Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

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äffchen
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von äffchen »

Hallo,
in Deinem Eingangspost beschreibst Du ziemlich genau meine Große. Ich hab mir auch furchtbar Gedanken gemacht vor der Eingewöhnung und es hat auch bestimmt 2-3 Monate gedauert bis sie richtig drin war. Aber sie ist dort im Bett liegend eingeschlafen und nach ein paar Monaten schlief sie sogar ohne Begleitung ein (was sie zu Hause immernoch nicht macht).
Nach einiger Zeit, ich weiß garnicht mehr wann, hatten wir ein Gespräch, dass sie irgendwie nicht richtig ankommt und mittags kaum isst und viel bei der Bezugserzieherin ist und so unterschwellig wurde da auch das stillen dafür verantwortlich gemacht. Ich hab dann ziemlich offen unsere Stillgeschichte erzählt und behauptet, dass ich jetzt quasi tagsüber schon abgestillt hab (was nicht der Fall war) und esagt, dass ich garnicht erwarte, dass sie dort viel isst und ich einfach nur möchte, dass sie sich dort wohlfühlt und froh bin, dass sie ihre Bezugsperson so liebt. Kurze Zeit später war der Knoten geplatzt und es lief viel besser. Ich glaube das offene Gespräch hat bei uns auf beiden Seiten ein bisschen den Druck rausgenommen und es dann leichter gemacht.

Was ich sagen will, zum einen hat stillen oder nicht glaube ich wenig damit zu tun, wie und ob die Eingewöhnung gelingt. Meiner Erfahrung nach liegt auch viel an der Bezugsperson
(meine kleine ist insgesamt viel offener und selbstständiger und kann/konnte besser einschlafen und isst viel mehr, stillt aber auch noch viel. Bei ihr hab ich nach fast 3 Monaten die Eingewöhnung abgebrochen, weil es mit der Einrichtung und den Personen einfach garnicht gestimmt hat)
Zum anderen habt ihr ja gerade erst angefangen. Dazu Krankheiten etc. ich würde wahrscheinlich dem ganzen noch ein bisschen Zeit geben und dann entscheiden, ob es passt.
Bei uns hat das offene Gespräch gut gepasst, aber das muss man, finde ich selbst wissen, wieviel man da Preis gibt.

Mir von der Kita sagen lassen, was wie zu Hause laufen soll, würde ich übrigens auch nicht.

Ich wünsche Euch ein gutes und konstruktives Gespräch und hoffe ihr bekommt mit der Zeit ein Gefühl für die Einrichtung und ob euer Kind dort hinpasst..
mit großen Schwestern 08/18 und 06/21 und kleinem Bruder 03/25 und Ministernchen 07/23
Glyzinie
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Glyzinie »

Man kann auch nicht pauschal erwarten, dass ein junges Kleinkind nach 4 Wochen eingewöhnt ist. Ja, bei meinem Neffen war es so, mein Sohn hat dagegen mit 14 Monaten 10 Wochen gebraucht.
Zum Start aß er wenig, wollte alle 2-3h Stillen und hatte tagsüber keinerlei kontinuierlichen Schlafrhythmus.
Nach der Eingewöhnung hielt er auch daheim immer Mittagsschlaf, aß mehr und stillte vor der Krippe, danach, Spätnachmittag und zum Einschlafen sowie spätabends. Durchgeschlafen hat er schon davor. Die Reife lernen sie dort, daheim kann man da gar nichts dazu tun.
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Kirby
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Kirby »

Glyzinie hat geschrieben: 08.04.2023, 22:52Die Reife lernen sie dort, daheim kann man da gar nichts dazu tun.
Ganz genau. Abstillen und daheim „Selbstständigkeit“ (mit 1???) beim Schlafen und Essen durchdrücken wäre eher kontraproduktiv, da nimmt man dem Kind doch alle sicheren Ankerpunkte am Tag. Wie soll es denn dann Fortschritte in der Kita machen (also echte Fortschritte, keine Resignation nach Näheentzug)? Alle Beiträge hier haben sooo recht und für jeden gibt es mindestens etliche stille Mitleser mit nickenden Köpfen.
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Sommermama2017
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Sommermama2017 »

