Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

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Valencia
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Liebe Mondenkind,

bitte lasse den Thread noch geöffnet. Ich würde mich freuen, wenn es einen Platz gibt, wo ich mir meine Sorgen und Ängste, evtl auch Tränen von der Seele schreiben kann, was das Stillen betrifft.

Auch wenn mein Umfeld meine Bedenken nicht teilt, so habe ich trotz allem die Wahrnehmung seit mehreren Wochen, dass sie einfach schwächer saugt als die ersten Wochen nach der zweiten Frenotomie. Ich habe ja den Vergleich und weiß, mit welch gutem Zug sie z.B. aus der rechten Brust getrunken hat. Mittlerweile holt sie sich rechts nur ein paar Schlucke, bevor wir zur linken Brust wechseln, wo noch etwas mehr kommt.

Ich versuche täglich, ihr etwas zuzufüttern, aber es klappt nicht. Mit dem Becher schaffen wir keine nennenswerten Mengen, beim BES dockt sie immer ab, sobald ich ihr etwas zuschalten möchte und an der Flasche kaut sie nur herum.

Sie wird am Mittwoch 17 Wochen alt. Mondenkind, ab wann würdest du empfehlen, dass wir den ersten Beikostversuch starten? Und vor allem womit?
Am Freitag haben wir Impfung beim Kinderarzt und werden dort wahrscheinlich nochmal wiegen.

Am Wochenende waren wir mit den Kindern im Bad. Irgendwie habe ich dort nur speckige Stillkinder gesehen. Und das Stillen im Bad war auch eine Challenge. Wir haben zwar so ein aufklappbares Zelt, wo wir ein wenig abgeschirmt sind, aber dennoch war sie abgelenkt und durch den Umgebungslärm habe ich auch nicht "gehört", ob sie gut geschluckt hat oder nicht..
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
Mondenkind
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Mondenkind »

Zeigt sie denn Zeichen von Beikostreife?

Vom Alter her könntest du jetzt was anbieten, vorausgesetzt, sie ist so weit.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Valencia
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Guten Morgen!

Also gestützt aufrecht auf dem Schoß sitzen würde schon funktionieren. Mein Freund hat ihr gestern testweise ein Stück Brot in die Hand gegeben, das hat sie nicht zum Mund geführt.
Gestern Abend habe ich ihr etwas MuMi Rahm verfüttert, den hat sie gut angenommen. Da ich den Eindruck hatte, dass sie noch etwas möchte, habe ich ihr dann auch noch ein wenig aufgetaute MuMi löffeln können, das ging auch ganz gut. Also vielleicht würde es mit Brei sogar schon funktionieren.

Ich war gestern wieder mal sehr traurig und habe viel geweint. Die Situation ist für mein Empfinden sehr verfahren. Sie stillt tagsüber so schlecht - ich bin mir ziemlich sicher, dass es an dem Zungenband liegt und bin so traurig deswegen, dass das alles so blöd gelaufen ist. Ich wollte alles richtig machen und war so optimistisch, dass das Stillen gut laufen wird, nachdem wir es so früh erkannt haben, aber dass es genau gegenteilig läuft tut mir wirklich wirklich weh.
Es fällt mir schwer, meinen Frieden damit zu finden und denke täglich über die Flasche nach. Irgendwie muss ja Flüssigkeit in das Kind.

Gestern hat sie so wenig getrunken. Ich war nach dem Kindergarten mit den Kindern im Freibad (in unserer Wohnung ist es nicht gut auszuhalten, wir werden uns fix für den nächsten Sommer ein mobiles Klimagerät anschaffen), gegen 18 Uhr, bevor wir nach Hause sind, habe ich ihr die Windel gewechselt und das nächste Pipi war erst heute Früh und da auch nicht allzu viel. Ich schaffe das nicht mehr. Beim Einschlafstillen nuckelt sie dann nur so herum und trinkt ein paar Schlucke und dann schläft sie durch.. Ich habe um halb 10 Uhr abends dann power gepumpt und nachts um zwei Uhr, nachdem ich versucht habe sie zu wecken, bin ich sogar nochmal eine halbe Stunde bei der Pumpe gesessen,um die Brust anzuregen. Ich habe auch um 5 Uhr morgens kurz überlegt, ob ich zum Pumpen aufstehen soll, bin aber leider wieder eingeschlafen.

