Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

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Kaba
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Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Kaba »

Obwohl sich das Thema hier in verschiedenen Bereichen schon findet, habe ich gerade das Bedürfnis, diesen Thread zu eröffnen. Ich habe das Gefühl, dass unser "Familienkonsum" (hauptsächlich durch mich verantwortet) total aus dem Ruder läuft und möchte gern was dagegen tun. (Achtung es ist leider wahnsinnig lang geworden, das meiste sind Beispiele, die man bestimmt überfliegen/weglassen kann..)

Vor ein paar Tagen habe ich unsere Ausgaben vom gemeinsamen Konto zusammengerechnet (weil das immer schneller leer ist, als wir denken) und war ziemlich schockiert, WIE viel Geld ich für Lebensmitteleinkäufe (inkl. Windeln, Drogerie) ausgebe :oops:or ist klar, dass Inflation ist und wir vier Personen sind und Bio teuer ist, aber es sind wirklich Summen, die ich mich gar nicht zu nennen traue. Und dabei essen die Kinder fünf Tage die Woche in der Kita zu Mittag und wir gehen öfter mal essen oder bestellen Pizza, das ist da noch gar nicht mit eingerechnet.
Also, das ist ein Bereich, in dem sich dringend was ändern muss (ich sehe da auf jeden Fall auch Potenzial, im Discounter einkaufen ändert ja schon viel, mal sehen, wie es im Oktober läuft).

Aber irgendwie ist unser Leben auch in anderen Bereichen so "viel". Das fällt mir vor allem auf, wenn ich es mit meiner Herkunftsfamilie vergleiche. Da gab es nur ein (gutes) Gehalt und meine Mutter ist wohl (im Gegensatz zu mir) generell einfach sehr spar- und genügsam. Für mich manchmal auch zu sehr, aber oft wäre für mich wohl der Mittelweg richtig und ich übertreibe es stattdessen (gefehlt hat es uns als Kindern sicher an nichts).

Ich nenn mal ein paar Beispiele:
Am Geburtstag gab es bei uns früher "den" Schokokuchen, zur Feier des Tages mit Smarties und Kerzen (die, glaube ich, mehrere Jahre genutzt wurden) verziert.
Hier gibt es seit dem ersten Geburtstag Mottofeiern mit passendem Kuchen, Muffins, Deko (von Amazon :oops: ), Zahlenkerze, Zahlenluftballon, Girlanden.

Ich hatte als Kind ein Bandolino, das ich hunderte Mal gemacht habe, und würde wohl so ziemlich jedes meiner Kinderbücher wiedererkennen, weil ich die damals auswendig konnte.
Ich weiß nicht, wie viele Bandolinos meine Große besitzt (4?), und wir könnten wohl eine eigene Kinderbuchhandlung aufmachen :oops: Wir haben Duplo und Playmobil und ein Puppenhaus und eine Spielküche und Puppen und ca 40 Puzzles und einen Schrank voller Bastelsachen...

Bei uns gab es früher jeden Wochentag-Morgen vor der Schule Müsli für alle, das meine Mutter aus den (immer ähnlichen) Zutaten zusammen gerührt hat. Hier gibt es morgens Birchermüsli oder Schokomüsli oder Toastbrot oder Brötchen oder Milchreis....

Als Pausenbrot hatte ich als Kind ein Brot mit Frischkäse und Salami und nebendran Apfelschnitzen, die dann leicht nach Salami geschmeckt haben. Nicht immer, aber oft.
Meine Kinder haben eine Box mit fünf Fächern. Sie haben darin eigentlich immer mindestens eine Obst- und Gemüsesorte, ein Brot/Brötchen und Rosinen oder Reiswaffeln oder (veggie) Würstchen oder Ei oder Muffin oder Waffeln oder Pizza.

Meine Kinder haben zu viel Kleidung.
Wir haben aktuell drei Sorten Kinderbadeschaum in Benutzung.


Mir graut vor der (Vor-)Weihnachtszeit. Meine Große war letztes Jahr völlig durch den Wind (gut, wir sind auch umgezogen). Ich will eigentlich keinen Adventskalender mit noch mehr Zeug. Ich finde die Idee mit dem Wichtel süß, aber ich will nicht jetzt schon die Erwartungen der Kinder ins Unermessliche steigern (und irgendwas dafür kaufen würde ich ja dann doch auch wieder).

Ich will keine Minimalistin werden, aber ich will..
a) kein Geld verschwenden
b) nicht irgendwann (ganz) im Chaos versinken
c) keine Kinder groß ziehen, die denken, dass man alles haben und kaufen kann und muss und es egal ist, wenn was kaputt geht.
d) (halbwegs) nachhaltig und umweltbewusst leben.

