Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

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Kaba
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Kaba »

Serafin hat geschrieben: 28.09.2023, 09:15
- Essen gehen/Bestellen weg lassen. Das ist so ein riesiger Posten.
Das würden wir wohl tatsächlich nur weglassen, wenn es gar nicht anders ginge :lol Also, das, was wir da ausgeben ist für mich tatsächlich gut investiertes Geld. Pizza bestellen, wenn die Kinder schlafen hat vermutlich jeweils im ersten Lebensjahr der Kinder unsere Beziehung gerettet :wink: Vermutlich ist das unser "kostspieliges Hobby". Ein bisschen reduzieren könnten wir da vielleicht auch, aber tatsächlich haben mich unsere Kosten für Supermarkteinkäufe viel mehr schockiert.

Es geht mir auch nicht in erster Linie ums Geld sparen.
Beim Frühstück: Milchreis hab ich noch nie fertig gekauft, aber vor kurzem einen Rest selbst gekochten weggeworfen, weil den irgendwie niemand mehr wollte (weil es schon wieder was besseres gab?). Toast ist hier natürlich auch nicht teuer und Vielfalt finde ich auch gut. Ich frage mich nur manchmal, ob wir es uns da mit weniger Auswahl/Abwechslung nicht erheblich einfacher machen würden.

Kleidung kriegen wir tatsächlich keine vererbt, die Große ist das erste Kind im Freundeskreis und der Familie. Gebraucht kaufe ich, aber gerne auch manches neu, weil ich das schön finde und gerne mache und es auch mindestens von zwei, eher mehr Kindern getragen wird. Und dann kauft Schwiegermutter aber auch noch sehr gerne Kinderkleider und so wird es dann einfach insgesamt zu viel (und spätestens der erbettelte Peppa-Wutz-Schlafanzug im Aldi wäre dann halt absolut nicht mehr nötig).
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Nane85
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Nane85 »

Ich budgetiere seit einem guten Jahr und finde es auch erschreckend, wie viel Geld für Lebensmittel, aber auch sowas wie Kleidung und Geschenke weg geht. Und es ist einfach gefühlt von allem zu viel, zumal mit unserer kleinen Wohnung. Und es kommen einfach permanent neue Sachen rein, vor allem als Geschenke.

Also, zum Bewusstmachen und auch Reduzieren kann ich das Budgetieren sehr empfehlen, aber der Geschenkeflut von ich noch nicht Herr geworden.
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Serafin
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Serafin »

Kannst du nicht der Oma dann zu Geburtstag/Weihnachten Klamottenaufträge geben? Dann kommt da schon weniger Kram ins Haus.

(Bestellen mit Baby wäre hier voll der Stress gewesen. Da erst um keine Ahnung, 10 oder so, das Kind geschlafen hat. Wir vorher oft noch ne Stunde spazieren mussten, und da bin ich gleich mit eingeschlafen. Zudem nie was planbar von unserer Seite aus. Hier ist bestellen jetzt glaub eh meist mit Abholen und dann exorbitant teuer).

Und zum neu Kaufen weils ja zwei Kinder anziehen: Kostet gebrauchte Kleidung (die hier oft genug auch noch beide an hatten) mehr als 50 Prozent des Neupreises? wenn ja, lohnt neu. Wenn nein lohnt gebraucht. Ich bin da aber sehr sehr pragmatisch. Dreckig und abgerockt wird hier eh alles.
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Butternut
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Butternut »

Zum Thema Essen wegwerfen, gibt es bei uns gefühlt jeden dritten Tag zum Abendessen Resteessen. Da gibt es dann eine Portion Suppe, eine halbe Portion Nudeln mit Soße, altes Brot/Semmeln getoastet mit Butter oder Käse. Wenn wir Erwachsenen uns einig sind das heute Reste Tag ist, dann machen auch die mit und meckern wenig/nicht.
Liebe Grüße Butternut
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Kaba
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Kaba »

Jadzia hat geschrieben: 28.09.2023, 09:36
Selbe Frage bei Büchern ?
Warum so viele?
Kaufst du die alle ? Und wenn ja warum ?
Ich habe überlegt, in letzter Zeit sind es wohl gar nicht mehr so viele, wir sind fast jede Woche in der Bücherei und da gibt es genug für die Große. Wobei ich finde, so ein paar Kinderbücher sollen die Kinder auch selbst haben, um sie wirklich immer wieder lesen zu können. Wir haben wirklich viele so richtige Kleinkindbücher, die Große hat Bücher schon früh geliebt und dann hab es die halt oft auch als Geschenk von Großeltern und so (bzw. ein andres Geschenk "und noch ein Buch dazu, weil Bücher sind ja immer gut").



