Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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ShinyCheetah
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von ShinyCheetah »

Eine Hebamme ersetzt keine Stillberaterin.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
AnnaKatharina
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von AnnaKatharina »

ShinyCheetah hat geschrieben: 08.06.2024, 11:52 Eine Hebamme ersetzt keine Stillberaterin.
Ich würde behaupten, dass kommt sehr auf den jeweiligen Ausbildungsstand der beiden an - ich kennen Hebammen, die grottig zum Stillen beraten, und welche, die weit übder dem Niveau vieler SB sind. ;-)

Aber hier im Forum gilt in der Regel "Viele Köche verderben den Brei", d.h. entweder die Hebamme berät oder eine der Mods hier.
Und Meererbrsie schrieb
Meeresbrise hat geschrieben: 08.06.2024, 10:50 Morgen werden wir vielleicht entlassen und die Hebamme miteinbeziehen.
Das klingt für mich jetzt erstmal danach, dass ab morgen die Hebamme (die Meeresbrise ja schon länger kennt und deren Wissenstand sie vermutlich etwas einschätzen kann) am Start ist.
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Maxmama
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Maxmama »

Ich denke, Meeresbrise kann das ja dann gemeinsam mit einer Mod entscheiden, so eine Diskussion bringt ihr ja gerade nicht so viel.

Meeresbrise, ich schick dir einen Drücker, du bekommst gerade ganz viele Tipps, ist sicher auch überwältigend. ich glaube dass auch einiges einfacher ist, wenn ihr nachhause kommt, und du ganz viel Zeit hast, mit der Prinzessin zu kuscheln, bzw rumtragen, falls der Sonnenstrahl dich braucht. Man kann dann auch besser auf sein Bauchgefühl achten. Hoffe es klappt, dass dein Mann dich entlastet, sonst würde ich deine Eltern für den Sonnenstrahl einspannen um ausreichend Kuschelzeit zu haben. Vielleicht mag er ja mit euch mitkuscheln.
Wie hat er denn bisher auf seine kleine Schwester reagiert?
:5: Maxmama mit dem gewünschtesten Zwergenkönig ______(12/2018)
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Meeresbrise
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Meeresbrise »

Bitte diesen Thread schließen. Ich organisiere gerade für zuhause eine Stillberaterin und meine Hebamme.
Die Meeresprinzessin jammert sehr stark und ich bekomme nur ein paar Tropfen aus der Brust und jetzt haben die Heultage plötzlich mit so einer Wucht eingeschlagen, dass ich nur noch weinen kann.
Ich werde professionelle Hilfe zuhause organisieren und bedanke mich erstmal für eure Unterstützung. Über ein paar positive Gedanken und Erfahrungen zum Thema doch noch stillen nach schwerem Start und Pre würde ich mich dennoch freuen, auch wenn ich gerade wenig online bin und möglichst viel kuschle.
I tried to hold on but it hurts too much
I tried to forgive but it′s not enough
To make it all okay
You can't play on broken strings
You can′t feel anything
That your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Oh, the truth hurts and lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before?

Meeresbrise ist so glücklich mit Sonnenstrahl (02/21) und Meeresprinzessin (06/24) an der Hand
Gute Reise ihr kleinen Sternchen *** - 02/23 u. 07/23
Pirouge
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Pirouge »

((Meeresbrise))
Ja, kuschelt, weint - seid einfach da, so wie ihr seid.
Ich wünsche euch gute Unterstützung und ganz viel Entspannung.
2014 und 2019
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Brianna
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Brianna »

J war die ersten drei Wochen seines Lebens auf der Kinderstation. Die ersten sechs Tage ohne mich. Wir haben es von kompletter Flaschenernährung zum Vollstillen geschafft. Da ich das Forum damals noch nicht kannte, war unser Weg sicher nicht der optimalste. Es hat zum Glück trotzdem geklappt.