Kirby hat geschrieben: 09.04.2023, 09:55 Alle Beiträge hier haben sooo recht und für jeden gibt es mindestens etliche stille Mitleser mit nickenden Köpfen.
Yep.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
BerlinerMammut
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von BerlinerMammut »

Sommermama2017 hat geschrieben: 09.04.2023, 14:23
Kirby hat geschrieben: 09.04.2023, 09:55 Alle Beiträge hier haben sooo recht und für jeden gibt es mindestens etliche stille Mitleser mit nickenden Köpfen.
Yep.
Hier auch ;)

Bei unserer hat jeder Schritt seine Zeit gedauert.
Stillkinder ü1 sind leider "selten", wenn es dann "nicht klappt" muss es ja daran liegen 😉
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... mit der MaMo auf der Hüpfmatte in den Schlaf gewippt 🦘
Elim
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Elim »

Ich finde auch, dass euer Kind sich absolut altersgerecht anhört, unsere Kinder haben sich mit 1 Jahr auch nicht selbst beschäftigt.
Von alleine im Bett einschlafen ganz zu schweigen. Die Große hat zudem quasi voll gestillt bei der Eingewöhnung in den Kiga.

Beide haben sich auch anfangs sehr schwer getan mit der Eingewöhnung, und auch da kam leider bei beiden auch die Aussage, dass ich doch bitte abstillen soll, damit sie einen Bezug aufbauen können. Was völliger Quatsch ist. Bei der Großen kam dann auch durch ein Gespräch heraus, dass sie sich wirklich ernsthaft Sorgen gemacht haben, dass sie dort nicht isst und quasi verhungert. Die Große war uns ist auch einfach sehr sehr zierlich und klein. Sie haben mich sogar gebeten, doch Flaschen und entweder abgepumpte Milch oder Pre mitzugeben. Das wollte ich aber dann nicht, zumal die Große auch nie aus irgendeiner Flasche getrunken hat. Bei dem Gespräch habe ich dann deutlich gemacht, dass ICH keinerlei Bedenken habe, dass sie in der Zeit dort verhungert. Getrunken hat sie immer ausreichend. Und geplant waren deutlich längere Zeiten als bei euch.
Vielleicht wäre das auch ein Ansatz bei euch? Also was steht hinter der Bitte nach dem abstillen. Bei den Erzieher:innen geht es da vielleicht tatsächlich auch um Absicherung, damit sie sicher sein können, dass niemand klagt.

Nach ein paar Wochen hat die Große übrigens dann auch dort angefangen zu essen, aber weiterhin auch nachmittags dann viel gestillt.

Zum Schlafen würde ich ähnlich vorgehen, Kiga ist so anstrengend für die Kleinen, ich habe es dort schon öfter gesehen, dass sie entweder irgendwo im Gruppenraum oder auf dem Arm der Erzieher:innen einfach einschlafen, wenn sie müde genug sind. Bei uns hat sich die ganz liebe Bezugserzieherin unserer Großen sogar noch einen Sling angeschafft, und sie oft damit umhergetragen, und da ist sie dann auch oft einfach eingeschlafen. Und auch jetzt gibt es immer mal wieder Kinder, die im Buggy schlafen.
Also mal Aussage der Erzieher:innen hinterfragen, warum die Kinder alle im Bett alleine einschlafen müssen. Wollen sie es nur so einfach wie möglich haben? Das fände ich unmöglich, es ist deren Job, jedes Kind angemessen zu begleiten, und im Zweifel schläft es eben nicht und muss in der Zeit bespaßt werden.

