Perzentilkurven richtig lesen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Valeska
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von Valeska »

Schnefima hat ja schon bestätigt, dass sie entlang eines Perzentil wächst (bzw. sogar besser als das).
Das Perzentil, auf dem sie gerade konstant wächst, genau das ist ihr Perzentil. Nicht irgendeines, auf dem sie mal war. Sie muss nicht auf irgendein Perzentil zurück.
Und Schwankungen sind normal. 73. oder 80. Perzentil, das ist ja jetzt nicht die Welt. Meine kleine Tochter ist vom ca. 40. Perzentil runter auf 10-15. Da war ein wiederholter kurzer Blick durch eine Stillberaterin auf die Kurve dann schon hilfreich. Geburtsgewicht lag übrigens auf der 20. Was ist jetzt ihr Perzentil, die 20? Die 40, die sie nur kurz angekratzt hatte? Nein, sie wächst seitdem auf 10-15, aber das sehr konstant, also ist das anscheinend ihr Perzentil. Außer paar Mal Kurve angucken haben wir da auch nichts gemacht. Die wächst auch nicht schneller, wenn ich dran zieh ;-)
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SchneFiMa
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von SchneFiMa »

Zum Zufüttern wurde mir von meiner Hebamme geraten, weil sie meinte, das Baby hätte eine Trinkschwäche und ich hätte zu wenig Milch, da ich nicht ihren kompletten Bedarf mit Abpumpen decken konnte. Ich weiß natürlich mittlerweile, dass das zu früh war und man noch ein paar Tage gehabt hätte, um zu sehen, wie sich die Situation entwickelt.
Ich habe zwar durchgelesen, dass du relativ schnell mit der Flasche gefüttert hast, aber wie kam es dazu? Hat dein baby nach der Geburt nicht gut getrunken?
Nach 4 Wochen hatte ich dann eine Stillberaterin. Ich habe angefangen mit dem BES zuzufüttern, über die Seite, an der sie nicht getrunken hat. Immer nur 30 ml, wenn sie unzufrieden war. Also nicht mehr nach jedem Stillen oder in bestimmten Abständen. Ich habe ca. 100-150 ml am Tag zugefüttert.
Die Zufütterung mit dem BES ist prima und die Mengen waren nie wirklich hoch. Du ernährst dein Baby zum größten Teil mit deiner Milch.
Da ich nur mit einer Brust stille und wahrscheinlich eine geringe Speicherkapazität habe, muss ich stündlich stillen. In der Nacht eher alle 2 Stunden. Die Frustration meiner Tochter könnte auch an den kleinen Portionen liegen und nicht der Gesamtmenge.
Die Milch wird nicht in der Brust gespeichert, sie wird beim Stillen gebildet. Woran machst du die Frustration fest?
Noch ein kurzer Nachtrag. Das Zufüttern passiert in 30 ml Portionen über die schlechte Brust, die sie ansonsten komplett verweigert. Ich pumpe dort 5-10 ml und ganz selten mal 20 ml. Sie trinkt also etwas mehr als 30 ml, wenn sie das Set trinkt.
Die Brust wird also auch angeregt, das ist gut. Wie kam es zur Verweigerung dieser Brust?
Ich stille stündlich und öfter. Es kann sein, dass meine Tochter teilweise frustriert ist, weil die Mengen, die sie trinkt sehr klein sind. Da ich nur mit der rechten Brust stille, fehlt ihr quasi die zweite. Bis zum dritten Monat hat sie am Tag nur schlafend getrunken. Ich habe monatelang dauergestillt.
Haben die Hebamme oder die Stillberaterin nach einer Ursache geschaut? Gibt es Blockaden, wurde nach dem Zungenband geguckt?
Was ist denn ihre Perzentile? Für mich sieht es so aus, als hätte sie ihre Perzentile noch nicht erreicht.
Wie schon von Userinnen geschrieben, muss ein Baby keine bestimmte Perzentile erreichen, es ist ausreichend, wenn es sich entlang einer Perzentile entwickelt, bzw. in einem Bereich zwischen zwei Perzentilen. Auch Babys, die durch eine Gedeihstörung zwei oder mehrere Perzentilen nach unten kreuzen, müssen nicht die ursprüngliche erreichen.

