pre, 20ml Mumi
16.04. — 180ml Pre, 12ml Mumi
17.04. 3660g 165ml Pre, 15ml Mumi
18.04. — 190ml Pre, 15ml Mumi
19.04. 3680g, 190ml Pre, 15ml Mumi, 1x Stuhl
20.04. —
Was wir aktuell machen: ich versuche 2x (am liebsten wäre mir 3x oder öfter, aber einfach nicht möglich, da ich Lorenz fast den ganzen Tag auf mir habe) nach dem Stillen auf beiden Seiten pumpen, 20-30
Minuten (da kommen aber leider immer nur maximal 20ml zusammen), wir füttern ca. 4xtäglich 30-50ml zu, für mich sehr schwer abzuschätzen ob er dann satt ist, er würde denk ich schon manchmal noch mehr trinken, aber lässt sich dann durch Tragen ablenken, ist vital und bewegt sich viel, somit versuchen wir die Pre so gering wie möglich zu lassen, schläft aber nur durchs Tragen ein. An der Brust nur nachts, tagsüber nickt er kurz weg, schreckt aber immer wieder hoch und will dann wieder trinken oder nuckeln.
Ziel wäre es wenn möglich von der Pre wegzukommen. Macht das Sinn vor dem Zungenband Termin daran zu arbeiten? Ich habe in letzter Zeit immer öfter das Gefühl dass er mit der Brust unzufrieden ist, dockt sehr oft ab nach kurzer Zeit und ist dann erst wieder zufrieden wenn irgendwann die Milch übers BES gegeben wird. Ich versuche seit heute während dem Zufüttern an der anderen Brust zu Pumpen, es kam heute wieder nur 10ml raus.
Wie würde man abklären, ob man eventuell zu wenig Drüsengewebe hat, kann man da dann etwas dagegen machen?
Ich glaube man merkt, ich bin sehr verunsichert und hoffe auf Rat.
Ganz liebe Grüße,
Edith