Lange Rede kurzer Sinn, ich würde im Gespräch genau hinterfragen, was die Hintergründe für die Aussagen zum Stillen und Schlafen sind, und im Zweifel den Druck für die Erzieher:innen ausnehmen. Weil primär geht es doch darum, dass euer Kind sich in der Einrichtung wohlfühlt. Ob und wie es dort isst oder schläft, das ist doch eher zweitrangig, bzw ändert sich doch auch so schnell.
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Serafin
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Serafin »

Ich finde euer Kind völlig normal. Hier wurde aber bei keinem Kind so Sachen wie bei euch erwartet. Viele Sachen haben sie sich dann auch von den großen angeschaut.
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Aydrian »

Aydrian hat geschrieben: 06.04.2023, 14:45

Die Trennung klappt gut, aber sie kann nicht stillsitzen, isst wenig bis nichts, beschäftigt sich nicht alleine (meist), sondern ist anhänglich und schlafen geht auch nicht, wobei das noch nicht probiert wurde so wirklich.
....
Man muss sagen, das ist bei uns zuhause auch so. Sie isst jetzt bei uns am Tisch mit, wo sie wenig isst und zeigt sich nicht begeistert beim Essen. Wir haben sie sonst immer vorher mit Brei gefüttert und da hat sie auch gut gegessen, aber seit sie krank war vor ein paar Wochen will sie wieder ganz viel gestillt werden und wenig sonst Essen. Auf Anweisung der Kita lassen wir sie mit am Tisch essen, was ich auch sinnvoll finde.
....
Sie ist auch seit ein paar Wochen ziemlich anhänglich, auch zu hause. Sie spielt nur selbstständig, wenn man neben ihr sitzt, aber auf der Couch sitzen oder in der Küche arbeiten, kommt sie sofort an und zieht an einem, will auf den Arm.
....
Sie wird einschlafgestillt oder beim Papa in den Schlaf getragen, schläft von sich aus noch 2x am Tag, meist so 10/11 Uhr und 15/16 Uhr - in der Krippe wird nur 1x geschlafen, um die Mittagszeit.
Mal eine Rückmeldung, da ich mir bei alten Posts auch immer gewünscht habe, zu wissen, wie es ausging.

Wir bzw. unsere Tochter sind nun schon seit ein paar Monaten erfolgreich eingewöhnt!
Kurz nach meinem verzweifelten Post ist der Knoten irgendwie geplatzt, nach noch ein bisschen Hin und Her und einigen Irrwegen.

Einiges was oben steht, ist immer noch aktuell, aber ich bin da viel entspannter geworden, da der Druck weg ist.

Ich habe danach tagsüber weniger gestillt für ca. 1 Woche, nicht mehr einfach so im Wohnzimmer etc, sondern nur noch zu bestimmten Zeitpunkten, z.B. vor dem schlafen, aber nicht im Bett.
An Ostern habe ich versucht unsere Kleine ohne Stillen hinzulegen, was mit einigen Tränen verbunden war, aber mit einigem durchhalten geklappt hat. Ich habe mit ihr gekuschelt, gestreichelt, erzählt... aber schön war es nicht, auch wenn sie irgendwann eingeschlafen ist, nach einigen Tränen und locker 3x so langer Einschlafbegleitung.
Beim Papa ging es nicht, beide waren tränenaufgelöst und fix und fertig.

In der folgenden Woche haben wir ihr jeweils eine Flasche mit PRE mitgegeben in die Krippe, falls sie Milch trinken mag. Tatsächlich hat sie dort dann das erste Mal aus der Flasche wirklich getrunken...
In der nächsten Woche hatte unsere Tochter auf einmal schöne Tage in der Kita... kurz darauf hat sie das erste Mal da geschlafen, auf dem Arm einer Erzieherin.
Kurz danach dann das erste Mal liegend eingeschlafen dort, wo es kurz Tränchen gab, aber eine Erzieherin mit ihr gekuschelt hat und sie wohl innerhalb von wenigen Minuten eingeschlafen ist. Kurz danach gab es dann keine Tränen mehr, heute schläft sie mit als erstes ein....

Zuhause habe ich das Einschlafstillen schon nach den 2 Tagen wieder aufgenommen, da es einfach nicht schön war und ich auch nicht wirklich dahinter stand es ohne zu versuchen. Das hat sich überhaupt nicht negativ ausgewirkt, wir stillen heute noch zum schlafen... mit 1,5 Jahren. Auch tagsüber habe ich dann wieder gestillt, unser Ritual wurde, dass wir sobald wir von der Kita nach Hause kommen erst mal ausgiebig kuscheln und im Bett stillen.