Gerade beim letzen Punkt fällt mir die Diskrepanz zu meinen Eltern so krass auf. In meiner Kindheit gab es keinen Zero-Waste-Trend und keine Marie Kondo, auch keine selbstgenähten Putzlappen oder feste Shampoos. Meine Eltern haben im Gegensatz zu mir nie irgendein Gemüse selbst angebaut und fast immer beim Discounter gekauft. Aber im Großen und Ganzen haben sie wahrscheinlich trotzdem soo viel nachhaltiger gelebt, weil es von allem irgendwie so viel "weniger" war. (wir sprechen hier von gehobenem Mittelstand in den 90ern und 2000ern, also das ist nicht irgendwie "früher bei Uroma").

Das soll jetzt keine Gesellschaftskritik werden, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass viele angeblich nachhaltige Trends dann doch wieder nur zu Konsum führen.

Ich musste das jetzt mal aufschreiben, um mir bewusst zu machen, dass mich das wirklich stört.
Es gibt auch Bereiche, in denen ich/wir da nicht "anfällig" sind. Ich habe nicht viel Kosmetik, kein Hobby mit "Material", nirgendwo lagern unausgepackte Pakete, es ist auch definitiv niemand hier kaufsüchtig oder so. Ich glaube, es ist wirklich vor allem bei Dingen, die mit den Kindern und dem Familienalltag im Zusammenhang stehen.
Ich glaube, ich denke oft, ich könnte MIR Dinge durch Konsum leichter machen (neues Bandolino kaufen, damit die Große beschäftigt ist) oder ich will sie für die Kinder besonders toll machen (Brotbox, Kindergeburtstag). Da ist ja beides auch nicht verkehrt, aber irgendwie ufert es halt aus und führt zu Stress bei mir und riesigen Erwartungen bei den Kindern.

Uff. Sorry für den längsten Beitrag meiner SuT-Karriere. Wer bis hier gelesen hat, kennt das vielleicht auch? Was macht man da? :lol:
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Lösche Benutzer 24994

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Ich finde vieles kauft sich einfach leicht und schnell oder eben super einfach online.

Es gibt sicher ein paar Tipps fürs Geld sparen, die du vielleicht schon kennst.

-bar bezahlen
- für verschiedene Arten von Ausgaben Kuverts mit einem bestimmten Budget füllen und wenn es leer ist, geht es erst nächsten Monat (jetzt eher nicht bei Essen, sondern vielleicht Spielzeug, Badeschaum etc.)
- Wochenplan fürs Essen und nur 1x die Woche einkaufen

Ich muss aber sagen ich nutze keinen der Tipps :oops:
Ich finde wir haben einige Sachen zu viel und bei Lebensmitteln landet mir zu oft was im Müll oder ich kaufe was draußen, weil ich schlecht vorbereitet bin. Insgesamt sind wir aber auch bei vielen Dingen sparsam, mein Mann war das jüngste von 9 Kindern, der gibt da oft noch einen ganz anderen Blick weiter.

Früher habe ich mehr gebraucht gekauft, das ärgert mich manchmal, dass es weniger geworden ist.
Bücher kaufe ich tatsächlich keine mehr. Wir haben eine gute Bücherei in der Nähe und was wir haben reicht auch oft.
Andere Sachen müssen wir wohl reduzieren.
Ein Vorteil daran, in der teuersten Stadt zu wohnen ist, dass wir uns keine teurere Wohnung leisten wollen und deswegen wohl einfach regelmäßig den Bestand reduzieren müssen, wenn es uns zu eng wird
sandra86
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von sandra86 »

Der große Unterschied zu früher ist ja auch einfach, dass heute die Dinge leicht und überall und günstig zur Verfügung stehen! Und dazu kommt noch eine riesige Auswahl.
Früher musste ich mit meiner Mutter in die Stadt fahren, wenn wir Klamotten kaufen wollten oder Geburtstagsgeschenke. Für Bücher musste ich zur Buchhandlung oder Bücherei.
Shampoo gab es vielleicht im örtlichen Supermarkt eine Handvoll Auswahl. Pokemon Girlanden für den Geburtstag musste man selbst basteln. Irgendwelche Motiv Ballons gab es nur auf der Kirmes einmal im Jahr und da schweineteuer (jetzt gibt es die hier bei Edeka).
Wir stehen ja heutzutage alle vor dem Problem, dass wir an einem riesigen gedeckten Tisch voll mit günstigen Zeug, sagen wollen/sollten "nein danke für mich nur die regionale Biomöhre"
So funktioniert ja aber unser Jäger und Sammlerhirn nicht.
Ich finde es furchtbar, hab aber auch nur die gängigen Tipps... Ganz viel Selbstdisziplin 🤷‍♀️
mit dem Großen 03/12, der Mittleren 11/13 und dem Mini 12/15

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Pelufer
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Pelufer »

Kaba, du sprichst von mir, oder? 😁
So ähnlich läuft es bei uns nämlich auch. Nur dass ich noch zusätzlich drei Hobbies habe, die kostenintensiv sind.