Was möchtest du für dich erreichen? Ein besseres Gefühl oder möchtest du im Alltag mehr Übersicht? Das hab ich noch nicht ganz verstanden
Hm, im Alltag mehr Übersicht trifft es wohl ganz gut. Also zum einen einfach weniger Zeug rumfliegen. Und auch ein bisschen besser wissen, wie viel Geld wir wofür ausgeben und brauchen.
Die Vielfalt beim Essen stört mich ja nicht generell, aber manchmal wird es dadurch unübersichtlich.
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Kaba
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Kaba »

Butternut hat geschrieben: 28.09.2023, 13:08 Zum Thema Essen wegwerfen, gibt es bei uns gefühlt jeden dritten Tag zum Abendessen Resteessen. Da gibt es dann eine Portion Suppe, eine halbe Portion Nudeln mit Soße, altes Brot/Semmeln getoastet mit Butter oder Käse. Wenn wir Erwachsenen uns einig sind das heute Reste Tag ist, dann machen auch die mit und meckern wenig/nicht.
Das funktioniert hier gut, wenn ich mit den Kids alleine bin. Wenn mein Mann auch da ist, denke ich irgendwie immer, es lohnt sich, was "richtiges" zu machen. Seit diesem Schuljahr bin ich aber an ca. drei Tagen über Mittag nicht da, da ist mein Mann dann die Reste oder ich packe sie mir ein, das ist, glaube ich, ganz gut.
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feuerdrache
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von feuerdrache »

Nenn es um- nicht Reste Tag, bei uns heißt das a la card.
Auf der Karte ist, was im Kühlschrank weg muss ;)
Die Idee dazu hatten unsere Kinder, und mit Käse drauf schmecken fast alle Reste besser meint die Bande.

Wenn ihr nicht viel Essen wegwerft, dann passt es doch eh?
Ich bin auch immer erschrocken, was ich für Nahrungsmittel ausgebe jeden Monat.
Dabei kaufe ich fast nur Grundnahrungsmittel, kaum Süßes, kaum Fertigprodukte (die gibts echt nur in Notfällen oder weil ich selbst keine Frühlingsrollen machen mag) und koche fast alles selbst. Mein veganes Essen kostet halt schon, das Joghurt ist deutlich teurer, hin und wieder mal Käse für mich oder veg. Sahne oder so. Die letzte 100g Tafel Schoko hat 2 Monate gehalten, dann war sie aus.
DAs mit den angeblichen 10% des Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel- das kann nicht sein bei uns, gefühlt sind das 40% oder so.
Im Schnitt sind das sicher 200-230 Euro pro Person im Monat, es hängt vom Monat ab. Und wir haben schon viele Nahrungsmittel selbst. Aber Pubertierende essen nicht, das sind Fressmaschinen, die atmen Kalorien. Und ich hab 3 davon (13-19 Jahre alt), die Kleine steht unmittelbar davor. 5 Liter Kartoffelgulasch sind oft am Abend weg...