Nach 1 Monat ca. konnten wir die Milchflasche für die Kita auch wieder weglassen, da sie nur noch wenig dort getrunken hat. PRE trinkt sie heute auch noch ab und zu aus der Flasche, z.B. wenn wir länger Auto fahren und man nicht gut stillen kann, nachdem Aufwachen. Wir sind da inzwischen sehr pragmatisch, das hat uns gut geholfen. Der Arzt meinte auch, sobald die Kinder Beikost bekommen, kann man PRE geben, das hat dann keinen Einfluss mehr, wodurch ich mir das Abpumpen gespart habe dann.

Stillsitzen kann sie bis heute nicht gut, sie ist sehr aktiv :D Macht aber gut bei den Kita-Aktivitäten mit, ist immer vorne dabei! Sie geht gerne hin und freut sich aber auch, wenn sie abgeholt wird.
Essen ist weiterhin ein auf und ab, mal isst sie mehr, mal weniger, aber da stress ich mich nicht mehr bei, solange kein Kinderarzt sagt, dass es problematisch in der Entwicklung wäre.

Manchmal ist sie anhänglich - zuhause ist sie seit ca. 1 Monat sehr mamafixiert - aber das ist ja normal.
Ich spiele sehr viel mit ihr und gebe ihr die Aufmerksamkeit.
An das 1x Schlafen hat sie sich recht schnell gewöhnt, die Umstellung war innerhalb der ersten Wochen durch, sie schläft seitdem auch zuhause nur 1x, außer sie ist krank.

Den Versuch sie ohne stillen hinzulegen würde ich nicht noch mal so machen, meiner Meinung nach war das nicht ausschlaggebend. Höchstens für mich zu wissen, dass es auch so klappt und in der Kita mit Überzeugung zu sagen, dass wir tagsüber abgestillt haben und auch sie ohne stillen hinlegen, erfolgreich.
War ja die Wahrheit, wenn auch nur für 2 Tage...

Die Eingewöhnung hat ca 2-3 Monate gedauert, das Ende war fließend. Schon vor dem "offiziellen" Ende war sie dann einfach die normalen Zeiten da.

Sie schläft weiterhin nachts nicht durch, aber da seh ich keinen Zusammenhang mit der Kita. Manche Nächte sind besser, andere schlechter. Manchmal denke ich, sie würde im eigenen Bett besser schlafen, aber ich bin noch nicht bereit sie "ausziehen" zu lassen :lol: Zumal ich das Gefühl habe, dass sie noch sehr gerne stillt und auch oft Nähe sucht.

Nervig ist, dass sie seit einem halben Jahr ständig krank ist und/oder Zähne bekommt, gerne beides gleichzeitig... wenn sie mal 2 Wochen gesund ist, ist das schon gut. Und der Winter kommt erst...
Mein Mann und ich hatten die ersten Infekte alle auch, seitdem meist nicht mehr... immerhin. Aber die Kleine tut mir schon sehr leid und mit der Arbeit ist es auch sehr nervig.
Tigerchen 4/2022
Kirby
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema

Beitrag von Kirby »

Vielen Dank für die Rückmeldung, ich finde es auch immer interessant, wie es ausgegangen ist. Schade, dass ihr euch unter Druck gesetzt gefühlt habt, das mit dem Hinlegen ohne Stillen ausprobieren zu müssen. Klar, kann man das in dem Alter probieren, wenn man SELBST mit dem Einschlafstillen nicht mehr klar kommt, aber Druck von außen ist echt blöd. Und es ist eben auch sachlich falsch, dass sich damit sie angesprochenen „Probleme“ lösen lassen.

Mangels Kinderbetreuung steht der ganze Prozess mit meinem nähebedürftigen Kind noch bevor, mal gucken, ob es da zu ähnlichen Situationen kommt.
Tochter 07/22 🧒
Sohn 05/25 👶🏻
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