Ich bin mittlerweile so weit, dass ich eine zu verschenken Kiste dauerhaft vor unserer Tür installiert habe, viele Sachen über Kleinanzeigen oder in der Kruschelkiste verkaufe, Dinge die 8ch nicht selbst nähen kann gebraucht kaufe, und alle drei Monate einen Raum komplett "entrümpel".
Nachhaltig ist das mit Sicherheit auch nur so fürs Gefühl, aber ich arbeite dran.

Bei Lebensmittel ist der Einkauf aufgeteilt. Es gibt eine Wochenliste die mein Mann am Wochenende mit den Kindern zusammen einkauft, es gibt die Biokiste vom nahegelegenen Biohof, ich fahre einmal im Monat in die Stadt für Drogerieartikel und fülle den Vorrat auf.
Das Einzige wo ich eine kleine Macke habe, sind Schuhe. Die brauche ich unbedingt neu und ungetragen.

Spielzeug sortiere ich mit den Kindern regelmäßig aus und verkaufe was nicht mehr gebraucht wird. Mehr oder weniger erfolgreich 😇
Langfristig bin ich jetzt auch dran, eins nach dem anderen runter zu fahren.

1. Weniger Stoff kaufen. Funktioniert (Ja jein manchmal)
2. weniger Kleinkram kaufen. Funktioniert schon besser
3. Immer mit Liste einkaufen. Funktioniert meistens gut
4. Impulskäufe vermeiden. Geht mittlerweile deutlich besser als gedacht

😁
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Zouri
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Zouri »

Ich möchte mich hier echt gerne dranhängen! Einen wirklichen Plan habe ich noch nicht - und wohl auch keine gescheite Übersicht.. ich wundere mich nur immer, wieviel wir letztlich ausgeben und auch wofür. Das weiß ich nämlich nicht so genau...

Ansonsten habe ich mir fest vorgenommen in den Herbstferien auszumisten und alles ein wenig umzuorganisieren. Da kommt mir der Nestbautrieb aktuell echt entgegen, obwohl ich schon merke, dass ich nicht mehr ganz so viel Energie habe..

Was auch wirklich viel ausmacht, wäre ein Essensplan. Das habe ich früher gemacht und es hat finanziell echt was gebracht und natürlich auch viel Stress aus dem Alltag genommen ("Sch** was koche ich heute bloß")

Ich sortiere mal meine Gedanken und lese so lange fleißig bei euch mit :)
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Serafin »

