Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

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Igelkugel
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von Igelkugel »

Hallo, muss ich denn noch etwas ergänzen? :-)
Kleines Wunder schwamm in die Welt 12/23, großer Akrobat ist gelandet 12/25 und klitzekleines Wunder *05/22
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SchneFiMa
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von SchneFiMa »

Huhu, nein, danke dafür.
Ich bin heute nur noch nicht dazu gekommen, eine Kurve zu erstellen, langer Tag auf Arbeit.
Morgen früh mache ich das und melde mich im Laufe des Tages.

Viele Grüße
SchneFiMa mit
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Igelkugel
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von Igelkugel »

Danke! Ich habe mir auch eine gebrauchte Babywaage besorgt und heute 4405g gewogen. Die Mastkur scheint erst einmal zu wirken, hatten auch nachts Stuhl/Kacka in goldgelb, war zuletzt immer bisschen grüner. Hatte die Waage allerdings schon vor dem letzten Gewicht der Hebamme schon mal testweise im Einsatz und hatte da ein höheres Gewicht raus als letztendlich am Montag (4.3.) da stand… weiß also nicht wie genau sie ist oder woran es lag.

Hier noch mal die letzten Daten:

07.02. 3840 (jew. ca. +/- 380)
14.02. 3920 (Start BES)
26.02. 4130 -> Impfung/KiA
04.03. 4260 (+ 430)
07.03. 4405 (+ 590) -> eigene Waage
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SchneFiMa
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von SchneFiMa »

Guten Morgen,

Ich habe jetzt eine Kurve erstellt und das Zufüttern ist definitiv richtig. Seit dem Einsatz des BES nimmt dein baby besser zu.
Das solltest du also erstmal beibehalten.

Wichtig ist jetzt eine konstante Zufüttermenge, also so, dass jeden tag das gleiche angeboten wird, dann sehen wir, wie sie damit zunimmt und können gegebenenfalls reduzieren.
Danke! Ich habe mir auch eine gebrauchte Babywaage besorgt und heute 4405g gewogen. Die Mastkur scheint erst einmal zu wirken, hatten auch nachts Stuhl/Kacka in goldgelb, war zuletzt immer bisschen grüner. Hatte die Waage allerdings schon vor dem letzten Gewicht der Hebamme schon mal testweise im Einsatz und hatte da ein höheres Gewicht raus als letztendlich am Montag (4.3.) da stand… weiß also nicht wie genau sie ist oder woran es lag.
Habt ihr die Waage vorher kontrolliert, also am gleichen Platz mit jeweils einer Packung Mehl etc gewogen? So sieht man, ob immer das gleiche rauskommt.
Kennst du die Infos aus dem Stillwissen zum Wiegen etc?
Jetzt bin ich bei 8mal Stillen mit meist 60ml pro Mahlzeit, nachts 30, relativ regelmäßig aller drei Stunden. In den letzten Tagen hat mein Kind aber auch mal mehr verlangt und angefangen, mit Zug aus dem Brusternährungsset zu trinken. Es dauert trotzdem meistens ca. eine Stunde.
Wir empfehlen 10-12 Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden, du darfst also gerne die Frequenz etwas hochschrauben, das ist förderlich für die Milchproduktion. Bietest du beide Seiten an?
Nun wurde mir ans Herz gelegt, pro Mahlzeit 90 ml mit Flasche zuzufüttern, um das Kind endlich „dick“ zu bekommen und weil sie das Set auch nach einer Stunde nicht immer leert.
Das hat mich sehr traurig gemacht und vor der Flasche und dem Abstillen graut es mir. Wenn es nicht ganz unvernünftig ist, würde ich das gern so weit wie möglich versuchen mit dem BES abzudecken.
Eine Flasche jetzt wäre nicht gut, wenn die Zufüttermenge über das BES gegeben werden kann, solltest du das auch tun.
Beim Zufüttern an der Brust wird die Milchbildung angeregt und es trinkt zusätzlich noch Milch direkt aus der Brust.
Lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht mit diszipliniertem Pumpen (und/oder häufigerem Stillen) noch etwas bei der Milchmenge bewegen oder ist es „zu spät“?
Wie oben geschrieben würde ich an der Stillhäufigkeit arbeiten und eine regelmäßige Zufütterung anstreben. Du kannst zwischendurch gerne pumpen, wenn es dich nicht sehr stresst. So hast du auch Muttermilch für die Zufütterung.
Wenn ich jetzt (teilweise) mit Flasche füttere, hätte ich die Chance nach einem Monat (oder so, je nach Gewicht) mit etwas Aufwand noch mal einem Still-Versuch zu starten? Gibt es da einen spätesten Zeitpunkt?
Nach oben
Das kann man nicht sagen, es kann sein, dass sich dein Baby so an die Flasche gewöhnt, dass du quasi unfreiwillig zu früh abstillst.

