Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?

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Cecily
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?

Beitrag von Cecily »

Ich kann ja auch nur aus meinem persönlichen Umfeld berichten.

Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aber man kann die Schüler in der Bahn tatsächlich aufgrund ihrer Sprache den Schulen zuordnen.

Und, ja, da sind die "Problemschulen" auch mit deutlich "rauherem" Umgangston dabei, übrigens unabhängig von der Schulform. Auch die Gymnasiasten aus dem Bezirk reden so, übrigens jeder Nationalität.

Und man hört auch deutlich, ob das üblicher Umgangston oder ab und zu benutzt wird.

Man sieht es am gesamten Verhalten, an der Kleidung, man hört es, man sieht und hört es an den Eltern, am Unterricht, an den Lehrern und die meisten Eltern entscheiden sich bewusst für diese Schule (auch Latein und altgriechisch).

Auch das Mobbing ist weniger körperlich.

Das ist doch nicht "besser", das ist halt anders. Mit Worten gemobbt zu werden oder durch ignorieren tut genauso weh, wie ein Nackenklatscher.

Weshalb muss das immer weg diskutiert werden?

Na klar gibt es da Unterschiede, auch in der Sprache. In der Kleidung, im Verhalten, nicht immer, aber oft.
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Schneekugel
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?

Beitrag von Schneekugel »

Ich finde es schwierig, das gleiche Wort kann ja durchaus verschiedene Bedeutungen haben. Und übers 'du Opfer' wurde hier auch schon diskutiert und ich kann es inzwischen akzeptieren(wenn nicht ggü Erwachsenn), das wird gleich verwendet wie bei uns damals: einmal ein grosse Runde Mitleid zb oder du Badhose. Auch sind wie halt abgehängt usw.
Meine Grosse geht auf eine Privatschule, also muss grundsätzlich mal ein gewisses Einkommen vorhanden sein, trotzdem ist bei ihr vieles viel weniger wichtig als bei ihrer bff, die hier zur Schule geht (und viel da ist).
Gerade diese Woche fand meine, die Diskussionen in der Schule mag sie mehr und mit Schulfreunden, die Lehrer legen zb mega Wert auf die Politik, ihre bff eher auf Tiktok und sie käme dort halt nicht mit und fände es nicht spannend. Ihre Eltern wären aber klar in der Basis gebildeter als wir.

Was ich beim Gymnasium froh bin, um die Richtung die sie wählte, sie passt sicher besser dort als in die eine andere die am beliebtesten ist - und wo ihre Mobber nun sind. Und ich glaube Intressen, schweissen zusammen und wiederum ergibt die Peergroup und auch die Schule/Sport/Eltern mit eine Prägung...am wenigsten vermutlich die Eltern abe einem gewissen Alter. Meine Grosse hat nun das Glück, dass im Sport ihre dortige Peergroup wiederum ähnliche Gespräche führen mag, dass ist aber rein Glück und hält auch neben dem Training zusammen.
Beim Midi beobachte ich auch, dass er sich Freunde suchte, die gleiche Interessen decken (die sind speziell) und sich dadurch - hmmm - interessante/schräge Gespräche ergeben. Die die es nicht interessiert (was ich verstehen kann) steigen meistens dann irgendwann aus.

Die Sprache untereinander ist je nachdem, wie sich die Gruppe zusammensetzt rauer oder nicht, gerade beim Midi. Aber immer im Rahmen. Da führte der Lehrer die eher schwierig Klasse, auch gut in einen Rahmen der total oke ist.

Ich glaube ja, die Abgrenzung sprachlich, modisch usw zu unsere Generation ist wichtig, genauso das diskutieren darüber und das wir uns daran manchmal stossen. Das gehört dazu, sich einen Platz zu schaffen
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schlangengurke
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?

Beitrag von schlangengurke »

Elena hat geschrieben: 26.04.2024, 14:28 Das war auch abwertend gemeint bzw. so genervt, wie der Smiley eben aussieht. Ich finde, ich habe mir durchaus Mühe gegeben, einen differenzierten Post zuschreiben, meinen Gedankengang erklärt und ernsthaft nachgefragt, was an meinem ersten Posting als klassistisch verstanden wurde. Und dann kommen so zwei gar nicht konstruktive, hingeschmissene Zeilen mit einem angedeuteten Rassismusvorwurf, völlig aus dem Zusammenhang und ohne jede inhaltliche oder formale Veranlassung. Das ist nicht der Ton und das Niveau, auf dem ich diskutieren möchte.

Und wieder fühle ich mich langsam zu alt fürs SuT. Oder zumindest für eine Diskussionskultur, die von Übertreibungen und Pauschalisierungen und vor allem Polarisierungen lebt. Mir ist hier in den letzten Jahren zunehmend zu wenig Nachdenkliches und Kritisches, zu wenig echtes Interesse und echtes Lernen, zuviel Draufhauen, Pauschalisieren, in eine Schublade stecken. Ich habe Diskussionen hier immer geschätzt, weil man oft mit Dingen konfrontiert war, mit denen man sonst nicht in Berührung kam. Weil es echten Austausch zwischen eigentlich Fremden gab. In letzter Zeit nervt mich aber zunehmend, wie aufgeregt diskutiert und verurteilt wird. Mehr Zuhören, mehr Ruhe und genaues Lesen täte der Diskussion oft sehr gut - für meinen Geschmack. Nur dann erzielt man nämlich auch Nachdenklichkeit beim Gegenüber, statt Abwehrhaltung.
Unabhängig von der Diskussion hier, die ich nur teilweise überflogen habe, muss ich das hier mal liken, Elena.
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