Wir sind ja auch eher sparsam unterwegs. Ich will einfach nicht so viel Zeug. Dazu hatte ich lange einfach echt wenig Geld.
Was mir bei euch spontan einfällt:
- Essen gehen/Bestellen weg lassen. Das ist so ein riesiger Posten.
- Frühstück: Wir mischen hier alles süße Müsli mit zwei drittel Haferflocken, ein Drittel süßes Müsli. Joghurt gibt es nur den Naturjoghurt. Allein schon wegen weniger Zucker. Wir kaufen keinen fertigen Milchreis etc, machen so was selber. Wenn das gewünscht ist, kann man ja auch z.B. Haferbrei machen, das ist so ähnlich, geht aber schneller und ist günstig. Dazu frischen Apfel rein schneiden... Oder schnell Pfannkuchen machen, schnelle Waffeln (wir machen die nur aus Mehl, Quark, Eiern und Milch). Semmeln gibt es auch manchmal, wir machen die selbst (siehe Morgenmuffelbrötchen https://www.himmelsglitzerdings.de/2013 ... tchen.html, abends vorbereiten, morgens nur aufs Blech). Toast ist in Deutschland doch auch nicht teuer, oder?
- keinen Kram kaufen. Es geht echt auch ohne (Ja, wir verwenden die Geburtstagskerzen auch jedes Jahr wieder... Die Kinder haben sich noch nicht beschwert). Allen wenn ich da die Zeit seh die ich brauch in die Stadt runter zu fahren, in nem Laden danach zu suchen... Bestellen geht ja auch ins Geld und hat hier ziemlich hohe Versandkosten. Wir überlegen immer, ob wir das nicht selbst machen können wenn wir was uns wirklich einbilden. Einladungskarten etc hat mein Mann einfach gebastelt. Und Fähnchen, Hütchen... brauchen die Kinder eigentlich auch nicht.
- Der Mann holt einmal die Woche ne To good to go Tüte von nem Supermarkt. Da sind in der Regel hauptsächlich Backwaren (Brot...) drin, das die Kinder mögen. Unser Brot für uns Erwachsene backe ich selbst (hier gibts nicht viel Auswahl an wirklich leckerem und eine deutsche Bäckerei ist irre teuer, dazu ne halbe Stunde mit dem Fahrrad).
- Kleidung: So wenig wie möglich, so viel wie nötig um gut durch den Waschzyklus zu kommen. Habt ihr niemanden in der Verwandschaft/Bekanntschaft/auf der Arbeit mit älterem Kind wo ihr was erben könnt? Wir geben hier auf der Arbeit regelmäßig die Sachen rum. Wissen ja, welches Kind da ca die Größe hat und geben das einfach weiter.
Ich habe auch mal als ich für den großen noch ne Matschhose gebraucht hab im Kiga nen Aushang gemacht wer eine gerne an uns verkaufen will. Und siehe da, eine Matschhose kam zu uns. Und die Mutter hat dann gefragt, ob ich gerne auch noch andere Sachen übernehmen möchte. Klar. So sind wir zu einem großen Teil an gebrauchte Kleidung gekommen. War einfach, weil ich musste es nur vom Kiga mit heim nehmen, die Mutter war froh, dass sie es los war, da vieles halt doch nen kleinen Fleck oder so hatte, sprich Verkaufen war nix mehr. Aber für den Kiga noch völlig in Ordnung. Auch Kleiderpakete auf Kleinanzeigen sind da immer mal toll oder hier (wink zu Pelufer und Anni).
- Was auch echt hilft: nicht spontan kaufen. Wenn du etwas nach einer Woche immer noch willst, nicht ersetzen kannst, dann kauf es. Aber erst dann.
- Spielzeug: gebraucht schauen. Hier kauft der Gatte gerne Konvolute von Lego/Duplo. Baut die Legosets zusammen. Entweder bekommen die dann die Kinder zu Anlässen, oder als Geschenke für Kigageburtstage oder meine Kusinen freuen sich für ihre Kinder (und kaufen sie uns für den Preis ab, den wir gebraucht bezahlt haben).
- Bücher und Brettspiele: Bücherei. Die haben eine riesiege Auswahl, du kannst es öfter ausleihen, es steht dann nicht zu Hause rum... Auch die Onleihe anschauen. Da gibt es so viele Hörbücher. Wir benutzen das auch hier im Ausland, da sind wir noch lange nicht durchgehört.
- Egal wo wir hin gehen, wir haben immer etwas zu Trinken und Essen dabei (oft könnte man auch gar nix kaufen). Das ist hier ein Automatismus. Zimtschnecken, Kekse... auf Vorat backen und enfrieren oder so. Auch gibt es oft schnellen Blechkuchen hier. Auch hier machen wir oft gleich doppelte Menge, einen kann man dann in Stücke geschnitten einfrieren und schnell einpacken für einen Ausflug. Bis man den braucht ist er aufgetaut.
- Die Kinder brauchen meist gar nicht so viel teure Aktionen. Sachen, die man oft und gerne macht (Zoo oder so) kann man eine Jahreskarte kaufen. Wir machen oft einfach nur einen Ausflug auf einen Spielplatz, in den Wald... Das finden die cool, es muss nicht immer mords die Attraktion sein. Schaut auch mal was lokale Büchereien oder so anbieten. Da gibt es hier sehr viel kostenloses Angebot für Kinder.

Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass wir schlecht leben. Dass wir etwas verpassen.
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IdieNubren
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von IdieNubren »

Oh Kaba du sprichst mir aus der Seele!!

Ich hab auch das krasse gefühl dass meine Kinder in einem unglaublichen "Reichtum" aufwachsen aber gleichzeitig fühle ich mich machtlos.

Hier ein Beispiel. Der kleine hatte Geburtstag, ich hab mir von meiner Mama einen Roller für ihn gewünscht, genauso wie die Mädchen auch zum 3. Geburtstag bekamen. Dann schreibt sie mir dass sie noch zufällig einen Lader gefundne hat, der war so günstig. Ja schön. Aber mein Bruder schenkt auch ein Fahrzeug und mein Vater. Und dann hat mein Mann auch noch 2 Geschwister. Von uns E

Ich staune was meine mama oder auch meine Oma aufheben können, wenn ich nicht regelmäßig alles mögliche wegschmeiße, versinken wir im chaos.