Dein Baby liegt ziemlich genau auf der 50% Perzentile.
Ich hätte gedacht, dass man zum Beispiel, das Gewicht vom zweiten Tag nimmt. Das niedrigste Gewicht ist ja von vielem abhängig. Hätten wir nicht so früh zugefüttert, hätte sie sicher ein niedrigeres Gewicht gehabt.
Nein, man geht vom niedrigsten Gewicht aus. Hättest du nicht so früh die Empfehlung zur Zufütterung bekommen, wäre einfach nicht so früh in diese natürliche ENtwicklung eingegriffen worden. Es ist normal, dass Babys abnehmen, bis zum Milcheinschuss dauert es eben einige Tage, dann nehmen Babys in der Regel auch wieder zu.
Dich trifft daran keine Schuld, es hätte euch einfach mehr Unterstützung gutgetan, Beratung hinsichtlich eines guten und normalen Stillmanagements.
Hätte ich kein Problem mit dem Stillen, würde ich mir sicher ihre Kurve nicht so genau ansehen. Ich hoffe, ihr versteht mich. Da hier viel mit Daten gearbeitet wird, dachte ich, es wäre hilfreich noch ein paar Meinungen zu hören.
Bitte mach dir nicht so viele Gedanken wie und wann und warum das Baby nun auf welcher Kurve lag.
Dein Baby entwickelt sich gut, du ernährst es zu 95% mit deiner Muttermilch, die Zufüttermenge ist sehr gering und wenn ich mir die letzten Daten so ansehe, auch nicht wirklich nötig.
Kann ich dich ermutigen, den Blick von den Tabellen und Kurven zu lassen und ein bisschen Ruhe in das Thema Gewicht kommen zu lassen?

Wie gesagt, du kannst gerne weiterhin Brei anbieten, wir haben hier auch eine Grundinfo Einführung Beikost, wo du dich gerne belesen kannst. Wichtig ist immer genug Fett!

Ansonsten kann ich dich gerne beim Reduzieren begleiten, allerdings weiß ich nicht, inwieweit deine andere Stillberaterin noch aktiv bei euch ist. Mehrere Köche verderben oft den Brei und jede*r berät anders. Daher würde ich dich da sonst an eure Stillberaterin verweisen.
Außerdem verstehe ich nicht, warum man an der Brust zuviel zufüttern kann. Wenn das Baby so viel trinkt, wie es braucht, dann sollte sich eine Zufütterung doch gar nicht zeigen. Dann würde doch die Pre die Muttermilch ersetzen. Das ist doch das Konzept von Angebot und Nachfrage.
Ich verstehe nicht genau, wie du das meinst.
Man kann an der Brust nicht zuviel füttern. Wir raten hier oft, dass das BES beim Stillen erst bei der zweiten Brust zugeschaltet wird, so dass das Kind schon an der 1. viel trinkt. Einige Kinder trinken auch nicht alles aus, bzw. werden dann halt nur sehr kleine Mengen zugefüttert.

Konnte ich dir einige Fragen beantworten? Was meinst du zu den Vorschlägen?

Viele Grüße
SchneFiMa mit
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Sommermama2017
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von Sommermama2017 »

Noch was zu "stündlich stillen wollen, weil zu wenig Milch": das muss absolut nicht sein!! Meine Große wollte auch stündlich stillen, bzw auch gerne jede halbe Stunde und sie hatte definitiv kein Gewichtsproblem. Manche Kinder mögen es einfach so gerne bzw. wählen von sich aus viele (sehr, sehr viele...) kleine Mahlzeiten statt wenige große. Beides ist normal. Meine Kleine hat etwas seltener gestillt, aber immer noch spätestens alle 2 Stunden. Tagsüber regelmäßig länger als 3 oder 4 Stunden Abstand gab es hier mit über einem Jahr (Kleine) bzw mit mehr als 2 Jahren (Große). Die Große hat auch lange Zeit nachts sehr häufig gestillt, das wurde erst mit 1,5 Jahren (durch mein Bemühen!) eeeetwas weniger.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
juliv
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von juliv »

Liebe SchneFiMa und Sommermama, ihr wart jetzt etwas schneller als ich mit euren Antworten. Ich poste erstmal die Antwort, die ich bereits geschrieben hatte, bevor ich eure neuen Beiträge lesen konnte und antworte dann noch einmal separat. Ich komme so selten zum Schreiben, aber so geht es hier sicher vielen.