Wir versuchen, eine praktikable Lösung für den Alltag zu finden und mir ist momentan einfach nur wichtig, dass die Kleine gut versorgt ist.
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Mondenkind »

Valencia hat geschrieben: 17.07.2024, 09:45
Also gestützt aufrecht auf dem Schoß sitzen würde schon funktionieren. Mein Freund hat ihr gestern testweise ein Stück Brot in die Hand gegeben, das hat sie nicht zum Mund geführt.
Versucht es doch einfach einmal pro Woche.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Valencia
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Wir waren heute impfen und der KiA hat nochmal gewogen: 6.690g.

Der Kinderarzt meint immer noch, dass sie gut entwickelt ist und ist immer noch entspannt. Hat aber auch das OK gegeben, mal mit Brei zu starten. Mondenkind, ich hab mal so ein Gläschen Kürbisbrei gekauft. Passt es, wenn wir da mal am WE einen Löffel mit etwas Öl probieren?
Oder lieber die abgepumpte MuMi nehmen und Haferbrei damit anrühren? Ich weiß, dass auch Avocados gut für die Kalorien sind, damit mag ich aber noch warten. Und bei den Nussmusen bin ich mehr als vorsichtig, da die große Tochter beim Cashewmus damals in der Beikostzeit eine massive allergische Reaktion hatte. Daher fällt das für mich vorerst weg.

Was mir auch aufgefallen ist: sie stillt eigentlich nicht gerne zur Beruhigung. Nach der Impfung heute hat sie wieder nur kurz geweint. Als ich sie dann draußen anlegen wollte (im Sitzen) hat sie sogar angedockt, zwei- oder dreimal angesaugt und dann aufgehört, als die Milch kam.

Mondenkind, wie würdest du denn weiter vorgehen? Weiterstillen und weiterhin versuchen zuzufüttern? Oder gibt es einen Punkt, an dem es besser wäre, man stillt ab und füttert Fläschchen? (inzwischen glaube ich, dass MICH das entspannen würde und für alle in der Familie zuträglicher wäre, als dieser Still-/Fütterstress..)
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
Aseret
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Aseret »

Liebe Valencia,

ich kann deine Gedanken zum Abstillen total verstehen und denke da selbst oft drüber nach, wenn das Stillen gerade wieder richtig anstrengend und frustrierend ist. Das zermürbt und kostet Kraft, ich kann mir nicht im Ansatz vorstellen wie schwer das mit zwei weitern Kindern für dich sein muss. Für mich kam das bislang nicht in Frage weil ich zumindest für meine Tochter glaube, dass sich ihr Trinkverhalten durch die Flasche nicht ändern würde. Und dann kommen wieder die Tage an denen das Stillen total schön ist und irgendwie alles leichter erscheint.

Wie geht es euch mittlerweile?

Ganz liebe Grüße,
Aseret mit Böhnchen, die mir die letzten drei Wochen ein absolutes Stilltief beschert hat.
Zuckerböhnchen 08/23 <3
Valencia
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Liebe Aseret,

danke für deine Nachricht! Gerade halten 2 von 3 Kindern Mittagsschlaf und die Große genießt die Ruhe, so hab ich Zeit, um gleich zu antworten 8)

Um ehrlich zu sein, waren die letzten Wochen vor meinem letzten Post sehr schwierig für mich. Ihr Stillverhalten, die Tatsache, dass sie weiter die Perzentilen nach unten gekreuzt hat, das alles hat mich enorm gestresst, ich war gedanklich sehr bei der Flasche. Nur, dass sie die halt nicht und nicht nimmt!
In meiner Panik habe ich 3 oder 4x versucht, ihr mit meiner abgepumpten Milch einen Haferbrei zu geben. Und ich muss sagen: als sie da ein paar mal beim Löffel geschleckt hat, hat mich das so wahnsinnig erleichtert!
Dann gibt es noch die Neuigkeit, dass sie seit der letzten Impfung nachts endlich mehrmals stillt! DAS und mein abendliches Power Pumpen seit ca 2 Wochen haben nun meine Milchproduktion spürbar angekurbelt. sie hat morgens nun endlich mal volle Nachtwindeln und tagsüber schluckt sie wieder deutlich häufiger bzw länger, v.a. an der rechten Brust, wo ich schon dachte, dass ich ihr die gar nicht mehr anbiete, weil schon so wenig kam.