Mein Mann erzählt dass er immer mit Freund xy gepsielt hat, weil der die playmobil ritterburg hatte. Die meisten Kinder heutzutage haben sicher mehr als nur die eine Ritterburg ;)

Also JA ich fühle sehr mit dir
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
Serafin
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Serafin »

Hier bei dem Roller: Passt der denn den Mädchen noch? Wenn nein, so würde der hier weiter ziehen ans nächste Kind. Deshalb sind Fahrräder etc hier keine Geschenke, sondern gibt es, wenn es nötig ist. Wird dann aber natürlich an das nächste Kind weitergegeben.
Ich versuche da echt die Geschenkeflut einzudämmen. Es gibt generell in der Familie nur Geschenke von den Paten (haben unsere Kinder nicht da wir nicht religiös sind) und den Großeltern. Gerne was gebraucht schon da ist, die Kinder wissen das ja nicht. Oder was nützliches. Eine Oma hat die Trinkflasche für die Schule geschenkt, eine das Mäppchen. So hat er von jeder Großelternseite was jeden Tag in der Schule dabei, das finde ich irgendwie schön.
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Jadzia
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Jadzia »

Die Frage die Ich mir stelle :

Warum haben die Kinder so viel Kleidung?
Mein Kind hatte auch immer viel, vor allem weil vielesgeerbt wurde und weil sie Nesthäkchen ist und in der Familie auch einiges geschenkt wurde.
In meinem Freundeskreis gibt es drei jüngere Mädchen die das meiste erben ( oder wir packen es für die Flüchtlingspatentochter einer Bekannten)
Ich selbst kaufe fast nix bzw. Das was richtig notwendig ist.

Selbe Frage bei Büchern ?
Warum so viele?
Kaufst du die alle ? Und wenn ja warum ?

Beim Essen . Ist doch schön wenn ihr das frühstücken könnt wozu ihr Lust habt. Da spricht doch nichts dafür jeden Tag das gleiche zu essen.
Was ich mal gemacht habe eine Weile : Gerichte nach Portion auszurechnen und mich daran ein wenig zu orientieren.
Getränke gibts hier keine teuren (außer Wein)
Wir trinken Wasser und Früchtetee. Und ich Kaffee, aber trotz Bio kommt’s da nicht auf größere Summen.

Du könntest dir natürlich auch Budgets zuteilen. Mir persönlich wäre das zu aufwändig.

Was möchtest du für dich erreichen? Ein besseres Gefühl oder möchtest du im Alltag mehr Übersicht? Das hab ich noch nicht ganz verstanden
Alles kann, Liebe muss

Jadzia mit Dax (03/11)

1000 Streams, 100 Kommentare, 50 mal 5 ⭐️
Sind unser Ziel ( psst, geht auch doppelt und dreifach und sogar ohne Zuzuhören 😊)

https://open.spotify.com/episode/4UUhYl ... OBYY39nlir

https://youtu.be/4fegPvOL94Y?si=-3kT2Fg70wF1BD7H

https://www.instagram.com/12briefe_der_ ... _source=qr
Seifenblasenfrau
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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Ich hab zur Zeit auch das Gefühl, dass wir in Zeug versinken. Eigentlich bin ich auch eher Minimalistin, also wir haben auf dem Dachboden zb nur paar Kartons, aussortierte Kinderkleidung und eine Kiste Weihnachtsdeko stehen, keinen "Kram". Das Wohnzimmer Sideboard ist quasi leer, da liegen paar Erinnerungsstücke vom Baby und zwei Quartettspiele. Unsere Küche ist nicht besonders riesig und trotzdem passt alles, was wir haben, prima da rein, weil wir nicht viel Geschirr haben, nur das, was wir im Alltag so brauchen. Aber: Wir haben soo viel Spielzeug! Eigentlich behalten wir nur Spielzeug das in vorhandene Kategorien passt, also Lego, Schienen, Autos, Schleich und so, alles andere kommt früher oder später immer weg. Und meine Hobbys brauchen so viel Platz und Zeug 😬 das bereitet mir einerseits sehr viel Freude, andrerseits erschlägt es mich auch ein bisschen weil es so schwer in Ordnung zu halten ist, wenn die Kinder da auch noch ordentlich mitmischen.
Die Große 08/15
Der Mittlere 04/18
Der Kleine 09/22
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