Ja, ihr habt schon recht. Die Kurve ist gut und mehr kann man nicht sagen. Ich hatte gehofft, mir die Momente, in denen sie Hunger hat, mit der Kurve zu erklären, aber es funktioniert nicht. Sicherlich kann auch ein Kind, was über seinem Perzentil liegt, hungrig sein. Babys von Müttern mit einer Überproduktion an Milch trinken häufig auch mehr und werden schwerer, hatte ich gelesen. Es ist also nicht immer nur die Nachfrage, die alles steuert, sondern auch das Angebot beeinflusst das Verhalten.
In meinem Fall ist das Angebot halt nur eine Brust mit geringer Speicherkapazität. Als ich tagsüber nicht zugefüttert habe, hat sie auch in der Nacht fast stündlich getrunken und sie hatte auch eine viel schwerere Windel. Ich kann tatsächlich nur stillen, aber dann muss ich am Tag aushalten, wenn sie hungrig ist. Abgesehen davon ist auch kein besonders normaler Alltag möglich, wenn man so viel stillt, wie es tue. Das wenige Zufüttern ändert daran allerdings auch nichts.
Ich habe mittlerweile natürlich auch mit verschiedenen Stillberatern gesprochen. In einer Stillambulanz wurde mir beispielsweise vorgeschlagen nach jedem Stillen 50 ml zuzufüttern. Dort wurde mir übrigens gesagt, dass meine Tochter nicht auf ihrem Perzentil liegt. Eine andere IBCLC hat mir auch zum Zufüttern von 30-60 ml nach jedem Stillen geraten. Ich habe es nie versucht.
Ich hoffe also in erster Linie auf die Beikost und das meine Tochter dann irgendwann selbst ihren Hunger regulieren kann, so wie es im besten Fall sein sollte. Das wird natürliche noch einige Monate dauern.
delfinstern
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von delfinstern »

"Wie schon von Userinnen geschrieben, muss ein Baby keine bestimmte Perzentile erreichen, es ist ausreichend, wenn es sich entlang einer Perzentile entwickelt, bzw. in einem Bereich zwischen zwei Perzentilen. ."
Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist mit 2 Perzentilen/Bereich nicht zb 70 & 71 gemeint, sondern 50&75 oder 25&50. Oder? @Schneefima
Liebe Grüße
Delfin*
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von Valencia »

Zum Thema das Angebot beeinflusst auch das Verhalten: ich hatte bei meinem Sohn, mein zweites Kind, durch sehr gutes Stillmanagement von Anfang an viel Milch, deutlich mehr als bei meiner Tochter, wo aus Unwissenheit anfangs leider einiges falsch gelaufen ist

Und er hat sich merklich die Milch runter reguliert.. ich war damals echt überrascht
Valencia mit Tochter (11/18), Sohn (03/21) und Tochter (03/24)
Serafin
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von Serafin »

Ich hatte bei beiden sehr viel Milch, habe nach dem zweiten sogar Tandem gestillt. Der große hat immer gerne gestillt, hat gegen alles geholfen. Der war dick und rund (und ist erst mit dem Laufen dann von der 99 auf die 25 te Perzenzile gekommen innert 3 Jahren). Der kleine hat eine ganz andere Persönlichkeit. Der muss seinen Kummer und seine Wut raus schreihen. Und hat auch gerne Mal alles was zu viel war im Schwall ausgespeiht. Der war auch gut beieinander, aber so rund wie der erste nicht.

Und getrunken haben die auch x Mal am Tag. Kleine Abstände waren eher die Regel als die Ausnahme.
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von juliv »

Hallo SchneFiMa,

ich zitiere dich mal klassisch, da ich hier noch nicht so richtig durchsehe.

"Ich habe zwar durchgelesen, dass du relativ schnell mit der Flasche gefüttert hast, aber wie kam es dazu? Hat dein baby nach der Geburt nicht gut getrunken?"

"Haben die Hebamme oder die Stillberaterin nach einer Ursache geschaut? Gibt es Blockaden, wurde nach dem Zungenband geguckt?"

Ich verstehe bis heute nicht, was genau am Anfang schief gelaufen ist. Sie hat wie eine Weltmeisterin gesaugt, wurde mir im Krankenhaus gesagt. Außerdem war ihr Blutzucker gut, demnach hat sie Kolostrum getrunken. Es war eine babyfreunliche Klinik. Allerdings hat sie ihren Mund nicht richtig aufgemacht und hatte meistens nur die Brustwarze im Mund. Außerdem konnte sie in der Bauchlage den Kopf nicht ablegen. Auch nicht auf meinem Körper. Diese Blockaden wurden von einer Kinderosteopathin gelöst. Gut möglich, dass sie dadurch nicht effektiv trinken konnte. Das Zugenband hat sich eine Logopädin angeschaut, die darauf spezialisiert ist und es ist in Ordnung. Am 3. Tag hatte ich den Milcheinschuss, sie hat nur geschlafen und es war sehr schwer, sie zum Stillen zu bringen. Ich habe immer versucht sie zu wecken, aber es war so gut wie unmöglich. Allerdings war sie gerne an der Brust. Sie hing dort die ganze Zeit und hat geschlafen und ab und zu ein paar Schlücke getrunken. Nachdem meine Hebamme ihr Trinkverhalten gesehen hat, hat sie uns gesagt, dass wir zufüttern müssen. Mir ging es ausgesprochen schlecht nach dem Kaiserschnitt und ich habe die Entscheidung nicht hinterfragt, sondern ihr vertraut. Vielleicht war es auch die richtige Entscheidung. Ich hätte mir nur gewünscht, dass wir doch noch etwas gewartet hätten. Ich habe dann angefangen zu Pumpen und das hat nicht gut geklappt, was mich zusätzlich verunsichert hat. Meine erste Stillberaterin (IBCLC) hat uns nach dem ersten Monat gesehen. Sie hat gesagt, dass meine Tochter eine Saugverwirrung hat. Meine derzeitige Stillberaterin (eine sehr erfahrene IBCLC - vorallem was schwere Fälle betrifft) hat uns gesehen als meine Tochter schon 2 1/2 Monate alt war. Sie hat gesagt, dass meine Tochter gut trinkt und es ein Problem der Milchbildung ist, die sich unter den schlechten Bedingungen am Anfang nicht richtig aufgebaut hat.