L hat nach dem Kaiserschitt wegen auffälligen CTG bei 37+3 über 10% abgenommen und war wegen Gelbsucht ziemlich müde. Darauf habe ich schon zwei Tage vorher hingewiesen. Da sollte ich sie schlafen lassen, bis sie sich von alleine meldet und mir keine Sorgen machen. Dann sollte ich zufüttern. Natürlich mit der Flasche. Ich habe es zuerst für ein paar Stunden mit dem Löffel probiert. Das hat ohne Anleitung aber nicht gereicht und dann durfte ich im Krankenhaus nicht mehr anlegen und habe nur gepumpt und Flasche gegeben. Das es Pre würde und nicht irgendwas anderes, musste ich durchsetzen. Den Schwestern habe ich dann auch mit der Flasche zu wenig ins Kind bekommen. Sie haben aber auch nicht mehr ins Kind bekommen. Zwangsabfüllung mit Flasche hatte ich bei J ja schon geübt. Wir haben dann geguckt, dass wir schnell entlassen werden. Zu Hause haben wir es dann mit der Unterstützung von deidamaus schnell von stillen mit Zufütterung per Becher (ab Entlassung nur noch Muttermilch) zum Vollstillen geschafft und nach Beikostbeginn, als sie mir das Essen aus der Hand klaute, noch bis fast vier weitergestillt.
J 05/13 L 12/15
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ShinyCheetah
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von ShinyCheetah »

(((Meeresbriese))) Da hab ich dir wohl einen Bärendienst erwiesen, als ich den Thread vorgeschlagen habe :(

Du darfst weinen. Kuscheln. Atmen. Du musst gar nichts.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


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Maxmama
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Maxmama »

Ich wünsche dir auch alles Liebe ❤️❤️❤️ bei mir ist trotz Anfangsschwierigkeiten alles gut geworden beim Stillen. 3 Monate hat es gedauert, weil ich leider schlecht beraten wurde und viel schiefgelaufen ist. Erste Nacht getrennt, alle mit dem Baby kuscheln lassen, Baby schlafen lassen, kaum Entspannung durch Beziehungsstress und erst nach 5 Wochen mit dem Pumpen begonnen. Ich konnte aber relativ schnell von der Pre weg, hatte bald ausreichend Milch und hab nur noch Muttermilch per BES dazugegeben. Und dann ab 3 Monaten haben wir voll gestillt bis Beikostbeginn. Und insgesamt 5 Jahre. Und ihr seid noch ganz am Anfang.
Außerdem ist es wichtig, einen Weg zu finden, der für dich und das Baby am besten passt.
Eine wunderbare Kuschelzeit!
:5: Maxmama mit dem gewünschtesten Zwergenkönig ______(12/2018)
WuselSusl
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Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von WuselSusl »

Liebe Meeresbrise, fühl dich gedrückt! ❤️❤️❤️
Ich habe hier eine Weile mitgelesen und sofort sind die ersten Tage und Wochen mit meiner Tochter wieder ganz präsent 💔🥲
Ich möchte meine Erfahrung deshalb mit dir teilen... ob es eine "Erfolgsgeschichte" ist, ist vielleicht Ansichtssache (denn wir haben es nicht zum Vollstillen geschafft, konnten die Zufütterung nach Beikosteinführung aber schnell loswerden...). Ich stille meine Tochter noch immer und bin rückblickend dankbar und glücklich 🥰