Und abends bekommt sie den Rahm meiner abgepumpten Milch vom Vorabend. Also (ich klopfe auf Holz) in der letzten Woche hat sich die Lage Gott sei Dank etwas entspannt :-)

Jetzt wird jemand wach.. ich schicke gleich ab.

Aber was macht denn bei euch das Stillen so unrund im Moment?

Und ich musste vorhin schmunzeln, weil ich unsere Jüngste auch Böhnchen nenne :lol:
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Aseret »

Es freut mich sehr zu lesen, dass das Stillen sich für dich wieder besser anfühlt und du etwas entspannter bist. Eventuell quälen dein kleines Böhnchen gerade auch die Zähne. Bei meiner Bohne scheint es zumindest die letzten Wochen so gewesen zu sein und ich musste sie gefühlt zum Stillen überreden. Wenn man in so einer Phase mittendrin steckt, hat man oft das Gefühl, dass es ab jetzt immer so kompliziert bleibt. Aber rückblickend hätte ich mir immer weniger Panik machen sollen weils ja doch meist wieder besser wird 😅
Ich wünsche dir, dass du der kommenden Stillzeit gelassen entgegen schauen und die Zeit mit deinen Kindern genießen kannst.
Zuckerböhnchen 08/23 <3
Valencia
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Liebe Mondenkind,

ich hole den Thread wieder hervor, weil ich ein wenig Input benötige, wie es bei uns weiter gehen soll.

Am 14.11. hatten wir Untersuchung beim Kinderarzt und es hat sich mein Gefühl, dass das Stillen nicht optimal läuft, bestätigt. Sie wog am 14.11. 7,67kg.

Der Kinderarzt hat das Gewicht nicht kommentiert und meinte nur, dass sie gut entwickelt sei. Schon die letzten Male meinte er, ich mache mir unbegründet Sorgen und dass sie sich genetisch vom Körperbau ihrer Schwester annähern werde. Ich hab jetzt mal nachgesehen. Meine Große wog mit 9 Monaten 7,7kg, mit 10Monaten und 3 Wochen dann 8 kg. Sie schwankte immer um die 25./30. Perzentile herum.
Aber dass unser Baby von der 97. auf die unter 50. absinkt? Mich beunruhigt das schon.

Vom Stillverhalten her ist es aktuell mühsam. Ich habe anhaltend das Gefühl, dass sie nur vorne an der Brustwarze saugt und nur einige Schlucke abtrinkt, die beim ersten MSR kommen. Bei der rechten Brust holt sie sich kaum noch was. Ich pumpe weiterhin abends einmal (meistens power pumpen), füttere den Rahm von der gewonnenen Milch. Ich nehme weiterhin 3x3 Bockshornklee. Ich rühre den Frühstücks- und Abendbrei mit PRE an und gebe gut Fett dazu. Und all dies Maßnahmen führen nicht dazu, dass meine Kleine sich endlich mal auf einer Perzentile einpendelt und diese entlang wächst?
Aktuell schieben die oberen Zähne an, sie beißt mich häufig und ich habe das Gefühl, dass sie eher "kaut" beim Stillen.

Soll ich nochmal (zum wiederholten Male) wegen dem Zungenband schauen? Auch wenn ich das schon mehrmals abgeklärt habe? Soll ich die Flasche forcieren? Ich bin mit meinem Latein echt am Ende und habe Angst, dass sie noch weiter absinkt.

Hast du solche Gewichtsentwicklungen schon mal gesehen, ohne dass eine Krankheit oder Zungenband-Einschränkung vorlag?
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
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Re: Stillunsicherheiten auch beim 3. Kind

Beitrag von Valencia »

Achja und ich finde sie noch "klein".. Der Arzt hat eine Länge von 67cm gemessen, sie passt auch immer noch in 68er Sachen rein.. Meine Tochter hatte zumindest im vergleichbaren Alter eine Länge von 73cm.
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
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