"Die Milch wird nicht in der Brust gespeichert, sie wird beim Stillen gebildet. Woran machst du die Frustration fest?"

Ich habe gelesen, dass sei nur ein Mythos: https://www.stillkinder.de/wann-wird-di ... -gebildet/

Frustriert ist sie, wenn sie an der Brust trinkt und irgendwann dann nur noch saugt und saugt und es kommt nichts. Irgendwann weint sie dann. Man hört und sieht das Schlucken ja.

"Dein Baby liegt ziemlich genau auf der 50% Perzentile"

Wenn ich mir die Kurve in der App nach WHO-Daten für gestillte Kinder von 2006 ansehe, dann liegt sie zur Zeit auf dem 71% Perzentil. Wie kommst du auf 50%? Nach den deutschen Daten von Kromeyer-Hausschild liegt sie auf dem 80% Perzentil.

"Ansonsten kann ich dich gerne beim Reduzieren begleiten, allerdings weiß ich nicht, inwieweit deine andere Stillberaterin noch aktiv bei euch ist. Mehrere Köche verderben oft den Brei und jede*r berät anders. Daher würde ich dich da sonst an eure Stillberaterin verweisen."

Ganz herzlichen Dank für das Angebot. Ich finde die ehrenamtliche Arbeit, die ihr leistet wirklich sehr beeindruckend und so unglaublich wichtig.
Ich habe mit Begleitung und auf Anraten meiner Stillberaterin reduziert. Ich habe es, wie man an den Daten sieht, nicht geschafft dabei zu bleiben. Es ist alles sehr anstrengend für mich und ich bin nicht mehr locker und frei, sondern hauptsächlich besorgt und verkrampft. Einen erneuten Versuch würde ich nicht schaffen. Ich versuche die Menge nicht zu erhöhen und sie irgendwann durch die Beikost zu ersetzen.

"Ich verstehe nicht genau, wie du das meinst. Man kann an der Brust nicht zuviel füttern."

Als ich 150 ml zugefüttert habe, hat sie 220-240 g pro Woche zugenommen, mit 60 ml ca. 180 g und ohne Zufüttern 110 g. Meine Stillberaterin hat gesagt, dass die Zunahme überdurchschnittlich sei und ich reduzieren soll. Mich wundert es, dass man so kleine Mengen so deutlich an der Gewichtzunahme sieht. Deswegen glaube ich auch, dass sie das Zufüttern brauchen könnte. Wie ich geschrieben hatte, gab es auch die Meinung, dass ich nach jedem Stillen 30-60 ml an der Brust zufüttere und so die fehlende Brust ersetze. Es würde mich durchaus interessieren, ob ich dann ein zufriedenes und sattes Kind hätte. Ich habe es mich nie getraut und habe den Stillberaterinnnen vertraut, die mich persönlich und länger begleitet haben.

Es ist sehr lang geworden, deswegen mache ich erst einmal einen Punkt.

Ich danke euch allen für die Anregungen.
Serafin
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von Serafin »

Es ist normal dass Kinder mit zunehmendem Alter weniger zunehmen. Wenn dein Kind immer 240g pro Woche zunimmt, kannst du es mit nem Jahr nimmer schleppen.
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kleiner Schildkröterich 05/19
juliv
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Re: Perzentilkurven richtig lesen

Beitrag von juliv »

Natürlich ist es normal. Aber das sollte von selbst passieren und nicht so deutlich von der Zufüttermenge abhängen. Vorallem wenn über die Brust zugefüttert wird. Außerdem ist die Gewichtzunahme auf einem höheren Perzentil größer als auf einem niedrigeren.
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