GemeineEsche hat geschrieben: 06.02.2024, 15:10
Wenn es an der "Entsorgung" hapert wäre es natürlich eine Idee, hier anzusetzen, wie das vielleicht schneller/einfacher gehen würde.
Vielleicht kleinere Kisten packen und direkt Paketfotos für Kleinanzeigen machen? Und dabei vom Perfektionismus verabschieden, zu warten um diese bei gutem Licht/wenn es nochmal sauber gemacht ist etc. zu machen.
Für Spenden/Wertstoffhof direkt in der nächsten Woche die Fahrt fest einplanen und die Kiste dann direkt ins Auto?
Ich glaube alles auf einmal ausmisten vs. immer ein bisschen ist ganz viel Typsache.
Alles auf einmal ist halt ein Typ, der mit mehreren Haushaltsmitgliedern schwer zu vereinbaren ist. Kondo hat ja selbst auch mit der "nach und nach" Methode angefangen und das "Aufräumfest" erst später erfunden im Rahmen ihrer Tätigkeit? Für nen gebuchten Aufräumcoach ergibt es natürlich auch Sinn, möglichst viel auf einmal zu schaffen und einen möglichst großen Effekt zu haben und einfach dieses "Make-over" direkt zeigen zu können. Das ist natürlich auch perfekt für social Media.
Ich lasse mich leider auch leicht von sowas beeindrucken. Aber mittelfristig muss man mit kleinen Kindern wohl wirklich gucken, dass man mehr in kleine Häppchen aufteilt. Vielleicht rede ich es mir auch irgendwie ein, dass ganz oder gar nicht mein "Typ" sei, weil ich bisher eher bei "gar nicht" war und es dann immerhin theoretisch Potential für "ganz" gibt. Ist aber wahrscheinlich nicht so. Wahrscheinlich muss ich wirklich viel mehr zum "besser als nichts" Typen werden. Weil ich in Wirklichkeit ansonsten tatsächlich gar nichts schaffe.
Was man sich bei "hier ein bisschen und da ein bisschen" nimmt, ist der krasse Effekt, wennn man eine Kategorie durchsortiert hat. Das kann halt echt grandios aussehen, und gibt natürlich unglaublich Motivation. Eintreten tut der Effekt aber sowieso nur, wenn der aussortierte Kram dann auch
direkt weg ist.
Andererseits kann es halt auch demotivieren, wenn man das Gefühl, man hat ewig sortiert und gemacht und getan, und jetzt hat man nen supertollen Kleiderschrank und keine Klamotten mehr im Schlafzimmer rumliegen, aber man hat immer noch das Gefühl, keine Gäste reinlassen zu wollen. Oder so Ähnlich.
Wenn man in
absehbarer Zeit sowohl die Zeit als auch die Kraft hat, (und den Raum, ganze Kategorien zusammen zu ragen, ohne dass Kinderhände dazwischen funken) es in einer großen Aktion zu machen, dann würde ich mich eher an Kondo anlehnen, weil ich glaube, dass es einen stärkeren Effekt auf die eigene Einstellung zu Kram und Besitz hat. Und man damit insegsamt nachhaltiger aussortiert, weil man sich mit seinem Ziel auseinandersetzt, und allgemein mehr Gedanken um das wie und das warum macht.
Wenn man diese Kraft und Zeit in abeshbarem Zeitraum nicht hat, dann ist "hier und da ein bißchen" definitiv besser als "gar nix".
Am Ende wird man wasrcheinlich insgesamt mehr Kram haben, als mit Kondo. Und die Wahrscheinlichkeit, sich wieder voll zu rümpeln ist vielleicht etwas größer, weil man nicht so sehr an der inneren Einstellung gearbeitet hat.
Aber trotzdem wird das Haus weniger voll sein, und man weniger Kram haben, besser Ordnung halten können und besser sauber machen können.