Ich spare nicht bei Gewürzen, da macht der Qualitätsunterschied echt viel aus.
Jetzt im Wachstum haben es die Deichmann Schuhe echt getan bei den Jungs- wenn die durch waren war auch die Schuhgröße zu klein geworden. Und verkauft bekomme ich hier kaum gebrauchte Schuhe, auch nicht in Topmarken.
Wer ausgewachsene Füsse hat, bekommt hier schon noch gute Schuhe gekauft die dann viel länger halten. Einkaufen gehen mag ich nicht, ich fahre fast 20km in die Stadt, es nervt und kostet so viel Zeit.
Bei Spielzeug animiere ich die Kinder oft, aus vorhandenem Zeugs neue Ideen zu verwirklichen. Dann fährt der holzZug durch 2 Zimmer, und bringt Botschaften mit, Lego und Playmobilehäuser werden daneben aufgebaut, der Drache weidet neben den Kühen und ähnliche Aktionen.
Kaba
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Kaba »

Naja, ab und zu werfen wir schon Essen weg, also das ist schon ein Punkt. Seit drei Wochen habe ich montags frei und gehe da dann alleine und mit Wochenplan und Liste einkaufen, das ist schon ganz gut.
Und ja, Bio kaufen finde ich auch grundsätzlich richtig und will es nicht ändern. Aber halt dann weniger teuren Brotaufstrich, weniger Avocado, Antipasti, weniger Lachs, günstigere Windeln als Pampers...also ich sehe bei uns da schon noch Potenzial, ohne dass wir schlecht essen müssten.

Ich habe die Spiegel-Kolumne "Kochen ohne Kohle" entdeckt und daraus jetzt schon zwei echt leckere Sachen gekocht.

Was mich nervt - die Verpackungsgröße von Nudeln und Reis. Das fände ich einfacher, da mal einen größeren Vorrat zu haben und weniger Müll. Bei KoRo gibt's Reis im 5kg Beutel, aber keine "normalen" Nudeln. Wie macht ihr das? (ich traue mich noch nicht, dort zu bestellen, weil ich Sorge habe, dass das in Wahrheit auch nur "mehr Konsum" wäre :lol: )
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von feuerdrache »

Großhandel- da hab ich 5kg Packungen her. Und einen Bauern haben wir hier, die machen auch Nudeln im Auftrag. Frag nicht wie viel Pack 5kg der - zugegeben echt köstlichen- Dinkelspiralen war.

Allerdings- so sehr ich auch Müll einspare beim Einkaufen- dann wird was für den Betrieb geliefert, eine neue Matratze geliefert- und es ist sooooo unglaublich viel Verpackungsmaterial. Alleine, wie die Paletten die wir hin und wieder bekommen verpackt sind- unglaublich, da kann ich ewig und 3 Tage Müll einsparen.
Der Soda Stream hat hier sehr reduziert, ich liebe Soda. Und wir haben gutes Leitungswasser.
Milch hole ich vom Bauern in den eigenen Glasflaschen, die hab ich seit Jahren im Einsatz.

Koro- da muss ich wieder mal bestellen - Nussmus. Das schmeckt den Kindern richtig gut, hat kaum oder gar keinen Zucker zugesetzt. Solange es aufgegessen wird, ist es ja nicht verschwendet.

Milchreis nehmen hier die Kinder gerne in einem Glas mit als Jause, da wird drum gestritten. Oder darum ,wer es am nächsten Tag noch zum Frühstück haben darf. Im Kühlschrank hält es sich ja ganz gut.

Wenn du Übersicht willst- Haushaltsbuch oder App dafür, dann siehst du einfach mal, wo was hingeht.
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Dorkas
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Dorkas »

feuerdrache hat geschrieben: 28.09.2023, 13:24 DAs mit den angeblichen 10% des Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel- das kann nicht sein bei uns, gefühlt sind das 40% oder so.
Im Schnitt sind das sicher 200-230 Euro pro Person im Monat, es hängt vom Monat ab. Und wir haben schon viele Nahrungsmittel selbst. Aber Pubertierende essen nicht, das sind Fressmaschinen, die atmen Kalorien.
Du machst mir Angst. :shock: Hoffentlich steigt unser Einkommen noch, bis die Kinder in die Pubertät kommen.

10% vom Einkommen (brutto oder netto?) halte ich auch für wenig. Ich habe ein Budget von 500€/Monat für Lebensmittel und Drogerie. Ist das viel oder wenig? Ich versuche damit auszukommen, aber knapp finde ich es schon für 3,5 Esser (die Kleine kann ich kaum mitzählen, die isst so wenig). Vermutlich würde es reichen, wenn ich komplett auf Bio verzichten würde, aber sonderlich viel hole ich eh nicht.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
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