Mein Vorschlag:
- 10-12x/24h stillen
- regelmäßige Zufütterung (ich schlage vor, mit 400ml zu starten)
- eventuell pumpen

Was meinst du?

Viele Grüße
SchneFiMa
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von Igelkugel »

Vielen lieben Dank! Ich bin sehr froh, dass ich hier noch mal gebündelt eine Beratung mit so viel Erfahrung im Hintergrund bekomme - mir fehlte jetzt wirklich ein bisschen die weitere Perspektive.

Zu den Empfehlungen hab ich noch ein paar Fragen.
Mein Vorschlag:
- 10-12x/24h stillen
- regelmäßige Zufütterung (ich schlage vor, mit 400ml zu starten)
Ich versuche ja gerade auf 600 ml zu kommen bzw. öfter 90 ml zuzufüttern, weil meine Hebamme meinte dass die 400 ml nicht genug Puffer beim Gewicht bringen. Denkst du das kann ich auch erst mal eine Weile durchziehen und dann mit 400 ml weiter machen? Ich bin wegen des Gewichts schon arg verunsichert, auch wenn die Kinderärztin nicht geschimpft hat. Aber es geht ja sowieso nicht um Hinger, sondern dass wir eine waschechte Massephase einbauen müssen.

Ich stille beide Seiten, meistens zuerst auch kurz ohne Set (fürs Gefühl, ist aber nur so der erste MSR, dann hört sie mittlerweile sowieso schnell auf). So häufig bzw. im Schnitt aller zwei Stunden zu stillen habe ich jetzt schon mal getestet, rein organisatorisch ist es nur irgendwie eine Herausforderung. Klingt vielleicht doof, aber: Gibt es da irgendwie Tipps zu Zeit-Management?
Das Stillen dauert durchschnittlich eine Stunde, egal ob 60 oder 90 ml. Da sie zusätzlich so schwer einschläft schnarcht sie momentan bspw. endlich, wenn wieder Stillen dran wäre... Zuletzt habe ich sie ein paar mal gewickelweckt, aber sie schläft an der Brust gern trotzdem wieder ein und trinkt dann maximal so Mäuseschlucke. Irgendwann muss sie ja auch mal ein bisschen am Stück schlafen. Muss ich da rigoroser sein? Spricht das auch dafür, dass es sehr anstrengend für sie ist?
Vielleicht finde ich auch noch einen guten Rhythmus, ist ja jetzt neu. Mich macht es als kleiner Kontrollfreak einfach etwas kirre, das so gar nicht planen zu können. Aber hier gilt wahrscheinlich einfach, dass ich es eben so gut wie möglich versuchen muss? Intuition fürs Hungergefühl oder so haben das arme Kind und ich ja gerade sowieso nicht.
Habt ihr die Waage vorher kontrolliert, also am gleichen Platz mit jeweils einer Packung Mehl etc gewogen? So sieht man, ob immer das gleiche rauskommt.
Kennst du die Infos aus dem Stillwissen zum Wiegen etc?
Ja, das hatte ich zumindest überflogen und jetzt noch mal ordnungsgemäß getestet. Ist so auf 20 g (un)genau, also variiert je nach Position und scheint in der Mitte einen blinden Fleck zu haben. Hm. Wiegezeiten waren übrigens immer unterschiedlich.

Viele liebe Grüße!
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SchneFiMa
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von SchneFiMa »

Ich versuche ja gerade auf 600 ml zu kommen bzw. öfter 90 ml zuzufüttern, weil meine Hebamme meinte dass die 400 ml nicht genug Puffer beim Gewicht bringen. Denkst du das kann ich auch erst mal eine Weile durchziehen und dann mit 400 ml weiter machen? Ich bin wegen des Gewichts schon arg verunsichert, auch wenn die Kinderärztin nicht geschimpft hat. Aber es geht ja sowieso nicht um Hinger, sondern dass wir eine waschechte Massephase einbauen müssen.
Ich würde die Portionen wirklich nicht so doll erhöhen. Dein Baby muss das ja auch schaffen. Daher bleib bitte erstmal bei 400ml und wir schauen, wie die Zunahme darunter ist.
Das Stillen dauert durchschnittlich eine Stunde, egal ob 60 oder 90 ml. Da sie zusätzlich so schwer einschläft schnarcht sie momentan bspw. endlich, wenn wieder Stillen dran wäre...
Woran liegt es, dass es so lange dauert?
Ja, es kann schon sein, dass es anstrengend ist. Wenn du kannst, versuche sie wachzuhalten während des Stillens. Häufiges Wechselstillen hält einige Babys auch wach. Kennst du Brustkompression?