Aber von Anfang:
Meine Tochter kam bei 36+0 nach vorzeitigem Blasensprung per sekundärem Kaiserschnitt auf die Welt, weil die Herztöne unter den Wehen schlecht waren. Der KS erfolgte leider letztendlich auch unter Vollnarkose, weil die Spinalanästhesie nicht geklappt/ nicht schnell genug gewirkt hat. Wir waren die erste Nacht voneinander getrennt, weil sie Anpassungsschwierigkeiten hatte, sie lag im Wärmebettchen an der Überwachung.
Zum ersten Anlegen wurde sie mir erst von der Nachtschicht gebracht (die Kaiserschnitt war nachmittags), dann erst wieder am nächsten Morgen... in der Zwischenzeit wurde sie vom Stationspersonal mit der Flasche gefüttert. Am nächsten Vormittag durfte sie dann zu uns ins Familienzimmer. Dann wurden mir ziemlich schnell Stillhütchen aufgedrängt (meine Tochter könne meine Brustwarzen angeblich nicht fassen).
Meine Tochter ist an der Brust immer sehr schnell eingeschlafen bzw. hat von vornherein nur genuckelt. Mir wurde zwar immer gesagt "melden Sie sich, wenn Sie Hilfe brauchen"... Ich war aber zu unerfahren und konnte überhaupt nicht einschätzen, ob meine Tochter effektiv trinkt.
Am 3. Lebenstag hatte sie schon mehr als 10% an Gewicht verloren, da hieß es zufüttern, 10ml nach jedem Stillen (mit der Flasche, eine andere Zufüttermethode wurde überhaupt nicht vorgeschlagen und ich habe es nicht hinterfragt...).
Am nächsten Tag hatte sie nochmal deutlich abgenommen und war zum Stillen überhaupt nicht mehr zu motivieren/ wach zu halten, ist sofort eingeschlafen. Eine Hebamme/ Schwester, die einen Stillversuch beobachtete, sagte nur "Sie schaffen es ja überhaupt nicht, die Kleine zu stimulieren" und dass man die Talfahrt beim Gewicht jetzt endlich abfangen müsse....
Da hieß es dann: Abpumpen, Fütterung mit der Flasche. Anlegen sollte ich sie erstmal nicht mehr, damit sie sich nicht ermüdet und ihre Menge aus der Flasche schafft 😢
Beim Abpumpen kam am Anfang NICHTS, dann ein paar Tropfen, am Entlassungstag (6. Lebenstag) rechts 5-10ml maximal, links wenige Tropfen.
Mir wurde geraten, meine Tochter erst wieder anzulegen, wenn ich mindestens 30-40ml abpumpen könne, sonst sei sie nur frustriert 🙄
So wurde ich quasi nicht stillend aus dem Krankenhaus entlassen... mit der Überzeugung, dass es "bei mir nichts zu holen gibt", ich mein Kind nicht ernähren kann.
Ich habe viele Tränen vergossen und mich wie die schlimmste Versagerin gefühlt.
Erst 2 Wochen nach der Entlassung habe ich mich unter Anleitung meiner Hebamme getraut, meine Tochter wieder anzulegen (OHNE Stillhütchen), obwohl ich die "vorgegebene Mindestmenge" bis dahin noch lange nicht abpumpen konnte.
Einen Milcheinschuss habe ich nie gespürt.
Zugefüttert habe ich allerdings weiterhin mit der Flasche, ein BES hatte mir die Hebamme zur Verfügung gestellt, sagte aber ehrlich, dass sie damit keine Erfahrung habe und ich es nur probieren könne... Ich kam damit nicht gut zurecht und bin dann wieder auf die Flasche umgestiegen (im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich der Zufütterung an der Brust nicht noch eine Chance gegeben habe).
Meine Tochter hat beizeiten sehr große Mengen aus der Flasche getrunken, teilweise um die 100ml (wir haben sie auch förmlich "vollgestopft", aus Angst um die Gewichtsentwicklung 😥) und dann viel zu lange am Stück geschlafen.
Ich habe dann irgendwann versucht, die Gesamtmenge auf kleinere, stillfreundlichere Portionen aufzuteilen und dann (nach einmaligem Kontakt zu einer LLL Stillberaterin) gewagt, die Zufütterung langsam zu reduzieren (da war meine Tochter knapp 2 Monate alt). Irgendwann kam ich "auf eigene Faust" nicht mehr weiter, da bei jedem weiteren Reduzierungsversuch über eine gewisse Menge hinaus das Gewicht stagnierte.
Dieses Forum und die Hilfe von Mondenkind waren für mich dann der Gamechanger 🍀... Hier nochmal ein riesengroßes DANKESCHÖN ❤️

Jetzt habe ich einen halben Roman geschrieben 🫣
Aber vielleicht hast du irgendwann einen ruhigen Moment, um das zu lesen... wenn nicht, ist das auch nicht schlimm!

Lange Rede, kurzer Sinn: es lohnt sich immer, für die Stillbeziehung zu kämpfen und sich wirklich kompetente Hilfe zu suchen! 😊
mit Töchterchen 02/2023 und Babyboy 12/2024
Jara
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 17.09.2020, 16:52

Re: Stillen nach Kaiserschnitt bei schwierigem Start

Beitrag von Jara »

Meeresbrise hat geschrieben: 08.06.2024, 12:52 Bitte diesen Thread schließen. Ich organisiere gerade für zuhause eine Stillberaterin und meine Hebamme.
Die Meeresprinzessin jammert sehr stark und ich bekomme nur ein paar Tropfen aus der Brust und jetzt haben die Heultage plötzlich mit so einer Wucht eingeschlagen, dass ich nur noch weinen kann.
Ich werde professionelle Hilfe zuhause organisieren und bedanke mich erstmal für eure Unterstützung. Über ein paar positive Gedanken und Erfahrungen zum Thema doch noch stillen nach schwerem Start und Pre würde ich mich dennoch freuen, auch wenn ich gerade wenig online bin und möglichst viel kuschle.
Wenn die Tränen fließen, fließt auch die Milch. Das hat mir die Hebamme im Krankenhaus gesagt und so war es dann auch. Fühl dich mal ganz fest gedrückt ((((Meeresbrise))))
Glücklich mit Schrödinger <3 (07/20)
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