Dass du erstmal die eine Brust ohne BES anbietest, ist gut, so kann sie erstmal ohne was trinken. Mach es gerne an die zweite Brust. Du kannst dann, auch gerne nochmal die 1. Brust anbieten.

Viele Grüße
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von jbi »

SchneFiMa korrigier mich bitte, wenn es falsch ist, aber bezüglich der "Massephase": Mir wurde gesagt, dass Babys nichts "aufholen" müssen.
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von SchneFiMa »

jbi hat geschrieben: 08.03.2024, 07:26 SchneFiMa korrigier mich bitte, wenn es falsch ist, aber bezüglich der "Massephase": Mir wurde gesagt, dass Babys nichts "aufholen" müssen.
Das ist richtig. Unterstes Ziel ist es, dass das Baby die Perzentile hält. Geht es nach oben, ist das Nice to have.
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von SchneFiMa »

Guten Morgen,

Wie geht es euch?
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Re: Milchproduktion nach drei Monaten noch mal ankurbeln?

Beitrag von Igelkugel »

Hallo, ich war am Wochenende unterwegs und es ging mit unseren Immunsystemen etwas drunter und drüber - entschuldigung fürs Nichtbescheidsagen!

Das mit der „Massephase“ wusste ich nicht, oha! Mir wurde gesagt, dass sie in der Perzentile stark abgerutscht ist und eigentlich ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben sollte, deshalb also aufholen muss. (Ich habe das nie zu Gesicht bekommen, wollte mich damit auch nicht unbedingt stressen. Reichte ja so schon.)

Das jetzt auch ein Punkt, wo ich verschiedene Meinungen bekommen habe, würde ich mal kurz transparent machen: Einer Stillberaterin die am Anfang hier war hatte ich im Zuge meiner kleinen Verzweiflung letzte Woche die Gewichtsdaten geschickt und das mit der Flasche gefragt - also wie hier. Sie hat sich daraufhin am Freitag mit meiner Hebamme ausgetauscht, die hier wöchentlich zum offiziellen Wiegen kommt (und mir letztendlich eindringlich die Flasche empfohlen hatte). Sie haben sich abgestimmt, dass ich diese großen Mengen zufüttern soll, aber trotzdem möglichst das BES einsetze - was ich ja sowieso tue. Morgens habe ich jetzt auch schon mal eine Flasche gegeben, damit ich einen Termin schaffe. (Sie nimmt sie offenbar sowieso nur, wenn sie putzmunter und gutgelaunt ist.)

Für mich habe ich aktuell einen Zwischenweg gefunden und ich würde es von der Tagesform abhängig machen: mindestens 400 ml, wenn es sich ergibt aber erst mal auch mehr. Der Tagesrhythmus hat sich jetzt auch besser eingependelt und wir schaffen das ganz gut einzubauen. Ich hoffe, dass das in Ordnung ist? Mein Ziel wäre definitiv, es demnächst etwas zu reduzieren.

Ich finde die Begleitung hier super und würde mich freuen, wenn wir noch eine Weile dran bleiben können. Mit meiner Hebamme bin ich seit dem Flaschen-Thema etwas zurückhaltend, sie wird jetzt auch erst mal wieder von einer Kollegin vertreten. Von der netten Stillberaterin kann ich eigentlich keine weitere Unterstützung erwarten bzw. müsste sie dann eigentlich jeweils bezahlen…

Meine kleine Wurst hier ist von den Mengen - bis auf die generell lange Trinkzeit - jedenfalls bisher nicht überfordert und hat innerhalb der letzten Woche 300g zugenommen, wobei ich in den letzten Tagen auch mal bei nur 400ml pro Tag war. (Wir waren beide ein bisschen krank, hatte schon Angst dass sie abnimmt. :? )
Mit Brustkompression macht sie übrigens immer noch ein paar Schlucke, theoretisch soll man das ja mehrere Minuten halten können - das schaffe ich eher nicht. :-)

Soll ich die Gewichtsdaten-Liste immer noch mal dazu schreiben oder so?
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